Dresden: Postplatz - Planung und Bebauung

  • Ich habe es mir schon fast gedacht, dass dieser Zustand nicht neu ist. :)


    Ja, ich meine den Park im Hintergrund. Ich muss zugeben, dass ich an einer Hand abzählen kann, wie oft ich in den letzten Jahren in dieser vereinsamten Ecke entlanggelaufen bin. Dementsprechend konnte ich mich auch nicht mehr an diesen "Park" erinnern. Durch die Absenkung des Advanta-Riegels samt Geschäften gegenüber diesem Platz wird eine sehr merkwürdige, räumliche Trennung geschaffen. Dass hier der Städtebau als grundsätzliche Ursache der Probleme angesehen werden kann, muss man sicher nicht diskutieren. Aber selbst um eine ansprechende Freiflächengestaltung bemüht man sich scheinbar nicht, was ein wenig schade ist. Oder wird dieser Park im Sommer bespielt??

  • Ich denke mal, dass der Park eher dafür gedacht war, dass die gestressten Büro-Arbeiter ihre Pause da verbringen können.


    Ich war auch erst einmal dort. Ein Teil der Lampen im Boden ist schon unter dem Wegsand verdeckt. Leuchten die überhaupt abends?

  • http://www.bild.de/regional/dr…eichen-39782540.bild.html


    Die Bild schreibt auch bissl was zu den beiden Projekten Fernemldeamt und Oberpostdirektion.
    Unter anderem, dass die Straße Am See durch das Fernmeldeamt-Grundstück verlängert werden soll. Ob als Fußgängertunnel oder Straße ist noch offen.
    Das würde dann fast der Großen Zwinger Straße entsprechen.


    Außerdem hat der Baubürgermeister schon genauere Planungen zum Fernmeldeamt vorliegen. Kann ja mal jemand an den Heizungsrohren horchen.

  • Ich hatte in Post 31 schonmal den Park gezeigt: Wehe, da geht jemand ran!


    Zitat: Hinter der Busmannkapelle dümpelt ein herrlicher Baumhain vor sich hin, welcher vermutlich mal für florierende Gastronomie gedacht war.



    Müsste halt nur "bespielt" werden - also genutzt. Oder meinetwegen auch nicht. Sieht gut aus, hat hohe Quali, muss so bleiben.

  • Du hast recht, auf deinem Bild macht das kleine Örtchen einen sehr guten Eindruck. Wenn an dieser Stelle eine florierende Gastronomie vorhanden wäre, die den Platz nutzt, umso besser. Mich hatte nur gewundert, warum dieser Bereich leicht angehoben ist. Dadurch guckt man von den Geschäften aus zunächst gegen eine Wand. Das ist einerseits gut für den Platz, andererseits aber schlecht für die Geschäfte, weil diese nur über wenige Treppen einen Zugang zu diesem Platz haben und ein direkter Innen-Außen-Bezug fehlt. Aktuell ist es eh problematisch, weil die aufgestellten Bauzäune den westlichen Zugang zur Gasse versperren.


    Mal zu einem anderen Projekt, welches wegen der räumlichen Nähe auch gut in diesen Strang passt. Am DDR-Hochhaus, das die langen Wohnzeilen an der Straße "Am See" nach Süden hin abschließt, habe ich folgende Plane entdeckt. Ist diese neu oder mir bisher nicht aufgefallen?



  • SZ-Artikel: "Fast 1000 neue Wohnungen am Postplatz"

    Link SZ-Artkikel


    Inhalt/Zusammenfassung:
    Vorstellung von 6 Bauvorhaben rund um den Postplatz


    Projekt 1: Merkur I
    - Baugrube wird vorbereitet
    - Fertigstellung 2016
    - Kosten: 17.8 Mio
    - 64 Wohnungen + Postbank Filiale


    Projekt 2: Merkur II
    - erste archäologische Grabungen sind erfolgt
    - vor Baubeginn muss noch eine alte Fernwärmeleitung ausgetauscht werden, danach weitere Grabungen
    - Fertigstellung 2017
    - Kosten: 70 Mio
    - 78+127 Wohnungen, Büros und Ladenflächen


