City Prag, alias Theaterviertel

  • Heute gesehen im Rathaus (Ausstellung, 2.OG):
    Zur Erinnerung, Steidle-Konzept (2002): Oben rechts Standort des genehmigten Bülow-HHes "S1" mit Nebengebäude


    "City Prag" aus verschiedenen Perspektiven:



    Interessanter Höhenvergleich des Stadtplanungsamtes

    Bilder: Wagahai

  • ^
    Du meinst höhentechnisch "abgesackt"?


    In diesem SZBZ-Artikel zur Wirtschaftsförderung von Stadt und Region ist die Rede von einem Ansatz "Entwicklung eines ökologischen Vorzeige-Bauprojekts auf der Brache City Prag". Was könnte damit gemeint sein :confused:


    Anlässlich der Ausstellung bzgl. des neuen Bülow-Hotel- & Bürokomplexes in der Lautenschlagerstr.21 hatte ich kurz Gelegenheit, mich mit einem Bülow-Mitarbeiter zu unterhalten. Er gab sich ein wenig verklausuliert, aber meine Interpretation und Schlussfolgerungen hieraus:
    - Ein Ankermieter ist wohl noch immer nicht gefunden
    - Die Bauzeit für S1 würde aber voraussichtlich 3 Jahre betragen, so dass selbst bei Baubeginn in diesem Jahr das HH vermutlich erst Mitte/Ende 2009 oder 2010 fertig gestellt wäre, heißt: "Fertigstellung 2008" auf Bülow-Website müsste korrigiert bzw. angepasst werden

  • Am Campus Killesberg keinen See, dafür in der City Prag ein Ökologieprojekt.
    Vielleicht ein Hochbaum. Aber nur so hoch, daß man ihn von der Innenstadt aus nicht sehen muß.

  • Hier steht sinngemäß:


    • Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit erweisen sich als Megatrends, daher soll auf diesen Zug aufgesprungen werden
    • auf Brache City Prag ein neu zu erarbeitendes Konzept "Ökologisches Bauen & modernes Facility-Management = innovatives Bauprojekt"
    • Investoren werben durch dieses neue Konzept


    :nono:


    Es kommt aufs Konzept an, aber ausgerechnet die City Prag mit ihren vorgesehenen 4 Türmen an einer Megakreuzung zum Öko-Vorzeige-Quartier umzumünzen, halte ich für schwer verkäuflich und weit hergeholt. Jedenfalls scheint dieser Bruch in der Vermarktungsstrategie unglücklich. Ich befürchte auch, dass das Planungsziel "Stadtkrone" im Zuge der Neukonzeptionierung das Nachsehen haben könnte, d.h. die Stadt stünde dann nicht mehr hinter den HHern. Oder man setzt tatsächlich gezielt auf Öko-HHer, wobei fraglich ist, ob das Investoren wirklich so dolle finden.

  • Sehe ich genauso.


    Will man das aufgrund der Kriegsfolgen nicht gerade mit einer begnadeten Innenstadt ausgestattete Stuttgart architektonisch zu einer Spitzenstadt machen, dann reicht es nicht, A1, einige interessante Geschäftshäuser in der City sowie ein paar qualitätsbewußte Bauherren wie Daimler, LBBW und Porsche zu haben. Dann muß man zusätzlich gerade an Orten wie dem Pragsattel Marken setzen.


    Was in Stuttgart am meisten fehlt, ist ohnehin ein anspruchsvolles modernes und v.a. großes Büroviertel. Man kann natürlich kein zweites Riederwald erwarten. Aber diese Miniclusterentwicklung führte eben zu Bürogrüppchen ala STEP, Weilimdorf oder Fasanenhof. Leider weckt diese Meldung für die City Prag auch nicht gerade Hoffnung, dort hätte es wenigstens in die Höhe gehen können. Beim Fasanenhof bestehen durch EnBW, Messe und Stadtbahn gerade die meisten Chancen.

  • Archi , schau mal in Beitrag #7.


    Wagahai , was HH angeht bin ich ziemlich vorsichtig geworden. Selbst finanzstarkes Bosch baut ja nicht. Und auch keine Wohn-HH in attraktiver Vaihinger Lage.


    Hier haben wir jetzt von einem Bauschild gelesen. Andererseits muß auf der Webseite der Baubeginn vor nicht allzu langer Zeit auf 2008 verschoben worden sein. Noch ist nicht einmal Abrißgerät aufgefahren. Doch selbst wenn die Fläche nach Abschluß der Erdarbeiten bereit liegt, kann ein langer Wartezustand eintreten. Ist in Stuttgart zwar eher selten, gibt es aber s. Quartier Süd. Was macht eigentlich das Bebauungsplanverfahren?

