Frankfurter Nahverkehr I - konkrete Planungen

  • @3rdwave: Was den Vandalismus angeht, wird die Videoüberwachung wohl ur eine sehr geringe Verbesserung bewirken. Z.B. sind die (meisten) Hamburger U-Bahnzüge mit Videokameras und entsprechenden Hinweisschildern ausgestattet, aber einen Rückgang an zerkratzten Scheiben konnte ich subjektiv nicht feststellen.

  • Zum U5-Wagen nochmal: An sich ist das Design ganz cool, vor allem passt es auch gut mit dem letzten Modell, dem U4-Wagen zusammen. Nur mit der offensichtlich konkaven Form der Front des Wagens kann ich mich nicht so ganz anfreunden. Ich steh da eher auf konvex.

  • Schmittchen
    Sehe ich das richtig, dass die neuen Fahrzeuge auch deshalb beschafft werden, um auf U6 und U7 von den Ptb loszukommen?


    Hoffentlich kommt Frankfurt bei der Gelegenheit mal wieder von dem hässlichen Türkis los. Die warmen Farben von früheren Fahrzeuggenerationen fand ich wesentlich ansprechender.


    Rohne
    Für mich sieht die Front konvex aus. Eine konkave Form wäre wohl auch nicht sehr windschnittig.


    @3rdwave
    Nur um Videoüberwachung zu haben, müsste man keine neuen Züge bestellen. Da reicht eine einfache Nachrüstung.

  • micro


    U7 fährt eigentlich fast nur mit U2e, Ptb sind nur auf U5 und U6. Aber genau die sollen neben den U2h auf der A-Strecke mit als erstes ersetzt werden.
    Farbe wird wohl auf längere Zeit subaruvistablue bleiben. Wobei ich gehört hab dass man bei neuen Bussen auf die Stadtfarben rot und weiß zurückgreifen will...



    Rohne
    Für mich sieht die Front konvex aus. Eine konkave Form wäre wohl auch nicht sehr windschnittig.


    Gibt aber diverse Straßenbahnen wo die Front eher konkav ist. Also konvex ist das in meinen Augen nicht.



    Wenn man der FR glauben darf, kommt doch auch die angesprochene Variante mit den kurzgekuppelten insgesamt 50m langen Wagen zum Einsatz.


    Link

  • Fahrzeuge der Stadtbahnfamilie Flexity Swift von Bombardier sind in Deutschland bereits im Köln-Bonner Stadtbahnnetz im Einsatz. So wie es aussieht, wird der Frankfurter Stadtbahnwagen starke Ähnlichkeit mit dem K5000 aufweisen. Ich will niemandem die Freude trüben, aber ich persönlich bin alles andere als begeistert von diesen Fahrzeugen


    - Sitzanordnung in Reihung wie in einem Reisebus
    - große "Mehrzweckbereiche" für Rollstuhlfahrer, Fahrräder etc.,
    dadurch fallen viele Sitzplätze weg


    ^^unpraktisch für ein Massentransportmittel


    - Sitze sind aus Plastik (sehr unbequem und rutschig)
    - Inneneinrichtung wirkt extrem billig (alles Plastik)
    - schlechte Laufeigenschaften, es ruckelt hin und her, es klappert
    - laute Pfeifgeräusche beim Bremsen
    - Türöffner nur an den Türen, zudem ziemlich niedrig angebracht


    ^^insgesamt ziemlicher Murks, aber vielleicht hat man beim Frankfurter Modell wenigstens die Kinderkrankheiten schon beseitigt

  • In der Zeitung "News Frankfurt" ist heute ein weiteres Bild der VGF zu sehen.


    micro, in der Tat ist die Subaruvistablue genannte Farbe sehr umstritten, doch leider konnten sich bisher immer die Befürworter knapp behaupten. Ich finde sie ebenfalls scheußlich und würde mir eine andere Lackierung wünschen.


