Riedberg - neuer Wohn- und Wissenschafts-Stadtteil

  • Bei der Festen Fahrbahn handelt es sich um ein System der Firma Travetto. Dieses wurde bereits beim Bau der Rebstockstraßenbahn verwendet. Darüber hinaus wird das System in vielen weiteren deutschen Städten angewendet.


    In Frankfurt wird das System zur Zeit auch auf der Straßenbahnstrecke zum Frankfurter Bogen verbaut. Dort auf dem Abschnitt zwischen der Friedberger Landstraße und der Endstation Gravensteiner-Platz.


    Wer sich näher für das System interessiert, dem kann ich die Präsentation der Firma Travetto empfehlen. Dort sind auch die verschienden Rasenbaugleisformen aufgeführt.

  • Golfplatz auf dem Riedberg?

    Im Herbst 2007 ließ eine bayrische Möbelfabrik in den lokalen Medien verlauten, dass sie daran interessiert sind im Norden Frankfurts ein großes Möbelhaus zu eröffnen (Beitrag im DAF). Es war das Gelände des Golfplatzes im Kalbacher Gewerbegebiet Am Martinszehnten im Gespräch – nicht weit entfernt von einem schwedischen Möbelhaus.


    Während man vom Möbelhaus danach nichts mehr gehört hat, scheint dem Stadtplanungsamt diese Idee gefallen zu haben, denn es wurde bei der Planungsgruppe Natur & Umwelt (PGNU) eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, in der untersucht wurde, ob der Golfplatz auf den Riedberg verlegt werden kann, genauer: in den Bereich des Kätcheslachparks, der das Neubaugebiet vom Stadtteil Kalbach trennt.


    Hier das Ergebnis:

    • Fläche: ca. 24 ha
    • ein 9-Loch-Kurzplatz
    • Driving-Range
    • Übungsgrüns (Putting und Pitching)
    • Clubhaus
    • 150 Pkw-Stellplätze


    Außerdem ist eine öffentliche Durchwegung integriert.


    Ob diese Idee jemals realisiert wird, ist völlig offen.


    Für den Kätcheslachpark gab es 2002 schon einen Wettbewerb, den das Büro Weidinger Landschaftsarchitekten gewonnen hat. Der nordöstliche Teil mit dem Kätcheslachweiher ist bereits angelegt. Der Weiher dient übrigens als Regenrückhaltebecken und wird von mehreren Kanälen der Straßenentwässerung auf dem Riedberg gespeist.



    Plan: Weidinger Landschaftsarchitekten, Berlin



    Und hier zwei Pläne der Machbarkeitsstudie zum Golfplatz:




    Pläne: Planungsgruppe Natur & Umwelt, Frankfurt am Main

  • Zwischenstand und nähere Informationen zum Riedberg (aus der aktuellen Planen + Bauen):


    Aktuell entstehen 52 Eigentumswohnungen (Zwei- bis Fünf-Zimmerwohnungen zwischen 73m² und 154m²) unter dem Namen "So what" im Quartier "Schöne Aussicht" (vom Schweizer Architekturbüro Atelier 5). Das Ensemble besteht aus vier Baukörpern und zeichnet sich durch hohe Energieeffizienz und individuelle Grundrisse aus. Die Fertigstellung des 18,9 Millionen-Euro-Projektes ist für den Frühsommer 2011 geplant.


    Des Weiteren plant die Baugenossenschaft "Wohngeno" im Quartier "Altkönigblick" zehn barrierefreie Wohnungen zwischen 62m² und 138m². Geachtet wurde auf energetisch und raumklimatisch optimales Bauen, eine Besonderheit sind große Holzfenster, die viel Licht in die Wohnungen bringen und durch Schiebeläden verschattet werden.


