Dresden: Seevorstadt - Prager Straße

  • Seevorstadt-Ost, nach 20 Jahren Nachwende-Schlafstadtdasein, äh... war da was?


    Ah, jetzt... ja: FIRA spielt Pionier und baut ein erstes Haus hinzu:
    Neubau Paluccastrasse - Baubeginn
    Standort
    es entstehen Mietwohnungen direkt an der Wiener Strasse (mit Adresse Paluccastrasse)



    ^ also ich finde das Projekt äusserst passend, es sieht sogar recht gut aus - auch wenn Details banal erscheinen, die Proportion und Art ist in dieser Lage stimmig, 9 Etagen wirken gut. Im Prinzip wünsche ich mir solche großen Wohnwürfel schon länger für die Bürgerwiese. Wäre gut, wenn man eher Glaselemente als Balkongitter bzw als Betonverkleidungen wählen würde - aber das ist Geschmackssache und ne Renditefrage. Hier das Ding - erstaunlich und für mich sogar gefällig.

  • Na dann ;), ich bin da mal komplett anderer Meinung...und sehe hier eher einen Retro-Bau der 70er...banal, kalt und abweisend. Was daran Feng Shui sein soll, keine Ahnung. Man könnte jetzt sagen...ist eh egal...die Umgebung ist eh versaut bis zum Geht nicht mehr. Ich sehe dieses Ding allerdings nicht als Bereicherung, geschweige denn als nachahmungswürdig. Bürgerwiese voll davon?...Wuah...nein danke...fortgeführte sozialistische Städteplanung nach dem Primat der autogerechten Stadt, genauso hässlich, aber diesmal natürlich nur für Besserverdienende...


    Nix gegen wertige Hochhäuser, aber dieses zähle ich nicht dazu. Aber ja, DIES ist meine persönliche Meinung, die man nicht teilen muss.

  • ^^Elli, ist das Dein Ernst?!?!


    Schön, das sich da mal was tut, aber diese Hütte hat ja nun nichts, was auch auch nur im entferntesten an Architektur erinnert. Wirkt wie ein West-Retro-Bunker aus den tiefsten 60ern. WÜRG!

  • Über die banale Architektur kann man sicher streiten. Man sollte aber auch bedenken das es sich hier um Mietwohnungen handelt. Wir wissen ja alle das da die Baukosten ein bestimmender Faktor sind. Was mich aber wirklich freut ist ein Umdenken in Dresden zu beobachten wieder grossstädtischer und kompakter zu bauen. 9 Stockwerke ist da mal ein guter Anfang. Mir liegt die Fehlplanung des Franklin Gardens, nicht weit entfernt, noch schwer im Magen. Auf dieser grossen Fläche nur sechs 3stöckige Würfelhäuser plus ein 4stöckiger Block(nicht unterkellert, Kellerabteile im Erdgeschoss und Stellplätze ausserhalb) und dazu schon fast verschwenderische Aussenanlagen. Billigst gebaut und das in Zentrumsnähe:nono:

  • Na, das Feng-Shui-Geheimnis kann nur der Bauherr aufklären, aber ich würde hier nicht allzu sehr gegen das Ding wettern. Auch die Ausrede, hier im Umfeld schadets ja nicht, nehme ich nicht als Entschuldigung. Es ist so gemeint wie kurz beschrieben: diese Art und Form finde ich gut - auch an anderer Stelle, was noch nichts zur konkreten Einzelarchitektur aussagt. Manch Details sind nicht optimal, aber irgendein Nachkriegs-Retro hier herüberzustülpen missfällt mir. Vielleicht gehts ja auch etwas sachlicher: Was stört euch denn und wie sollte eine Bebauung hier aussehen?
    Denkt ihr, dass das "Wohnen" jedesmal neu erfunden wird, dass sich die Wohnungen - auch superteure - in "schönen gelungenen Bauten" nennenswert unterscheiden? Ich denke das nicht und sehe allein gewisse Unterschiede zwischen echten Altbauten und späterer sog. "moderner Architektur".
    Ich sehe hier städtebauliche Vorteile. Ich bin auch positiv überrascht, dass ganzfassadig große Fenster vorliegen, dass es keine (hier oft übliche) Abkehr vom Strassenraum gibt und mir gefällt, dass erstmalig diese Bautypologie gewählt wurde - einschließlich einer etwas höheren Ausformung, welche tolle Fernblicke rundum zulassen wird. Solchem Bau andernorts gestehe ich samt großzügiger Balkone eine hohe Wohnqualität zu. Hier vor Ort wird dies nicht wirklich gegeben sein, was aber nicht am Gebäude liegt. Banal (bzw gar "billig") finde ich hingegen die FIRA-Neulinge an der Chaussee- (noch in Bau) und Wernerstrasse (fertig) in Löbtau. Hier sehe ich es nicht so.
    Es ist klar, dass Erläuterungen in hiesigem Format nur bruchstückhaft bleiben können und auch zu falschen Interpetationen verleiten. Daher nochmal zur Klarstellung: ich bin weißgott kein Fan der meisten architektonisch-städtebaulichen Entwicklungen seit Bauhaus. Die heutige "Architektur" bleibt sehr häufig weit unter den Möglichkeiten heutigen Wohlstands. Aber das Thema ist mega-komplex und heißt "unsere Gesellschaft". Insofern sehe ich manche Nachteile als zeitlich gegeben, die sich zB leider in der Architektur äussern (geringe Wertschätzung) und versuche innerhalb der "Moderne" zu differenzieren. Das Ding hier ist nicht billig, es wirkt für mich auch nicht so. Das mit der Bürgerwiese wäre ein weiteres größeres Thema und es bleibt nur Meinung. Ich halte mich jedenfalls nicht für unfehlbar.
    Wie sollte es nundenn aussehen - hier in der Einflugschneise der Fußballfans?

