Riedberg - neuer Wohn- und Wissenschafts-Stadtteil

  • Geänderte Wohnhochhaus-Planung am Kätcheslachpark

    Nach den lautstarken Protesten wurden die Höhen der Bebauung am "Kätcheslachkopf" wie angekündigt unter die Hochhausgrenze von 24 Metern gekappt. Statt eines Hochhauses mit 14 Geschossen, dazu oben #369 ff., sind nur noch maximal sieben Stockwerke vorgesehen. Im Einzelnen:


    • 15 fünfeckige Wohnhäuser mit drei bis sieben Geschossen
    • in drei Baublöcken, gebaut von drei verschiedenen Investoren
    • privater Nachbarschaftsgarten und Tiefgarage gemeinsam
    • drei bis fünf Wohnungen pro Etage
    • 250 bis 300 Wohnungen insgesamt
    • auch ein Gebäude für betreutes Wohnen
    • Quartiersplatz mit Café, darüber hinaus weiteres Gewerbe möglich


    Die neuen Pläne fanden Ende der letzten Woche bei der Vorstellung im Ortsbeirat 12 überwiegend Anklang, schreibt die FNP heute. Visualisierung:



    Bild: Grüntuch Ernst

  • Verkehrsanbindung des Riedberg-Westflügels ist fertig

    Wie die FNP heute berichtet die die verkehrliche Erschließung des Riedberg-Westflügels durch die Anbindung der Graf-von-Staufenberg-Allee an die Rosa-Luxemburg-Straße nun abgeschlossen. Kurz ein paar Daten und Highlights:

    • Bauzeit: 2 Jahre
    • Kosten: 15,5 Mio. €
    • Bauumfang: 7 Straßenkilometer, 4,5 ha Straßenfläche, 2,6 ha Gehwegfläche
    • Für die Quartiersstraßen im zukünftigen Wohngebiet wurden 680 Bäume, 11.000 Rosenstöcker und 10.500 Bodendecker gepflanzt.
    • Zusätzlich wurden 10,5 km Schmutz- und Regenwasserkanäle verlegt und 370 Schächte gesetzt.
    • Für die Hauptkanäle wurden ca. 36.000 m³ Boden ausgehoben.
  • Kita (Zum Margarethenzehnten)

    Auf dem 2.325 Quadratmeter großen Grundstück Zum Margarethenzehnten / Max-Born-Straße (Karte) fand heute die offizielle Grundsteinlegung für die weitere Riedberger Kindertagesstätte statt. Gebaut wird analog der Visualisierung wie an dieser Stelle gezeigt. Die Kinder und ihre Aufseher werden sich nach anvisierter Fertigstellung ab Herbst 2016 auf 772 Quadratmer Fläche im U-förmigen Bau austoben können. In der zugehörigen =29320667"]Pressemitteilung schreibt die Stadt bzw. zitiert Projektbeteiligte wie folgt:


    An der Fassade zu den Nachbarn beziehungsweise zum Straßenraum werden Räume mit dienender Funktion sowie Flure angeordnet. Das zweigeschossige Gebäude wird in Bezug auf den Lichteinfall optimal ausgerichtet und in Passivhausstandard erstellt. Die Gruppen- und Aufenthaltsräume sind zum Innenhof ausgerichtet, um so Blickbeziehungen in den begrünten Spielbereich und in die angrenzende öffentliche Grünfläche zu ermöglichen. „Mit der neuen Einrichtung sichern wir weiterhin den bedarfsgerechten Ausbau der Betreuungsangebote vor Ort“, sagt Norbert Landshut, Prokurist der HASEG. „Die Kita ist die inzwischen elfte, die im Rahmen der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme gebaut wird, eine weitere im Quartier Westflügel befindet sich ebenfalls im Bau.“


    Die zum Innenhof orientierte Fassade wird großflächig verglast und erhält außenliegende Verschattungselemente sowie einen vorgelagerten, umlaufenden Fluchtbalkon. Dieser Balkon überdacht zugleich Außenflächen vor den Aufenthaltsräumen im Erdgeschoss als Erweiterung bzw. Verbindung. Dieser Fluchtbalkon schafft für die Räume im Obergeschoss einen direkten Zugang in den Außenbereich. Die Konstruktion des Gebäudes besteht aus tragendem Mauerwerk und Beton, die Fassade wird verputzt. Insgesamt stehen rund 772 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Gunter Weyrich, Partner bei 1100: Architekten: "Das Kitagebäude ist eine Skulptur im Grünen, die sich zum Herzstück der Kita - dem grünen Spiel- und Gemeinschaftshof - öffnet und das Spiel der Kinder vor direkten Einblicken schützt."