    Das Projekt der GWH (Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH Hessen) beginnt im Juni 2010. Auf einem 11.462m² großen Grundstück (Quartier "Riedberg-Mitte") entstehen 40 Eigentumswohnungen, etwa 105 Einheiten im freifinanzierten Wohnungsbau sowie 80 Wohnungen gemäß dem Frankfurter Programm für familien- und seniorengerechten Mietwohnungsbau. Der Entwurf stammt vom Büro Albert Speer und Partner GmbH. Das Großprojekt liegt in unmittelbarer Nähe zum neuen Riedbergzentrum und ist nur wenige Gehminuten von einer Haltestelle der neuen Stadtbahnlinien U8 und U9 entfernt, die ab Dezember 2010 nach Riedberg führen. Das Stadtzentrum ist dann vom Riedberg aus in weniger als 20 Minuten ohne Umsteigen erreichbar.

  • Riedberg Block 282 (Forster)

    Zum in Beitrag #156 erwähnten Projekt im Riedberg-Block 282 finden sich auf der Webseite von Stefan Forster Architekten (www.stefan-forster-architekten.de) größere Renderings. Wir hatten sie hier, meine ich, noch nicht. Here we go:




    Auch Pläne finden sich dort. Der Lageplan:



    Ein Regelgrundriss:



    Und ein Modellfoto:



    (Alle Bilder von Stefan Forster Architekten aus www.stefan-forster-architekten.de)


    Weder die Architektur noch das Projekt sind besonders spannend, wie ich finde. Im Gegenteil entsteht hier eine eher typische, kleinere Wohnblocksiedlung. Positiv ist, dass die Gebäude scheinbar eine Natursteinverkleidung (oder Backsteinklinker) erhalten und dass die Bebauung nach außen hin Blockränder bildet und somit keine städtebauliche "Unruhe" im Viertel erzeugt. Die Baueingabe war lt. Forster am 7.5.2010.

  • Baustart für das Riedberg-Gymnasium im Herbst 2010

    Der Neubau des Riedberg-Gymnasiums, Frankfurts erste Neugründung eines Gymnasiums seit 100 Jahren, beginnt im Oktober 2010. Der Bauantrag wurde inzwischen eingereicht, im Frühjahr 2013 sollen die für 1.350 Schüler ausgelegten Gebäude bezugsfertig sein. Außer den eigentlichen Schulgebäuden werden ein Jugendhaus und eine Dreifeldsporthalle gebaut. Die Kosten werden mit 56 Mio. Euro beziffert. Der Unterricht hat schon im August 2009 begonnen, bis zur Fertigstellung der Neubauten im Passivhausstandard findet dieser in einem Containerbau an der Konrad-Zuse-Straße statt.


    Quelle ist die Print-FAZ (RMZ S. 46) vom 28. Mai 2010. Reichlich Informationen zum Wettbewerb vom vergangenen Jahr gibt es oben ab Beitrag #133. Dort gibt es auch Modellfotos. Eine Visualisierung der Fassadengestaltung hatten wir wohl noch nicht:



    Bild: Aldinger & Wolf / Ackermann + Raff

  • In Ergänzung zu Schmittchens Beitrag ist auch ein Artikel online verfügbar, allerdings in der FR.


    Außer den bereits genannten Daten wird hervorgehoben, dass die Architekten (Büro Ackermann und Pfaff) mit ihrem Entwurf die künftige Schule als "kleine Stadt" konzipiert und dabei besonderen Wert auf großzügig bemessene naturwissenschaftliche Räume gelegt haben; dies vor dem Hintergrund einer soweit wie möglich engen Verzahnung mit den nahe gelegenen Instituten der Universität. Die naturwissenschaftliche Funktion des Riedbergs soll demnach auch auf außer-universitäre Bereiche ausgedehnt werden.

