Friedrichswerder | Townhouses und kleinere Projekte

  • Sehr interessante Bilder, der Mittelbau am QAA ist ja richtig klassisch geworden. Mit der Steinverkleidung im Sockelbereich wirkt es aber ungewöhnlich massiv. Eventuell hätte hier etwas hellerer Stein besser gewirkt.


    Das fertige QAA erinnert mich jetzt an Westberliner Verhältnisse, alle Baustile auf engstem Raum zusammengepackt.

  • Was denn z.B. paderwan? Oder redest du von Lückenfüllern?
    Ich finde das Haus auch am besten. Hoffe aber, es bleibt nicht so weiß. Wirkt irgendwieunfertig. Frage mich nur echt, was die bei dem Haus zum Auswrtigen Amt hin geritten hat. Das ist ja einfach mal peinlich...

  • Ich finde den Mittelbau auch am gelungensten, man wünscht sich das jeder neubau so ein nivaeu hat.
    Ih finde auch den sockel nicht zu massiv wirkend, die farbwahl geht in ordnung, klassisch wirds ja nach unten immer ein bisschen schwerer in der anmutung.
    man könnte sich das haus auch gut mit arkaden vorstellen, so wie die polykaoikia in athen.
    in den planungs-renderings waren zu dem weiß immer noch ein paar pflanzen, menschen und markisen, dann hat das ganze nicht mehr so unfertig gewirkt...

  • Erst Mal ein Frohes Neues Jahr an alle!


    Lear1: Ja, die Oxford-Residenz ist sicher eines der attraktivsten Gebäude dort. Und wohl auch eines der "meistfotografiertesten" :D


    Deshalb hier nochmal ein Bild mit der aktuellen (sparsamen) Weihnachstdeko: ;)


  • Insgesamt bin ich doch ziemlich begeistert von dem Ergebnis dieses neuen Stadtviertels. Sieht doch sehr schick aus!
    Klar, ein paar hässliche Kisten sind schon dabei, aber die Mehrzahl ist doch annehmbar bis richtig gut gelungen. Mich freuen vor allem die vielen so traditionell anmutenden Bauten. :daumen:


    Danke für die Fotos! :)

  • Danke auch für die Bilder!


    Finde das neue Viertel städtebaulich gelungen, auch weil man wieder etwas Leben in diese Ecke nach Büroschluss kommt. Endlich mal kein Investorenramsch, der meistens ganze Baublöcke in Mitte füllt. Ein bischen mehr Mischnutzung, sprich Kleingewerbe in den Erdgeschossen, statt den seltsam versteckten Garageneinfahrten, hätte der zentralen Bebauung aber auch gut getan.


    Manche Gebäude sind zwar echt sch...., andere holen viel aus der doch "schmalen" Bauaufgabe raus. Größter Kritikpunkt, die monoton schmalen Grundrisse. Hat so ein wenig was von einer Palette Tetrapack. Ein wenig Abwechselung und zwar nicht so stark in den Fassaden, mit vieleicht wenigen breiteren Mehrfamilienhäuser (wie die Eckhäuser) wäre meiner Ansicht nach auch besser gewesen. Ansonsten, die Richtige Richtung!:daumen:


    Ob es jetzt traditionell (auch Old London Style) anmuten muss ist Ansichtssache, wie der Begriff an sich ja auch.

  • Wenn ich noch etwas über das Kollhoff-Haus sagen darf,
    finde es sehr schlecht. Sieht für mich nach Bauklötzchenkiste aus. Dieser zurückgesetzte Giebel, auf so ein schmalen Haus wirkt lächerlich und eingequetscht. Der große gläserne Erker passt überhapt nicht zu den vielen kleinen, tiefen Fenstern darüber. (zwei großere Fensterachsen hätten es auch getan) Mit den verschiedenen Sprossen der Fenster ist es das gleiche. Zudem wirkt der Erker als ob er gleich auf das Garagentor fallen würde. Kein Bauteil passt zueinander.:nono:


    Zu seinen bestens Zeiten hat Kollhoff wenn doch schon traditionelle, aber zeitlose und städtebaulich gute Entwürfe abgeliefert. (wie sein Hochhaus am Potsdamer Pl., die Leibnitzkolonnaden oder der Kindergarten im Frankfurter Westend)
    Jetzt flüchtet er immer mehr in eine Welt mit Rundbögen und schönen Giebeln. Irgendwo passt halt immer einer drauf. Das er da noch bei seinen undifferenzierten und monomentalen Entwürfen selbst der hist. Umgebung eine Ohrfeige verpasst (siehe sein Entwurf zum Hist. Museum Frankfurt) hat er dabei noch nicht gemerkt. Man hört und ließt ja auch nichts mehr von oder über ihn, mit Außnahme der Bauakademie.