  • Die Brüstungen sind das billigste vom billigsten. Weiß bemalte Stahlbrüstungen wahrscheinlich und Betonbrüstungen mit Putz.


    Richtig nett sieht sowas aus, aber da würde dann eh jeder Mieter billigstes Bambus-Balkonverkleidung davor hängen, weil man ja in der Stadt leben will aber eigentlich doch nicht, d.h. lieber Privatsphäre haben möchte:


    http://www.glas-bosen.de/data/Balkon.jpg


    Kostet außerdem 1.000 EUR pro lfd Meter in etwa.


    Wenn man also einen optisch schönen rundumlaufenden Balkon nicht hin bekommt, warum lässt man es dann nicht einfach. Nebenbei sind solche umlaufenden Balkon das unpraktischste was es überhaupt gibt. Wenn man einen Essplatz draußen einrichten möchte, wäre die absolute, absolute Mindesttiefe 3,20 Meter. Diese umlaufenden Balkone dort sind etwa so nützlich wie ein Balkon an einem EFH wo man eh drunter eine 30 qm Terrasse dran hat.


    Dann fehlt, ganz klassisch, jeglicher Dachüberstand, was dazu führen wir, dass sich in spätestens 10 Jahren Wasserflecken abzeichnen und in spätestens 20 Jahren großflächige Veralgungen zeigen werden (Völlig egal vom Baustoff her, passiert mit monolithschen Mauerwerk genauso).


    Außerdem verbrennt man sich wahrscheinlich die Finger auf dem Balkon, wenn man den schwarzen (!) Putz im Sommer anfasst (80-90 Grad Oberflächentemperatur... wenn wir in den USA wären, würde ich sofort dort einziehen, mal kurz die Fassade an einem heißen Sommertag anfassen, Autsch sagen und 2 Millionen Schadenersatz fordern). Innen drinnen wird es wohl eine Klimaanlage lösen müssen. Und die Putzrisse durch die dunkle Fassade, achja, bis zum Ende der Gewährleistung hält das wahrscheinlich.


    Die FIRA baut das also? Achja, bitte mal FIRA googeln und dann der vierte Treffer. P.S.: Ja, man muss googeln, bingen geht nicht. Es geht um den Eintrag über Pfusch am Bau.


    Das Ding ist nicht billig? FIRA?


    @Elli: Das Thema heißt nicht unsere Gesellschaft. Das Thema ist, einer muss es am Ende bezahlen. Jeders Erkerchen kosten 10.000 - 30.000 EUR pro Geschoss, jedes Türmchen, jede Gaube, usw...
    Neben den einmaligen Kosten haben solche Gestaltungselemente auch Folgekosten. Jedes Erkerchen erhöht die Außenfläche und damit die Fläche welche Wärme verliert sehr stark. Gauben haben andere bautechnische Probleme. Bautechnisch und energetisch und damit ökologisch am unproblematischsten ist ein Würfel mit quadratischer Grundfläche ohne Vor- und Rücksprunge mit einem Dach mit genügend Dachüberstand als passiver Bautenschutz.
    Warum der Trend vielfach zum Flachdach in der Stadt geht, verstehe ich aber auch nicht ganz. Das Flachdach ist konstruktiv am schwersten darzustellen, den es braucht Abdichtung gegen Regen wie auch eine Tragfähigkeit gegen Schneelast. Das erledigt ein Sattel- oder Walmdach ab etwa 20 Grad Dachneigung beides quasi von allein. Und wie dicht man das Dach auch bekommt, nach etwa 30 Jahren sollte man die Abdichtung noch mal neu machen. Ein Sattel- oder Walmdach nach heutiger Technik mit heutigen Dachsteinen bzw. Dachziegeln hält 60-80 Jahre. Was ich mir nur vorstellen kann: Selbst wenn man im Hochsommer 17/18h durch nicht arg so eng bebaute Viertel wie Striesen läuft, ist es einfach schattig auf den Straßen. Als Erdgeschoss-Mieter im Neubaugebiet Gartenstadt Striesen wo die Häuser ein paar Meter nebeneinander stehen sollte man schon eine Vorliebe für das Kellerkind-Dasein haben, denn viel Sonne bekommt man dort nicht ab. Ich kann mir nur vorstellen, dass man wenigstens die hohen Dachaufbauten noch verhindern möchte, welche zusätzlich verschatten.