  • Kintertagesstätte (Ginsterhöhe) eröffnet wegen Baumängel später


    In und um den Neubau der Kindertagesstätte liegt noch einiges im Argen. Die geplante Übergabe an den Träger, die evangelische Gemeinde, musste verschoben werden. Wann die Kita in Betrieb genommen werden kann, ist ungewiss. Ursprünglich war die Eröffnung für den 1. Juni 2010 geplant. Neben vielen kleinen Details, bei denen noch nachgebessert werden müsse, fehle es noch an der Verkleidung einiger Säulen im Erdgeschoss. Außerdem sei ein Essensaufzug falsch eingebaut worden und deshalb nicht funktionstüchtig (Quelle).

  • Riedberg Update 20. Juli 2010

    Das wird ein großes Update! Weil ich 50 Bilder habe, gibt's diesmal die meisten nur im Kleinformat oder als Textlink – diese lassen sich durch Anklicken vergrößern. Mit dabei sind diesmal neben vielen Schienen auch ein paar Gebäude...


    Zunächst ein Blick auf das Gleisdreieck in Heddernheim, das zum Riedberg-Stadtbahnprojekt dazugehört:



    (1) Die Station Heddernheimer Landstraße ist bis auf wenige fehlende Gegenstände der Haltestellenausstattung fertig. (2) Die zweite Brücke über den Urselbach (für die Linie U9) geht zügig voran, Widerlager und Brückenplatte sind fertig. (3) Am Abzweig U3/U9 sollen Anfang August die Weichen eingebaut werden, die Vorbereitungen laufen.


    Die Station Wiesenau wird im Zuge des Projekts barrierefrei umgebaut und verlängert (links neuer – rechts alter Bahnsteig). Die Station Niederursel wird nur an beiden Enden einige Meter verlängert, die richtige Höhe haben die Bahnsteige schon.



    Stadtbahnstrecke Teil I


    Kommen wir zum Neubauabschnitt: Die Gleise liegen inzwischen bis zum Abzweig in Niederursel, an dem Anfang August auch die Weichen eingebaut werden.



    (1) Die Kurve nach dem Abzweig nun mit Gleisen, auch Oberleitungsmasten stehen schon. (2) Während es in der Kurve südlich der Rosa-Luxemburg-Straße auch Rasengleis gibt, wird dies auf der Brücke über die Straße für ein paar Meter durch Schottergleis unterbrochen, erkennbar an den unterschiedlichen Schwellen. Die Befestigungen zwischen den Schienen sind für einen Entgleisungsschutz auf der Brücke. (3) Nach der Brücke geht es als Rasengleis weiter.


    Der parallel zur Rosa-Luxemburg-Straße verlaufende Feldweg wird nun an den Durchlass angeschlossen.


    An der Station "Uni-Campus Riedberg" stehen die Bahnsteigkanten und Ampeln sind auch schon installiert:




    Campus Riedberg


    An dieser Stelle ein schneller Blick auf den Baufortschritt auf dem Campus, zunächst das Hörsaalgebäude (Fassadendetail):



    Neben dem Hörsaalgebäude (rechts im Bild) entsteht das Max-Planck-Institut für Hirnforschung (Baustelle links):



    Vergrößerung


    Und das Biologicum:




    Quartier Mitte


    Neben dem Riedbergzentrum baut GWH 96 Wohnungen in drei Gebäuden:



    Im Vordergrund übrigens ein paar Bahnsteig-Puzzleteile.


    Weitere Perspektiven GWH: 1 | 2 | 3


    Die erste Gastronomie auf dem Riedbergplatz ist da:



    Gelateria "La Piazza", Restaurant "Park Avenue" und Asian Food "Jinmel's Kitchen".



