Bauprojekte in London ("London boomt")

  • ^^ Der Spiegel-Artikel impliziert eine Ablehnung durch die nicht gerade subtile Verwendung solcher Worte wie 'außer Kontrolle' oder 'Stadtplaner sind entsetzt'. Die Relativierung am Ende wirkt da schon fast enttäuscht.


    Ich sehe in Deutschland momentan auch keine ähnliche Akzeptanz von Wohnhochhäusern. Vielleicht ändert dies sich ja, aber im Moment überwiegt (meiner Einschätzung nach, aus Bekanntenkreisen) die Ablehnung.

  • London ist ein internationaler Markt. Hinzu kommt, dass ausländische Fonds und Anleger weitgehend Steuerfrei agieren können. Das Geld, welches in Hochhäuser investiert wird, kommt aus Asien und den Öl Staaten am Persischen Golf aber auch von deutschen Fonds.


    In anderen britischen Städten gibt es diese Entwicklung nicht, was zeigt, dass London ein Ausnahmemarkt ist.


    Wohnhochhäuser sind ein absoluter Nischenmarkt und teuer in Bau und Unterhalt. Bisher gab es in Deutschland fast nur Hochhäuser im Sozialwohnungsbau der 60er bis frühen 80er Jahre. Keine deutsche Stadt entwickelt eine ähnliche Dynamik wie London, hinzu kommt, dass Erträge aus inländischen Fonds in Deutschland versteuert werden müssen ( unter Beachtung der Freibeträge).


    Die Hochhäuser in London sind keineswegs der Bodenknappheit, sondern dem enormen Geldzustrom ausländischer Inverstoren geschuldet. Allerdings gibt es erhebliche Risiken für Anleger, gerade bei ausländischen Immobilien das Risiko von Währungsschwankungen.


    Ich persönlich denke, dass einige Wohnhochhäuser das Gesamtangebot einer Metropole abrunden. Vom Einfamilien bis zum Wohnhochhaus sollten international ausgerichtete deutsche Großstädte alle Wohnformen vorhalten.
    An einen Boom von Wohnhochhäusern glaube ich aber nicht. Von den bisher geplanten Hochhäusern sind nur wenige umgesetzt worden und ob Hines am Alex wirklich baut, ob das Aggromex Projekt oder Max und Moritz Realität werden, ist m.E. noch nicht ausgemacht.

  • "Was der Bauer net kennt..." – In Deutschland hat man in den letzten Jahren zunehmend eine Klugscheißermentalität entwickelt und hält sich in allen Belangen für geistig, moralisch und technisch Überlegen. Dabei hinken wir in vielen Bereich Meilenweit hinterher und merken es nicht einmal! Ich finde es absurd sich derart negativ über den Städtebau in anderen Ländern auszulassen, während wir es hierzulande nicht schaffen, den Wohnungsmarkt halbwegs in den Griff zu bekommen.

  • Umgebung des Bahnhofs Victoria

    Die Bauprojekte dort wurden zuletzt unter #62-#65 gezeigt. Vor dem Bahnhof wurden die Vorgängerbauten abgerissen, während meines letzten Londoner Besuchs wurde an den neuen Fundamenten gearbeitet (das zweite Foto wurde vom Oberdeck eines Busses gemacht, die Baustelle sieht man am Ende der Straße, links der Bahnhof):







    Etwas weiter östlich wurde der Bau von Kings Gate fortgesetzt - über der überdurchschnittlich hohen Verhüllung sieht man noch nicht viel vom Neubau:


  • City: 30 Old Bailey & 60 Ludgate Hill

    Die Baugrube zzgl. Projektdaten habe ich im März 2013 unter #50 gezeigt - während des letzten Besuchs war intensive Arbeit an den Fundamenten zu sehen:





  • 20 Fenchurch Street ("Walkie-Talkie")

    Das spektakuläre Hochhaus-Projekt wurde zuletzt unter #71 gezeigt. Die Fassaden sind praktisch fertig, allerdings die südliche wurde mit dunklen Planen abgedeckt. Ein Anbau erhält bepflanzte Fassade. Auf einigen der von mir letzte Woche gemachten Fotos sieht man im Hintergrund das fertige Hochhaus 122 Leadenhall Street:

















    Wie man auf dem letzten Foto sieht, selbst die Blumenbeete am Eingang wurden inzwischen angelegt - dahinter die andere Seite der bepflanzten Wand.

  • Blackfriars Tower (163 Meter, 50 Etagen)

    Unter #61 zeigte ich vor einem Jahr die beginnende Baustelle des Blackfriars Tower - die dort auf dem ersten Foto links sichtbare Stahlkonstruktion wurde als Musterhausausschnitt fertiggestellt - nicht nur Musterfassade, sondern auch einige Räume dahinter (Foto darunter links). Ferner wird an den Fundamenten gearbeitet - da ich nicht alleine war, konnte ich nur ein Foto machen:





    Rechts sieht man das Auswechseln der Fassade an einem bereits existierenden Hochhaus.

  • 122 Leadenhall Street

    ^ Die Abdeckung sieht derart unvorteilhaft aus, dass sie wohl nur temporär gedacht ist (meine Vermutung).


    Wie erwähnt, das zuletzt unter #72 gezeigte Hochhaus 122 Leadenhall Street ist inzwischen fertig. Meine Fotos des Endzustands - auf dem zweiten sieht man noch etwas vom Eingangsbereich des 20 Fenchurch Street. Die beiden letzten verlinke ich unskaliert, damit die Details nicht verloren gehen:







  • Nochmal zum Walkie-Talkie, auf Wikipedia steht dass es dauerhafte Markisen auf der Südseite geplant sind um den Brennpunkteffekt der Fassade zu verhindern. Ich hoffe, dass das was auf den Fotos zu sehen ist, nicht die dauerhafte Lösung ist, sondern tatsächlich die temporäre Lösung die man letzten Jahr schnell errichtet hat um weiteren Schaden zu verhindern.

  • 240 Blackfriars Road

    Die Baustelle wurde zuletzt vor einem Jahr unter #60 gezeigt, inzwischen ist das Hochhaus fertig - meine Fotos vom Ende Mai:









    Auf dem zweiten und dritten Foto sieht man rechts vom Hochhaus Baukräne, die zur Baustelle des Blackfriars Tower (#88 auf der vorherigen Seite, 163 Meter, 50 Etagen) gehören. Das auf dem zweiten Foto zwischen dem Hochhaus und den Baukränen sichtbare Bürogebäude mit auskragenden oberen Geschossen ist relativ neu.

  • Bürobau an der Blackfriars Road

    ^ Das darüber erwähnte Bürogebäude mit auskragenden Geschossen habe ich vor einem Jahr aus der Nähe fotografiert - besonders den Eingangsbereich finde ich hochinteressant:













    Auf dem letzten Foto sieht man am linken Rand das darüber gezeigte Hochhaus noch im Bau.

  • Hotel an der Blackfriars Road

    Der Hotelneubau gegenüber wirkt mE wesentlich besser als die meisten Hotelneubauten in Deutschland:



  • Tate-Modern-Erweiterung

    Die Tate-Modern-Erweiterung habe ich zuletzt unter #75 gezeigt - die Stahlkonstruktion um den Betonkern dürfte fast fertig sein:







    Aus anderen Blickwinkeln:





    Gemeinsam mit den umliegenden Hochhäusern wird die Erweiterung ein spannendes Ensemble bilden:





    Ich habe noch zwei Fotos in größerer Auflösung - zum Runterskalieren zu Schade:


  • Wenn in Berlin auch so gebaut werden würde,achso da haben sie Schwierigkeiten überhaupt ihren 150 m Turm zu bauen,der wird nichtmal bis 2020 fertig.
    Aber gut in Berlin ist auch ein 80 m Haus ein Riesen Wolkenkratzer.
    In London hingegen ist es schon fast unglaublig wie schnell gebaut wird und es auch von der breiten Bevölkerung akzeptiert wird.

  • hulibobo
    In England und Frankreich sind die Wirtschaft und damit auch die hohen Einkommen und Vermögen stark auf die Hauptstädte konzentriert. In Deutschland auf mehrere Städte verteilt und Berlin liegt da eher nicht vorderen Bereich. ;-)


    Stell dir einfach Frankfurt als Vorort von Berlin vor - dann werden hier auch viele Hochhäuser gebaut.

  • Um den Begriff "Wirtschaft" mal etwas einzugrenzen...
    Gerade in Paris und London konzentrieren sich die jeweiligen Finanzzentren des Landes. In Deutschland ist FFM DER Bankenstandort.


    Anderseits ist es auch kein Geheimnis mehr, dass sich in London (und über die Stadtgrenzen hinaus) eine veritable Immobilienblase gebildet hat.