    Das mit den Ptb dürftest du richtig sehen, allerdings setzt dies voraus, dass auch die Stationen der Linien U5 und U6 komplett für den Betrieb mit Hochflur-Bahnen ausgebaut werden. Bei der U6 ist das bis auf eine Haltestelle (Fischstein) bereits passiert, die Stationen der U5 sollen bis 2010 folgen.

  • warum leistet sich hier frankfurt nicht einwenig exklusiveres. das design im interantionalen vergleich sehr konservativ (imo sehr bescheiden); die baureihe bietet keine rechten technischen highlights oder raffinessen.


    das öffentliche nahverkehrssystem einer stadt ist DAS aushängeschild. besucher müssen es nutzen. ein großteil der bevölkerung muss täglich damit leben.


    noch was: warum haben die wägen der u4 rückspiegel wie eine tram?? ich dachte die u4 ist eine reine stadtbahn?

  • Bombardier hat sich in einer europaweiten Ausschreibung durchgesetzt. Es gab insgesamt drei Angebote, die anderen Bieter dürften wohl Siemens und Alstom LHB gewesen sein. Die Inneneinrichtung wird ähnlich aussehen wie der ebenfalls von Bombardier gelieferte S-Wagen der Straßenbahn. Nur ist das Stadtbahnfahrzeug breiter und bietet damit mehr Platz. Auch die elektrische Ausstattung wird sich am S-Wagen orientieren. Damit ist gewährleistet, dass die Dinger laufen, denn der S-Wagen ist sehr zuverlässig. Experimente wie mit nicht ausgereiften Modellen wie Anfang der 90er Jahre beim R-Wagen der Straßenbahn wollte sich die VGF nicht mehr leisten. Ansonsten hat man sich an dem in den 90er Jahren beschafften U4-Wagen von Düwag orientiert, da die beiden Fahrzeugtypen untereinander gekuppelt und in Mehrfachtraktion fahren sollen. Die Wagen werden Subaru Vista Blue lackiert. Der Magistrat hat diese als einheitliche Farbe für den Frankfurter Nahverkehr festgelegt, das von der lokalen Nahverkehrsgesellschaft favorisierte Rot-Weiß konnte sich nicht durchsetzen. Auch die Busse werden weiter so gestrichen. Die rot-weißen Midibusse in Sachsenhausen werden somit Exoten bleiben.

  • Zitat von Isek

    noch was: warum haben die wägen der u4 rückspiegel wie eine tram?? ich dachte die u4 ist eine reine stadtbahn?


    Viele Stationen auf der Frankfurter U-Bahn haben keine festmontierten Spiegel oder Videobildschirme zur Überwachung des Fahrgastwechsels, darum sind an den Fahrzeugen Rückspiegel erforderlich. Spiegel gibt es soweit ich weiß nur auf den Stationen mit Mittelbahnsteigen auf U1/2/3 und U7, weil die dort eingesetzten U2-Wagen nur in Fahrtrichtung rechts Spiegel haben.

  • Zitat von micro

    Hoffentlich kommt Frankfurt bei der Gelegenheit mal wieder von dem hässlichen Türkis los. Die warmen Farben von früheren Fahrzeuggenerationen fand ich wesentlich ansprechender.


    Geschmacksache - ich finde das Türkis angenehm und markant.:cool: Das orange-weiß aus den späten 70ern fand ich wiederum ziemlich häßlich. Außerdem: Wie ein Chamäleon alle paar Jahre die Farbe zu wechseln, wie die Deutsche Bahn es macht, dürfte auf Dauer auch zu teuer werden.

  • @MaxBgf


    Rot-weiße gibt es seit den 80er Jahren keine mehr ;)


    Abgesehen von ein paar Ptb-Stadtbahnwagen gibt es auch nur noch 4 U2-Wagen in orange-beige, der Rest ist bereits türkis lackiert worden.

  • Mal nicht bezüglich Fahrzeuge sondern Strecken:


    Bisher ist der Uni-Campus Westend ja ziemlich schlecht an den ÖPNV angebunden. Gerade mal zwei Buslinien und von der nächsten U-Bahn-Station Holzhausenstraße sind es auch gut 500Meter bis zum Campus. Wie soll der denn angeschlossen werden?


