Riedberg - neuer Wohn- und Wissenschafts-Stadtteil

  • Start zum 2. Bauabschnitt des FIZ / Ausbau des Campus Riedberg

    Heute war erster Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt des Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie (FIZ). Die wegen starker Nachfrage nach Forschungsinfrastruktur notwendig gewordene Erweiterung umfasst fünf weitere Gebäudemodule. Die Fakten (Quelle):


    - Planung: Henn Architekten, München.
    - Blockbebauung aus mehreren Gebäudemodulen,
    - angeordnet um einen großen Innenhof und
    - durch eine Ringerschließung miteinander verbunden.
    - Künftige Miet- und Nutzfläche: 14.000 Quadratmeter (derzeit 6.400 m²).
    - Baukosten: 25 Millionen Euro.
    - Fertigstellung: Ende 2008.


    Rendering:


    Bereits bestehendes Eingangsgebäude:

    Bilder: FIZ Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie GmbH


    Außerdem ein aktueller Übersichtsplan zum Ausbau des Campus Riedberg. Zwischen 2006 und 2014 sind alleine für neue Universitätseinrichtungen Investitionen in Höhe von 256 Mio. Euro vorgesehen!



    Bild: HA Stadtentwicklungsgesellschaft / Johann Wolfgang Goethe-Universität

  • Neues Stadtteilzentrum vor Baubeginn

    Die FAZ berichtete in ihrer Printausgabe am 30.08. (Rhein-Main-Zeitung, Seite 42) über das neue Riedbergzentrum, dessen Baubeginn kurz bevor steht. Hier einige Infos:


    - Fertigstellung geplant für Frühjahr 2009
    - Baugrube an der Ecke Altenhöfer- und Riedbergallee bereits ausgehoben
    - Das Zentrum erhält etwa 120 Wohnungen
    - Im Erdgeschoss entsteht eine Ladengalerie (Rewe, Aldi, ein Drogeriemarkt, eine Apotheke und eine Sparkasse stehen schon fest)
    - Entlang des Platzes sind Restaurants geplant
    - Tiefgarage mit 300 Stellplätzen


    Edit: sehe gerade, dass Schmittchen bereits im Mai 2006 über das Riedbergzenturm berichtete - mit ähnlichem Inhalt. Also hoffentlich geht's nun WIRKLICH los .... immerhin ist die Baugrube ausgehoben.

  • Ist irgendwie untergegangen - sorry...
    Bauherr ist - wie am Strassenbahndepot Bornheim auch - A. Lyson und auch hier wurde Wolff&Müller, Stuttgart aus GU beauftragt. Liegt zwar ein wenig abseits ist aber mit ca. 30.000m³ Transportbeton "größer" als das BüroHH am hoch4 (O.K. - hier ist der "Unterbau" bereits vorhanden).
    Somit wird auch zeitnah die Versorgung der am Riedberg wohnenden Menschen sichergestellt.

  • .... die Baugrube für das Riedbergzentrum ist tatsächlich ausgehoben (habe mich heute davon überzeugt):



    FIZ, zweiter Bauabschnitt (Nähere Infos siehe Schmittchens Beitrag vom 25.04.2007):



    Fotos: Ahligator

  • .... und da wo heute noch ein Loch ist, wird morgen schon dies hier stehen. Riedbergzentrum:




    Animationen: Andreas Lyson


    Abfotografiert aus der Printausgabe der FAZ, Rhein-Main-Zeitung, Seite 42, vom 30.08.2007 (daher: sorry für die schlechte Bildqualität, aber für einen ersten Eindruck sollte es reichen).

  • Baustart für den Neubau des Fachbereichs Biologie

    Gestern war erster Spatenstich für das neue Biologicum. Dieses ist Teil eines Hochschulentwicklungs- und -umbaubauprogramms, das bis 2020 Investitionen von drei Milliarden Euro vorsieht. Die Daten und Fakten (zur Lage siehe Übersichtsplan in #74):


    • Planung: Gerber Architekten, Dortmund
    • Hauptnutzfläche (HNF): 10.096 qm
    • Bruttogeschossfläche (BGF): 25.785 qm
    • Bruttorauminhalt (BRI): 105.000 qm
    • Gesamtbaukosten: ca. 64 Mio. €
    • Kosten für Geräte: ca. 9,8 Mio. €
    • Platz für 1.400 Studenten und 150 wissenschaftliche Mitarbeiter
    • Inbetriebnahme: Sommersemester 2010


    Auszüge aus einer Pressemeldung der Universität:


    [INDENT]Das markant-funktionale, von Gerber Architekten, Dortmund, entworfene Gebäude wird in unmittelbarer Nachbarschaft des Biozentrums und des Max-Planck-Instituts für Biophysik errichtet und bildet den westlichen Abschluss des Campus Riedberg. Mehr als 10.000 Quadratmeter Hauptnutzfläche verteilen sich auf vier- bis fünfgeschossige Gebäuderiegel, die drei Innenhöfe umschließen, und das Tierhaus. Das Investitionsvolumen beträgt etwa 64 Millionen Euro; hinzu kommen weitere 9,8 Millionen Euro für Geräte. Zum Sommersemester 2010 soll das Biologicum in Betrieb gehen. 1.400 Studierende sowie 150 wissenschaftliche Mitarbeiter der Biologie und Bioinformatik werden dann in modernsten Räumen studieren und arbeiten.


    Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth hob die weitere Belebung der Science City Riedberg hervor: "Frankfurts jüngster und dynamischster Stadtteil wird wesentlich durch den Campus Riedberg der Universität geprägt. Als Stadt und Betreiber des FIZ – Frankfurter Innovationszentrums Biotechnologie versprechen wir uns natürlich nachhaltige Impulse durch intensivere Kooperationsmöglichkeiten, die sich durch die enge Nachbarschaft ergeben."


    Horst Nothnagel, Niederlassungsleiter der Regionalniederlassung Rhein–Main des Hessischen Baumanagements, das die Projektleitung für das Objekt hat, nannte einige zusätzliche Daten zum Gebäude. Das moderate Gefälle des Grundstücks habe die Planung des Neubaus in Form einer sogenannten Kammstruktur nahe gelegt: Eine Erschließungstangente vom Haupteingang in der Max-von-Laue-Straße aus bindet so die vier- bis fünfgeschossigen Gebäuderiegel an; in westlicher Richtung werden die Querriegel durch ein- bis zweigeschossige Zwischenbauten verbunden. Im Unter- und Erdgeschoss sind Funktionsräume wie Hörsäle, Seminar- und Kursräume sowie die Caféteria vorgesehen; die Institutsräumlichkeiten mit Büros und Labors werden in den darüber liegenden Geschossen eingerichtet. Bei der Gestaltung der Innenhöfe werden unterschiedliche Themen der Botanik aufgegriffen.[/INDENT]
    Quelle: Johann Wolfgang Goethe-Universität







    Bilder: Gerber Architekten

  • Riedberg-Zentrum (Fortsetzung von Beitrag #77/78):


    Fortschritte sind bereits von weitem erkennbar:



    Aus der Nähe betrachtet:



    Von der anderen Seite sieht man, dass das Gelände ziemlich groß ist. Die Tiefgarage erstreckt sich über die gesamte Baugrube:



    Der Bau der Riedbergallee ist in vollem Gange. In der Strassenmitte (hier auf der linken Seite des Fotos) wird einmal die Stadtbahn (Projekt D-IV) verlaufen, mit deren Bau in diesem Frühjahr endlich begonnen werden soll. Im Vordergrund links zu sind schon abgesenkte Bordsteine zu erkennen. Dort ensteht ein Zugang zur künftigen Station "Uni-Campus Riedberg". Der andere Zugang zur Station befindet sich ungefähr auf Höhe des auf der Strasse abgestellten Baggers.



    Riedbergallee, andere Blickrichtung. Im Hintergrund wieder das Riedbergzentrum:



    Bilder von mir

  • FIZ ("Frankfurter Innovationszentrum"), zweiter Bauabschnitt:



    FIAS ("Frankfurt Institute for Advanced Studies"):



    Studentenwohnheim:



    Bilder von mir

  • Hier noch einige Infos zum Uni-Campus Riedberg (entnommen aus der Printausgabe der FR vom 06.09.2007):


    - Der Aufbau des Uni-Campus-Riedberg kostet rund 350 Mio Euro (!) und ist Teil des Investitionsprogramms Heureka ("Hochschul-, Entwicklungs- und Umbauprogramm: Runderneuerung, Konzentration und Ausbau von Forschung und Lehre in Hessen"). Das Gelände umfasst 56 Hektar.


    - Auf der Fläche zwischen dem roten "FIAS"-Gebäude, dem "FIZ" und der Riedbergallee sollen bis 2010 das Infrastrukturzentrum (mit Großbibliothek, Cafeteria und Hörsälen für alle Fachbereiche) und bis 2014 die Gebäude für Mathematik und Informatik und die Verwaltung entstehen. Direkt östlich des FIAS ensteht der zentrale Campus (zu sehen im Bildvordergrund des zweiten Bildes im letzten Beitrag).


    - 2009 soll das Chemiegebäude aus den 70er Jahren (nach dem Umzug in den neu gebauten Teil) weitgehend abgerissen werden.

