Bauprojekte in London ("London boomt")

  • Ich hoffe es kommt nicht nur mir so vor. Aber alle Bauten die ich so auf den Bildern sehe, passen absolut nicht zu der Umgebung. Sieht völlig verworren und chaotisch aus. Kein erkennbares Stadtbild. Wahllos mal ein Klotz mitten reingesetzt, ohne darauf zu achten ob die Umgebung das überhaupt zulässt. Ekelhafte Stadtplanung. Beste Beispiel, Post 219, 1. Bild)

  • Sugar Quay

    ^ Kann denn eine Skyline geplant sein? Es gibt jahrelang diskutierte Masterpläne wie für den Berliner Alexanderplatz, die mangels Investoren nie umgesetzt werden. Und wenn so ein Masterplan mit mehreren aus einer Hand entworfenen Hochhäusern umgesetzt wäre - würde das Ergebnis nicht künstlich wirken? Etwas Spontanität, gar Zufall, dürfte essentiell sein - zumal eine Skyline dynamisch wirken soll.


    Für wichtig halte ich, dass gleich am Themseufer etwas niedrigere Bauten entstehen, wodurch jene dahinter nicht verdeckt werden und sogar mehr zur Geltung kommen. Irgendwo las ich, dass ein ähnliches Prinzip an der Frankfurter Wallanlage verfolgt würde - vor Jahren, seitdem wurde es aufgegeben. Hier nicht - als Beispiel könnte Sugar Quay gleich neben Three Quays dienen - auf den letzten Fotos unter #136 kann man links noch ein wenig vom öden 7-geschossigen Vorgängerbau sehen. Hier fand ich noch ein paar Bilder mehr - um solche Nachkiegs-Bausünden ist es selten Schade. Der Folgebau sollte mit 11 Geschossen (165 Wohnungen) noch relativ niedrig bleiben - es ist in etwa die übliche Geschossigkeit der Themse-Ufer (siehe auch hier). Eine Visualisierung und ein paar Eckdaten kann man hier finden - die Gestaltung ist nicht herausragend schön, aber im Rahmen der aktuellen Bautätigkeit. Zumindest sollte man froh sein, dass gleich am Ufer (wenige Schritte vom Tower entfernt) nicht ein Hochhaus entsteht, was an vielen Uferabschnitten der Innenstadt der Fall ist.
    Blicke auf die Baustelle von der Tower Bridge:







    Vom südlichen Themse-Ufer gesehen - rechts sieht man Three Quays, die mE eine interessantere Form haben und mit Abstufungen noch besser in die Tower-Umgebung passen (der eingeschossige Mittelteil mit dem Restaurant hilft zusätzlich, die wahrnehmbare Dimensionen zu relativieren) - sie hätten vielleicht rechts nicht weniger Stufen als auf der linken Seite haben sollen, da gegenüber dem Tower-Eingang:







    Das Gebäude wird über dem Kreuzer herausragen, aber nur der (wenige Jahre alte) Bau unmittelbar dahinter wird verdeckt - die, die man über diesem sehen kann, werden sichtbar bleiben:





    Von der Gasse auf der anderen Seite:





  • Riverwalk

    ^ Das Hochhaus Riverwalk auf dem gegenüberliegenden Themse-Ufer wurde zuletzt unter #161 gezeigt, inzwischen ist es fertig. Die graue Farbgebung ist nicht ganz mein Ding, doch die Form finde ich elegant. Im Hintergrund sieht man zahlreiche Wohnhochhaus-Projekte auf dem Südufer:













    Ganz rechts - die neue Zentrale von MI6 auf dem anderen Ufer:



  • Wohnblock neben der Victoria Station

    Neben der Victoria Station entsteht dieser Wohnblock mit einigen wenigen Farbakzenten - auf der folgenden Visualisierung vorne (darüber und rechts sieht man den Bahnhof):





    Das Gebäude ist fast fertig, beim Makler mit der Visualisierung im Fenster sah ich Mietangebote - die kleinste Wohnung über 1000 Pfund... pro Woche. Dafür kann man aus einigen Wohnungen in den Garten des Buckingham-Palastes blicken:













    Immer wieder wird über begrünte Wände diskutiert - wie die gegenüber dem Wohnblock:



  • Bürobauten neben der Victoria Station

    ^ Auf dem ersten Foto im Vorbeitrag sieht man eine Visualisierung des Quartiers um die Victoria Station. Die Bürobauten hinter dem darüber gezeigten Wohnblock sind ebenso fast fertig - wie auch jene weiter links:















    Es sind nicht besonders viele Geschosse, doch die erreichten Dichte und GFZ dürften mehr als ordentlich sein.