    Das begrünte Dach unterstützt die Wirkung der grünen Außenflächen. Im südlichen Bereich läuft das Gebäude eingeschossig aus und schafft so eine gute Belichtung für den Innenhof. Der Zugang zum Gebäude befindet sich im Norden des Grundstücks von der Straße „Zum Margarethenzehnten“ aus. Hier wird ein kleiner Vorplatz angelegt, der eine Übergangszone zwischen öffentlichem Straßenraum und Eingangssituation schafft. Im Inneren der neuen Kita wird es im Eingangsbereich ein zweigeschossiges Atrium geben.

  • Bilder Updates neue und alte Baustellen

    Ich bin heute nach ewigen Zeiten endlich mal wieder durch das Riedberg Areal geradelt und muss sagen, no surprise - es hat sich in den letzten Monaten viel getan. Den Anfang sollen mal Neuprojekte machen, bevor dann Bilder fast fertiger Projekte folgen.


    Riedbergwelle


    Die Riedbergwelle am Kreuzungsbereich Graf-von-Stauffenberg-Allee/Ella-Bergmann-Michel-Str.



    Entlang der G-v-S-A gesehen, allerdings fehlt rechts ein kleiner Teil der Welle-



    Der rückwärtige, zur Hans-Pölzig-Str. gelegene Teil der Riedbergwelle



    LADY DI's LOVE AFFAIR


    Südlich der Riebbergwelle entstehen 6 miteinander verbundene Mehrfamilienhäuser mit 235 Wohneinheiten und 231 TG Parkplätzen. Der erste BA ist bereits im Rohbau fertig gestellt, am zweiten knabbern Bagger noch die Baugrube leer, ein erster Kransockel steht bereits für den 2. BA.



    Die 3 BA, gezoomt vom Bauschild. Rechts im Bild der erste BA, die G-v-S-A liegt oberhalb der Grafik.



    Das ganze Bauschild, wie ich finde zeigt die Grafik ein schön aufgelockertes Ensemble



    Edith Stein Zentrum


    Wurde zuletzt hier gezeigt. Mittlerweile im Rohbau fertig




    feelin good


    Zuletzt hier gezeigt, liegen nun auch die letzten 2 Gebäude im finalen Ausbau



    Riedberg Alleen


    Auch hier sind alle Baukräne verschwunden, zuletzt hier gezeigt. Der dritte BA quasi vollendet.


  • EnergiePlus-Haus (Graf-von-Stauffenberg-Allee)

    Das EnergiePlus-Haus der Nassauischen Heimstätte mit 17 geförderten Mietwohnungen ist fertig. Angekündigt war es 2012, die Adresse ist Graf-von-Stauffenberg-Allee 57 (Karte), Richtfest war 2014. Aus der damaligen Pressemitteilung eine Visualisierung der Südseite:



    Bild: HHS Planer + Architekten / Nassauische Heimstätte


    Das Haus produziert mit seinen Solarzellen auf dem geneigten Dach und an der Südfassade mehr Strom, als die Bewohner (voraussichtlich) verbrauchen. Vom Überschuss möchte man Elektroautos und -fahrräder betanken. In der Mitteilung zur Fertigstellung (weitere hier) finden sich neben einem Foto der Gebäude-Nordseite noch die folgenden Eckdaten:


    • 17 2- bis 4-Zimmer-Mietwohnungen von 45 bis 125 qm
    • Das Haus produziert jährlich 86.500 Kilowattstunden, die Wohnungen verbrauchen ca. 62.000
    • Den überschüssigen Strom speichert das Haus in 200 handlichen Batterien zur nächtlichen Abgabe an die Wohnungen sowie jederzeit an E-Autos und -Fahrräder
    • Das Haus hat ferner eine Wärmepumpe und einen Eisspeicher. Es produziert selbst keine Kohlendioxide
    • Alle Wohnungen sind über eine "mitelbare Belegungsbindung" gefördert
    • Entworfen hat das Gesamtkunstwerk das Kasseler Büro HHS Planer + Architekten, hinter dem Prof. Manfred Hegger steht
    • Gekostet hat das Projekt 5,1 Millionen Euro


    Auf der Vermarktungsseite des Hauses sind weitere Informationen zu finden. Die Kaltmieten der Wohnungen liegen zwischen 591 und 1.690 Euro je Monat.