    Stadtbahnstrecke Teil II


    Ähnlich weit wie die vorherige Station ist die Station "Riedberg":



    Interessant ist, dass an beiden Stationen Ampeln auf der Riedbergallee stehen mit nur zwei Lichtzeichen. Das könnte auf sogenannte Zeitinseln hindeuten, die es sonst nur an Straßenbahn-Haltestellen auf der Fahrbahn gibt. Also Ampeln, die nur aktiv werden, wenn ein Zug in der Station hält. Die Bahnsteige erhalten auf der Rückseite vermutlich auf ihrer gesamten Länge Treppen, die den Zugang erleichtern. So ein Konzept wurde beim Ausbau der Strecke in der Borsigallee für die Linie U7 Anfang der 90er bereits umgesetzt, jedoch ohne Zeitinsel-Ampeln. Abwarten, ob es so kommt – wäre jedenfalls schön, denn dadurch wirken Hochbahnsteige weitaus weniger abweisend als beispielsweise in einer speziellen Straße, die nach Eschersheim führt und deren Name ich nicht nennen möchte.


    Ampeln mit zwei Lichtzeichen gibt es übrigens auch am Kreisel an der Kreuzung Riedbergallee/Altenhöferallee.


    Hinter der Station "Riedberg" liegen nun Weichen für die Wendeanlage der Linie U8:



    Am Ende der Wendeanlage (WC-Häuschen) ist noch ein Fußgängerüberweg:



    An den Oberleitungsmasten, die im Vordergrund liegen, fällt auf, dass die Masten, die im Bereich der Riedbergallee montiert werden, eine flache Unterseite haben und auf Betonsockel geschraubt werden, während die meisten anderen Masten außerhalb des bebauten Gebiets in solchen Löchern fest einbetoniert werden.



    Bevor wir den Hügel verlassen, nun ein Blick auf die Schönheit oder Hässlichkeit (mag jeder selbst entscheiden), die in den letzten Monaten auf dem Riedberg abseits der Schienen entstanden ist:


    Quartier Altkönigblick




    Der bunte Kasten ist eine Kindertagesstätte.


    Hervorzuheben ist dieses Gebäude, das mehr nach einer Trafostation als nach einem Wohnhaus aussieht.



    Zum Gleichrichterwerk der VGF passt es auch ganz gut.



    Quartier Ginsterhöhe




    Der hölzerne Kasten ist wieder eine KiTa. Im letzten Bild das evangelische Gemeindezentrum.


    Hier kommt was größeres – die Baugrube der Rhein-Main-Residenz:




    Zwei Blicke in den Kätcheslachpark:




    Auf der anderen Seite: Kalbach – wird auch noch größer!



    Stadtbahnstrecke Teil III


    Und nun geht's bergab:



    Die A661-Brücke (Zoom) ist fertig (inklusive Radweg-Brücke). Die Bagger, die die Schienen ihrem endgültigen Einbauort ein Stückchen näher bringen, sind Zweiwegefahrzeuge, die auf der Straße und auf Schienen fahren können.


    Die Linie U2 wird schon am kommenden Samstag für einige Tage unterbrochen, um die Weichen in Richtung Riedberg hier einzubauen:



    (Bilder von mir)

  • Tolle Eindrücke. Mit dem verdorrten Gras und der Bauintensität könnte man fast meinen man wäre am Rande einer spanischen oder türkischen Großstadt. Aber gut dass es auch in Deutschland noch wachsende und entwickelnde Städte gibt. Ich kann diese Stimmung des "Gesundschrumpfens" "Konsolidierung" "Ende des Wachstums" nicht mehr hören.

  • Es ist die Frage, wovon wir reden. Frankfurt hat keine sterbende Innenstadt. Aber wenn ich in meinem Heimatort, immerhin eine ehemalige Kreisstadt mit rund 15.000 Einwohnern, sehe, dass dort in der Innenstadt knapp 30 % der Geschäfte leerstehen, und weitere 30 % mit Ramschläden belegt sind, trotzdem aber weitere Neubausiedlungen mit riesigen Einkaufszentren weit vor den Toren der Stadt aus dem Boden gestampft werden, so frage ich mich schon, was das – vor allem in Anbetracht der desaströsen demographischen Entwicklung – eigentlich soll. Langfristig sehe ich hier gerade auf dem Land autark versorgte Vorstadtsiedlungen entstehen, die sich rund um völlig tote Stadtkerne gruppieren.