    Ansonsten ganz klar, am Ende wird vermietet oder verkauft. Der Investor an sich könnte theoretisch auch teuer bauen, wenn er teuer vermieten und verkaufen könnte. Aber viele wollen, gerade bei einer Wohnung, billig, billig, billig. Anders gesagt, man kann sich auch nicht mehr leisten. Die Hofgärten von Columbus sind m.w. so ziemlich das einzige aktuelle Bauprojekt mit KWL und WRG in Dresden. Sowas sollte heute eigentlich Standard sein genauso wie ein WC mit Abfluss statt Plumps-Klo. Und wenn schon an solchen einfachen technischen Details gespart wird, was erwartest du von der Außenfassade die einen Mieter und Käufer ehrlicherweise auch als letztes interessiert hinter allen anderen Themen im Zusammenhang mit Wohnkomfort?

  • ^^Elli, das ist gewiss kein Angriff auf dich und für unfehlbar wird hier eh keiner gehalten. Ich habe ja auch dargestellt, dass es sich um meine persönliche Meinung handelt.


    Was mir missfällt. Nunja, grundsätzlich frage ich mich ja, ob es in Dresden gegenwärtig bereits nötig ist, wieder 9-stöckig oder gar bald höher zu bauen. Ich habe nichts gegen Hochhäuser im Allgemeinen, würde mir aber wünschen, dass zuvor via Blockrand und offener niedrigerer Bebauung (nee, so wie Franklin Garden bitte auch wiederum nicht, das ist ZU niedrig und verschwenderisch wie PeppM anmerkt) so oft es geht gebaut wird um erstmal wieder ein urbanes Gerüst in diese aufgeweitete und eher peripheriehafte Vorstadtstruktur zu bekommen. Mir scheint, dies hat man aber bereits im SPA weitgehend ad acta gelegt und setzt, wie am Lennéplatz eher auf großformatige Riegelbauten mit eingesprengten Würfeln. Das meinte ich mit fortgesetzter sozialistischer Stadtplanung. An der Architektur stört mich, der düstere Betonanstrich, (wie übrigens bei den anderen schrecklichen Firabuden auch schon), die wuchtigen Brüstungen zur Wiener Straße, die eben arg an die 60er/70er mit ihrem Betonbrutalismus erinnern. Seitlich dann die üblichen Einfachgitter, die und das erwarte ich einfach jetzt schon, das Ganze billig wirken lassen. Bezug zu Dresden? Fehlanzeige.


    Zitat

    Ich bin auch positiv überrascht, dass ganzfassadig große Fenster vorliegen, dass es keine (hier oft übliche) Abkehr vom Strassenraum gibt


    Tja, schlimm genug, dass selbst solche Selbstverständlichkeiten angesichts der vielen gegenteiligen Entwicklungen schon positiv überraschend wirken.


    Nichts für ungut, aber wenn das die Pionierarbeit der Fira sein soll, dann hoffe ich, dass ihr Folgende anders mit diesem Stück Stadtgebeit umgehen werden.

