Wiederaufbau Alte Stadtbibliothek (fertig 10.05)

  • Zitat

    "Eine Stadt lebt von ihrer Tradition"


    :daumen:


    freue mich schon auf die stadtbibliothek.


    was ist mit ' "Grundstein für einen neuen weißen Main-Prospekt" ' gemeint?

  • Kaiser, vor dem Krieg standen am nördlichen Mainufer vorwiegend weiß gestrichene Gebäude, oft auch im klassizistischen Stil (anders als in der gotischen Altstadt). Etwa zwischen der Stelle, wo heute das Interconti steht und der Stadtbibliothek. Dieses Ensemble nannte man den weißen Mainprospekt.


    Mäckler scheint zum Traditionalisten zu mutieren - gut so.

  • Das wäre natürlich ein Traum wenn der Mainprospekt wieder so zumindest zum Teil wiederauferstehen würde.
    Dies wäre ene erhebliche Aufwertung des nördlichen Mainufers.

  • Das würde voraussetzen, dass diese höchst piefigen Wohnblocks aus den Fünfzigern abgerissen werden. Und das ist, fürchte ich, zur Zeit nicht durchsetzbar, dafür werden die Sozialromantiker und hennaroten Hausfrauen mit den Doppelnamen schon sorgen.

  • Kunsthalle Portikus kann jetzt gebaut werden


    Magistrat beschließt Erbbauvertrag mit Investor Carlo Giersch / Zweiter Brückenturm kommt später





    Der Unternehmer Giersch, der am Sachsenhäuser Ufer auch ein nach ihm benanntes Museum betreibt, investiert etwa 730 000 Euro in die Errichtung der Kunsthalle. CDU, SPD, Grüne und FDP, die Parteien des "Römer-Bündnisses", votierten für den Vertrag. Der zweistöckige Brückenturm soll die Kunstinstitution Portikus aufnehmen...



    Giersch tritt an die Stelle des ursprünglich geplanten Investors Ardi Goldman, der sich zur Finanzierung nicht mehr in der Lage sah. Mit dem Bau der Kunsthalle soll "so schnell wie möglich" begonnen werden, so die Auskunft im Rathaus.


    Architekt Christoph Mäckler hat zwei Häuser für die Alte Brücke entworfen, von denen zunächst jetzt nur das westliche, eben der Portikus, verwirklicht wird. Der Ostturm, so sieht es der gestern im Magistrat beschlossene Vertrag vor, kann später "auf Wunsch der Stadt" errichtet werden. Hier will sich Mäckler selbst als Unternehmer betätigen. Gedacht ist unter anderem an ein Restaurant.


    quelle der Auszüge: http://www.frankfurter-rundschau.de


    Hat jemand ein Bild des Brückenturmes von Mäckler parat?

  • @ schmittchen
    danke für die info. ein wiederaufbau wäre begrüßenswert und so wie du schon sagtest, ist ein modernes mainprospekt nicht so abwegig, wie es scheint.
    ebenfalls toll sind die häuser an der brücke und
    "(...)wird außerdem das Historische Museum am Römerberg abgerissen."


    :)

  • Das würde mich auch interessieren. Samuel sprach von Ruinen, die sich an der Stelle befinden. Gab es dort früher schonmal Türme? Hat da vielleicht jemand Fotos von?

  • Auf der Ostseite der Maininsel, dort, wo das Restaurant geplant ist, stand bis vor rund 90 Jahren eine Brückenmühle aus dem 15. Jahrhundert. Davon gibt es leider keine erkennbaren Spuren, heute hat dort ein Ruderclub seine Gebäude.


    An der Westseite der Maininsel und der Brücke, wo der neue Portikus hin soll, sollte während des Dritten Reichs irgend etwas gebaut werden, tatsächlich blieb es bei der Errichtung der Fundamente. Die sind jetzt wieder zu sehen, nachdem im Zuge der Neubebauung Büsche und Bäume entfernt wurden.


    Wie die Neubauten im Detail gestaltet werden sollen, weiß ich nicht, vielleicht ist das auch noch gar nicht entschieden.

  • Frankfurt entwickelt sich zu einem der Zentren der Rekonstruktion untergegangener Architektur. Sowohl die Stadtbibliothek als auch das Palais Thurn & Taxis werden dabei jedoch in einen modernen Kontext gestellt. Daneben ist die vorgesehene "historische Rennovierung" der Alten Brücke bemerkenswert. Wünschenswert wäre die Wiederherstellung des Rathauskomplexes inklusve der Rekonstruktion der beiden Türme. Sie würden einen wirkungsvollen Kontrast in der Hochhausskyline bilden. Dennoch muss gesagt werden. das alte Frankfurt ist untergegangen und Geschichte. Foderungen nach Rekonstruktion großflächiger Stadtquartiere (Altstadt, Mainufer) sind wohl eher als Diskussionsbeiträge zu betrachten, denn als verwirklichbare Projekte. Frankfurt lebt von seinen Brüchen und Kontrasten.