Frankfurter Nahverkehr I - konkrete Planungen

  • Kurze Frage hierzu:
    Als die Bauarbeiten zum Straßenbahnteilstück in der Stresemannallee, zwischen Mörfelder Landstraße und Gartenstraße begonnen wurden, haben Kritiker unter anderem angemerkt, dass dieses Teilstück nicht mehr benötigt würde, da es Teil eines alten Konzepts zu einer Ringstraßenbahn sei. Das Konzept sollte angeblich vom Tisch sein und nicht sei nicht mehr relevant. Damit sei auf die jetzige Linie 17 überflüssig.


    Handelt es sich hierbei um ein gänzlich neues Konzept, wurde das alte überarbeitet oder wurde das alte einfach nie wirklich aufgegeben?

  • Die 17 würde doch lediglich wieder auf ihren alten Streckenabschnitt "zurückgekürzt" werden, immerhin bleibt die Erschließung des Rebstockparks und City West weiter bestehen.

  • ^^ Das Projekt Ringlinie ist nie aufgegeben worden. Es steht als Arbeitsauftrag an den Magistrat im GVP 2005, ist also Beschlusslage, und zur Abarbeitung des Arbeitsauftrages ist die nun vorliegende Machbarkeitsstudie der erste Schritt. Da die Machbarkeit grundsätzlich bejaht wurde, ist die Voraussetzung für weitere Planungsmittel gegeben.


    Was die Linienführung angeht, würde ich dem nicht so große Bedeutung beimessen, so könnte man es machen, muss man aber nicht. Es steht ohnehin eine Überarbeitung der Linienführung im gesamten Straßenbahnnetz an. Dann sehen wir weiter.

  • Interessant an der nun vorgestellten Planung ist vor allem der Verzicht auf die Neubaustrecke im Norden Bockenheims durch die Ginnheimer Straße, der ursprünglich mal vorgesehen war und sich wohl wegen des stellenweise doch recht engen Straßenquerschnittes erledigt hat. Auch ging man ursprünglich wohl noch vom Wegfall der Linie 16 aus, deren Strecke ja nun zur dauerhaften preisgünstigen Alternative wird.


    Ebenso neu ist der Endpunkt Johanna-Tesch-Platz, wobei ich eigentlich erwartet hätte, dass die Ringlinie das östliche Ende der Linie 12 übernimmt. Aber wie Tunnelklick schon schrieb, wenn eine dermaßen umfangreiche Netzerweiterung ansteht, dürften in Sachen Linienverlauf einige Änderungen anstehen.


    Ist eigentlich die komplette Studie schon irgendwo verfügbar? v Nachtrag: Allerbesten Dank! Ich hatte heute Morgen schonmal gesucht, aber noch nichts gefunden.

  • Interessant auch, dass auf den letzten Seiten bei den Karten für die Linienbelastungen auch die verlängerte Strecke der U7 bis Praunheim betrachtet wurde. Die Verlängerung um ein bis zwei Stationen bis zur Nidda hätte ich schon früher befürwortet.

  • ^Interessant, dass sowas nun aus dem Nichts in offiziellen Dokumenten auftaucht.


    Neu ist die Idee nicht, schon Anfang der 80er wollte man die U7 auf der ganzen Strecke bis Praunheim Brücke fahren lassen. Die obligatorischen besorgten Anwohner haben dann die heute vorhandene Minimallösung erzwungen, nachdem die ebenso obligatorischen Eschersheimer-Landstraße-Schreckgespenster die Runde machten.


    Da im Fall einer Verlängerung der U7 in größerem Umfang Parkplätze und Bäume wegfallen müssten um die Praunheimer Landstraße auf die nötige Breite für eine unabhängige Trasse zu bringen kann ich mir eigentlich nur eine straßenbündige Lösung vorstellen. Mit 3-Wagen-Zügen wäre das zwar möglich, aber dann hätte man sich die selben Probleme wie auf der U5 nochmal geschaffen. Eine Rückumstellung auf Straßenbahnbetrieb mit bahnsteiggleichem Umsteigen am Industriehof und einer Direktverbindung zu West- und Hauptbahnhof wäre sicherlich eine Überlegung wert.