    Projekt 3: Oberpostdirektion
    - Start noch dieses Jahr
    - Fertigstellung ~2017
    - Kosten: 60 Mio
    - Erhalt der alten Bausubstanz + 2 Neubauten


    Projekt 4: altes Fernmeldeamt
    - Planungen laufen
    - Planung des Abrisses des alten Fernmeldegebäudes
    - Kosten: 30 Mio
    - bis zu 300 Wohnungen sollen entstehen


    Projekt 5: Revitalis Wohn- und Geschäftshaus (Schweriner/Hertha-Lindner Straße)
    - Planungen laufen
    - Wohn- und Geschäftshaus mit 156 Wohnungen, Tiefgarage, Läden und Restaurant ist geplant
    - Kosten: 25 Mio


    Projekt 6: Probebühne
    - der Wiederspruch eines privaten Grundstückseigentümers wurde Ende Januar abgelehnt
    - wenn keine weiteren Einsprüche kommen, kann der Grundstücksverkauf vollzogen werden



    MfG
    Christian

  • Zu den aktuellen Planungen im Bereich der ehemaligen Oberpostdirektion hat das Dresden Fernsehen gestern einen Videobeitrag veröffentlicht. Interviewt wird Bert Wilde, Leiter der Dresdner Niederlassung der CG Gruppe.


    Die bei diesem Projekt geplanten 18.500 m² Wohnfläche verteilen sich auf etwa 241 Einheiten, die einerseits in den erhaltenswerten Baubeständen, andererseits in den geplanten Neubauten entstehen sollen. Weiterhin sollen 1.900 m² Gewerbefläche geschaffen werden. In einer angedachten Tiefgarage, die zum Teil auch den alten Hof zwischen den Bestandsgebäuden in Anspruch nehmen wird, stehen den Bewohnern in Zukunft 151 Parkplätze zur Verfügung.

  • DDR-Bürohochhaus Marienstrasse 20
    Zusatz zu Rians Meldung (post 105): Das Gebäude ist derzeit nahezu voll belegt - die unteren Etagen sind als "Ärztehaus" von einigen Praxen schon länger gemietet, die oberen 3-4 Etagen gehören zu neonworx, einem CoWorking Lab mit etlichen Kleingewerblern aus der "Kreativbranche". Dort oben tummelt sich cooles urbanes Jungerwachsenenpublikum, wie man es sonst eher aus Berlin kennt. Die Mieten liegen bei günstigen 4 Euro/m², auch wenn ein Pransparent zuletzt mit 5 Euro warb. Nun hängt eine Plane einer Baufirma dran - ob das ein Zeichen für eine Fassadensanierung ist bleibt abzuwarten. Neonworx möchte ggf ins KulturKraftwerk umziehen, falls sich dort gute Bedingungen bieten - was aber bei 6-10 Euro wohl eher nicht ergeben wird.


    Merkur II
    Im Stadtrat wurde sehr löblich von diesem Projekt gesprochen und der B-Plan als letzte Hürde einstimmig beschlossen. Man freue sich auf vom Investor versprochenes "mediterranes Flair", eine Begrünung des Innenbereichs konnten die Grünen durchsetzen, versäumt wurde ein Anteil an mietgedeckeltem Wohnraum. Erstaunlich war eine Aussage, daß die noch verbliebenen Platanen an der Marienstrasse doch aufwendig umgesetzt werden sollen und nicht gefällt werden.
    Von ganz anderer Stelle hörte ich kürzlich den Einwand, daß die unabdingbare Hauptzufahrt zur A-Galerie doch gleichsam mit dem Tiefgaragenbau in den Untergrund zu verlegen günstig gewesen wäre, es aber nie so geplant wurde. Dem kann ich aus der Distanz auch erstmal so beipflichten, vielleicht gings wegen der Anrampungen nicht. Eher sind wohl die Kosten einer solchen - äusserlich sinnvollen - Anpassung viel zu hoch, denn man hätte die Trantrasse Wallstrasse unterqueren müssen (Sperrung Tram schwierig) sowie umfangreich die Galeriezufahrt umbauen müssen. Also mE hats wohl daran gelegen.



