Welches Hotelprojekt am Opernplatz?

  • Tja, im Grunde kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Architekt nicht auch Mal was schönes entwerfen kann...Nur leider ünberwiegt dann bei den meisten doch die Faulheit, und sie stellen einem eine Glaswand bzw. einen Glaswürfel hin...

  • ich sags ja immer wieder- aber mir glaubt ja keiner:


    architekten sind gewissermassen gezwungen- das zu bauen, was der auftraggeber will. Will der einen billigen modernen zweckbau siehts halt auch so aus- will er ganz ausdrücklich was modernes siehts so aus- und will er reko, siehts auch so aus.


    Diese ganzen Retro- Fassaden a la Adlon, Lenbach-Gärten oder Main Plaza werden sowieso alle von 2 oder 3 Firmen in Deutschland industriell vorgefertigt und dann per tiefllader an den bauplatz gebracht.
    Isofern beschränkt sich die kreativität des architetkten darauf, die gelben seiten auf der richtigen seite aufzuschlagen.
    Aber wie gesagt, das habe ich schon 10mal gespostet, und irgendwie glauben immer noch alle, das architekten "gut" sind, nur weil sie sandstein vor ihre standart stahl-beton konstruktionen hängen.....


    Edit: hier z.B. mal ein link für den modernen rekonstruktivisten von heute, der kein geld hat, einen tschechen oder polen die ornamente an seinem neubau meisseln zu lassen:


    http://www.stuckprofile.de/deutsch/Default.htm
    oder hier--- fertige betonfassade, auf wunsch billig, auf wunsch aber auch ganz ansprechend mit klinkern versehen


    http://www.elementbau-schlange…ton/galerie_fassaden.html

  • Tja, es gibt eben solche und solche...Die einen richten sich in ihrer Unkreativität, nach dem Investor und die anderen verteigen jene mit irgendwelchen "philosophischen" Floskeln um es als das Größte zu verkaufen...
    Und auch wenn der Sandstein maschinell bearbeitet wird, ist er - schon allein durch die natürlichen Schraffierungen - immer noch vielfältiger, als immer glattes und immer grün-blau spiegelndes Glas...
    Und schließlich gibt es auch noch ein Fassadenmaterial, das sich "Putz" nennt! Damit kann man auch eine gewisse - von Hand geschaffene - Formenvielfalt erzeugen...


    Und beim Andlon wurden wirkliche Sandsteinquader für den Sockel und die Fensterrahmungen eingemauert, und nicht einfach nur Platten vor die Betonwand gehangen...

  • Zitat

    Und beim Andlon wurden wirkliche Sandsteinquader für den Sockel und die Fensterrahmungen eingemauert, und nicht einfach nur Platten vor die Betonwand gehangen...


    hm- hast du Bilder vom bau oder details bzw. fassadenschnitte?
    Das würde mich nämlich wirklich interessieren, da man nach heutigem baurecht, bzw. auch nach dem, in dem das adlon gebaut wurde, keine solchen gigantischen wärmebrücken wie eingemauerte Fensterumrahmungen machen darf. Schlicht weil zuviel wärme durch den stein nach aussen gleitet wird- Deswegen könnte ich mir beim betrachten der bilder eher vorstellen, das die sandsteinumrandungen wie auch der putz so wie heute üblich an einer unterkonstruktion vor die dämmschicht,die wahrscheinlich styropor ist, befestigt wurde.
    wenn man das sauber macht, sieht aus wie eingemauert.


    ähnliches gilt für die sockel--Die problematik bei eingemauerten sandsteinquadern ist ja, das sie im falle einer beschädigung extrem teuer zu reparieren bzw instandzusetzen sind- weswegen sie in der regel ja eben nur vorgehängt werden-- bin aber wie gesagt gespannt, was du mir dazu sagen kannst.

