Dresden: Seevorstadt - Prager Straße

  • Hochhauskranz am Hauptbahnhof (Vonovia) - nach "nur" 7 bzw 8 Jahren verschwinden nun die ewigen Baugerüste an den Wohnhochhäusern. :daumen:


    Besagte Baugerüste standen mE nur an den beiden inneren Türmen, störten aber seit Jahren mit glänzendem Nichtstun.
    Die seit Langem auszubessernden Fassadenschäden wurden behoben. Der Blick gen Ost ist schon gerüstlos.


    Am Hochhaus West1 (Reitbahnstrasse) wird derzeit noch sichtbar repariert, in Kürze wohl auch hier: gerüstfrei!

    Bilder: ich

  • Gebietsentwicklung Seevorstadt-Ost


    Plötzlich wirkt es da etwas gelichtet..., aha: neuer Parkplatz an Hans-Dankner-Strasse :621: , Vorzustand Hütte im Grünen.
    Warum der Parkplatz kam, ist mir unklar. Vielleicht von der SWGD ohnehin geplant und nun beim Ausgleich zur parkier-gesperrten Petersburger Strasse vorgezogen, vielleicht
    Anteil des Stellplatznachweises für's neue "Struve-Carré", vielleicht "Nöte" der alternden Bewohnerschaft oder erste Ansätze für 'demografischen Wandel' im Viertel?
    Einfach mal jemand ne Anfrage an die SWGD stellen, und auch bei Nichtbeantwortung hier rückmelden. :D


    Einen Block südlich wird die Garagenhütte von einem Altbaumrahmen gesäumt.
    Lustig, daß nicht die Wohnstraßen durch Bäume verschattet werden, sondern hier die ohnehin umhausten Garageninhalte.

    Bilder: ich


    Zur Gebietsentwicklung hatten wir hier schon erste Beiträge - insbesondere zu vertanen Chancen entlang der hochkarätigen Achse Bürgerwiese-Parkstrasse.

  • Die Stadt möchte den Wiener Platz zuende führen, sofern man die Gelder in die nä. Haushalte einzustellen gedenkt.


    Welche Platzkorrekturen und neuen Einbauten dies umfasst, gibt die PM der Stadt wieder, welche einem Pressetermin folgte.
    Es ist dort ein PDF-Link zur Präsentation von Rehwaldt Landi-Architekten anbei.
    Es gibt zwei Bauabschnitte - 1. 2021-22, 2. 2023-24. (geplant)
    Es geht um Einordnung von Bäumen, um die Ordnung der Radabstellung, um Umgang mit den stillgelegten Wasserbecken, um Befestigung der bisherigen Asphalt-Restflächen, um ggf Umbau der häßlichen TG-Zugänge, um gar eine Beleuchtung der Bahnhofsfassade und anderes mehr. Ein Alles-wird-gut-Paket in zwo Schritten.

  • zum Verwaltungsrathaus Ferdinandplatz:


    Wer sich für die Präsentation am 2.10. im BauA interessiert (mit eben den Visus der Baukörpereinbindung) - klick (dort 2. Präsi 6MB).

    Das Absägen des Hochpunktes am Georgplatz bringt nun mit sich (dort beschlossen mit 10:0:6), daß der ganze Klops eine Etage hinzu erhält,

    also von 30m auf stolze 34m Durchweghöhe wächst. Damit dürfte vom heiligen Bismarck(turm) aus das ganze Rathaus in der Breite verdeckt sein, aber egal.

