NMA: Birketweg / Am Hirschgarten (2.500 WE, 6.000 AP) [im Bau]

  • Die mit Abstand beste Stadtplanung macht im deutschsprachigen Raum zur Zeit Wien.


    Amen - wird es Dir eigentlich nicht langweilig das immer und immer wieder zu predigen? Nach über 10 Jahren DAF haben wir alle kapiert dass Wien toll ist und München visionslos. Ich frage mich, wieso bist du eigentlich noch hier, wenn es solche Qualen bereitet?


    Meine Meinung:
    Der Unterschied zwischen München und Wien ist vor allem eine Frage von Mentalität und Selbstverständnis. Während sich Wien im Ruhm vergangener Tage als ehemalige Kaiserstadt sonnt, will man in München halt lieber Provinzhauptstadt bleiben. Daran ändert auch der wirtschaftliche Erfolg nichts.


    Das kann man mögen, muss man aber nicht... in jedem Fall ist man für tolle Hochhausprojekte in beiden Städten falsch. Da gibt's global, aber auch schon in Europa, wesentlich interessantere Städte.

  • Isek hat ja Recht, Wien macht eine verdammt gute Stadtpolitik.


    Auch wenn wir es hier zu oft hören.


    Aber, dass Wien keine tollen Hochhausprojekte hat, verstehe ich nicht. Die haben eine ganze Reihe schöner Wolkenkratzer und noch so einige Designerdinger in Planung, was man von München ja nicht gerade behaupten kann.


    Trotzdem finde ich Wien, an sich eine traumhafte Stadt, irgendwie nicht wohl. Zu differenziert/unentschlossen wirkt die Stadt, das mag unbegründet sein, aber auf jeden Fall passt es nicht für mich.

  • Amen - wird es Dir eigentlich nicht langweilig das immer und immer wieder zu predigen? Nach über 10 Jahren DAF haben wir alle kapiert dass Wien toll ist und München visionslos. Ich frage mich, wieso bist du eigentlich noch hier, wenn es solche Qualen bereitet?


    Stimmt. Das schlimme an München ist, dass es Potential hat, das nicht genutzt wird. Welche Stadt mit derart breit und großartig aufgestellter Wirtschaft hat im Schnitt eine dermaßen katastrophale Architektur und die Basis einer Stadtplanung vom Niveau einer Stadt wie Augsburg oder höchstens Hannover.


    Meine Meinung:
    Der Unterschied zwischen München und Wien ist vor allem eine Frage von Mentalität und Selbstverständnis. Während sich Wien im Ruhm vergangener Tage als ehemalige Kaiserstadt sonnt, will man in München halt lieber Provinzhauptstadt bleiben. Daran ändert auch der wirtschaftliche Erfolg nichts.


    Siehe:

    In München hat die Stadtelite den Status der Stadt noch lange nicht verstanden. Man setzt stark auf eine bewahrende Politik. Wachstum wird da als Gefahr gesehen, bestehende Strukturen zu zerstören. Die Diskussion um Hochhäuser, Dichte und Infrastruktur ist nur ein Teil des München-Problems. Vom Selbstverständnis einer "Mehr-Millionen-Stadt" und zum Bekenntnis zu einer wachsenden, sich ändernden Stadt ist man in München sehr weit entfernt. So ziemlich diametral zur Politik und dem Selbstverständnis Wiens.


    http://www.skyscrapercity.com/…p=105660025&postcount=601




    Das kann man mögen, muss man aber nicht... in jedem Fall ist man für tolle Hochhausprojekte in beiden Städten falsch. Da gibt's global, aber auch schon in Europa, wesentlich interessantere Städte.


    Wurde in Wien nicht gerade das bezogen auf die Höhe der obersten Etage höchste Hochhaus im deutschsprachigen Raum fertig gestellt? Daneben sind alleine in der Donaucity 2-3 weitere Projekte in der Pipeline. In Kagran geht es direkt weiter mit bald 2-3 neuen Kisten. Daneben gibt es die Monsterprojekte mit Midrises am neuen Hauptbahnhof und diversen anderen Entwicklungsgebieten. Dort entsteht für europäische Maßstäbe erheblicher Stadtneubau.

