Dresden: Postplatz - Planung und Bebauung

  • Haus Postplatz - Runde aktuell, bei bedeckt-himmlischen Verhältnissen


    Der nun fast völlige Gerüstabbau war gar der SäZ (exclusiv) einen Artikel wert. Mit Rewe, Drogerie DM, Biomarkt und Apotheke wird es nun eher ein Nahversorgungstempel. Gastronomisch zieht Wenzels Prager Bierstuben (Nr.Zwo) an die Postplatzfront, asiatische Küche wird es im Restaurant Shiki (japanisch: Feier o. Zeremonie) geben. Oben drüber gibts ein grosses Fitnessstudio sowie 68 Wohnungen (oben 17,- kalt; weiter unten 13-15). Ähm, sind auch paar Büros drin?



    durchaus gelungene Klinker-Symbiose mit dem Zwinger-Forum


    Marieneckrund im Detail


    Platzfront in Schrägansicht // Fußwegbau


    Wallstrassenfassade


    vom Promenadenring


    Breitseite


    Arkadenblick vom Hotelcafé ggü



    Wallhalla Zwo


    Wallhalla Eins


    Am Promenadenring-West - kürzlich fertiggestellt.

    ^ die letzten Rasensaaten scheinen wegen Trockenheit nicht aufgegangen, das Grüne ist vorrangig sogenanntes Unkraut.


    Oberpostdirektion - Mittelteil Altbau


    ^ Seite Am See


    Bonusblick: Schweriner Strasse stadtauswärts


    Abschlußimpression vom Postplatz, einem der grünsten Plätze in Dresden. :D

  • ^ Danke für die aktuelle Postplatzrunde. Das Haus am Postplatz gefällt mir, abgesehen vom schlichten und zu dunklen Staffelgeschoss, sehr gut. Schöne ruhige Fassade, freundliche Klinkeroptik, großstädtische Dimensionen und mit der Struktur um die Fenster und der Uhr einige nette Hingucker.


    Der Postplatz könnte sich fast zu einem Wohnzimmer mausern, wenn sich nicht rechts neben dem Haus am Postplatz diese windige Schneise auftun würde. Ohne den einst geplanten Wassergraben ist der sogenannte Promenadenring für mich nicht mehr als eine uninspirierte Schneise mit fragwürdiger Aufenthaltsqualität. Ich halte es für einen großen städtebaulichen Fehler, den CG-Bau nicht in den Dimensionen der ehemaligen Oberpostdirektion bis an die Marienstraße herangebaut zu haben.


    Erfreuliche Meldungen kommen währenddessen von TLG Immobilien. Wie die SäZ heute schreibt (https://www.saechsische.de/neu…esden-neubau-5095422.html) hat das Unternehmen den Bauantrag für die sogenannten "Annenhöfe" gestellt und beabsichtigt einen Baubeginn noch in diesem Jahr. Mir gefällt der Entwurf ausnehmend gut, zumal er in seiner braun-rötlichen Klinkeroptik die anderen Klinkerfassaden gut ergänzt und dem Postplatz und seinem Umfeld eine stimmige Optik geben könnte. Außerdem ist es ein wichtiger Lückenschluss, um das Stadtzentrum besser an die Reststadt anzubinden und ihr etwas von ihrem Raumschiffcharakter zu nehmen.

  • @Elli, die Büroflächen des Haus Postplatz hat komplett das Fitnessstudio in Beschlag genommen, also darüber nur noch Wohnungen.



    Wäre gut, wenn die Annenhöfe jetzt auch starten würden. Momentan ist man eh an Baustellen und die blauen Rohre gewöhnt. Dann ist in 2 Jahren wenigstens alles weg.

  • Es bahnt sich ein großer Grundstücks-Deal an.


    https://m.dnn.de/Dresden/Lokal…nter-dem-Grundstuecksdeal


    Der Freistaat hält es nichtmehr für sinnvoll das Probezentrum am Postplatz zu errichten, da die Logistik ungünstig ist und der Weg zu den Werkstätten zu weit ist.


    Die Flächen fürs Probezentrum am Postplatz werden an Herr Dross verkauft, welcher die Flächen im Packhofviertel besitzt. Er verkauft dafür Flächen im Packhofviertel, dass das Probezentrum dort errichtet werden kann.


    Außerdem kauft Herr Dross noch das Grundstück der Erbengemeinschaft am Postplatz.
    Dann soll dort der Bebauungsplan geändert werden, dass er am Postplatz Wohnungen und Büros errichten kann.


    Ich finde den Deal gut, da nach letzten Infos das Probezentrum ein reiner Zweckbau ohne Fenster im einfachem Stil werden soll.

  • Fand ihn auf der Prager Strasse viel imposanter, ebenfalls den Pusteblumenbrunnen. Die Brunnen waren so bekannt im Land, leider heute versteckt, halbiert, fast vergessen...

  • Was ist das teils alles gruselig, was man sich da an den Postplatz gestellt hat. Dieses orangene Ungetüm.... das spottet jeder Beschreibung, es ist ein absolut furchtbarer Kasten, der an finsterste Plattenbauarchitektur erinnert, die man in den Neunzigern mühsam mit reicht einfachen Mitteln versucht hat aufzuhüschen. Dass man so etwas heute neu mitten in der Dresdner Altstadt baut .... puhhhh... es fehlen einem die Worte.