    Zumindest wurde laut Präsi die neue Landeskonserve Alf dreiseitig von OB Hilli, Bau-Lamo und Amts-Szuggi in die Mangel genommen und zur finalen Entscheidung gedrückt. :D

  • Da sei an dieser Stelle vielleicht nochmal darauf verwiesen, dass sowohl der Süd- als auch der Feststsaalflügel des Rathauses ursprünglich nochmal durch Dachreiter betont waren, die den ohnehin schon im damaligen Häusermeer herausragenden Baukörper des Neuen Rathauses insbesondere von der Seevorstadt kommend zusätzlich betonten. Hier eine schöne Aufnahme zur Veranschaulichung. http://www.deutschefotothek.de…8/df_hauptkatalog_0305470


    Beim Wiederaufbau des Rathauses, der ja noch 1946 am Südflügel begonnen wurde, hat man auf sowas verständlicherweise verzichtet, auch Anfang der 60er noch beim Neuaufbau des Festsaalflügels.


    Heute wäre das angesichts der doch deutlich gestiegenen Höhe der Umgebungsbebauung um so bedeutsamer. Eine Wiederherstellung werden wir aber leider mit Sicherheit auf absehbare Zeit nicht erleben. Hans Nadler hat sich da in den 90er Jahren noch optimistischer gezeigt: "Ich bin überzeugt, daß auch in späterer Zeit einmal die Dachreiter auf dem Festsaalflügel und auch auf dem Südtrakt rekonstruiert werden, um mit dieser Akzentuierung der Baukörper die Baumassen zu gliedern und die Blickbeziehungen zum Rathaus repräsentativ aufzuwerten." - H. Nadler, Beitrag zur Denkmalpfleger in Dresden 1945-1952, in: Dresdner Hefte Nr. 28 1994, S. 2-14, hier: S. 6.


    PS: Zumal wir uns beim Neubau zusätzlich zu den 34 Metern sicherlich auch noch auf entstellende Technikaufbauten einstellen können. Also der präsentierte Anblick vom Bismarckturm wird nachhaltig entstellt. Ganz und gar nicht schön.

  • ^ So verlockend es mit den Dachreitern erscheint, so unwahrscheinlich und auch unstimmig ist es heute. Die ehem. Dachreiter krönten die alte Fassadenzier. Diese wie auch der Altsadtquadrant-Südost insgesamt sind aber in vereinfachter bzw neuzeitlicher Form wiederaufgebaut worden, das quasi versachlichte reduzierte Rathaus wie auch das Umfeld wirkt so in sich recht stimmig, eben in dieser schlichteren Weise. Eine opulente Zutat würde wohl daher abgelehnt und auch als nicht notwendige Ausgabe betrachtet, zumal das Hochdach des Festsaalflügels gerade saniert ist und das Rechenzentrum darunter birgt.

    Schaut man die Dachreiter genauer, wirken sie dovch recht plump, ebenso wie der einst zu Recht geschmähte "Riesenphallus" des Ratsturms. Besonders die Sockel wirken wie raufgepappte unpäßliche Höcker, die Hauben hingegen gingen bei ebenso filigraner Basierung in Ordnung.

    Die Frage der Dachreiter wird mE auf noch lange lange Sicht nicht wieder aufkommen. Dazu müßte man fairerweise auch gleichsam die alte Fassadenopulenz wiederherstellen. Es gibt tatsächlich entscheidendere Fragestellungen, wenn man dieses Stück Stadt weiter qualifizieren möchte.

  • Kommen wir nun zur heutigen Realität: Stichwort: Vergeigung wertvollster Baupotenziale entlang der einstigen Prachtstrasse Bürgerwiese/Parkstrasse.

    Part 1: Neubau 1-Feld-Grundschul-Turnhalle der 10.GS, Parkstrasse/Lindengasse - fertig

    zuletzt #207 - Bild 1

    Wenn Stadtentwicklung sich nur auf Bedarfsdeckung der sog. Pflichtaufgaben beschränkt und Städtebau wie auch alles andere vollends ausblendet, ist eben hier konkret nur den Nöten der Verrichtung der auferlegten Flächenversorgung mit Turnflächen Genüge getan.