  • Bilder Updates

    Groovin' High


    Das Groovin' High wurde bereits im Rohbau komplett errichtet. Es entstehen insgesamt 43 1,5 bis 4 Zimmer Wohnungen (Quelle)



    Lady Di's Love Affair


    Hier wurden am ersten BA bereits die Gerüste entfernt



    Central living


    Das Central Living Projekt neigt sich nun auch dem Bauende zu




    feelin good

    Auch hier sind die letzten Baugerüste gefallen und der letzte Bauabschnitt dürfte bald bewohnt sein



    WestLife No.1


    An dieser relativ jungen Baustelle enstehen exklusive Eigentumswohnungen. Die Wohnungsgrößen der 2, 3 und 4 Zimmer Wohnungen reichen dabei von 66 bis 130 m². Eine Visualisierung vom Bauschild



    Ein Blick in die Baugrube. Das Fundament wurde in einigen Teilen bereits gegossen und die ersten Keller- bzw. TG Wände stehen. Im hinteren Bereich ist das Fundamen noch nicht fertig.



    Kranfundament



    Kita Westflügel


    Der Neubau der Kita Westflügel ist bereit weit fortgeschritten



    Die fertige Kita ist auf dem Bauschild erkennbar


  • ^ Und die Fassaden der Gebäude sind, tataaa: Reinweiß, mausgrau, dreckbraun. Ich kann diese Einheitssoße nicht mehr sehen...


    Trotzdem danke für die Fotos;-)

  • Swinging Corners (Quartier Westflügel)

    Etwa in den im Vorbeitrag genannten Farben entsteht im Quartier Westflügel, das die Baugesellschaft Gut Lewitz GmbH seit 2013 auf dem Riedberg entwickelt (siehe Infobeitrag, Karte), das Projekt "Swinging Corners" nach einem Entwurf von 1100: Architekten aus Frankfurt. Genauer Standort ist die Ecke Eugen-Kaufmann-Straße und Leberecht-Migge-Anlage (Karte). Die aktuelle Ankündigung der Architekten zeigt diese Visualisierung:



    Wie bei anderen Entwürfen in dem Quartier charakteristisch: die angedeutete organische Form, die hier als "schwungvolle Ecken" verklausuliert wird. Von den Fakten her handelt es sich um drei Mehrfamilienhäuser mit 30 Wohnungen über einer gemeinsamen Tiefgarage. Der Bauantrag sei bereits eingereicht. Eine Projektseite mit weiteren Informationen und zwei anderen Renderings ist beim Projektentwickler zu finden. Daraus der Überblick aus der Luft:



    Bilder: 1100: Architekten Riehm + Piscuskas, Frankfurt, und Baugesellschaft Gut Lewitz GmbH, Neustadt-Glewe

  • EnergiePlus-Haus (Graf-von-Stauffenberg-Allee)

    Ergänzend zu dem vonepizentrum in #407 vorgestellten EnergiePlus-Haus hier noch 2 Bilder.


    Ansicht vom Kreuzungsbereich Graf-von-Stauffenberg-Allee / Ella-Bergmann-Michel-Str.



    Aus der Ella-Bergmann-Michel-Str., wie auf der Visualisierung in #407


  • Updates verschiedener Baustellen

    Riedberg II


    Unter der Bezeichnung Riedberg II enstehten zwischen der Carl-Hermann-Rudloff-Allee und der Mart-Stam-Str. insgesamt 6 Mehrfamilienhäuser mit 109 Tiefgaragenplätzen. Den Anfang macht das Bauschild, das rechts die Mart-Stam-Str. zeigen sollte



    Etwa aus gleichem Blickwinkel aufgenommen, der aktuelle Baustand. Insgesamt 4 Kräne stehen an der Baustelle, am zweiten OK wird in diesem Bereich bereits gebaut.



    Blick entlang der Carl-Hermann-Rudloff-Allee



    Und noch ein Blick in den sich füllenden, verbliebenen Baugrubenteil aus der Leberecht-Migge-Anlage




    Westcube und Westline


    Entlang der Carl-Hermann-Rudloff-Allee wurden die Bauschilder für Westcube und Westline gestellt, ein Vermarkungshäuschen für Wohnungsinteressenten steht ebenfalls bereits.


    Das Westcube Projekt-Schild



    Mit dem Bau des Westcube wurde bereits begonnen, das Tiefgeschoss mit der Tiefgaragenzufahrt ist auf dem Bild zu erkennen



    Das Bauschild für das Projekt Westline




    LADY DI's LOVE AFFAIR


    Der erste BA ist mittlerweile fast fertig, rechts im Bild wurde mit dem zweiten BA begonnen der bereits Bondeniveau erreicht hat



    Die Balkone des ersten BA vergößert zum Bild zuvor, mit den Landschaftsarbeiten wurde bereits begonnen





    Riedbergwelle


    An der Riedbergwelle wurden bereits alle Baukräne demontiert und Fenster eingesetzt


  • Konkret aber nur, weil er selber(!) derjenige war, der die sichtbehindernde Bebauung erstellt hat.
    Ein weiterer Grund, warum zukünftig die Fritz Müller Baugesellschaft Nummer 34 mbH nicht erst nach drei Jahren (also wie bisher, kurz vor Ende der Gewährleistungsfrist) sondern schon nach zweien Pleite gehen wird und dann die Fritz Müller Baugesellschaft Nummer 35 mbH den sichtbehindernden Bau erstellen wird.