    Übrigens habe gewisse Frankfurter Vororte, insbesondere Höchst, genau unter dem gleichen Problem zu kämpfen.

  • Wow, großartiges Update. Und interessant zu sehen, wie sehr eine Bahn zur Urbanität eines Stadtteils beitragen kann. Allerdings möchte ich nach mittlerweile vier Jahren Straßenbahn vor'm Schlafzimmer nicht direkter Anlieger der neuen Linie sein.


    An der U-Bahn fallen mir neben den offensichtlich sehr gelungenen Haltestellen die Masten für die Oberleitung positiv auf: Richtige Designerstücke, toll!


    Zur Riedberg-Architektur, so es diese denn gibt, wurde ja auch hier schon viel gesagt/geschrieben. Ich bin erstaunt und teilweise schockiert, wie sehr sich erstklassige Schmuckstücke mit übelster Provinzarchitektur abwechseln. Ich bin völlig begeistert von den KiTas und unter anderem dem Trafohäuschen - und gelinde gesagt spachlos von der völligen Ideenlosigkeit der grün/grauen und gelben Pultdachreihenhäuser. Mal ganz ehrlich: Dann doch lieber ein 08/15 Satteldach, das schmerzt wenigsten nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von mahlzeit () aus folgendem Grund: U-Bahn, sorry, wie konnte ich ;-)

  • RMA, einerseits richtig, was du schreibst – andererseits hatte Frankfurt in den vergangenen drei bis vier Jahren einen Zuwachs von über 20.000 Einwohnern. Auf dem Riedberg sollen mal 15.000 wohnen und dort wird schon etwas länger als drei bis vier Jahre gebaut. Der Trend geht dahin, dass die Menschen ihren Arbeitsplätzen näher kommen und in die Stadt ziehen. Tagsüber ist Frankfurt schon Millionenstadt, vielleicht irgendwann auch nachts. Ich sehe daher zumindest innerhalb Frankfurts momentan – solange die Nachfrage nach Wohnraum da ist – keine Konkurrenz zwischen vorstädtischen Neu- und innerstädtischen Altbauvierteln, sondern vielmehr zu ländlichen Gemeinden weit außerhalb von Städten.


    mahlzeit, ich nehme an, dass du dich mit S-Bahn auf den von mir verwendeten fachlichen Begriff Stadtbahn beziehst. In Frankfurt nennt man die Stadtbahn abgekürzt U-Bahn. Die S-Bahn ist was anderes. ;) Auf den Riedberg werden die U8 und U9 fahren (Infoblatt). Die Oberleitungsmasten werden noch etwas dunkler. Sie werden in dem einheitlichen Grau angestrichen wie mittlerweile fast alles in Frankfurt (siehe Laternen im Europaviertel, Beleuchtungsband auf der Zeil, usw...). Der Mast hier rechts im Bild hat die endgültige Farbe.

    2 Mal editiert, zuletzt von Torben () aus folgendem Grund: bei der Einwohnerzahl verrechnet ;-)

  • Im Anschluss an das große Update heute noch schnell ein kleines Update hinterher: Seit Samstagmorgen ist die Linie U2 unterbrochen und es wird die erste Gleisverbindung von der Riedbergstrecke zum bestehenden Stadtbahnnetz hergestellt:



    Die Stadionbeleuchtung an der Baustelle (mehrere mobile Flutlichtmasten) lässt vermuten, dass rund um die Uhr gearbeitet wird. Offenbar ist das Fahrgastaufkommen Richtung Norden mittlerweile so hoch, dass man die Unterbrechung der Strecke so kurz wie möglich halten möchte. Beim Anschluss der Strecke am anderen Ende an die Gleise der Linie U3 lässt man sich eine Woche länger Zeit.