  • ^+^^Obacht! Ich denke, das hat nichts zu sagen und taucht auch nicht aus dem Nichts auf. In den Plänen, die zur Grundlage für die grafischen Darstellungen genommen wurden sind auch alle anderen Streckenverlängerungen eingezeichnet, die als Langfristoptionen im GVP 2004 stehen, wie z.B. die Verlängerung A-Süd zur Sachsenhäsuer Warte, die Verlängerung der B-Strecke nach Bergen, die Verlängerung der 12 zum Tor Süd und was noch alles.


    Ich bin mir keineswegs sicher, dass wir das noch erleben werden, und die U7 nach Praunheim dann sicher als Letztes. Und es waren m.W. nicht die Anwohner, sondern die geringe Nachfrage, die sich ja heute auch mit einer Buslinie locker bedienen lässt, schon die vormalige Straßenbahn litt nicht unter Überfüllung.

  • Es soll sogar Leute geben, die meinen, die Tram sei da nur bis zur Nidda gefahren, weil es vorher keinen Platz für eine Schleife gab. Ich saß da als Schüler mit Netzkarte auch schon mal ganz alleine drin und bin auch ziemlich weit auf dem Rückweg ganz alleine geblieben.

  • Schön ist auf jeden Fall, daß diese Idee endlich voranzukommen scheint. Denn die Netzknoten Hauptwache, Konstablerwache und Hauptbahnhof sind heute schon derart belastet, daß nur Tangentialverbindungen ein wenig Abhilfe schaffen können. Nur die gewählten Endpunkte finde ich nicht sinnvoll, insbesondere den Tesch-Platz. Statt dessen sollte man darüber nachdenken, die Linie über den Ratswegkreisel und die westliche Hanauer wieder stadteinwärts bis zum Zoo oder besser noch gleich bis Offenbach führen. Das wäre eine sinnvolle Liniennetzergänzung, gerade im Hinblick auf die Anbindung des Hafenparks und das neue Bad an der Eissporthalle, die sowohl für die Bewohner des Ostends wie Bornheims bequem erreichbar sein sollten. Außerdem würde die Ringlinie so auf dem stark frequentierten Abschnitt zwischen Ostendstraße und Kreisel die heute schon meist proppenvolle 11 entlasten. Denn wie wir wissen werden zu den vielen Arbeitsplätzen und Hotels, die in diesem Bereich entstanden sind, in nächster Zeit noch mehr Betriebe und vor allem Wohnbevölkerung kommen. Dafür sollten auch Kapazitäten in anderen Relationen geschaffen werden, als nur zur Konstabler, die U- und S-Bahn bieten bzw. bieten werden. Natürlich stellt sich da noch dringender die Frage der Linienlänge und Verspätungsanfälligkeit. Daher sollte man überlegen, den Ring nicht am Stück abzufahren, sondern lieber in zwei sich überlappende Linien zu zerlegen. Westbahnhof und Schwabstraße oder Festplatz würden sich dafür als Endstationen eignen. Aber warten wir`s ab, was den Verantwortlichen bis dahin einfällt. Die 18 sollte ja auch mal am Zoo enden.

  • U-Bahn-Station Schweizer Platz

    An der U-Bahn-Station Schweizer Platz tut sich was. Der neue Schräglift, der anstelle einer Rolltreppe eingebaut wurde ist optisch vollendet. Und jetzt wurde auch die Stellwand in der B-Ebene geöffnet und der Blick auf den nächsten Fahrstuhl zur Ebene der U-Bahnen wurde sichtbar. Der Schacht wurde direkt neben die Rolltreppen eingebaut und wird auf Bahn-Ebene am südlichen Ende des Bahnsteigs ankommen.

  • Planfeststellung für Bahnhofsumbau Musterschule/Glauburgstraße

    Wie die FNP bereits am Samstag berichtete hat das RP Darmstadt den Planfeststellungsbeschluss für den Bau der Hochbahnsteige in der Eckenheimer Landstraße unterschrieben. Baubeginn ist der 29. März 2016. Mit einer Fertigstellung wird im August 2016 gerechnet.