  • Stimmt. Das schlimme an München ist, dass es Potential hat, das nicht genutzt wird. .


    Das war keine Antwort auf meine eigentliche Frage, sondern eine erneute Wiederholung dessen was du schon seit 10 Jahren von Dir gibst.


    Wurde in Wien nicht gerade das bezogen auf die Höhe der obersten Etage höchste Hochhaus im deutschsprachigen Raum fertig gestellt?


    Oh toll - höchste Etage im deutschsprachigen Raum.
    Ist das dein Ernst? Schon mal gesehen was in Moskau gebaut wird (um's mal auf Europa zu beschränken)?
    Der "deutschsprachige Raum" spielt international schlichtweg keine Rolle wenn es um Hochhäuser geht. Das ist so und wird auch so bleiben.

  • Der deutschsprachige Raum umfasst etwa 100 Millionen Menschen und trägt zu fast 5 % der weltweiten Wirtschaftsleistung bei. Das ist global gesehen wesentlich signifikanter als alles das, was zur Zeit bei den Golfarabern abläuft. Daher finde ich es bemerkenswert, dass Wien in diesem Wirtschaftsraum dermaßen massiv Investoren anzieht, die Büroraum im Form von Hochhäusern entwickeln. Grundsätzlich hat eben Wien eine sehr vergleichbare Größe und wirtschaftlich gesehen ähnliche Randbedingungen. Moskau hingegen ist die Metropole Russlands bzw. der Ex-UDSSR Länder - weit und breit keine Konkurrenz. Klar, wer Geschäft mit Russland oder den riesigen Ressourcen machen will, der lässt sich in Moskau nieder. Die Stadt hat bezogen auf das Land eine extreme Saugwirkung - nicht zu vergleichen mit München oder Wien, das eingebettet mitten in einer Vielzahl an ähnlichen Städten liegt.


    Welche Antwort willst du hören? Dass man die innere Blockade der Münchener Entwicklung akzeptieren sollte? Oder das, was die letzten Jahre gebaut und geschlimmverändert wurde gut heißen soll? Ich kann an einer Verknappung mit Preissteigerungen von 5-10 % p.a. nichts Gutes finden. Gerade gestern wieder einen Studenten gehabt, der jetzt seit gut 6 Monaten sucht und nichts findet (Kriterien: egal wo in München, Einzelzimmer bis 350 Euro kalt). Irgendwie traurig, dass man den Menschen nicht einmal Wohraum zur Verfügung stellen kann. :nono:

  • ^


    Man denkt wohl auch über Wohnbebauung für die Ostseite nach da sich an der Stelle keine Büroprojekte mehr rechnen. Formulierte auch der Architekt des Hirschgarten-Forums so. Auf der Ostseite sind die Gegebenheiten allerdings denkbar schlechter, da man zwischen Postzentrale, City-Logistik-Zentrum und Friedenheimer Brücke nicht unbedingt Höchstpreise erzielen kann. Ich wäre für eine Bebauungsplan-Änderung, um doch noch Hochhäuser durchzuboxen. Für die Friedenheimer und Donnersbergerbrücke.

  • Ich glaube hier können wir nur von Hochhausstandorten träumen. Städtebaulich und ökologisch betrachtet wäre es zwar absolut sinnvoll, aber politisch eben mal wieder nicht durchsetzbar. Ich habe mich damals schon furchtbar aufregen können, als etwa hier 5 stöckiger Wohnungsbau realisiert wurde. In der Relation zum städtebaulichen Umfeld ist das Projet maximal ein hässliches Entlein - mindestens aber total umpassend. Gerade die Südseite wäre aufgrund der Verschattungsproblematik hervorragend für Hochhausstandorte geeignet, aber eben nicht mit der Münchner Politik.

  • Update 24.12.13

    Auch von mir mal wieder einige Eindrücke von den neueren, stadteinwärts gelegenen Bauabschnitten:















    Trotz einiger etwas "höherer" Bauten ist das Ergebnis selbst für München unterdurchschnittlich. Auch die vor einigen Jahren mit einem Wettbewerb aufwendig angekündigten "Kerngebietsflächen" sehen in realisierter Form ziemlich trostlos aus. Alles in allem erinnert die Bebauung an die schwächeren Abschnitte der Messestadt Riem.