  • Sinnvoll?

    So erheiternd die Geschichte auch ist, hat den Käufer der Wohnung wohl irgendwie der Kohlhaas geritten. Er hat zwar jetzt den Prozess gewonnen, aber er wird nur den seinerzeitigen Kaufpreis zurückbekommen - und somit aufgrund der rasanten Preisentwicklung in den letzten drei Jahren wahrscheinlich deutlich weniger, als hätte er die Wohnung auf dem freien Markt zum Kauf angeboten. Und eine vergleichbare neue Wohnung bekommt er für das Geld schon gar nicht mehr. Gratulation!

  • ^
    Wenn Du den Artikel liest, wirst Du sehen, dass der fehlende Skyline-Blick nur ein Grund unter mehreren (u.a. wurde noch der Schallschutz bemängelt) war, der den Käufer zur Rückabwicklung trieb.


    Natürlich hast Du recht, dass allein der fehlende Skylineblick eher ein Fall für ein paar Tausender Schadenersatz gewesen wäre. Aber der mangelnde Schallschutz war sicher für den Käufer ein "nichts-wie-raus-hier"-Fall.

  • Neubau koreanisches Generalkonsulat

    Schon Anfang 2016 beginnt der Neubau eines Konsulatsgebäudes auf einem 2.100 Quadratmeter großen Grundstück an der Konrad-Zuse-Straße / Max-von-Laue-Straße. Der Haupteingang soll an der Konrad-Zuse-Straße liegen, davor ist ein Platz geplant. Im Sommer 2017 soll das neue Generalkonsulat fertig gestellt werden.


    Der Entwurf stammt von Yi Architects, Köln. Wie gleich zu erkennen ist, damit aus dem Büro, das in Stuttgart die 2011 fertig gestellte Stadtbibliothek am Mailänder Platz (Thread) geplant hat. Und nein, nicht Nordkorea, sondern Südkorea wird hier ein Generalkonsulat eröffnen. Man erkennt das eindeutig an der Fahne (hier könnte ihr Zwinkersmiley stehen):



    Bild: Yi Architects / Eun Young Yi

  • Das nenne ich mal einen strengen Entwurf. Ästhetisch durchaus ansprechend. Die Assoziationen gehen allerdings deutlich in Richtung Gitterstäbe, Gefängnis, Edelbunker. Nicht einmal der Freiraum drumherum strahlt Wärme aus. Welcher Konsul wünscht sich einen solchen Arbeitsplatz? Ob die Frankfurter Vertretung in Seoul als Strafkolonie gilt?

  • Mit entsprechend verstärkten Wänden und Fenstern wäre das sicher ein guter Entwurf für Botschaften in freundlich gesinnten Ländern wie Afghanistan, Irak oder Syrien...:runaway:


    Außer mit Sicherheitsbedenken kann ich mir eine derartig abgeschottete Bauweise eigentlich nicht erklären. Tageslicht dürfte man in den Büros so gut wie keines haben. Hat man etwa Angst vor nordkoreanischen Autobomben am Riedberg?

  • Konsulat - Bibliothek

    Ich bin die Tage noch vor der Bibliothek in Stuttgart gewesen. Ist meiner Meinung nach nicht sehr gut gelungen. Es ist ein sehr kaltes und abweisendes Gebäude geworden. Ich hatte vor einigen Jahren gehofft, dass, es besser wird, wenn die umgebende Bebauung mal fertig ist und die Bibliothek nicht als Solitär dasteht. Aber nun wirkt sie wie ein Fremdkörper in dem auf dem ehemaligen Gleisbett neu entstehenden Teil Stuttgarts. Nachts ist der Anblick etwas besser, da das Gebäude schön beleuchtet wird.
    Für das Konsulat erwarte ich ein ähnliches Erscheinungsbild, wenn es mal fertig ist...Ich verkneife mir einen weiteren Spruch über Nord- und Südkorea.


    P.S. Als ich diesmal in Stuttgart war, war die Bibliothek zu. Drinnen soll sie durchaus ansehnlich und funktional sein.