  • Nordmainische S-Bahn

    Langsam wird es Ernst: Am Ernst-Achilles-Platz soll bis Mitte 2016 als Vorabmaßnahme für die Nordmainische S-Bahn ein Schachtbauwerk entstehen. Dies vor Fertigstellung des Projekts "The East" (unser Thread). Wenn das Hotel planmäßig im Sommer 2016 eröffnet wird, müssen die Arbeiten abgeschlossen sein, weil andernfalls u. a. Feuerwehraufstellflächen fehlen würden. Mehr in einem Magistratsvortrag von letztem Freitag, in dem es um die notwendige Fällung dreier Plantanen geht (PDF).


    Zweck des Schachtbauwerks ist es, von dort aus horizontale Bohrungen unter der Bodenplatte von "The East" herstellen zu können. Durch diese sollen Injektionen eingebracht werden, bestehend aus Zementsuspensionen, um so den Gebäudekomplex zu unterfüttern. Dadurch sollen mögliche Setzungen vermieden werden, wenn "The East" von einer Tunnelvortriebsmaschine unterfahren wird. Denn zwischen der Oberkante der Tunnelröhren und der Unterkante des Fundaments von "The East" besteht nur eine geringe Überdeckung.


    Position der zu fällenden Bäume und damit des Schachtbauwerks (notwendig ist auch ein zweiter Schacht, der aber nicht vorab erstellt werden muss):



    Übersichtslageplan Schächte (und Tunnelröhren):



    Grafiken: Stadt Frankfurt am Main / Deutsche Bahn AG

  • U5 Neue Endstation Preungesheim

    Die Endstation der Linie U5 in Preungesheim wurde barrierefrei ausgebaut und auf eine Verlängerung in Richtung S-Bahnhof Frankfurter Berg vorbereitet.


    Der Umbau startete kurz hinter der Sigmund-Freud-Str. mit einem neuen Gleisvorfeld:






    Wenn man sich denn irgendwann mal doch noch durchringt, führen Gleis 1 und 2 (ganz links und ganz rechts) mal weiter gen Norden.


  • Verlängerung der U5 kommt vsl. erst 2022

    Um genau diese Verlängerung der U5 bis zum Frankfurter Berg dreht sich ein Artikel in der FNP von heute. Dem ist folgendes zu entnehmen:

    • Seit heute fährt die U5 wieder ab Preungesheim.
    • Der Umbau der Haltestelle kostete 4,84 Mio. Euro.
    • Bis zu den Sommerferien werden noch die Haltestellen "Musterschule" und "Glauburgstraße" umgebaut, danach folgt die Umstellung auf die modernen Triebwagen.
    • Nach der Umstellung erst mal ausgelassen wird die Station "Neuer Jüdischer Friedhof", für die die Planung noch läuft.
    • Umbennant in "Prieststraße" wird die Station "Versorgungsamt".
    • Die Verlängerung zum Frankfurter Berg erfolgt frühestens 2022. Grund hierfür ist insbesondere die offene Frage der Fördergelder des Bundes, da bislang nicht alle Förderprogramme bereits über das Jahr 2019 hinaus verlängert worden sind.
  • ^
    Im Artikel hat sich ein Fehler eingeschlichen: Die heutige Station "Neuer Jüdischer Friedhof" hieß vorher kurzzeitig Prieststraße und davor jahrelang Versorgungsamt. Sonst gibt es keine Stationen mehr zwischen Hauptfriedhof und Marbachweg.


    Mir erschließt sich bisher nicht ganz, wieso man nicht Eckenheimer Landstraße/Marbachweg umgebaut hat statt Marbachweg/Sozialzentrum. In diesem Fall wäre es vertretbar gewesen, Neuer Jüdischer Friedhof komplett aufzulassen, statt nun aufwendige Hochbahnsteige auf die Straße stellen zu müssen. Gleichzeitig hätte man mit Marbachweg/Sozialzentrum schon eine "fertige" Haltestelle für die Ringstraßenbahn gehabt, wenn sie irgendwann denn wirklich gebaut werden sollte.

