Steindamm 100 - Horrorhaus statt Horrorhaus [im Bau]

  • Steindamm 100 - Horrorhaus statt Horrorhaus [im Bau]







    http://www.alsterquartier.de/

  • Ich muss sagen, ich bin begeistert


    Zitat von BMXican

    weiss jemand, welches "horror"-hochaus damit ersetzt werden soll?


    Hochhaus ist übertrieben. Es ist ein grausames 70er Jahre Schrotthaus mit eingeworfenen Fensterscheiben (manche davon mit brettern notdürftig vernagelt)


    Den Namen Horrorhaus hat es bekommen, nachdem dort eine Prostituierte grausam getötet wurde.Seit dem ist es Unterkunft für dutzende Penner, Junkies und anderen Abschaum.


    Werde vielleicht mal demnächst Fotos davon machen, wenn ich Bock habe. Es verdient den Namen Horrorhaus, glaub mir ;)

  • Sehr interessante Neuigkeiten!
    Ich dachte bisher immer, auf diesem Areal sollten die "Flower Towers" entstehen?! Es schadet aber auch nicht, wenn dafür das Alsterquartier gebaut wird. Wie sicher is denn das Projekt?

  • Aus der Entfernung sieht es durch das Segel ganz gut aus, wobei ich nicht gsagen will das es aus der Nähe schlecht wirkt.(vielleicht eher so lala) .


    Hoffentlich segelt das Haus dann bei S-turmflut und Winds-tärke 12 nicht davon.

  • :confused::confused: Gab´s da nicht in den 60ern einen Entwurf für einen Komplex namens Alster-Quartier, der Blade-Runner-Qualitäten hatte? :confused::confused: Vor zwei Jahren war der auf skyscrapers.com zu sehen.

  • vom weiten sieht es gar nicht mal so schlecht aus, aber je näher man herankommt, desto mehr hässlichkeiten kommen ans licht. mir gefällt es ehrlich gesagt nicht.


    da hat jahn schon besseres gebaut (siehe messeturm - ein traum!)

  • Zitat von arnd

    :confused::confused: Gab´s da nicht in den 60ern einen Entwurf für einen Komplex namens Alster-Quartier, der Blade-Runner-Qualitäten hatte? :confused::confused: Vor zwei Jahren war der auf skyscrapers.com zu sehen.


    1966 hatte man in St.Georg noch dieses hier vor:


    Allerdings ein paar hundert Meter weiter in Richtung Innenstadt. Dazu sollte ein bis dahin runtergekommenes Günderzeitquartier abgerissen werden. Man hat sich dann doch besonnen und die historische Bebauung saniert. (Heute ein sehr beliebtes und urbanes Viertel in dem sich die Schwulen-Szene Hamburgs ihr Zentrum geschaffen hat.)

  • Vielen Dank, daß Du dieses Bild ausgegraben hast. Diese Planung zeigt wirklich etwas vom Geist der 60er Jahre! Damit man sich das vorstellen kann: Das winzige Haus ganz rechts unten, das dem Riesenkomplex zu Füßen liegt, ist das Hotel Atlantic. Für den Gebäudekomplex hätte praktisch der gesamte Stadtteil St. Georg abgebrochen werden müssen. Die Türme wären 400 Meter hoch gewesen, die direkt daneben liegende Innenstadt mit ihrer historischen Kirchturm-Skyline wäre zu Spielzeug degradiert worden. Dagegen sind die heutigen Frankfurter Wolkenkratzer bescheiden (und abwechslungsreich). Und das Jahn-Gebäude ist im Vergleich dazu absolut harmlos.


    Wären die Planungen von 1966 tatsächlich verwirklicht worden, hätte das ganze wohl so ungefähr den Charakter des Barbican-Centres in London erhalten - nur fünf Mal so groß. Das wäre wirklich die städtebauliche Apokalypse gewesen.

  • Glaub´ich euch herzlich gerne.
    Genau diesen Wahnwitz meinte ich auch. Da hätte man auch wirklich sagen können:AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARMES Hamburg!

  • Stimmt HH hätte dadurch seinen gesamten heutigen Charakter verloren.Die Leute hätten die Sadt nur noch mit diesen Dingern in verbindung gebracht.


    Aber dafür wäre die Stadt heute so bekannt wie Paris und Sydney.
    Bei Endzeitfilmen wie Deep Impact wäre nicht ein umgestürzter Eifelturm zu sehen, sondern diese Türme in Hamburg.
    James Bond hätte sich wohl auch das eine oder ander Mal von so einem Ding runtergestürzt. Und die Dinger würden bis heute zu den höchsten Gebäude der Welt zählen!


    Deshalb wäre es mir persönlich eigentlich egal gewesen. :)

  • OH GOTT!!! Das wäre ja ei Albtraum gewesen - Nein, schlimmer! Ich könnte (und will) mir das gar nicht vorstellen!
    Das hat ja die Dimensionen von Speers "Halle des Voleks", neben der der Reichtag auch wie Kieselstein gewirkt hätte!

  • Also wenn ich mich richtig an die 1966er Veröffentlichung erinnere, war das ohne hin ein reines Papierspiel aus einem Architektenenbüro, konkrete Planungen sind nicht eingegangen worden, es gab schon damals einen Aufschrei des Entsetzens.


    Zu dem Jahn Projekt muß man vielleicht auch mal den Kontext zu den Bauten der Fachhochschule und dem angrenzenden Hotel und den Komplex um das alte Polizeipräsidium sehen. Dort sind recht nichtssagende Hochhäuser entstanden, in denen IBM jetzt eine der Zentralen hat.


    Dies alles liegt im Bereich Berliner Tor, St.Georg, Lohmühlenstraße.


    ... und Tschüß


    wmeinhart