NMA: Birketweg / Am Hirschgarten (2.500 WE, 6.000 AP) [im Bau]

  • So wie es aussieht kommen in die beiden 14 stöckigen Hochhäuser westlich
    der Friedenheimer Brücke jeweils Wohnungen.
    Architekt: Allmann Sattler Wappner.
    Baubeginn: 2014.
    Quelle: Immobilienreport München.

  • Sehr gut! Man muss nicht jeden S-Bahn Haltepunkt zum Bürostandort entwickeln. Obendrein gibt es südlich an die Bahntrasse noch genug Flächen die man für Gewerbe und Büros nutzen kann. Dort könnte man auch mutiger sein und etwas höher bauen, da die Verschattungsproblematik schon mal wegfallen würde.


    Ist das die erste Visualisierung?


    http://www.immobilienreport.de…/Hirschgarten-Lambert.php

  • Es wurden doch Bilder gewünscht...


    Ein paar Eindrücke vom Hirschgarten









    Hirschgarten-Forum








    Ich glaube das ehem. Stellwerk ist jetzt eine Kita oder ein Kindergarten


    demnächst müsste es hier auch losgehen


    Bilder sind von mir.

  • Also bis auf die Bauhöhe ist architektonisch kaum etwas anders als in der Messestadt.


    Alles sieht gleich aus, die Fassadengestaltung hätte auch ein dreijähriger so hinbekommen...


    Da fragt man sich nur noch: WARUM???


    :Nieder:

  • Hier liegen gut, böse und vor allem mittelmäßig nah beisammen.
    M.E. gar nicht mal sooo schlechte Entwürfe wie der Neo-50er mit den Gittern (7. Bild) oder das vom Volumen bei der Lage großstadtmäßig angemessene "Hirschgarten-Forum" mit zumindest einigermaßen anständiger Fassaden- und Fenstergliederung stehen fiese Knäste und Ghettos entgegen (5. und 6. Bild).
    Wiederum im Gegensatz dazu haut mich das - sorry - Spießeridyll auf 11 und 12 weg. Mehr Stadtrand geht kaum.
    Die Mehrheit der Bauten dazwischen sehen aus wie 70er-Bausubstanz, frisch von irgendner Wohnbaugesellschaft im tiefsten armen Osten für Kleineleute- und Sozialmieter durchsaniert, wo so eine Optik eher verständlich wäre.


    Der Kindergarten hingegen ist cool und die Racker werden das vielleicht sogar ganz spannend finden. Fast verwunderlich, dass das Stellwerk nicht gleich plattgemacht wurde. Bei den (sicher viel Potential aufweisenden) geziegelten Bahnschuppen aus der Vor-Vor-Kriegszeit weiter Richtung Innenstadt zwischen Donnersberger und Hackerbrücke war man auch nicht zimperlich. (Eine Schicki-Austernbar hätte doch ihren Reiz - und Klientel - gehabt in einem alten Eisenbahnschuppen.)

  • Hallo, ich verfolge das Forum nun schon seit längerem. Es wurden doch mal mehr Meinungen von Bewohnern gewünscht. Ich wohne schon seit 2010 am westlichen Rand des Areals und muss sagen, dass ich die kleinstädtische Atmosphäre mit den "Stadtvillen" da hinten sehr mag und die Anordnung recht freundlich wirkt! Allein die Infrastruktur lässt noch auf sich warten. Das Forum nimmt aber schon (monströse) Gestalt an. Interessant wird es wie es aussieht, wenn die Außenanlagen fertig sind.
    Architekten sehen das bestimmt anders, aber ich finde, dass es in der Innenstadtlage einer Großstadt nicht nur Hochhäuser geben sollte?!
    Das Wohngebiet ist ja so angelegt, dass die Gebäudehöhe in Richtung Friedenheimer Brücke ansteigt. Die Hochhausenthusiasten werden schon noch auf Ihre Kosten kommen. Zwei Baufelder sind ja noch frei.
    Zugegeben, wenn man sich das Ganze von der Brücke aus ansieht, wirken die vorderen Gebäude schon ghettomäßig. Das ist vielleicht dem geforderdeten Anteil an sozialem Wohnungsbau geschuldet (Bilder 5 & 6). Und warum müssen die meisten Fassaden langweilig weiß sein? Die laden ja geradezu ein, beschmiert zu werden.

  • ...dass ich die kleinstädtische Atmosphäre mit den "Stadtvillen" da hinten sehr mag und die Anordnung recht freundlich wirkt!