    Zu der Bebauung am Werdeschen Markt sage ich noch, ganz passabel!:daumen: Das Kennedy-Hotel sah für mich auf den Renderings insofern besser aus, da die schrägen Fensterlaibungen eine größere Plastizität/Tiefe hatten. Sieht jetzt eher nach der Fassade der Rathhauspassagen aus.


    siehe hier-http://k53.pbase.com/o6/67/626…khnMjr.Germancurtains.jpg


    Könnte dann auch Hotelplatte-Kennedy heißen. Passt ja in seine Zeit! (Scherz!-So schlimm ist´s doch nicht.)


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  • ^ Ich kann dir da nur zustimmen. Kollhoff ist für mich die Riesenenttäuschung geworden, auch auf dem Friedrichswerder. Dieses Haus ist einfach schlimm, live siehts ebenso aus.


    Allerdings nicht der einzige Fehlgriff dort. Ich finde auch nicht wie Andere hier, dass die klassischeren Townhouses das Viertel so gut aussehen lassen. Einige sind eher schwach in der Komposition, wie bei Kollhof. Alles in Allem finde ich das Gesamtprojekt dennoch sehr ansprechend, vor allem aufgrund der Vielfältigkeit.

  • Mit der Vielfältigkeit hast du recht.
    Wenn man sich aber die ganzen Materialien und Anhängsel an den Fassaden so ansieht ist mir das zuviel Durcheinander. Wie ein Baumarktkatalog. Da wirkt der Baublock der ehem. Reichsbank wie ein Monster. Wenn nicht der Platz dazwischen wäre, wurde man dies aufgrund der Straßenführung kaum merken.
    Die neuen Straßenzüge haben aber schon ihre Qualitäten. So langsam beginnt Stimmann´s Planwerk ja doch Früchte zu tragen.


    Bin auchmal auf den Neubau am Hausvogteiplatz, nebenan gespannt.



    Das mit Kollhoff ist schon krass. Hat der denn nur noch Praktikanten beschäftigt?:D


    Also wenn er schon solche Giebel verwendet, sollte er sie nicht auf einem verkümmerten Staffelgeschoss verhungern lassen, wie hier. Das Bauschild versprach da mehr.



    - Der Supergau ist das aber noch lange nicht. Das ist für mich das Townhouse mit dem Bullaugen am Erker, die einen in fast in jeder Richtung in die selbigen schauen. Das mit den Klinkern die aussehen wie Styropor, zwischen den Kajüten. Das Beste sind noch die Stahlprofilsammlungen die angeschraubt wurden, die aussehen wie Kunstoff. Da passen auch die Pfahlaufsätze am Erker aus dem Obi-Gartenparadies perfekt dazu. Das bekommt für mich mit Abstand den ersten Preis. Da hat wohl einer zuviel Star Trek oder Traumschiff geschaut.


    - Der Das mit den schönen verzinkten "Balkonkäfigen" ist auch toll.
    Ist sowas bei gutsituierten Häuslebauern jetzt chic?


    - Oder das gelbe mit dem Lüftungsschlitz als dezentes Gliederungselement.


    Jetzt hör ich aber auf zu lästern, sonst denkt noch jemand ich würd da alles schlecht finden.:D


    - Die Townhouses mit den dunkelen Ziegeln finde ich ganz gut. Z.B. das mit weißen Fenstereinfassungen oder mit dem diagonalen Mauerwerksverband.
    - Das traditionelle Haus aus Travertin mit den Absturzgittern ist auch gut und ist mit dem Gesimsen welche die Fenster schneiden ganz unkonventionell gegliedert.
    - Das klassisch Moderne mit der abgerundeten Ecke und den dazu passenden Erker ist mal ne Abwechslung.
    - Auch die Häuser mit den modernen eher gläsernen Erkern sind ganz gut.
    Der Rest sieht, bis auf ein paar Ausnahmen auch gut aus.


    Soviel zu meiner Rundumkritik im einzelnen.

  • Ich muss paderwan zustimmen, das QAA-Ensemble erinnert an West-Berliner Verhältnisse - wobei insbesondere der westliche Eckbau hin zur Telekom-Repräsentanz zu erwähnen ist, der an die Westdeutschen 60er- und 70er Jahre erinnert. Nun ja, ist glücklicherweise ein Einzelfall (schlimm genug, vor allem auch wegen des abweisenden Erdgeschosses) und gemahnt einen daran, dass es fast als "Glücksfall" zu bezeichnen ist, dass Mitte bzw Ost-Berlin bis 1989 im Dornröschenschlaf gelegen haben. Sonst wär die Gegend jetzt gepflastert mit solchen Bauten - und man wird sie nicht mehr los (siehe Westdeutsche Innenstädte).

  • Vielen Dank für den Neujahrsüberblick!


    Wird die Ecke neben der Marokkanischen (?) Botschaft so frei bleiben wie es auf dem einen Bild zu sehen ist?