    Ich hatte so auf den Eckbau mit der Uhr gehofft, aber außer der Uhr gibt es auch hier nur wieder billigste Rasterstangenware aus der Copy-and-Paste Abteilung. Sicher, der Postplatz war vor der Zerstörung nicht der attraktivste Platz in Dresden, aber wenn man sieht, was man da heute baut, dann war jeder durchschnittliche Gründerzeitbau besser als das, was da jetzt steht.


    Dazu kommt dann noch diese trostlose Platzgestaltung, die das Ganze noch cleaner und monotoner ausschauen lässt. Wie der Wiener Platz hat die Moderne, die ja nicht aufhört ständig darauf hinzuweisen, dass man ihr ja nur mal die Chance geben soll, sich zu beweisen, auf ganzer Linie versagt.


    Das einzig Positive ist, dass der Wohungsmarkt vielleicht etwas entlastet ist und das die riesigen Lücken im Stadtbild geschlossen wurden.


    Aber verheilt ist hier nix, die Wunde bleibt weiter klaffend offen und harrt eine Korrektur in 25 Jahren!

  • Kleine Runde entlang der Marienstraße


    Am Wall 2 (Merkur 3) haben nun auch die finalen Fassadenarbeiten begonnen, wird ja eh genauso grausam wie der linke Nachbar. Immerhin hat man hier die großen alten Bäume davor stehen gelassen.


    Blick Richtung Postlatz


    Blick zum Dippoldiswalder Platz


    Baufortschritt am Schalenbrunnen



    Am Hochhaus dahinter geht es sehr schleppend vorwärts, laut Plakaten wird es wohl betreutes Wohnen.

  • Annenhöfe - TLG Immobilien (in Planung)

    Die TLG hat die sogenannten Annenhöfe nun mit Projektbildern und einigen weiteren Informationen auf ihrer Seite veröffentlicht. Macht mit dem kleinen Vorplatz an der Freiberger- und der runden Ecke an der Schweriner Straße einen recht angenehmen Eindruck - zumal sich der Komplex in der zweiten Reihe befindet.


    https://www.tlg.de/de/portfoli…pment/projekt-annenhoefe/


    Gerade angesichts der runden Ecke ist es meiner Ansicht nach schade, dass vis-à-vis nicht der Entwurf der Rohdecan-Architekten für den Revitalis-Bau umgesetzt wurde. Das hätte ein tolles Ensemble ergeben.


    https://www.rohdecan.de/de/02-PROJEKTE//181201-DD47

  • ^ Revitalis hat ggü ja eine Eckrundung bauen lassen, die wohl den meisten eher zusprach. Die hiesige Ecke (Visu) kam mE gerade

    erst dadurch in den Sinn (in der GestaKo auch), und weil diese Rundung die ansonsten harte spitze Ecke verträglicher löse.

    Insofern korrespondieren dann doch die beiden Rundungen vermutlich ganz gut - wie eine Art markantes Stadttor gen Postplatzbereich.

    Du findest Rohdecan ggü besser, das sei ja unbenommene Geschmacksfrage, aber dann hätte man sicherlich alle Ecken eckig gestaltet, mutmaße ich.

  • Passend zur Diskussion über die Annenhöfe konnte ich gestern beobachten, dass das Gelände offenbar nun vorbereitet und das Baufeld abgesteckt wird. Vermutlich werden demnächst dort die ersten Bäume fallen.

  • Ob die Gestaltungskommission auch empfohlen hat die Schaufenster im EG zur Schweriner Straße abzukleben, damit sie sich denen gegenüber anpassen und ein einheitliches Straßenbild entstehen lassen? 8o

  • ^ Ich habe inzwischen festgestellt, daß weniger die Klebefolien das Problem für die Zappendüsternis auf der Straße abends sind, sondern daß dahinter tatsächlich die Regale von Rewe stehen und jene schon das ganze Licht von Drinnen blocken.

    Die GestaKo wird sicher auch kein Freund der Klebefolien sein, aber hier müßte nun die Verwaltung schauen, wie der Klebemist wieder weg kann.

  • Dazu bräuchte Rewe mal einen ordentlichen Innenarchitekten, der die Ladenaufteilung besser plant und somit nicht immer die Fenster zustellt.
    Simmel hat es bei seinem Edeka ja trotz Fenster auch hinbekommen.

  • ^ Man sollte der Fairness halber aber mal hinterfragen, inwieweit das Konzept "Fenster" bei derartigen Versorgungseinrichtungen überhaupt sinnvoll bzw. notwendig ist. "Schaufenster" im klassischen Sinn sind das alles keine (auch nicht beim Simmel-Edeka); und zur Innenbeleuchtung tragen sie auch eher wenig bei.

    Insofern ist es aus meiner Sicht kein Wunder, dass man da im Zweifelsfall lieber zusätzliche Regalfläche generiert. Ich kann mich an irgendwelche Drogeriefilialen erinnern (Schlecker?), bei denen auch immer die Fenster von innen mit Regalen zugestellt wurden - aber ohne Klebefolien. Das sah erst recht grottig aus...

  • Bonusrunde: Postplatz am Abend

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    CG-Baustelle Mary-Ann-Apps: nun werden die massiven Stützen des Arkadenumlaufs gestellt, was die räumliche Ausdehnung des Baus sichtbar macht.


    Zusatzbild: Blick vom Zwinger gen Ostraallee

    Bild: https://abload.de/img/p129049531kfs.jpg

    alle Bilder: ich