    Klar, schön - wer sich es leisten kann. Umgekehrt hätte man dort bedeutend mehr Wohnraum schaffen können, um so die katastrophale Situation für die Familien des Mittelstandes zu entspannen. Nur ein kleiner Schritt bezogen auf die Gesamtstadt, aber leider werden in München sehr viele zentrale Lagen nur sehr locker bebaut und dann für Preise, die nur ein elitäres Klientel ansprechen, verkauft.




    Allein die Infrastruktur lässt noch auf sich warten.


    Auch etwas München-spezifisches. Erst wird argumentiert "solange keiner wohnt - braucht man auch keine Infrastruktur"; in der Folge wird die gesamte Entwicklung gebremst. Dann stellt man irgendwann verwundert fest, dass die Infrastruktur nicht ausreicht und man muss für sehr teueres Geld U- oder Tram-Bahn strecken bauen oder im Extrem Kinder in weit entfernte Schulen schicken. Wie schon mehrmals gesagt ist das allein ein Versagen der Stadtplanung und Stadtregierung / Verwaltung. Andere Städte wie Wien machen es vor: Zuerst U-Bahn, dann Schulen und Einkaufsmöglichkeiten parallel zur Wohnbebauung schaffen. Selbst in den unsäglichen Trabantenstädten von Madrid hat man nach diesen Grundsätzen gebaut. Man müsste nur mal über die Würm oder den Auer Mühlbach hinausschauen!




    Das Forum nimmt aber schon (monströse) Gestalt an.


    Hallo?!? Das ist eine extremst zentrale Lage in Mitten eines fast 3 Millionen Ballungsraumes entlang einer S-Bahn Strecke, die von täglich 800.000 Menschen frequentiert wird. Ich kann nicht erkennen, dass die dort gebaute Baumasse entsprechend monströs sei - eher im Gegenteil. In einer entsprechenden Lage in Wien wäre dort doppelt so hoch gebaut werden. Was dort mit ansprechender Architektur und urbanem Gesamtkonzept stets erfolgreich ist.




    Die Hochhausenthusiasten werden schon noch auf Ihre Kosten kommen. Zwei Baufelder sind ja noch frei.


    Umgekehrt: Man hat schon alle anderen Baufelder verloren. Die Hochhäuser wurden ja schon vor Jahren gekippt. Die jetzt geplanten Baumassen würde ich eher als Hochpunkte bezeichnen. Die Traufhöhe entspricht etwa dem, was man in jeder mittelgroßen Mittelmeerstadt als Blockrandbebauung (!) findet.



    Das ist vielleicht dem geforderdeten Anteil an sozialem Wohnungsbau geschuldet (Bilder 5 & 6).


    Nach meinem letzten Eindruck wohnen am Hirschgarten nur zwei Gruppen:
    A) Junge Doppelverdienerpaare mit gutbezahlten Akademiker-Büro-Jobs
    B) Kinderreiche Sozialschwache vorwiegend mit Migrationshintergrund


    Das reiche München kauft sich also sein Gewissen rein. Absolut absurd, was hier manifestiert wurde und ein gutes Abbild der Gesamtstadt gibt.

  • Die Traufhöhe entspricht etwa dem, was man in jeder mittelgroßen Mittelmeerstadt als Blockrandbebauung (!) findet.


    Ja das mag sein, dieses Konzept ist aber selbst unter den Einheimischen total verschrien. Es mag aufgrund der dortigen Hitze so seine Vorteile haben und aufgrund oftmals begrenzter geographischer Gegebenheiten (nach innen stark ansteigende Landmasse, Berge) nicht anders machbar, 500.000 Menschen anderweitig unterzubringen, aber eigentlich ist sowas nur total hässlich und erdrückend. Zudem sind diese Gebäude meist von noch geringerer architektonischer Qualität wie hier im Hirschgarten.


    Klar, schön - wer sich es leisten kann. Umgekehrt hätte man dort bedeutend mehr Wohnraum schaffen können, um so die katastrophale Situation für die Familien des Mittelstandes zu entspannen. Nur ein kleiner Schritt bezogen auf die Gesamtstadt, aber leider werden in München sehr viele zentrale Lagen nur sehr locker bebaut und dann für Preise, die nur ein elitäres Klientel ansprechen, verkauft.


    Man hätte hier nicht nur wesentlich mehr Wohnraum schaffen können, man hat hier auch eine städtebauliche Chance vertan, im Westen Münchens ein optisches Zeichen zu setzen. Weit weg von sämtlichen Sichtachsen, aber nah genug an der Innenstadt hätte man hier viel mehr Leuten die Möglichkeit geben können, noch einigermaßen zentral zu wohnen und entsprechend dem Status Münchens in Deutschland, mutigeren und aufregenderen Baustil durchsetzen müssen. Warum hier dann Trabantenstadtstyle erster Güte umgesetzt wird, will ich nicht verstehen...