    Aufgrund dessen und der Tatsache, dass an der U5-Station Glauburgstraße von den U5-Gleisen noch existierende Straßenbahngleise in Richtung Osten abzweigen und an dieser Station das Verkehrsaufkommen von knapp über 20000 (nördlich) auf fast 50000 (südlich) steigt, ist mir folgende Idee gekommen:
    Wie wäre es mit einer unterirdischen Ringlinie? Diese könnte an der Bockenheimer Warte nach Osten über Palmengarten, Campus Westend, Holzhausenstraße (U1,2,3) bis zur erwähnten Glauburgstraße und ab da entlang der bestehenden U5 bis zur Konstablerwache verlaufen. Ab der Konstablerwache verläuft sie dann wie die U4 zur Bockenheimer Warte zurück.
    Damit bräuchte die Tieferlegung er U5-Strecke nur auf dem sowieso stark belasteten Abschnitt zwischen Konsti und Glauburgstraße erfolgen. Den Abschnitt nördlich der Glauburgstraße kann man dann problemlos ins Straßenbahnnetz integrieren, da an eben dieser Station wie schon erwähnt noch Straßenbahngleise nach Osten zur Linie 12 in der Friedberger Landstraße verlaufen. Damit entfällt auch das Einrichten von Hochbahnsteigen auf der kompletten U5. Aufgrund der städtebaulichen und verkehrlichen Situation wird das Tieferlegen der U5 innerhalb des Allenringes sowieso immer aktuell bleiben, müsste im geschilderten Fall aber nicht bis zum Hauptfriedhof sondern nur bis zur Glauburgstraße (mit daran anschließender völlig neuer Strecke zur Bockenheimer Warte) erfolgen.
    Und der Campus Westend hätte so seine eigene UBahn-Station mit direkter Anbindung an Hauptbahnhof und Konstabler Wache. So schlecht ausgelastet dürfte diese Ringlinie gar nicht sein, schließlich verbindet sie mit UniCampus, Palmengarten, Messe, Hauptbahnhof, Römer, Konstabler Wache und Glauburgstraße sehr publikumsträchtige Stationen. Die Strecke zwischen Konstabler und Hauptbahnhof (nach Fertigstellung der D-Strecke auch im Abschnitt zur Bockenheimer Warte) ist ja jetzt schon der U-Bahn-Abschnitt mit dem größten Fahrgastaufkommen.
    Nur mal so als Idee in den Raum geworfen - was haltet ihr davon?

  • Warum muss es unbedingt eine unterirdische Lösung sein? Der Wiederaufbau der alten Straßenbahnlinie 13 wäre wesentlich preiswerter als die Tunnelstrecke. Das ganze würde vom Hauptbahnhof kommend am Platz der Republik nach Osten in die Mainzer Landstraße einbiegen und über Reuterweg, Bremer Straße und Hansaallee bis zur geplanten Strecke der Ringstraßenbahn im Dornbusch verlaufen. Die Strecke würde die teilweise ganz gut ausgelasteten U-Linien 1 bis 3 entlasten und eine Direktverbindung von Westend, Alte Oper, Eckenheim und Dornbusch zum Hauptbahnhof herstellen und dabei auch die Uni optimal erschließen. Die Straßenbahn hatte dort bereits zwischen 1963 und 1978 größtenteils ihre eigene straßenunabhängige Trasse, das alles könnte man leicht und ohne vielbeschworenen Verkehrskollaps wiederherstellen. Würde man jeden zweiten Zug der U5 statt über die Eckenheimer Landstraße via Marbachweg über diese westliche Strecke leiten, könnte man diese in das Straßenbahnnetz eingliedern und auf Hochbahnsteige verzichten.

  • Sicher auf dem Reuterweg, in der Gegend wohne ich, weisst Du was da für ein verkehrsaufkommen besteht? Und da würdest Du eine Strassenbahn implementieren wollen?
    Der Reuterweg ist eine der Haupteinfallsstrassen aus dem Norden und schon jetzt sehr oft verstopft.