  • Wow! Vielen lieben Dank für das Update, Bato!:daumen:


    Aber ich muss meine Meinung doch nochmal revidieren. Es sind ja doch die modernen Kästen, die dominieren und ein bischen sieht alles auch nach Kraut und Rüben aus. Hat fast so ein bischen Tokyo-Charakter, wo in manchen Ecken einfach nur das städebauliche Chaos regiert. Und nach Chaos sieht es hier auch aus.
    Naja, sagen wir es so: Berlin hat zumindest ein ziemlich urban wirkendes Quartier erhalten. Und allein die Vielfalt ist schon imposant.
    Einge Townhhäuser hätten aber verboten sein müssen...:nono:

  • Danke für das Update. Stimmt, der Erker beim Kollhoff-Haus ist wirklich etwas unpassend. Aber was ist denn so schlimm am Giebel? Wenigstens eine kleine Abweichung unter den ganzen rechten Winkeln. Den sieht man doch eh nur, wenn man hochschaut. Stünde das Haus auf der anderen Seite, wär das was anderes...


    Naja, wie ich - und nun auch Timmi - schon mal sagte, finde ich das ganze teilw. zu durcheinander vom Material, Form und Farbe. Bei manchen denke ich, die wollen einen nur verarschen, z.B. dieses gelbe Haus auf dem 4ten von unten...Aber jetzt ist's, wie es ist und es ist auf jeden Fall ein interessantes und vielseitiges Projekt.

    Einmal editiert, zuletzt von Ben ()

  • Ich finde es übertrieben hier von einem urbanen Quartier zu reden. Dafür ist die Wohnbebauung viel zu gering (Mein Gott...Einfamilienhäuser mit Garten...mitten in der Stadt?!) und es fehlt eine Variation an Nutzung. Im Prinzip haben wir hier ein paar Wohnungen (ich schätze mal so viele wie in meinem Mietshaus inkl. Hinterhaus) und ein paar Büros. Der Anschluss an die restliche Stadt ist noch nicht gegeben und in Richtung Leipziger Straße meiner Meinung nach auch vertan, da erstens der Park viel zu groß angelegt ist und zweitens die Sockelzonen der Umliegenden Bebauung keine Öffentlichkeit hergibt (nicht ganz richtig, aber das kleine Stück des viatnamesischen Hauses lass ich mal weg und die Neubauten im Süd-Osten werden sich wohl eher zum Spittelmarkt orientieren).
    Ich möchte damit nicht das Quartier schlechtreden, der Versuch ist ja schonmal ehrenhaft. Man muss nur in Zukunft einfach mal genauer wissen was man will. Einfach nur wohnen in der Innenstadt, oder auch Leben (als Substantiv, nicht als substantiviertes Verb!).

  • Das sieht ja wirklich überraschend gut aus. Liegt das an der Wintersonne oder warum haben auf den Fotos alle Häuser so satte Farben? Natürlich ist die Idee alle 5 Meter eine andere Fassade anzufangen ein bisschen meschugge. Aber ich finde, besser zu bunt und zu durcheinander als zu monoton und zu eintönig. Einige von den Abschnitten haben richtig schicke Fassaden ab bekommen, dazwischen fallen die paar Fehlgriffe überhaupt nicht auf.

  • Vielen Dank für das tolle Update, Batō!


    Wirklich ein sehr gelungenes Projekt, wie ich finde! Dadurch wird die Vielfalt der Architektur in Berlin noch größer.


    Das Gebäude hätte man sich allerdings wirklich sparen können:http://img176.imageshack.us/img176/7137/img7089wa3.jpg
    :confused: Das sieht irgendwie Kacka aus! Naja...wie auch immer!


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    Hinweis der Moderation: Bild wurde geurlt. Bitte keine Bilder quoten. Außerdem bitte auch das 1. Gebot beachten und hier mal unter Punkt 6 die Vorgaben zur Erstellung von Beiträgen und Themen nachlesen (Warum sieht das Gebäude d.M. nach denn "irgendwie Kacka aus"?). Vielen Dank

  • Das Arcotel hat inzwischen eröffnet, 2 oder 3 einsame Gäste saßen gestern Abend in den etwas zusammengewürfelt wirkenden Sesseln der Lobby. Außen am Hotel hat man über dem Sockelgeschoss nach oben strahlende Scheinwerfer angebracht, die leider den sehr ungleichmäßig verspachtelten Außenputz mit Schlagschatten versehen und unvorteilhaft aussehen lassen. Ansonsten finde ich das rational und ruhig gehaltene Äußere des Baues mit qualitätvoll wirkender Natursteinverkleidung des Sockelgeschosses durchaus ansprechender als nach den Renderings erwartet.

  • Abrissbirne, du hast das Wort "Langeweile" ja sehr schön umschrieben mit "rational und ruhig gehaltenes Äußeres" :D
    Aber gut, so schlimm, dass ich den Bau gleich mit deinem Pseudonym traktieren will, ist er nicht gerworden. Drei Bilder mit Eindrücken vom "Interiör" gibt es unter anderem auf diesen Seiten:


    LINK 1 - LINK 2


    Ist auch nicht so recht mein Geschmack. DZ kostet aber nur 98 Eumel.