    Wer ruhig und beschaulich leben möchte kann ja weiter draußen sein Glück versuchen. Das klingt jetzt unfair, aber München ist nun mal nicht Chemnitz oder Dortmund. Der Platz hier ist begrenzt, aber immer mehr wollen nach München. Genau deshalb sollte in einer so zentralen Lage viel dichter/höher gebaut werden. Ich glaube für die Menschen ist das auch nicht weiter schlimm, weiter raus ziehen zu müssen, dafür aber ruhig und beschaulich wohnen zu können, solange die Infrastruktur gut ist.
    Nur Stadt und Investoren rühmen sich ja stets damit, attraktive 3-Geschoss Bauten im so grünen und idyllischen Giesing, Neuhausen, Laim etc... in petto zu haben, da es ja angeblich so wahnsinnig unbeliebt sei, in einem 7-stöckigen Mietshaus zu wohnen...Schwachsinn! Tausende warten nur darauf...

  • Hallo?!? Das ist eine extremst zentrale Lage in Mitten eines fast 3 Millionen Ballungsraumes entlang einer S-Bahn Strecke, die von täglich 800.000 Menschen frequentiert wird. Ich kann nicht erkennen, dass die dort gebaute Baumasse entsprechend monströs sei - eher im Gegenteil. In einer entsprechenden Lage in Wien wäre dort doppelt so hoch gebaut werden.


    Ich glaube, "monströs" bezieht sich hier nicht auf die Dichter oder Höhe als solche, sondern auf den Gesamteindruck, und diesen empfinde auch ich als monströs. Das liegt auch daran, dass die Gebäude wirken, als seien sie einfach so dahingeklatscht, ohne (architektonischen) Bezug zur Umgebung, ja sogar ohne Bezug zu den unmittelbar daneben stehenden Häusern, die nahezu zeitgleich errichtet wurde. Massiv, eckig, mit graden Linien. DAS macht es monströs wirkend. Wie toll könnte ein wirklich zusammenhängend geplantes und gestaltetes Quartier sein, das eine ordentliche Dichte ausweist und auch mal wieder den Mut zu einer Blockrandbebauung hat. So ist das Forum aber in der Tat ein "Monstrum". Auch ich empfinde es als solches, wenn ich im Rahmen meiner Spaziergänge, die ich alle paar Monate dort unternehme, um den Fortschritt der Bauarbeitern zu betrachte, dort vorbeigehe.

  • Ich kann es mir auch nicht verkneifen ein Kommentar dazu abzugeben.


    Plattenbau kommt hier wirklich zum vergleich am nähesten :Nieder:


    Das man aus den vergangenen Jahrzehnten nicht dazu gelernt hat,
    und hier sozusagen einen gegenwärtigen Stillstand der Zeit präsentiert,
    ist mir nicht verständlich.


    Also wird es auch noch in zwanzig Jahren solche hässlichen Neubauten geben?!

  • Hätte man dort nicht 5 oder 6 Oberstockwerke bauen können? Mit diesem 4 Stock-Einheitsbrei wird man die Wohnungsnot niemals in Griff bekommen. Wobei ich mir auch gut vorstellen kann, dass diese Wohnungen als absolutes Luxussegment für 8000-10000 Euro pro Quadratmeter verkauft werden.

  • Architektur-Slums für Geschmack-Bums

    just a feeling ...


    München ist bald die Hauptstadt der Architektur-Slums, die zudemhin für Premium-Preise verhökert werden - zum Glück sind die letzten Freiflächen bald dicht

  • Hätte man dort nicht 5 oder 6 Oberstockwerke bauen können?


    Hm, wirklich unverständlich, nicht nur die Gebäudehöhe sondern auch die aufgelockerte Gartenstadt-Struktur. Immerhin ist das nun wirklich perfekt erschlossenes Innenstadtgebiet, und das nicht erst seit ein paar Jahren. Schon die 1920er-Jahre Bebauung auf der anderen Seite der Arnulfstr. ist dichter und vor allem geschlossener. Da hätte niemand einen Einwand gehabt, wenn man das auf dieser Seite so fortgesetzt hätte...

  • München ist bald die Hauptstadt der Architektur-Slums, die zudemhin für Premium-Preise verhökert werden - zum Glück sind die letzten Freiflächen bald dicht


    Das denke ich mir auch, nun kommt ja nicht mehr viel worüber wir uns aufregen müssen. Die Chancen mit dem Potential an Freiflächen in München wurden leider vertan, aber wir werden uns an den Anblick gewöhnen.