    Merkur I
    Blick vorgestern in die Grube: hier (rechts im Bild) soll man einen Abschnitt der nun freigelegten alten Befestigungsanlagen der historischen Stadt sehen:



    Oberpostdirektion (CG-Projekt)
    Wie war das noch gleich? Die Stadt würde den Zwischenriegel des Altbaus (im Bild hinten) eher abgerissen sehen, der Investor hingegen plant ihn mit ein - oder andersrum?
    Wie das folgende Bild zeigt, könnte der sanierte Altbau ein wahres Schmuckstück werden und samt der Hofanlage (also mit Querriegel) ein wesentliches Strukturmerkmal für das Gesamtprojekt sein. Wenn CG diesen Altbereich gut umsetzt, ist es gleichsam Vorlage für die Ergänzungsneubauten. Also es besteht die Möglichkeit, hier den vielleicht interessantesten Komplex am Postplatz zu entwickeln. Meine Hoffnung bleibt.

  • Die SäZ wiederholt nochmal meine Aussagen von oben zum Merkur II. Bemerkenswert ist, daß offensichtlich stolze 3,5 Mill. Euro für die weitere Ausgestaltung des Promenadenrings zur Verfügung stehen. Diese Geldmittel sind es wohl auch, die hier mal ausnahmsweise eine Umsetzung von Bäumen möglich machen. Woher die 3,5 Mille kommen, kann ich nicht nachvollziehen, aber ehrlich gesagt: es kann nur recht sein.


    Edit: desweiteren schreibt die Zeitung:
    Es wird ein Wettbewerbsverfahren zum Promenadenring geben - ausgelobt vom SPA.
    Die Baumaßnahme wird aber erst 2018 umgesetzt, so die Planung.
    Man geht davon aus, je nach Erfordernis noch weitere mittel aufstocken zu müssen.


    Da frag ich mich mal wieder: Was haben die da nur wieder vor, was kostet an einer Wiese denn fast 4 Millionen???

    Einmal editiert, zuletzt von Elli Kny () aus folgendem Grund: Edit

  • Bürohochhaus Marienstrasse 20

    So wie es scheint steht dem Bürohochhaus Marienstr. 20 eine umfangreiche Fassadenneugestaltung und eine eventl. Aufstockung bevor. Ob dieses Büro auch das ausführende ist und ob es bei diesen Visualisierungen von 2013 bleibt ist nicht herauszufinden. Vielleicht weiss jemand mehr. Interessant ist es allemal.


    http://www.stuhrarchitekten.de/index.php?id=291

  • Stuhr Architekten bietet eigentlich immer ziemlich hochwertige Fassaden.
    Wie das dunkle dort wirkt, lässt sich schwer abschätzen.
    Durch die Balkone und Staffelgeschoss wirkt es auf jeden Fall nicht mehr so langweilig.

  • Oberpostdirektion - letzte Doku


    Etwa bis Ende der 1990er nutzte die Telekom noch einige Büroetagen, seither verfällt der Bau - umso schlimmer, je höher man steigt. Das Dach ist tlw undicht und Wasser und Getier (zB Tauben) dringen ein. Derzeit prüfen die Statiker und Architekten der CG-Gruppe die oberen Etagen der sonst recht intakten Bestandsaltbauten. Von der Prüfung hängt ab, ob auch diese Etagen abgetragen werden bis zum Sockel. Ziel ist es sie stehen zu lassen und um zwei Etagen aufzustocken. Leider ist der Querriegel zum Abriss fest vorgesehen, wodurch die historische Hofbildung folglich passé wäre. Die Bestandsgebäude sind robust und nicht einsturzgefährdet. Schon vor Jahren hatten Kabeldiebe das gesamte Objekt heimgesucht, bis nahezu alles was rauszureissen war, rausgerissen wurde. Im obersten Stock liegen noch Kisten mit Post- und Telekomakten - auch aus Zeiten der DDR.









    Die vollständige Bilderreihe folgt in Kürze in einem neuen Strang.

  • MK2 (Schweriner Straße/Hertha-Lindner-Straße) wurde einstimmig für 3,5 Mio € an die Revitalis AG verkauft.
    Für 25 Mio entstehen 156 Wohnungen, Tiefgarage, Geschäfte und ein Restaurant.


    Ein Restaurant könnte die Ecke beleben, wenn die Parkflächen wegkommen oder verringert werden.