    Ansicht von Süd in Richtung Parkstrasse

    p1280774e1kd6.jpg

  • Sanierung 2. Studentenwohn-Hochhaus, Gret-Palucca-Strasse 9 - fertig, zuletzt #300, hier abschliessend


    Das Bauende steht bevor, auch werden immer noch Aussenanlagen ums 2. Hochhaus hergestellt. Biede Hochhaus-Sanierungen kamen zus. auf ü20 Mio Euro.

    p128095156jop.jpg



    Bild: https://abload.de/img/p1280952dmjv0.jpg   Bild: https://abload.de/img/p1280950ggkcw.jpg   Bild: https://abload.de/img/p1280953chj8j.jpg

  • Baumpflanzungen Mary-Wigman-Strasse - fertig, Vorzustand streetview (gerade noch)


    Es geht ja kaum was voran im Rentnerviertel Seevorstadt-Ost, nicht einmal streetview liegt dort ordentlich an. :D

    Mitunter gibts aber kleine Erfreulichkeiten wie diese Pflanzungen, die in Jahren wenigstens etwas das bauliche Nichts kaschieren könnten.

    Es wurden 18 Amberbäume gepflanzt. Das DAF wünscht frohes Gedeihen. PM der Stadt über diverse Pflanzungen.

    p1290614xmkr7.jpg

    ^ Die "Allee" ist wahrlich nur ein Anfang, es verblieben Lücken und rechts wurden nur 6 Bäume gepflanzt. Hoffentlich gehts noch weiter.


    Bonusblick: Seevorstadt-Ost am Übergang zum Wiener Platz / Hbf.

    p1290615gmjal.jpg

    ^ Bilder: ich

  • Neues im ZOO Dresden


    neue Flamingoanlage in 2020 (DNN exklusiv):

    - Flamingos müssen wegen künftigem Orang-Utan-Haus umziehen und bekommen neuen Platz am Ententeich zw. Zoo-Verwaltungsbau und Streichelzoo. :)

    - Baugenehmigung ist erteilt, Baustart im März, Invest 1,5 Mio. €, viel mehr Platz als bisher, 10m hohe Vogel-Voliere (für Besucher begehbar)

    - hier die Visu vom Zoo-Archibüro Heinle.Wischer&Partner, welche schon Giraffenhaus, Futtermeisterei sowie das neue Pinguinhaus entwarfen


    Für das Orang-Utan-Haus ist die Planung bis März abgeschlossen, es soll ca. 2021-23 errichtet werden, ist aber auch sehr kostspielig.

    Das Schildkrötengehege soll hierbei nun ins Menschenaffenhaus integriert werden, für dieses sog. "Hugoneum" sammelten die Zoo-Freunde 400T€.

    Bei den Koalas gabs leider noch keinen Nachwuchs (dafür beim Nacktmull), und auch Elifant-Gastbulle Tembo pfeift bisher auf seine preußische Dienstpflicht. :D

  • Verwaltungszentrum Ferdinandplatz


    https://www.dresden.de/de/rath…lungen/2020/01/pm_054.php


    Am 17.02. beginnen die Tiefbauarbeiten und archäologischen Grabungen. So wird die Baugrube Stück für Stück bis auf 4m ausgehoben.

    Das ganze soll bis 2021 dauern.

    Im Sptember 2020 geht der wettbewerbliche Dialog weiter, indem den Bürgern 3 Entwürfe gezeigt werden, danach will man einen Generalübernehmer beauftragen, der den Sieger dann schließlich umsetzt.

  • Grundsätzlich finde ich es für die Stadt Dresden mal wieder recht armselig, für dieses wichtige Gebäude keinen hochbaulichen Realisierungswettbewerb ausgeschrieben zu haben. 3 Entwürfe eines Investors lassen keine große Bandbreite zu.

  • Es gibt bzw. gab mehr als 3 Entwürfe. Es sollen nur halt die im wettbewerblichen Dialog ermittelten besten 3 Entwürfe der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Entwürfe werden im Übrigen auch durch eine Jury bewertet, ähnlich wie bei einem Planungswettbewerb nach RPW. Die architektonischen und Städtebaulichen Kriterien sind änhlich. Die Stadt sucht einen Generalübernehmer, welcher sowohl plant als auch baut. Der Bieterkreis ist also ein ganz anderer als der eines Planungswettbewerbes nach RPW. Da hast Du also offenbar mehrere Denkfehler.