  • Der Riedberg sollte angesichts des emsigen Betriebs eigentlich ein Mekka für Bau-Aficionados sein, dennoch liest man hier recht wenig davon. Daher ein paar Informationen sowie Bilder von gestern. Zunächst vom Riedbergzentrum, einer wirklich sehr großen Baustelle:



    Der an das Poseidon-Haus am Messerondell erinnernde Bauteil:



    Renderings am Bauzaun. Anscheinend erhält die Einkaufspassage ein Glasdach, während das Dach über den Geschäften selbst wohl als Park angelegt wird (Blickrichtung müsste Süd sein). Das ist natürlich eine elegante Lösung.



    Mini-Poseidon als Rendering:



    Wohnhäuser am Riedbergzentrum:



    Es gibt am Riedberg durchaus auch Wohngebäude jenseits von 08/18 zu sehen, zum Beispiel diese drei. Reizvoll die großen Dachterrassen, von denen man einen hervorragenden Blick auf die Skyline haben dürfte:



    Der zweite Bauabschnitt des FIZ Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie ist im Rohbau weitgehend fertig:



    Noch ein paar Bilder vom Campus. An der Grube für das Biologicum hat sich seit Ahligators Aufnahmen nicht viel getan (im Bildhintergrund das Biozentrum):



    Das neue Studentenwohnheim aus anderer Perspektive:



    Die Westseite des FIAS Frankfurt Institute for Advanced Studies (Info):



    Bilder: Schmittchen

  • Es gibt am Riedberg durchaus auch Wohngebäude jenseits von 08/18 zu sehen, zum Beispiel diese drei.


    Stimmt, die sehen mehr nach 08/15 aus. Spaß beiseite, ich hab mich letztens mal mit dem Rennrad auf den Riedberg begeben. Ich konnte leider nichts entdecken, was ich annähernd mit "schön" oder "nett" umschreiben würde. Abgesehen von der Banalität der Häuser, empfinde ich allein die Größe der Siedlung als abschreckend...

  • Ich bin von den neueren Frankfurter Baugebieten schon enttäuscht. Auf meiner Tour auf dem Riedberg fiel mir natürlich erstmal die beträchtliche Größe des Viertels auf - auch die wenig aufregende Architektur; besonders grausam finde ich diese versetzten Fensterreihen (ein Trend, der hoffentlich schnell wieder verschwindet).
    Ich frage mich jedoch, warum man die Siedlung nicht an Kalbach anschließt, sondern "Abstand hält". Etwas weniger Geschosswohnungen/Reihenhäuser wären mir auch lieber - zugunsten von Einfamilienhäusern. Das Zersiedlungsargument sehe ich nicht; die Einfamilienhäuser werden gebaut: Entweder in Frankfurt oder eben im Taunus. Da wäre mir das ohnehin schon zersiedelte Frankfurt noch lieber.


    An die banale Architektur in Frankfurter Baugebieten werden wir uns wohl gewöhnen müssen (siehe Rebstock oder dieser Plattenbau gegenüber vom UEC).

  • Naja, so trostlos finde ich es dort gar nicht. Was die Architektur angeht sind natürlich Grenzen durch die Geldbeutel der Eigentümer gesetzt. Einige gelungene Beispiele finden sich dort doch. Einfamilienhäuser sind so eine Sache wenn man bedenkt, dass Bauland in Frankfurt teuer ist und die meisten Privatleute über Jahrzehnte ihre Kredite abstottern müssen.


    Als (Negativ)-Beispiel mal ein Neubaugebiet aus dem Vordertaunus - Tatort Liederbach. Ich denke, dass ist in Sachen Banalität eine andere Qualität als auf dem Riedberg. Nachteil ist wohl auch, dass hier nur ein Investor tätig ist.




    Das was da runter führt ist übrigens eine Strasse. Wo Besucher parken sollen kann ich Euch aber nicht sagen ...



    Zugegeben dieses Gebiet ist klein im Vergleich zum Riedberg und deshalb hinkt auch der Vergleich etwas. Trotzdem wollte ich es mal zeigen.


    Bilder von mir

  • Schöne Bilder und schöner Vergleich.


    Bei vielen (bzw. den meisten) Neubaugebieten im Rhein-Main Gebiet erweckt es den Anschein, dass Besucher nicht sehr willkommen sind. Schmale Straßen und fest vergebene Parkplätze an die Bewohner ist ein Tribut an die zum Teil hohen Grundstückspreise.


    Negativ-Beispiele lassen sich auch in den individuell bebauten Vierteln auf dem Riedberg finden. Beispielsweise bekomme ich das Grauen, wenn ich Grundstücke sehe, die für Doppelhäuser vorgesehen sind und bei denen seit Jahren nur eine Hälfte des Doppelhauses steht. Das Ganze wirkt teilweise sehr surreal.