    Aus dieser Perspektive wirkt Bonames irgendwie urban – die neuen Fahrleitungsmasten tun ihr Übriges für diesen Eindruck. Den Standort nur wenige Meter verändert, sieht man wieder, dass man mitten auf dem Acker steht...



    Das "Exzellenzcluster Makromolekulare Komplexe" habe ich beim letzten Update vergessen, ist in den vergangenen 9 Monaten aber wenig passiert ...



    (Bilder von mir)

  • Für Frankfurts jüngsten Stadtteil und zeitgleich Hessens größtes Neubaugebiet wurde eine Interessengemeinschaft (http://www.ig-riedberg.de) ins Leben gerufen. Auf ihrer Homepage hat die Interessengemeinschaft mittlerweile einen Stadtbahn-Zähler eingerichtet. Demnach sind es heute (26. Juli 2010) noch 138 Tage bis zur neuen Stadtbahn (11. Dezember 2010, sollte ich mich nicht verrechnet haben). Ob mit dem Datum allerdings die Fertigstellung oder der Betriebsstart gemeint ist, ist mir nicht klar.

  • So ganz neu ist die Interessengemeinschaft nicht, immerhin können sie meines Wissens nach bald auf die ersten 10 Jahre zurückblicken. Zumindest die "echten" Riedberger...


    Geplante Eröffnung der Stadtbahnstrecke ist zum Winter-Fahrplanwechsel, also Sonntag, den 12. Dezember. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass das so ganz unbemerkt zum Betriebsbeginn in der Nacht passiert, sondern vermute entsprechend große Feierlichkeiten – nicht vergessen: Anfang 2011 ist Kommunalwahl! Ob das am Sonntag oder schon Samstag passiert, keine Ahnung...


    Fertig sein soll die Strecke bereits am 25. Oktober, ab dann nämlich sind die ersten Probefahrten und die Schulung der Fahrer auf die neue Strecke geplant.


    (Riedberg ist übrigens kein eigenständiger Stadtteil, sondern bildet zusammen mit Kalbach den Stadtteil "Kalbach-Riedberg". Das Quartier der Uni gehört zu Niederursel. Jüngster Stadtteil ist der Stadtteil "Flughafen", 1979 nach Eingemeindung eines Teils von Mörfelden-Walldorf gegründet.)

  • Wegen der aktuellen Ereignisse, schiebe ich noch ein Update nach. Auf dem Riedberg selbst geht es – was die Stadtbahnstrecke betrifft – derzeit ruhig zu, weil die Bauarbeiter am Anschluss der Abzweige am Fuße des Riedbergs gebunden sind.



    In der Riedbergallee haben die Oberleitungsmaste wie angekündigt ihren dunkelgrauen Farbanstrich erhalten. Außerdem deuten die ersten Ausleger darauf hin, dass bald auch in der Riedbergallee die Oberleitung montiert wird.


    Ein Bild vom Kreisel Riedberg-/Altenhöferallee:



    In Niederursel wurden gestern innerhalb weniger Stunden die alten Gleise der U3 entfernt:



    Die Gleislage der U3-Strecke wird hier sowohl in horizontaler als auch vertikaler Richtung leicht verändert. In der Höhe deshalb, um an den steilen Anstieg der Kurve zum Riedberg anzuschließen.


    Vermessungsgeräte geben den Führern der Baufahrzeuge Auskunft darüber wo sie zu baggern bzw. planieren haben:



    Montage der Oberleitung:



    Unten wird der Gleisabstand (1435 Millimeter) überprüft.


    Jetzt geht's dem zweiten Bahnsteig der Station Wiesenau an den Kragen:



    Der Bahnsteig stadteinwärts dürfte bald fertig sein.


    Ähnlich wie in Niederursel sieht es am Gleisdreieck Heddernheim aus, hier wird jetzt gleichzeitig der Abzweig für die U9 (Richtung Nordwestzentrum/Ginnheim) eingebaut:



    Im Bereich der Trasse werden Bagger mit Teleskoparmen eingesetzt – vermutlich um die Oberleitung nicht zu beschädigen.