  • Schöni, ich möchte und werde mich deswegen nicht streiten, aber ein wettbewerblichen Dialog ist meines Wissens und meiner Meinung nach keinesfalls mit einem Realisierungswettbewerb vergleichbar.

    Schon das Werkstattverfahren für den Städtebau war in Bezug auf die mögliche Bandbreite an Entwürfen sehr eingeschränkt. Lediglich 7 Teilnehmer konnten teilnehmen, davon 4-5 Büros die immer wieder bei Werkstattverfahren in Dresden beteiligt werden. Immerhin schaffte es dabei der Exot unter den Teilnehmern auf das Siegertreppchen. Mit dem Städtebau bin ich ja noch durchaus zufrieden, wobei dieser durch den Entfall des Hochhauses (m.E. glücklicherweise) ja sogar stark verändert wurde.

    Der wettbewerbliche Dialog ist aber in meinen Augen nichts anderes als ein Investorenwettbewerb. Hier ist nichts besonders kreatives zu erwarten. Den eingebundenen Architekten werden von ihren auftraggebenden Unternehmen straffe Zügel angelegt werden und es wird irgendetwas Gefälliges herauskommen, dass möglichst wenig aneckt und sich vor allem gut mit dem Angebotspreis verträgt. Vielleicht haben wir Dresdener ja Glück und es entsteht ein schönes harmonisches Gebäude. Aber ich bin der Meinung, dass ein Teilnehmerfeld von 20-30 Büros eines beschränkt offenen Realisierungswettbewerbs, die ohne direkte Abhängigkeit von einem Auftraggeber arbeiten könnten, eine viel größere Bandbreite liefern würde als bei der laufenden Investorenausschreibung mit wenigen Firmen und deren unterbeauftragten Architekten herauskommen werden.

    Ich freue mich aber darauf, wenn ich falsch liegen sollte.

  • Ist ja richtig clever die Seite eines Kaufhauses zum Fußweg und der "Einbahnstraßenkurve" nicht mit einem Zugang zu versehen, sondern mit geschlossenen Wänden. Zumal an anderer Stelle entlang des Bauwerks keine Straßenquerung vom Wohngebiet zu eben diesem Center besteht. 🤦🏻‍♂️

  • ^ Klar wie du's meinst, und ich bin auch schon gespannt auf den LSD-Glaspalazzo, da sieht das Erdgeschoss derzeit noch recht mau aus.

    Aber es ist eben kein Kaufhaus, sondern simmel-üblicher Kommerz-Großklotz. Sich dabei diese schwierige Lage anzutun, ist nutzungs-kalkulatorisch einigermaßen gesichert durch hauptsächlich Hotel (größtes in DD, mit vorab gebundenem Betreiber), mit Büros (die vorauss. vom Markt angenommen werden), Riesen-Parkierung für Autos (meine ich, am Hbf lukrativ) und eben dieser Edeka samt paar Läden eventuell. Einkauf setzt dabei auf HBF-Passanten (auch von und zum baldigen hinteren Strohbachtunnel zu den Mittelgleisen) sowie zum späteren BUS-Port (ZOB) samt Fahrradparkhaus.

    Also alles ziemlich gesichert und im Falle gar ne Goldgrube, da brauchts die Anwohner des Viertels nichtmal unbedingt, jene finden es sicher auch.

    Das Ganze läuft aber erst rund, wenn der ZOB da wäre und wohl dann gleichmit noch der Bürotower dahinter. Kommt das alles nicht oder sehr spät, wirds eng, schreibt mE aber noch insgesamt ne Schwarze Null. Im Notfall rettet die Hbf-Trinkerszene den Edeka, da ist einfach die Suff-Auswahl größer. :D