  • UNglaublich, was für ein Schrott hier produziert wird. Das Ganze ist an Eintönigkeit kaum zu überbieten. Und dann - wie in letzter Zeit fast überall zu beobachten - diese hilfloser Verkleidung der Technikaufbauten auf dem Dach. :nono:
    Der Anblick des Wohnhochhauses tut außerdem aufgrund der völlig chaotischen Anordnung der Fenster und Balkone in den Augen weh. Besonders hochwertig sieht das ganze ebenfalls nicht aus...
    Warum entsteht so etwas eigentlich ausgerechnet in einer der wirtschaftstärksten Städte Deutschlands, die sich u.a. auch mit ihrem relativ attraktiven Stadtbild schmückt?

  • Weil man in München aufgrund der - was anzunehmen ist - weltweit einmaligen Verknappungspolitik alles egal wie verkaufen kann.

  • In anderen europäischen Großstädten, wo ebenfalls Wohnungsmangel herrscht, fällt die durchschnittliche architektonische Qualität sehr viel höher aus. So in Amsterdam, Oslo, Schweizer Städten oder vor allem Kopenhagen wie u.a. in der Stadterweiterung Ørestad eindrucksvoll zu besichtigen: http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96restad
    In diesen Städten kann man sich über die meisten Bauankündigen freuen, weil sie das Stadtbild bereichern. Hierzuland erlebe ich dies dagegen selten...


    Meine Erklärung für den weit verbreiteten baukulturellen Missstand ist die in Deutschland sehr ausgeprägte Geiz-ist-Geil-Mentalität. Alles muss schnell gehen und so billig wie möglich sein. Nachhaltigkeit, Qualität und vor allem Ästhetik sind vor diesem Hintergrund nicht gefragt.

  • Mhmmmm.... stellt euch mal vor ihr waert auf der anderen Seite, die der Investoren. Ihr habt die Variante A zur Verfügung und einmal B. B brint euch viiieeel mehr Geld. Verkaufen könnt ihr beide super. Dann nimmt man doch die kostengünstigere Variante, oder? Vor allem auch weil die teurere Variante A auch wahrscheinlich etwas ausgefallener ist und daher wieder irgendwelche Gurken im Rathaus dagegen sind.
    So stell ich mir das vor. Kann auch falsch liegen. Aber bisher haben alle genug Geld mit diesem Verfahren gemacht, also wieso etwas ändern? :confused:

  • Also diese Häuser mit den Loggien sehen schon sehr nach sozialem Wohnungsbau und unkreativen Architekten aus. Was aufm ersten Blick ganz hübsch aussieht, sind die Balkone links aufm letzten Blick. Bringt ein bisschen Abwechslung rein und sieht nicht nach Lego-Baukasten aus.

  • Hässlich, Grauenvoll, Hirschgarten...


    Es ist ein Desaster geworden!


    Diejenigen die das zu verantworten haben sind in meinen Augen nicht mehr als eiskalt berechnende Schlipsträger ohne jeglichen Verstand und Emotion. Es gleicht einer Massentierhaltung!


    Dieses Hochhaus sieht sogar noch mehr nach Sowjetarchitektur aus, als es die meisten Plattenbauten in Berlin tun. Die kleinen zierlichen architektonischen Details wie die Abstufungen an den oberen Fensterkanten kommen aufgrund der plumpen Gebäudeform überhaupt nicht zu Geltung. Menschen schauen aus Schießscharten auf mindestens ebenso fürchterliche Quader oder auf einen entfremdenden Aufguss aus Spritzbeton, der eigentlich das Quartierszentrum darstellen soll. Die abscheulichen Werbetafeln der immer gleichen Einzelhandelsunternehmen tun ihr Übriges.


    Dieser missratene Haufen beliebigster Quader verdient es nicht sich Quartier nennen zu dürfen. Viel mehr ist es ein Armutszeugnis Münchner Stadtpolitik.


    Besserung ist wohl nicht in Sicht. Einzig die beiden geplanten Hochpunkte direkt an der Friedenheimerbrücke könnten Linderung herbeiführen indem sie den Blick auf den dahinerliegenden Verhau verdecken.