    Der Abzweig U2/U9 zwischen Kalbach/Bonames und Mertonviertel ist seit Mittwoch fertig und kann von der U2 wieder in voller Geschwindigkeit befahren werden:



    Ein versehentliches Abbiegen Richtung Riedberg wird nach wenigen Metern unterbunden. ;)


    (Bilder von mir)

  • Hörsaalgebäude:



    Netter Ausblick!





    Es wurden weitere dieser goldenen Rohre angebracht:




    Schwenk Richtung Stadtbahntrasse. Jetzt wo die Oberleitungsmasten stehen sieht man schön wie sie sich Richtung Niederursel runter schlängelt:



    Bereich der künftigen Station Uni-Campus. Mit Stadtbahntrasse wirkt es gleich urbaner:




    Eines der letzten (oder sogar DAS letzte) Gebäude des Altbestands wurde inzischen plattgemacht.



    An der Rhein-Main-Residenz geht es ans Erdgeschoss:



    Bilder von mir

  • Biologicum: Forschungsgewächshaus, Anzuchtflächen

    Passend zum Anschluss des ehemals universitären Botanischen Gartens an den Palmengarten schreibt das Hessische Baumanagement nun den Neubau eines Forschungsgewächshauses auf dem Uni-Campus Riedberg aus. "Anzuchtflächen" gehören ebenfalls zum Projekt. Der Neubau wird dem Fachbereich Biologie der Forschung dienen und entsteht im Westen bzw. Südwesten des Campus Riedberg, wie in der Projektkarte eingetragen und hier im Riedberg-Masterplan (Original) von mir blau markiert:



    Plan: Goethe Universität, Frankfurt. Markierung: epizentrum


    Das Gewächshaus wird ca. 2.200 qm BGF bieten und die Anzuchtflächen werden ca. 17.000 qm groß sein. Es geht um Bauleistungen von ca. 4,4 Mio. Euro (netto), also um ein "ausgewachsenes" Bauprojekt. Baustart soll Dezember 2010 sein. Die Fertigstellung ist für Oktober 2011 geplant.


    Das zugehörige Biologicum kam hier bislang noch etwas kurz. Dazu gibt es auf den Projektseiten von =22%2C593&stp_context_navigation[image]=1"]Gerber Architekten und der =256&tx_ttnews[tt_news]=53"]Mayer-Vorfelder und Dinkelacker GmbH, Sindelfingen, einige weitere Informationen und Renderings. Die letzten Baustellenbilder hatte Torben hier veröffentlicht (Beitrag #170 und #142). Es sei auch an die Biologicum-Webcam erinnert, die gerade schöne, sonnige Bilder liefert. Zum Gewächshaus konnte ich außer obigen Informationen bisher keine weiteren Daten finden.

  • Swiss-Life-Wohnhäuser (Forster)

    Noch eine kleine Nachhut: Wie Thomas Daily heute meldet, erfolgte gestern schon der Spatenstich für das Swiss-Life-Wohnprojekt in Quartier Mitte ("Block 282") nach den Entwürfen von Stefan Forster Architekten (Projektseite). Siehe auch Beiträge #166 und #156. Das 35-Mio.-Euro-Projekt wurde erst im März mit Baubeginn für Oktober 2010 angekündigt. Dass es jetzt schon losgeht, ist flott. Es geht um 10 Gebäude, 149 Wohnungen und gut 13.000 qm Wohnfläche. 2012 sollen die Wohnungen bezugsfertig sein. Den Standort auf der Karte auszumachen, war eine kleine Herausforderung: Voilà (am besten auf die OSM-Karte schalten). Gebaut wird zwischen der Robert-Koch-Alleee, dem Friedrich-Bergius-Weg und der Gerhard-Domagk-Straße.