Frankfurter Nahverkehr I - konkrete Planungen

  • Verlängerung U5 von Station "Wohnpark" zum Römerhof | erste Planung und NKU

    Lt. Franziska Roth (Sprecherin der Stadtbahn Europaviertel Projektbaugesellschaft (SBEV)) in der FNP vom 20.07. läuft die erste Planung und Nutzen-Kostenuntersuchung für die Streckenverlängerung von der Station "Wohnpark" zum Römerhof. Im Laufe des Jahres 2024 ist mit dem Planfeststellungsbeschluss geplant um danach schnell möglich mit dem Bau zu beginnen. Im Laufe des Jahres 2025 ist die Inbetriebnahme des Abschnitts zw. den Stationen "Güterplatz" und "Wohnpark" geplant. Dabei soll es nicht bleiben da gleichzeitig die Inbetriebnahme die zweite Verlängerung des Abschnitts zw. der Station "Wohnpark“ und Römerhof geplant ist. Damit würde ein längerer Streckenabschnitt der U5 im Westen in Betrieb genommen als ursprünglich geplant. Dafür das ein PFV für diesen Abschnitt notwendig ist, doch ganz 'zügig' wie ich meine.

  • Das Problem sind nicht nur die grundsätzlich fehlenden Übergänge, sondern eben auch, dass sie an der völlig falschen Stelle sind.

    Dass es keinen oberirdischen Zugang am nördlichen Ende der Station Dornbusch gibt gehört auch in diese Sammlung. Wer mit Rollstuhl oder Rollator vom Grüneburgweg kommt und in die Stadtbücherei will, der darf die gesamte Länge des Bahnsteigs entlangfahren um zu einem Überweg zu kommen.


    Und dass die Jungen, Fitten, direkt an der Treppe über die Straße springen hat sich seit mindestens fünfzig Jahren nicht geändert - nur die Läden und Lokale haben teils ihre Namen gewechselt.


    Die ganze Ecke leidet daran, dass die unterirdischen Zugänge an der Kreuzung auf eine dort liegende U-Bahn-Station zugeschnitten sind und die Station Dornbusch ein Provisorium ist, das deshalb so bescheuert platziert wurde, damit man an der Kreuzung bauen kann, ohne die Station verlagern zu müssen. Das ist alles deutlich sichtbar "bis zum Weiterbau" eingerichtet.


    Jetzt diese Fehlplanung mit der Kernaussage "die sollen sich an die Regeln halten, die sind halt so" zu veteidigen, ist halt leider komplett daneben.


    Und man kann ja noch nicht mal die 600m inklusive Haltestelle bis zum heutigen Überweg an der Carl-Goerdeler-Straße weiterbauen, weil man dann die Betriebsstrecke im Marbachweg verliert. Also erst Ringtram...

  • Potentialstudie Frankfurt - Neu-Isenburg - Dreieich für StraB


    Zuletzt war Ende Januar dies hier im Strang Thema. Wie die gestrige OF Post berichtet wurde die fertige Potentialstudie den Bürgermeistern der beteiligten Kommunen Ende Juni übergeben. Jan Werner (Bürgermeister, Langen) sagt folgendes: "Eine Anbindung nach Langen lässt sich grundsätzlich herstellen. Allerdings müsste die Straßenbahn mittels einer Unterführung die Dreieichbahngleise kreuzen. Dadurch entstehen enorme Kosten, die aber noch nicht beziffert werden können." Und weiter: "Eine solche Potenzialanalyse ist als eine erste, noch sehr undifferenzierte Untersuchung zu verstehen. Aus diesem Grund wurde den vier Kommunen nun empfohlen, gemeinsam eine Machbarkeitsstudie zu beauftragen." Diese Studie kostet die Kommunen 300k EUR und Langens Anteil betrüge 75k EUR. Am 1.9.2021 stellen die Planungsbüros den Langener Ausschussmitgliedern für Umwelt, Bau und Verkehr die Potentialstudie vor. Danach müssten Langens Stadtverordneten darüber positive beschließen um nach zwei Jahren die Machbarkeitsstudie zu erhalten. Diese zeigt dann eine validere Kostenschätzung. Jedoch sollten die Kosten für die ca. 3 km lange Strecke lt. Potentialstudie nicht 91,2 Mio. EUR übersteigen damit der NKU-Wert >1, welcher die Machbarkeitsstudie ermittelt, übersteigen und das Projekt sich als förderfähig für Land und Bund qualifiziert. Somit müsste (hoffentlich) demnächst Parlis Details zur Potentialstudie preisgeben.

  • ^ Nicht Parlis aber das Langener RIS gibt Details zur Potentialstudie preis da die Planungsbüros den Langener Ausschussmitgliedern für Umwelt, Bau und Verkehr die Potentialstudie vorstellen. Hier die Links zum TOP 3 der morgigen Sitzung, zur 42-seitigen Präsentation (Zusammenfassung d. Studie) und zum Antrag für die Machbarkeitsstudie dem der Ausschluss voraussichtlich beschließen wird. Zusätzlich zum Anteil von ca. 75k EUR netto müsste Langen noch ca. weitere 50k EUR netto für ein Sondermodul bezahlen. In diesem würden zusätzlich mehrere Streckenführungen ob und bis zum Bf. Langen auf ihre Eignung untersucht. Ferner müsste für die Nachfrageschätzung und das Verkehrsmodell die Einbindung des Bahnhofes als neuer Verknüpfungspunkt angelegt werden. Ab der PDF-Seitennummerierung 11 werden die untersuchten Varianten (Haltestellen, Abstände zueinander und Fahrtdauer zur nächsten) der Streckenverläufe gezeigt. Die drei untersuchten Streckenvarianten sind [Investitionskosten für ortsfeste Infrastruktur, Stand 2021, inkl. 10 % Planungskosten]:

    - Variante 1: Frankfurt - Neu-Isenburg - Dreieich, Bf. Sprendlingen [ca. 70 Mio. EUR]

    - Var. 2: F - NI - Dreieich, Heckenweg [ca. 80,1 Mio. EUR]

    - Var. 3: F - NI - Dreieich - Langen, Wilhelm-Leuschner-Platz [ca. 91,2 Mio EUR]


    Edit: Vom 3.9.2021 noch eine PM der Stadt Frankfurt.

    Edit 2: Vom 5.9.2021 ein Bericht und Kommentar in der FAZ. Und ein Berichte am 3.9.2021 in der OF Post über die kontroverse Ausschußsitzung und noch vom 4.9.2021.
    xxx

    Welche Ergebnisse liefern die Potentialstudien für die StraB nach Bad Vilbel und Offenbach? 🤔

  • Straßenbahn nach Bad Vilbel hat Potenzial


    Die im Vorbeitrag erwähnte Potenzialstudie für die Straßenbahn nach Bad Vilbel liegt jetzt vor, uns zwar noch nicht, immerhin aber den Auftraggebern. Die haben heute über die Ergebnisse informiert:


    Quelle





    Grafik: TraffiQ

  • Mal ne blöde Frage zur Straßenbahn nach Bad Vilbel. Die Frankfurter Straße hat ja ne gehörige Steigung, schafft ne herkömmliche Straßenbahn diese Steigung überhaupt und kann sie dort auch noch anfahren?

    Prinzipiell ne gute Sache, vielleicht gibt es die Möglichkeit nen Parkplatz oder Parkhaus für Pendler im Bereich BGU oder auch Fertighausausstellung zu errichten.

  • Keine blöde Frage: angeblich weist die Frankfurter Straße eine Steigung von bis zu 9% auf. Der Frankfurter S-Wagen schafft angeblich max. 7%; d.h. im Fall des Falles müssten künftige Beschaffungen die Vilbeler Steigung berücksichtigen (höhere Motorleistung). Sofern wir die Studie mal zu Gesicht bekommen, werden wir sicher die Antwort darin finden.

  • Oesterling hat bereits darauf hingewiesen, dass es für die Strecke den Vilbeler Heilsberg hinauf mit einer Steigung von bis zu neun Prozent Straßenbahnen mit stärkeren Motoren brauche als sie bislang im Einsatz sind.

  • Ich denke, die Straßenbahn müsste dafür sicher noch angepasst werden. Aber grundsätzlich ist das wohl kein Problem. In Stuttgart haben einige Straßenbahn-Linien auch große Steigungen zu überwinden.


    Das mit PR wäre wünschenswert, aber bleibt wohl eher ein Wunsch. Wenn Bad Vilbel diesbezüglich genauso engstirnig ist wie Eschborn hinsichtlich einer ähnlichen Idee an der Raststätte Taunusblick (mit passender Verlängerung der U 6 bis an die A5)...

    Das würde wohl nur funktionieren, wenn es gerade noch auf Frankfurter Stadtgebiet wäre.

  • Die von Oesterling mal genannte Steigung von 9% kann ich nicht nachvollziehen. Die Strecke vom Kreisel beim Bf Bad-Vilbel Süd bis zur Stadtgrenze (höchster Punkt) ist 1.780 m lang. Der steilste Abschnitt sind die 170 m zwischen 128 müNN und 140 müNN, das ist eine Steigung von 7,06%, alle anderen Abschnitte liegen drunter.


    bad_vilbel_hhenkkjhn.jpg


    Kartendarstellung: © OpenTopoMap (CC-BY-SA)

  • ChriSto: Ob die Kommune Bad Vilbel (Eschborn, Neu-Isenburg, OF etc.) unwillig ist laß ich mal offen da Frankfurt schon seit ein paar Jahren den grundsätzlichen Ansatz verfolgt keine Großanlagen für P+R an der Stadtgrenze zu errichten. Vielmehr sollen in Kooperation mit den Nachbarkommunen wohnortnahe P+R-Anlagen - kleiner und mehr - errichten werden. Einen guten Überblick liefert der umfangreichere Bericht B_306_2019 vom 23.08.2019 zu den (damals) fraglichen Standorten (Kaiserlei, Neu-Isenburg, Taunusblick, Eschborn-Süd, Fechenheim, Mertonviertel, Rebstockbad, Unterliederbach, Friedberger Ldstr. (Makro) und Preungesheim (Makro)) für solche Anlagen.

    Für das Waldstadion wurde mit dem Antrag NR_979_2019 vom 25.09.2019 u.a. auch die Evaluierung des Baues einer P+R-(Groß-)Anlage beschlossen. Hauptaugenmerk dieses Antrages war aber die generelle bessere verkehrliche Erschließung. Der Bericht B_283_2021 vom 26.07.2021 erwähnt eine P+R-Anlage jedenfalls nicht mehr. Damit ist m.E. klar das der wohnortnahe Ansatz weiterverfolgt wird.