  • Vorschlag für eine neue Straßenbahnlinie

    Die Frankfurter SPD propagiert eine neue Straßenbahnlinie zwischen Unfallklinik im Nordosten und Sachsenhäuser Warte/Hainer Weg im Süden der Stadt mit einer Neubaustrecke über die Alte Brücke vom Börneplatz zum Lokalbahnhof, vgl. z.B. die Nachricht der Frankfurter Rundschau hier.


    Die grob geschätzten Kosten belaufen sich auf 75 Millionen €, 4 km Strecke müssten neu gebaut werden. Last but not least wäre eine Entscheidung für eine Straßenbahn in der Darmstädter Landstraße zugleich eine Entscheidung gegen eine Verlängerung der U-Bahnen vom Südbahnhof zur Sachsenhäuser Warte. Für Pendler könnte die Linie bedeutsam werden, da an der Unfallklinik und am Hainer Weg P&R-Parkplätze realisiert werden sollen und die Buslinie aus Bad Vilbel evtl. an der BGU-Klinik gekappt werden soll.


    Ob diese Meldung überhaupt hierher ins Forum zum Thread "konkrete Planungen" gehört, mag man unterschiedlich beurteilen, denn es ist bisher nur ein sehr vager politischer Vorschlag ohne genaue Planung - geschweige denn, dass das irgendwann irgendwie realisiert wird. Der Artikel drückt aber aus, dass die SPD den Vorschlag offenbar ein wenig in Konkurrenz zur geplanten Ring-Straßenbahn sieht.

  • Ginnheimer Kurve: der nächste Schritt

    Der Verkehrsausschuss wird heute voraussichtlich mit den Stimmen von CDU und Grünen beschließen, der Magistrat wolle die Planungen zum Stadtbahn-Lückenschluss zwischen Ginnheim und Bockenheimer Warte und zur Ringstraßenbahn fortsetzen auf der Basis der Potenzialstudie und der Machbarkeitsstudie. Sofern der Antrag heute den Ausschuss passiert, könnte die StVV das in ihrer nächsten Sitzung am 17.12. beschließen. Das hätte immerhin den Vorteil, dass beides eher nicht zum Wahlkampfthema wird.

  • Schön wäre das wirklich, denn angesichts des Bevölkerungswachstums ist eine spürbare Kapazitäts- und Netzerweiterung des ÖPNV in Frankfurt dringender denn je. Nur kann ich mir nicht vorstellen, daß ausgerechnet die Frankfurter SPD sich zusammenreißt und in Wahlkampfzeiten auf ihre reflexartigen Profilierungsbemühungen verzichtet. Lieber befeuert man doch mit Gegenvorschlägen - mögen sie auch so absurd sein, wie die nochmalige Prüfung der 2006 verworfenen U-Bahn-Trasse nach Ginnheim oder der Weiterbau der U-Bahn auf den Sachsenhäuser Berg, den niemand finanzieren wird - die übliche Frankfurter Endlosdiskussion, als mit Schwarz-Grün gemeinsam sinnvolle Projekte so schnell wie möglich durch- und umzusetzen.

  • Doppeldecker-Test in Ffm

    Nächste Woche testet traffiQ auf der Linie 34 vom 14. - 19.12. einen Doppeldecker-Bus aus Berlin zusätzlich zu den normal verkehrenden Bussen. Ziel ist, die Kapazität auf der Linie ohne zusätzliche Fahrten zu erhöhen. Der Einsatz von Gelenkbussen scheidet aufgrund zu enger Kurvenradien sowie einem nicht möglichen barrierefreien Ausbau mancher Haltestellen aus. Während der Testphase werden die Nutzer interviewt, um die Akzeptanz zu testen. Die Kapazität ist mit 94 Personen gleich zu den Gelenkbussen und um ein Drittel höher als in normalen Bussen.


    Im Frühjahr sollen dann nochmal Doppelstockbusse einer neueren Generation getestet werden.


    Der Artikel ist auf der Seite der Stadt Frankfurt zu finden, incl. Foto des originell beklebten Busses:
    =30097631"]http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=2855&_ffmpar[_id_inhalt]=30097631