  • ^ Danke für die Antwort. Das "nicht unfehlbar" war ja noch kein "Einknicken", aber ich lass mich gern von Besserem belehren. Ich bin mir schon bewußt, dass fast immer die "Einzelarchitektur" gemeint ist - das bestätigt sich nun auch - und dass "stadtplanerisches Geschwafel" oft nicht ankommt. Also liegen hier speziell eben mal die Geschmäcker verschieden - so what. Wegen der paar blöden Balkongeländer ist aber das Gebäude für mich noch nicht völlig futsch. Es ist auch für mich keine besondere Schönheit, aber immerhin aus besagten Gründen an dieser "gewagten" Stelle durchaus akzeptabel bis erfreulich. Es bringt "Stadt" ins "Nichts", es bringt etwas Strassenbelebung - natürlich minimal, aber immerhin, was nicht heissen soll, dass ich ein Vertreter bin des "Hauptsache was hinbauen, egal was, es ist immer besser als nichts". Nein, wobei es hier mit diesem Entwurf fast schon so sein kann. Eigentlich wären andere Standorte wichtiger, aber wie das halt so ist mit Flächenverfügbarkeit und so weiter.


    Was ich noch präzisieren würde, wäre die Sache mit der "sozialistischen Stadtplanung". Was gemeint ist, ist klar, aber man sollte es aufgrund Begriffsüberladung nicht so nennen. Ich lese gerade den im Neumarkt-Strang empfohlenen GHND-Tagungsband "Wie bauen wir Stadt". Dort bringt es der TUD-Städtebauprof. und Schweizer Jörg Sulzer auf den Punkt: grundsätzlich krankt das deutsche Bauwesen (bzw der Städtebau) daran, dass nur noch "Siedlungsbau" errichtet wird und kein (urbanes nutzungsgemischtes) Stadtquartier (auf Parzellenbasis). ... Das ist es, und das ist mE immer gemeint. Laut Sulzer und anderen ist es keine Frage ob Blockrand oder nicht. Meist wird ja innerstädtisch Blockrand gebaut, aber eben "Siedlungsbau". Das heisst: Größere Komplexe oder Blocks, zu wenig Nutzungsmischung (kein Gewerbe ausser höchstens Läden), keine Parzellenstruktur, keine Kleinteiligkeit, keine Vielfalt. Und das alles in modernem Gewand, meist kalt, kahl und banal - so entsteht niemals eine vergleichbare urbane Qualität wie beispielsweise in heute hochgelobten Gründerzeitquartieren. Sulzer regt an, die Stadt Dresden müsse unbedingt ein "urbanes Stadtquartier" als Pilotprojekt organisieren - auch wenn es länger im Bau dauert. Da viele deutsche (Nachkriegsinnen-)Städte mit "Siedlungsbau" bebaut sind, Dresden jedoch den Schatz vieler freier Flächen im Inneren noch hat, bestünde hier gar die Chance, eine Vorzeigestadt für einen neuen und besseren deutschen Städtebau zu schaffen, der die erfolgreichen Elemente der Vergangenheit aufnimmt und einen Lokalbezug herstellt. Insofern würde dieses "Pilotquartier" auch Anlass und Experimentierfeld für eine Neuinterpretation des "dresdner Bürgerhauses" sein können. Usw usf.
    Vielleicht kommt für die halboffene Bauweise gar ein hoher Würfel raus, aber natürlich wird es vordergründig eine Blockrandstruktur haben. Etwas Ähnliches hatten vor nicht vielen Jahren bereits Studenten für die Bebauung Wall-Marienstrasse am Postplatz vorgetragen - wenn auch noch nicht im Hinblick auf ein neues "dresdner Bürgerhaus" sondern vielmehr aufs einst neumodische Townhaus gemünzt. Wie wir sehen, wurde natürlich nichts draus und CTR baut wie auch CG oder Revitalis - reinen Siedlungsbau und keine urbanen Quartiere: Klötze, fast nur Wohnen, nichts vom oben angesprochenen. Man baut Raumkanten, man hat auch ein paar Läden, aber ob sich dort jemals jemand wohlfühlt und zum Verweilen verleitet ist, ist mehr als fraglich und meist mit Nein zu beantworten. Warum das so kam und warum es bis heute (nun auch in ostdeutschen Städten wiederholt) so ist, ist wie gesagt die gesamtgesellschaftliche Frage und Dimension.

  • Quartier am Tiergarten - B-Plan zur Großbrache geht in die Offenlage
    Standort
    Werkstattverfahren zuletzt in Posts 14-16 ff - also auf Strangseiten 1 unten und 2 oben


    Unter diesem Titel ist nun anhand des Werkstattsiegers ein B-Plan ausgearbeitet worden - das ist löblich. Bei erfolgreichem politischem Beistand wird damit auf dem Areal Baurecht geschaffen - aber soweit ist es noch nicht. Ob das Gebiet mit echtem Investoreninteresse untersetzt ist, bleibt abzuwarten.


    Infos und Planansichten - klick.