  • Wir waren die im Rahmen des APH-Forum-Treffens im Büro der Patzschkes , also der Architekten des Adlons, zur Besuch. Da haben die uns u.a. über all die Probleme, die sie mit den Behörden, der Prasse etc. bez. ihrer Bauten haben/hatten. Ein Vorwurf war eben auch, von wegen, dass das z.B. beim Adlon ja eben nur vorgehangene Platten wären ("Disneyland"), was eben nicht der Fall ist...
    Irgendwelche Fassadenaufrisse o.ä. habe ich jetzt nicht, aber ich wüsste nicht, wieso die uns da etwas falsches erzählen sollten, schließlich sind wir große Fans, es gab also keinen Grund, sich irgendwie verteidigen zu müssen...
    Aber letztendlich macht es doch - in diesem Fall - von der Wirkung her keinen Unterchied, weil man z.B. keine breiten schwarzen Zwischenräume zw. den Platten/Blöcken sieht, sondern eben nur schmale, farblich angepasste Fugen...

  • Nach einem Bericht in der Frankfurter Neue Presse sieht der zeitliche Ablauf so aus: Die noch beteiligten fünf Investoren und Hotelbetreiber haben bereits beim Liegenschaftsamt ein Konzept mit den wirtschaftlichen Rahmendaten abgegeben. Die Architektur-Entwürfe und Modelle, die zur Zeit nach den Vorgaben des Stadtplanungsamtes überarbeitet werden, müssen bis Monatsende eingereicht werden. Eine politische Entscheidung über das Hotelprojekt soll noch vor der Sommerpause fallen.


    Beteiligt sind:


    - Hochtief Projektentwicklung und FGI --> Hotelgruppe Shangri La --> Architekten John Seifert und Jürgen Patzschke!


    - FHI Frankfurter Hotelimmobilien --> Regent --> Architekt Dieter Köhler


    - Corona Hotel- und Beratungs GmbH --> Four Seasons --> Architekten Kalmbacher & Ludwig


    - Groß & Partner und die Frankfurter Aufbau AG (FAAG) --> Ritz Carlton --> Architekt Christoph Mäckler


    - Stiller Immobilien/ ING Real Estate --> Mandarin Oriental --> Architekten Braun & Schlockermann

  • der Entwurf sowie Standort gefällt mit überhaupt nicht, da ziehe ich die sich gut einfügenden "Flachbauten-Renderings" vor...Könnte ein Schmuckstück werden und wird den Platz weiter aufwerten...


    Grüße yyyves

  • gefällt mir gar nicht. Finde auch, dass ein elegantes Gebäude im Stil eines Grand-Hotels hier passender ist als ein Hochhaus. Das neue Hotel muss unbedingt mit den tollen Altbaufassaden am Rande des Platzes harmonieren!
    Dafür darf's dann auf der anderen Seite bei Tishman richtig krachen :-)

  • Interessanter Fund, rec!
    Allerdings stimme ich meinen Vorrednern zu. Es passt in dieser Form und mit dieser Fassade einfach nicht an diese Stelle. Wäre wieder einmal ein Glaskasten in billigster anspruchslosester Schnellbauweise. Davon haben wir mittlerweile in Frankfurt genug.
    Wenn ein Hochhaus an dieser Stelle, dann etwas zurückgesetzt im Block und mit einer schönen klassischen Sansteinfassade ausgestattet.

  • Ich bin ja sonst grundsätzlich auch dankbar für jedes neue Hochhaus in Frankfurt. Aber dieser Entwurf neben der Alten Oper ist wirklich nicht ideal - wenn schon dann wirklich wie 3rdwave andeutet mit klassischem Sandstein.

  • In der Druckausgabe der FR steht heute, dass die Abgabefrist für die Entwurfs- und Finanzierungspakete zum geplanten Luxushotel an der Alten Oper heute ablaufe. Wahrscheinlich seien alle in Posting #47 genannten Bewerber noch dabei.


    Nicht ganz klar sei das weitere Vorgehen. Die FR erwartet, dass die Architektenentwürfe vertraulich im Technischen Rathaus aufgebaut werden und die städtischen Planer und das Liegenschaftsamt eine Empfehlung abgeben. Dann müsse sich das Römerbündnis (CDU, SPD, Grüne, FDP) über einen Sieger verständigen.


    Vorgabe der Stadt ist ein städtebauliches Einfügen in die Altbau-Häuserzeile an der Alten Oper und das Einhalten der dortigen Traufhöhe. Die Mietverträge in den abzureißenden Gebäuden seien bereits gekündigt.