  • Elephant & Castle

    Der große und verkehrsreiche Platz Elephant & Castle südlich von der Themse ist verkehrsreich und gilt als hässlich, doch dank dem Bahnhof Elephant & Castle perfekt mit dem ÖV erschlossen. Von dort kann man die City zu Fuß erreichen. Um den Platz entstehen mehrere Hochhäuser über 100 Meter Höhe wie Two Fifty One mit 41 Geschossen (134 Meter), 335 Wohnungen, 3.100 Qm Bürofläche und 280 Qm Ladenfläche; geplante Fertigstellung 2017. Highpoint soll 44 Geschosse und 149 Meter Höhe haben. Einen Artikel über den spürbaren Wandel des Stadtteils veröffentlichte 2014 das Manager Magazin.


    Einige Blicke auf die Baustellen:





    Die Baustelle rechts dürfte Two Fifty One sein:











    Das Hochhaus links, One The Elephant mit 37 Geschossen, hat nette goldene Fassadenplatten. Rechts wird Highpoint gebaut:











  • City: Goldman Sachs London HQ

    ^ Die benachbarte Baustelle des Goldman Sachs London HQ habe ich zuletzt unter #197 gezeigt. Inzwischen wurden die Erschliessungskerne betoniert, um diese wird die restliche Konstruktion aus Stahl errichtet:







    Blicke auf die Baustelle vom Holborn Viaduct (genauso wie unter #197):





    Zum Vergleich mit dem Stil der Neubauten - links eine der Verzierungen der alten Brücke:





    Von der Tate-Modern-Erweiterung (#206-#208) sieht man rechts die Baukräne des Goldman Sachs London HQ, links davon das Hochhaus 1 New Street Square:



  • 63-65 Buckingham Gate

    ^^ Ab #227 wurden einige Projekte in der Nähe der Victoria Station gezeigt. Dazu gehört auch 63-65 Buckingham Gate (eine andere Webseite mit mehr Visualisierungen) - ein Bürohochhaus, früher Sitz von Rolls Royce PLC, wird in 44 Wohnungen sowie Büroflächen umgebaut. Interessant ist vor allem der Kontrast mit den Altbauten im Vordergrund:









    Ein Blick von diesem Standort Richtung Westen, auf das Zig Zag Building und andere Bauten. Man braucht nicht viel Geschossigkeit, um intensive Urbanität zu erzeugen:



  • Hoola / Royal Victoria Dock

    Die Wohnhochhäuser mit 23/24 Geschossen konnte ich zuvor nur aus dem vorbeifahrenden DLR-Zug fotografieren (#199), dafür zuletzt aus der Nähe - sie scheinen fertig zu sein. Auf den ersten drei Fotos sieht man im Vordergrund die nördliche Station der Seilbahn Emirates Air Line:





    Londoner Neubaugebiete haben Kunst im öffentlichen Raum:







  • Pump Tower / Royal Victoria Dock

    ^ Neben Hoola wird das Wohnhochhaus Pump Tower mit 24 Geschossen, 73 Metern Höhe und 161 WE sowie Gewerbeflächen errichtet. Hier findet man einige Visualisierungen, leider mit nur schlechter Auflösung.









  • Hotel M auf dem Tower Hill

    Das Hotel ist inzwischen fertig und in Betrieb. Die Wirkung ist so, wie an dieser prominenten Stelle zu erwarten - vornehm und elegant (auf den beiden nächsten Fotos sieht man vor dem Hotel Altrömische Mauerreste):









    Auch in der Abendbeleuchtung ist der Neubau ein Blickfang:



  • 190 Strand

    Das Projekt einige 100 Meter westlich von der City mit Eigentumswohnungen in der Preisklasse um 5-10 Mio. Pfund ersetzte einen Bürobau der 1960er Jahre und hat sogar in die englischsprachige Wikipedia geschafft. Die Fassaden sind mit Mustern verziert - am Dach, an den Geländern der Loggien, am Eingang - wodurch zeitgenossische Wirkung mit klassischer Schönheit verbunden wird:







  • Themse-Nordufer um den Tower

    Vor ein paar Monaten wurde hier (kurz) über die Wirkung von One Tower Bridge diskutiert (#216/#217). Sensibler ist mE das Nordufer mit dem Tower selbst (Weltkulturerbe). In dieser Ansicht sieht man hinter dem Haupttor das Hotel M (#237), weiter links die City-Skyline - am Ufer zahlreiche Neubauten wie Three Quays oder Sugar Quay (#222). Ich empfinde den Blick nicht als störend, die Hochhäuser halten Abstand zum Tower:





    Auf den Bereich mit dem Hotel M rangezoomt:







    Bei Gelegenheit noch ein Blick auf das Hotel M vom Süden, rechts die Baustelle des Hotels Grange:



  • Ich empfinde den Blick nicht als störend, die Hochhäuser halten Abstand zum Tower:


    Für mich ein sehr übles Sammelsurium von Bauwerken. Dieser „Walkie Talkie“, also „20 Fenchurch Street” setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Kommt mir so vor wie ein enorm nachgewachsener Pickel, den man morgens mit Schrecken im Spiegel erblickt. :nono: