ÖV-Projekte: Tram, U-Bahn, S-Bahn, Bahn, Bus etc.

  • Wobei ich die Südring-Variante durchaus interessant finde. In Hamburg macht mans ja ähnlich, da läuft auch ein Teil der S-Bahnen zwischen Hauptbahnhof und Altona durch den Tunnel und der andere oberirdisch über die Sternschanze.
    Nur entscheiden sollte man sich echt bald mal ;)

  • Solange Ude und der nirgends irgendwo anecken wollende Seehofer an den Machtebeln sitzen, habe ich hierfuer jede Hoffnung aufgegeben.


    Rohne
    Nur wird in Hamburg somit nicht das Zentrum der Stadt, bzw wichtige Halte, umfahren. Die Halte am Suedring haben bis auf den Heimeranplatz keine echten Entwicklungspotentiale.

  • Nun, die Entwicklungspotentiale fehlen ja nur, weil sie von der Stadtplanung nicht gegeben werden! Das ist ja gerade die Krux in München. Warum sollte man der Gegend um einen Halt "Poccistraße" kein Entwicklungspotential geben? Nachverdichtung, Stadtteilzentrum? Pocciarcarden? Alles wäre möglich, nur der Wille fehlt. Gleiches gilt für einen möglichen Halt nahe der Isar und der Entwicklung des Schlachthofgeländes.

  • Bei der Poccistr. ist alles schon zu dicht verbaut. Zum einem gibt es hier einige Altbausubstanz mit Wohnungen, die da sicher bleiben werden. Dann noch das KVR und schliesslich eine Schule. Echte Gebiete, die man neu ueberplanen koennte sind da doch total Mangelware.

  • Solange Ude und der nirgends irgendwo anecken wollende Seehofer an den Machtebeln sitzen, habe ich hierfuer jede Hoffnung aufgegeben.


    In diesem Zusammenhang hoffe ich auf den Zuschlag für die Winterspiele 2018. Darin sehe ich immer noch die letzte Möglichkeit, damit sich Stadt- und Landespolitik endlich zu einer Entscheidung zusammenraufen und auch den Mut aufbringen, die längst überfälligen Großprojekte (Stammstreckenentlastung, Flughafenanbindung) anzupacken.


    Hätte München 1972 nicht die Sommerspiele gekriegt, gäbe es vermutlich noch immer keine U-Bahn und man würde noch immer darüber streiten ob eine U-Bahn für eine Stadt wie München angemessen wäre oder nicht.... ;)

  • Echte Gebiete, die man neu ueberplanen koennte sind da doch total Mangelware.


    Ich denke schon, dass es da einiges an Flächen und Umnutzungsmöglichkeiten gibt:


    - das KVR muss ja nicht immer KVR bleiben. In 15 Jahren ist das KVR (zumindest der westliche Teil) eine alte Kiste. Warum hier kein EKZ?


    - den S-Bahnhof kann man ruhig leicht nach Osten verschieben. D.h. der Westkopf des Bahnhofes wäre dann genau über der Lindwurmstraße. Damit kann man auch gut die Östlichen Teile direkt an den S-Bhf anbinden.



    Ich hab mal eine Skizze gefertigt.


    http://maps.google.com/maps/ms…pn=0.005171,0.010933&z=17


    Man muss sowieso den U-Bahnhof mit dem S-Bahnhof durch lange Laufbänder verbinden, um das Umsteigen attraktiv zu halten.

  • Sollte die U9 gebaut werden, könnte man ja die U9 zum neuen "Südbahnhof bauen" und man kann auf die schwierige Anbindung vom U-Bahnhof Poccistraß0e verzichten. Ein neues Viertel würde damit auch optimal ans Stadtzentrum angebunden.

  • schwierige Anbindung vom U-Bahnhof Poccistraß0e


    So schwer wird die nicht werden. Wenn man die Knotenpunkte in London, Paris oder sonstwo ansieht dann sind die 100 m Distanz geradezu mickrig. Man kann sie doch wirklich mit Laufbändern a'la Flughafen effektiv überbrücken.

  • Das 21. Jahrhundert hält Einzug in München. An einigen U-Bahn Stationen ist das Telefonieren per Handy jetzt möglich. Bleibt nur zu hoffen, dass man sich schnell dafür entscheidet, diesen Service auf das ganze Netz auszurollen. In anderen Städten ist das schon lange Standard und dort ist es auch nicht so, dass 80% der Fahrgäste ständig telefonieren.
    http://www.sueddeutsche.de/mue…30/486841/bilder/?img=1.0
    http://www.abendzeitung.de/muenchen/130788

  • ^^ Schon irgendwie absurd. Während im Mittelabschnitt das Baurecht freigegeben ist, hat man sich noch nicht mal auf die Trasse im Bereich Haidhausen fest gelegt. Dort wird gerade im 5. Anflauf gebohrt.

  • Die SZ schreibt wieder einmal ausführlich zum Thema Stammstreckenentlastung; mittlerweile verliert die Tunnelvariante weiter an Zuspruch, dadurch wird die Südringvariante wahrscheinlicher, am billigsten wäre natürlich die Einführung eines Ein-und Ausstiegs-Kontroll- und Leitsystems (ich denke, das sollte man in der Tat einfach mal ausprobieren) außerdem will man die zweite große Fragestellung Flughafenanbindung evtl. durch die Nordtunnelvariante mit der Stammstreckenentlastung verbinden. Fragen über Fragen, nach über 16 Jahren Diskussion...


    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/56/484491/text/


    "Effizient" wäre solch ein Leitsystem, aber es würde wieder ein Stückerl Lebensqualität kosten, wieder einen weiteren Ort beschleunigen und noch etwas mehr Stress erzeugen. Ich bin der Meinung dass es ein Luxus, kein Makel, ist nicht mit voller Kraft im Hamsterrad zu laufen. Ich habe solche Leitsysteme andernorts intensiv erlebt und es ist wirklich stressig und anstrengend, München ist hier wohltuend entspannt (noch).




    Zum Nahverkehr an sich muss man natürlich bedenken dass München bereits ein ausgezeichnetes Nahverkehrsangebot hat, und andere Städte und Regionen in Bayern mit den Hufen scharren wenn einmal mehr Milliardenprojekte in München investiert werden während man sich in Augsburg oder Nürnberg mit niedrigen zweistelligen Millionenbeträgen begnügen muss - wenn dort überhaupt Geld vom Land ankommt. Wenn die Staatsregierung da jetzt die Prioritäten etwas zu Lasten von München ändert dann ist das wirklich verständlich und nichts worüber man sich echauffieren muss. Die zweite Stammstrecke ist wünschenswert aber nicht akut notwendig. Man sollte auch stärker am Ausbau des Tramnetzes arbeiten, das ist günstiger und es soll Leute geben (wie mich z.B.) die generell oberirdischen Verkehr bevorzugen.

  • Heute erst gesehen. Die neue Trambahnbrücke für die Parkstadttram hat ja auch einen Fussgaengerübergang, der nun offen ist. Dürften sich schöne Bilderperspektiven ergeben ;).

  • Südring-Variante vom Tisch

    Die Ergebnisse der Vergleichs-Studie sind da:


    - weil die beim Südring geplanten Bahnhöfe (Heimeranplatz, Poccistrasse, Kolumbusplatz ) weit außerhalb der Innenstadt in dünn besiedelten Gegenden gelegen sind, würden dort kaum Fahrgäste ein- oder aussteigen – die neuen Bahnhöfe wären also reine Umsteigebahnhöfe im Niemandsland
    - die wenigen Anwohner in den genannten Gegenden nutzen schon heute kaum die S-Bahn, da fast alle nur in die Innenstadt wollen – dazu gibt es aber die U-Bahn
    - bei den Bahnhöfen Marienplatz, Karlsplatz (Stachus) und Hauptbahnhof ist die Lage hingegen umgekehrt: die Mehrheit (zwei Drittel) steigen aus oder ein, nur eine Minderheit steigt um


    Fazit: ein Ausbau des Südrings ist rundum unwirtschaftlich und erfüllt bei Weitem nicht die Mindestanforderungen für eine öffentliche Förderung, da der Kosten-Nutzen-Faktor viel zu niedrig ist


    Am 13. November soll die Studie ausführlich vorgestellt werden.


    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/492/490864/text/

  • Flughafenanbindung

    Auch zum Thema Flughafenanbindung wird derzeit ein Wirtschaftlichkeitsgutachten erstellt - das Ergebnis soll Ende November vorliegen.


    - der Wirtschaftlichkeitsnachweis ist unter anderem nötig, damit die Planungen für den Erdinger Ringschluss und die Neufahrner Kurve weiter vorangebracht werden können
    - Bayerns Bahnchef Josel kann sich eine Express-S-Bahn „Light“ auf der S1-Strecke vorstellen, allerdings müssten noch einige Probleme, unter anderem an zwei Bahnübergängen gelöst werden
    - Flughafenchef Kerkloh sieht eine Fernbahnanbindung des Flughafens weiterhin als wünschenswert an
    - die Finanzierung einer evtl. Flughafenanbindung ist noch völlig unklar


    http://www.merkur-online.de/na…geren-wahl-mm-492745.html
    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/487/490859/text/

  • Planungen Zweite S-Bahn-Stammstrecke

    Reaktion "Pro Bahn" auf das Südring-Aus:


    Der Fahrgastverband "Pro Bahn" will die momentan in der Presse kommunizierten Gründe für die Unwirtschaftlichkeit der Südringvariante so noch nicht anerkennen. "Pro Bahn" hegt zudem den Verdacht, dass bei der Untersuchung davon ausgegangen wurde, dass auf der Südring-Trasse lediglich am Heimeranplatz und nicht an der Poccistrasse und am Kolumbusplatz gehalten wird. Hier die Pressemitteilung:



    Quelle (pdf):http://www.pro-bahn.de/oberbayern/presse/20091014.pdf


    Aktueller Beitrag in der AZ: http://www.abendzeitung.de/muenchen/139068


    Hier noch einmal einige Übersichten über die aktuellen Planungen:
    Tunnel- vs. Südringvariante (Bild vom Münchner Merkur)
    Tunnelvariante (Bild von der SZ)

  • Lol, sollte die Studie tatsächlich nur mit einem Bhf am Heimeranplatz gerechnet haben, wäre das echt gemein... :lach:


    Wie schon mehrmal erwähnt. Die Überlastung der Innenstadt und der Umsteigebahnhöfe dort erfolgt aus der Struktur des Schnellbahnnetzes. Sollte man grundlegend den Druck von der Innenstadt reduzieren wollen, wäre der Südring eine echte Chance. Aber die Politik will anscheinend an der extrem zentralen Struktur Münchens fest halten.


    Der Raum München wächst. Das bedeutet, dass durch die Stärkung und den Aufbau neuer Zentren nicht zwangsläufig die Innenstadt negativ belastet wird. Sie wird halt nicht mehr so schnell wachsen. Für mich besteht immer noch die Möglichkeit in Verbindung mit einem Südring etwa am ehemaligen Südbahnhof ein neues Subzentrum zu errichten.