  • ^^finster, wirklich finster. Man reibt sich bei der Visualisierung von team 51.5°-Architekten die Augen und fragt sich, ob man hier nen Plan für ne Viertelplanung aus den 70ern aus der Schublade gezerrt, kurz den Staub abgepustet und dann eingereicht hat. :nono:
    Desweiteren schließe ich mich Chris1988 an.

  • Das ist zu nah an den Bahnschienen, als dass dort echte qualitativ hochwertige Bebauung entstehen könnte. Alles an den Bahnschienen plus 150-200 Meter hat einen Marktpreis von unter 200 EUR pro qm, vergleichbar sonst mit absoluten Randlagen. Und der Preis ist nicht ohne Grund, kein Schallschutzfenster auf dieser Welt hält den Lärm des nächtlichen Güterzugverkehrs ab. Deswegen kann man froh sein, wenn in solchen Lagen überhaupt gebaut wird. Gewerbebauten bieten sich prinzipiell in einer 300-Meter-Schneise rund um die Bahnschienen eher an, aber davon gibt es ja eh zu viele in Dresden.

  • Die Aussage kann ich so nicht hinnehmen.
    Die Friedrichstadt wird auch ordentlich dicht mit Wohnungen bebaut und dort liegt alles in der Nähe vom Güterbahnhof...
    Was noch viel schlimmer ist, als ein Gleis was vorbeigeht.

  • Zumal vor einigen Monaten angekündigt wurde, entlang der Strecke zwischen Hbf und Schöna an besonders betroffenen Stellen Lärmschutzmaßnahmen vorzunehmen, Geld wurde bewilligt, die einzelnen Maßnahmen sollen jedoch erst im Rahmen einer Machbarkeitsstudie entwickelt werden.


    Der Artikel in der SäZ lautete: Sachsen bekommt Millionen gegen Bahnlärm


    Die (relative) Nähe zu den Gleisen sollte jedenfalls kein grundsätzliches Ausschlusskriterium für Wohnen sein, wurden doch zuhauf Wohnungen in teilweise geringerer Entfernung errichtet und dies auch nicht unbedingt auf Ramschniveau. Außerdem hoffen wir sicherlich alle auf eine weitere zukünftige Bebauung zwischen Wiener Straße und Bahn, und sei es ein Parkhaus für Stadion, Zoo und die Berufschule.


    Die Dichte ist angesichts der Traufhöhen der 6-Geschosser vollkommen ausreichend, ein halbwegs geschlossener Raumeindruck sollte sich aus den meisten Perspektiven bieten. Hinzu kommt ein für Dresdner Verhältnisse gewaltiges Hochhaus, was dem städtischen Gesamteindruck förderlich sein sollte. Die Torwirkung in Verbindung mit den Studentenwohnheimen dürfte auch positiv ausfallen.


    Bei den Fassaden kann es hingegen kaum schlimmer kommen, aber man sollte den Städtebau-Entwurf aus dem Wettbewerb hier noch nicht als der Weisheit letzten Schluss ansehen.

  • DNN: Technisches Rathaus am Ferdinandplatz

    "Drewag sagt "Nein danke" zu Neubau am Ferdinandplatz"


    DNN-Artikel


    "Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) hat Plänen für den Neubau eines Technischen Rathauses auf einem städtischen Grundstück am Ferdinandplatz eine Absage erteilt. Verwaltungsbürgermeister Peter Lames (SPD) hatte den Neubau ins Gespräch gebracht."

  • ^ auch die SäZ berichtet nun.


    Zunächst wird - wie vor jahren schon angekündigt - nur ein HH saniert. Dann das nächste. Alles dauert jeweils 2 Jahre, sodass erst 2019 alles fertig sein wird. Was man so lange ohne Grundrissänderungen da rummähren will, bleibt wohl Geheimnis.


    Natürlich sehen die Hochhäuser etwas runtergeranzt aus, jedoch stellt die neue Optik für mich auch keine erfreuliche Verbesserung dar. Allein schon die Balkone zu kassieren, wie es das Studentenwerk schon vielmals umsetzte, finde ich studentenverachtend - aber typisch für neoliberales Denken: Studenten sollen lernen und nicht leben ("lernen" heisst: natürlich den ganzen Mist reingedrückt zu bekommen, den die "Wirtschaft" so braucht).


    So sehen die Häuschen derzeit noch aus:



    und das wird dann draus:

    Visualisierung: Architektur-büro S & P

    Einmal editiert, zuletzt von Elli Kny () aus folgendem Grund: SäZ schaltete frei

  • Ich halte es für ein durchaus sportliches Unterfangen, 480 Stundentenwohnungen für ein Budget von 23 Millionen Euro neu errichten zu wollen - speziell wenn man noch die Abrisskosten addiert.