  • Selbst finanzstarkes Bosch baut ja nicht.
    Aus Insiderkreisen weiß ich, dass es gerade in Feuerbach die letzten zwei Jahre zahlenmäßig überhaupt nicht so gut aussah. Zudem kam wohl, dass die Büromieten nach Ankündigung der HH-Pläne zugunsten von Bosch drastisch in den Keller gingen.
    Das "Bauschild" für S1 ist defintiv da, bin gestern bei Gelegenheit vorbei gefahren. Es war aber mehr Werbetafel als Bautafel, da muss man ehrlich sein, keine Bauankündigung.
    BBPl.verfahren (Du meinst doch zum Pragsattel und nicht zum Quartier Süd?) wird erst dann relevant, wenn am Standort jemand über 85m bauen wollte, s. Stellungnahme des Stadtplanungsamts irgendwo oben.

  • So ein Schild stand oder steht auch schon mehrere Jahre nahe der B27 im Gewerbegebiet Tränke, wo Häussler ein Hotelprojekt plant(e).


    Ähnliches habe auch ich bzgl. Feuerbach gehört, allerdings nicht speziell hinsichtlich F&E/Verwaltung, sondern Produktion. Kann aber natürlich sein, daß wenn Produktion abgespeckt wird, man die Büros lieber innerhalb des Stammwerks unterbringt. Umgekehrt die Situation bei Mercedes, die in UT ja jeden Meter Fläche nutzen und noch dazukaufen, was geht.

  • Dass die City Prag immer noch auf der Stelle tritt, verwundert. Auch wenn der Standort (noch) nicht als "repräsentativ" zu bezeichnen ist: Die Büroraumnachfrage in der Innenstadt zieht nach Dr. Lübke Immobilien GmbH im Moment kräftig an. Da müsste doch auch was für die Prag drin sein.
    Ausweichstandorte, die Dr. Lübke empfiehlt, aber statt dessen: Vaihingen (etwa Colorado-HH) und Fasanenhof (auch EnBW-City).


    Quelle: http://www.property-magazine.d…01&articlesuche=Stuttgart


    Nach Expo Real:

    • OB setze voll auf "ökologische Baukultur"
    • Wo einst Trump-Tower geplant, dann mehrere kleinere Hochhäuser anvisiert gewesen seien, jetzt neben Büros und Dienstleistungen auch Wohnungen denkbar
    • Kein "ideologisches Festhalten am Konzept eines reinen Dienstleistungsstandorts mit Hochhäusern"


    Quelle: StN 11.10.07


    Mir schwant Böses...das Steidle-Konzept 2002 wird offenbar nicht mehr mit Nachdruck verfolgt.

  • Der OB soll sch jetzt mal schön um S21, Altes Messeareal, Güterbahnhof und Da Vinci kümmern und nicht meinen, in seiner verbliebenen Amtszeit alle Weichen der Welt stellen zu müssen.


    Gerade jetzt, wo - zumindest möglicherweise - Bewegung in das Projekt S1 gekommen ist, sollte man dieses Projekt in Ruhe abwarten. Gut möglich, daß das S1-Hochhaus nämlich eine Initialzündung für die City Prag darstellt.


    Und wenn die Stadt durch S21 tatsächlich den erhofften Wachstumsschub erlebt, müßte man eigentlich froh sein, nach Bebauung der S21-Flächen noch ein paar zentrumsnahe Büroflächen in der Hinterhand zu haben. Dort ausgerechnet ökologischen Wohnungsbau zu planen, ist relativ absurd.

  • Meiner Meinung nach ist der Hochhausbau auserhalb von Kaltluftschneißen die ökologischte aller Bauformen.


    Warum nimmt man nicht den 5to1 und setzt ihn an die Stelle von S1. Jeder währ zufrieden.
    Eine bessere Verkehrsanbindung gibt fast gar nicht, und die Umgebung sieht auch fast besser aus als in Fellbach :D

  • Am Nordrand Fellbachs paßt der 5to1 m.E. gut hin, ist genügend weit vom Zentrum entfernt, somit nicht störend und dennoch Landmark. Und an Stelle von S1 muß auch nicht sein. Wenn schon auf eine der anderen HH-Flächen. In der nicht gerade vor atemberaubender Architektur strotzenden Stuttgarter Bürolandschaft wäre S1 immerhin ein weiterer Hingucker. Man denke nur daran wie die Stadteinfahrt durch den Bülow-Turm am Löwentorzentrum gewinnt. Selbst das Colorado am Vaihinger Bahnhof möchte ich nicht missen; zusammen mit dem gegenüberliegenden Fontana wird der eintönigen Höhengleichheit belebend entgegengewirkt. S1 dürfte noch besser wirken.

  • Ja, ist mir auch aufgefallen. Ueberhaupt ist die B27 momentan eine einzige Baustelle. Mal schaun ob die Abrissarbeiten die hohen Erwartungen auch erfuellen, oder obs nur wieder der Anfang von Jahrelangen Brachen ist...