    Die Stadt erwartet einen Erlös von mindestens 40 Millionen Euro. Das ist doch exakt der Betrag, den die Minderausnutzung des Technisches-Rathaus-Areals nach dessen Abbruch maximal kosten würde, wenn man sich für eine Wiederherstellung der historischen Gassenstruktur und vielleicht sogar für Rekonstruktionen bzw. eine Neubebauung im traditionellen Stil entscheiden würde. Als Gegenleistung für diese höchst wertvolle Stadtreparatur an zwei Stellen muss die Stadt nur ein Grundstück hergeben.

  • Einnahmen aus diesem Grundstücksverkauf, aus dem Verkauf der Stadtsparkasse und hohe Einnahmen aus der Gewerbesteuer, da muss was möglich sein.
    Vielleicht kann man im Gesamtpaket auch noch den beiden Römer Türmen die alten Dächer wiedergeben und dem Verwaltungsgebäude hinter der Paulskirche den schrecklichen 50er Aufbau nehmen, die Notdächer sind unmöglich und eines Römer nicht würdig.
    Und vielleicht könnte man ja auch wirklich die Römer Arkaden wieder öffnen. Ach ja.....

  • Das Bankhaus Bethmann hat in den 80ger Jahren schon mal einen größeren Betrag dafür gespendet. Nachdem sich die Politiker sich nicht einig werden konnten, wurde die Spende wieder zurückgenommen. So habe ich es jedenfalls in erinnerung. Wenn es vielleicht auch zu teuer wäre den Römer komplett zu rekonstruieren, könnte man das über ein langfristiges Programm tun. Vielleicht über 10 Jahre. Als erstes schlage ich die Rekonstruktion der beiden Türme "Langer Franz" und "Kleiner Cohen" vor. Nach und nach könnte man sich denn an die 4 kleineren Türme machen sowie der verschwunden Giebeln in der Bethmannstrasse. Dann noch das Dach der Kämmerei neben der Paulskirche und zum Schluss die Rekonstruktion der Häuser "Frauenstein" und "Salzhaus" (zum Römerberg) und das dahinter gelegene "Haus Wannebach" (zum Paulsplatz hin). Naja, wenn man so umfangreich rekonstruieren wollte, würden 10 Jahre wohl nicht ausreichen.

  • Neue Eleganz an der Alten Oper
    Frankfurt. Ende vergangener Woche haben die fünf noch verbliebenen Investoren für das Luxushotel an der Alten Oper fristgerecht ihre Architekturentwürfe beim Liegenschaftsamt eingereicht. Die Simulationen, die gestern bekannt wurden, deuten darauf hin, dass sich die Architekten überwiegend an klassischer Eleganz mit Natursteinfassaden orientiert haben. Die Höhe ( ... )
    orientiert sich an der umliegenden Bebauung.
    (...) Ein Hochhaus, für das bereits Studien angefertigt wurden, lehnten die Stadtverordneten ab. Unklar ist noch, wie Römer entschieden wird, welcher der fünf Investoren den Zuschlag erhalten soll. Möglicher Interessenkonflikt: Einerseits will die Stadt durch den Verkauf ihres Grundstücks möglichst viel Geld (rund 40 Millionen Euro) einnehmen, andererseits soll ein möglichst attraktives Gebäude entstehen.


    Quelle: Frankfurter Neue Presse





    Es scheint Simulationen zu geben, ich werde die Neue Presse einmal kaufen gehen und evtl. die Entwürfe später einscannen.

  • Heute in der FAZ Seite 43 werden die Simulationen vorgestellt:


    "Sieben Entwürfe für Luxushotel am Opernplatz
    Weiteres Verfahren noch offen/Bis zu 44 Millionen Euro.


    Für den Bau des geplanten Luxushotels der obersten Kategorie am Opernplatz bewerben sich weiterhin fünf Konsortien. Sie haben am Freitag fristgemäß die geforderten Planungsunterlagen im Liegenschaftsamt abgegeben..."


    F.A.Z. vom 03.05.2005


    Leider habe ich keine Möglichkeit zu scannen. Sehr unterschiedliche aber interessante Varianten.