Four Frankfurt I: die Planung (233/178/128/105 m)

  • Das Video von Adama zeigt für mich einmal mehr, dass der UN-Studio Entwurf (was die reinen Hochhäuser betrifft) eine in sich sehr stimmige und passende Lösung ist. Ich finde es bei diesem Entwurf auch gar nicht schlimm, dass die Hochhäuser aus einer Feder stammen. Durch die organischen Formen hat man zwar eine Klammer die die einzelnen Entwürfe zusammen hält, die geschwungene und abwechlungsreiche Architektursprache schafft aber auch genügend Unterschiede um die Hochhäuser nicht wie Klone (Marke Dubai Wohnturm-Cluster) aussehen zu lassen.


    Fettes Like + Danke für den Clip Adama. :daumen:

  • Danke Adama auch dafür, dass du mit der Kamera von oben auf den Platz zwischen Omniturm, CoBa, MAX 2.0 und dem Wohnturm geschwenkt bist. Also wenn es Hochhaustouristen gibt, dann werden sie defintiv DORT in der Mitte des Platzes stehen und ihre Handys/Kameras in die Höhe strecken. Phänomenal.

  • UN Studios haben wirklich den durchdachtesten Entwurf abgeliefert. Habe mir das Modell sehr lange angesehen - und auch mehrfach die Aufnahme von Adama. Das alles zeigt schon eine sehr stimmige Sache.


    Jedoch meine ich, man sollte sich die Durchwegungen noch mal anschauen und überlegen, ob der UNS-Entwurf nicht noch einen Zugang in Richtung Main-Tower zulegen sollte.


    Und ich bin mir nicht sicher, ob die leicht futuristisch wirkenden Sockelbauten nicht evtl. zu nüchtern erscheinen, wenn sie denn quartiersbestimmend sein werden. Ich finde, die Wiederholung des Steins, des denkmalgeschützten Teils im Innenhof oder Plaza reizvoller, als nur Blech-Glas-Hochglanz-Schräg-Rundung-Fassaden.
    Stein ist warm und schafft Behaglichkeit. Behaglichkeit=Aufenthaltsqualität. Vielleicht wäre ein Mix aus Klassisch und Modern ganz gut.


    Und je mehr ich darüber nachdenke - auch über Berliniers Hinweis - so kommt mir der überdachte Innenhofraum von Mäckler immer unpassender vor. Eben wie eine Mall. Aber eine Mall sollte es nun wirkich nicht werden, sondern eher ein großstädtisches Ensemble. Vielleicht eher eine spektakuläre Skulptur in der Mitte oder ein Brunnen. Allerdings kein Elefantenklo mit Rolltreppe zum Supermarkt im Untergeschoss.


    2+2, also die Paarung zwei Wohntürme und zwei Bürotürme, deren Funktionen man auch an der Architektur ablesen kann, sieht man bei verschiedenen Entwurfsverfassern. Vielleicht ist diese Richtung des Denkens nicht so schlecht. Vielleicht sogar besser für das Stadtbild, als alle vier aus einer Entwurfsfeder.


    Mich wundert bei Mäckler, dass er seine Türme nicht klar definiert hat. Im Modell sieht man nur die Baumasse. In den Zeichnungen kann man erahnen, dass er tatsächlich geformte Glaskörper mit Attika machen möchte. Unglaublich! Lediglich die Fenster zeigen, dass es ein Mäckler ist. Sehr schade! Wo bleibt da der Stein? Gerade über dem erhalten bleibenden Altbau wäre ein steinerner Mäckler perfekt angebracht.
    Und die herausgezogene gläserne Zunge neben dem Hoteleingang ist ein echter Hingucker.
    Von Mäckler habe ich mir mehr erwartet.


    Dudler ist noch diskutabel, was die Wohntürme betrifft, aber letztlich zu streng.
    Der Rest? Naja.

  • ^Zum Innenhof: Dieser wird relativ klein werden, so dass gar keine große innerstädtische Wirkung entstehen wird (diese entsteht dafür zwischen Omniturm und DB Areal), würde es sich um einen großen Square handeln, dann wäre das was anderes. Deshalb würde mMn eine dezente Glaskuppel hier auch keinen Schaden anrichten. Wenn die Zugänge weiterhin offen/breit bleiben, dann wird auch kein Mall-Feeling aufkommen. Vielmehr ist die geplante Alternative (Vorsprünge bzw diese verwinkelten Wände, oder wie man das nennt) beengend, und bei Regenwetter würden sich vermutlich zahlreiche Menschen dann dort versammeln und die Wege verstopfen zumindest aber die Shopeingänge blockieren.

  • a.) im Grundsatz gefällt mir der UN-Entwurf auch am Besten.
    b.) Probleme sehe ich aber wie folgt:
    Wirklich <gelungen> wirkt der UN-Entwurf nur bei Betrachtung der Baumassen insgesamt. Das ganze Projekt wirkt wuchtig, beinahe monumental, aber eben nur wenn man alles zusammen als eine <Einheit> auf sich wirken lässt. Diese optische <Einheit> würde sofort aufgelöst, wenn da mehrere Architekten mit (stark) unterschiedlicher Detail-Gestaltung der einzelnen Türme arbeiten würden.
    Und hier sehe ich das grundsätzliche Problem des ganzen Projektes: Eine 2+2-Paarung erachte ich als problematisch, weil die einzelnen Baukörper zwar durchaus Höhe haben, aber eben jeweils sehr <schlank> wirken. Das nimmt den einzelnen Häusern die Wirkung, macht sie beinahe belanglos. Besser wäre es, man würde max. 3 Türme, idealerweise gar nur zwei Türme bauen, diese aber jeweils mit deutlich breiteren Grundrissen eben <monumental>, bei keinesfalls geringerer Gesamt-Fläche (Stichwort: "Rendite" für die Projektmacher).
    Traurig wäre es, wenn es im Ergebnis 3-4 sehr unterschiedliche, relativ hohe aber eben nicht monumental wirkende HH wären. Mit solchen <Zahnstochern> wäre nichts gewonnen, davon haben wir in Ffm. schon genug (grausiges Super-Beispiel: Das DZ-HH mit der "Krone").

  • Ich sage einmal so - für das, was ein wirklich spektakulär ausgebauter Sockel, alles andere sollte man sich nach dem Motto "ganz oder gar nicht" nämlich an dieser Stelle verkneifen, an Zusatzkosten verursacht kriegst du einige Etagen bei den Highrises. Für Stadtbild und Investor sind möglichst viele "Höhenmeter" doch wesentlich reizvoller, als "noch eine" Passage mit Glasdach. Wer Ladenstraßen sucht, der soll halt ins Skyline Plaza, MyZeil usw. gehen. Das hier ist v. a. ein kleines Hochhauscluster ganz für sich, was da aus dem Boden gestampft werden soll. Und es ist wohltuend, dass es öffentliche Sockelnutzung geben wird, was ja beileibe nicht selbstverständlich ist. Man sollte es damit aber nicht übertreiben und hier jetzt den Fokus v. a. auf den Sockel legen. Der ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass die Highrises in der Zahl und Höhe wie angekündigt kommen und hoffentlich, hoffentlich dabei UNStudio den Zuschlag erhält und einen verfeinerten Entwurf des städtebaulichen Entwurfs dabei umsetzt. Und bevor der Investor jetzt Zeit und Geld auf einen verfeinerten Sockelbereich verschwendet, vielleicht kommen ja noch ein paar Höhenmeter dazu - zumindest in der Vergangenheit war es doch "gute Tradition" bei vielen Frankfurter Hochhäusern, dass nochmal ein paar Etagen dazu gekommen sind. Frag dich angesichts dessen ob es jetzt wirklich so wichtig ist, wie stark der Sockel ausgebaut wird. Zumal: bei anhaltendem Zuspruch durch das Publikum lässt sich ein Sockel nachträglich noch in mancher Hinsicht ausbauen, zB ein Glasdach hinzufügen und somit Innenhöfe stärker nutzbar machen. Aber nachträglich nochmal aufgestockte Wolkenkratzer haben größten Seltenheitswert, die bleiben zu 99,9 % so hoch wie sie einmal errichtet wurden.

  • Der zuständige Ortsbeirat 1 hat das Projekt am vergangenen Dienstag anscheinend mehr oder weniger kommentarlos durchgewinkt. Die FAZ meint sogar, der OBR habe die Pläne gelobt. Bei der Präsentation sind noch ein paar Details genannt worden, die wir hier noch nicht hatten. Es wird zwei Hotels im Komplex geben, eines in den Sockelbauten, eins in einem der Hochhäuser; eine Kita mit 170 Plätzen wird es geben und die Tiefgarage wird über die Neue Schlesingergasse erschlossen.
    Insgesamt soll es 600 Wohnungen geben, davon 30% im gefördeten Wohnungsbau (= 8.000 m²) - das wären dann über 26.000 m² Wohnfläche ingesamt.
    Zum Zeitplan ist angegeben worden, dass die Abrißarbeiten bis Ende 2017 erfolgen sollen, gebaut würde dann ab 2018 für die Dauer von drei Jahren.


    Q: FAZ v.11.7.2016 S. 34

  • Tolles, tolles Projekt das viele viele Jahre auf sich warten liess.
    Ich finde es jedoch weiterhin sehr schade dass das alte Deutsche Bank Gebäude weg muss. Das hätte gerne -technisch auf den neuesten Stand gebracht- so bleiben können.

  • Das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans bedarf noch vieler Schritte, aber ein Anfang ist gemacht. Ganz frische Pressemitteilung der Stadt:


    Magistrat beschließt Bebauungsplanänderung


    Um die Weiterentwicklung des sogenannten Deutsche-Bank-Areals in der Frankfurter Innenstadt planungsrechtlich zu ermöglichen, hat der Magistrat den Aufstellungsbeschluss für die Änderung des bestehenden Bebauungsplans Nr. 702 Ä2 „Bankenviertel – Zwischen Taunusanlage und Goethestraße“ beschlossen. Hintergrund sind die Planungen des Unternehmens Groß & Partner, das auf dem Grundstück zwischen Junghofstraße und Großer Gallusstraße einen Nutzungsmix aus Wohnen, Hotel, Büro, Einzelhandel, Gastronomie und Gewerbe entwickeln und das Areal unter Einbeziehung denkmalgeschützter Bausubstanz nachverdichten möchte. Der Aufstellungsbeschluss ist gewissermaßen das Startsignal für die Erarbeitung des eigentlichen Bebauungsplans, der dann von der Stadtverordnetenversammlung als städtebauliche Satzung beschlossen werden muss, um rechtsgültig zu werden.


    „Das Areal bietet eine große Chance. Hier kann ein urbanes Quartier entwickelt werden, das mit seiner geplanten Nutzungsvielfalt als Bindeglied zwischen dem Bankenviertel auf der einen und dem Geschäftsviertel rund um die Hauptwache und die Goethestraße auf der anderen Seite die Frankfurter Innenstadt weiter beleben kann“, sagt Bürgermeister Olaf Cunitz. „Vorgesehen ist attraktives innerstädtisches Wohnen mit kurzen Wegen. In einem Städtebaulichen Vertrag werden wir unter anderem vereinbaren, dass 30 Prozent der neu hinzukommenden Wohnfläche als geförderter Wohnungsbau errichtet werden muss. Durch neue Wege und Plätze und publikumsintensive Nutzungen in den Sockelzonen wird das Areal für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ich sehe daher in dem Projekt einen großen Gewinn für Frankfurts City.“


    Die bislang planungsrechtlich vorgegebene Konzentration der Baumassen auf zwei Hochpunkte soll verändert und zugunsten der Entstehung von rund 60.000 Quadratmeter Wohnnutzung auf vier Hochpunkte verteilt werden, davon auf zwei Wohntürme im Osten. Die vier Hochhäuser sollen neue städtebauliche Akzente setzen und den Hochhauspulk sowie die Frankfurter Skyline ergänzen. Für die Hochhäuser sind Höhen von circa 228, 173, 120 und 100 Metern vorgesehen. Circa 600 Wohnungen für rund 1.500 Bewohnern sollen entstehen, außerdem eine Kindertagesstätte mit 170 Plätzen. Das historische Bankgebäude Roßmarkt 18 liegt außerhalb des Baugrundstücks und bleibt bestehen.

  • Architekturwettbewerb startet

    Laut FAZ startet in den nächsten Wochen ein Architekturwettberb für das Areal, bzw. die Hochhäuser, ganz klar wird es in dem Artikel nicht.


    Interessant aber die beiden ersten teilnehmenden Architekturbüros:


    -Ole Scheeren
    -Büro Zaha Hadid


    Bereits Ende des Jahres sollen erste Ergebnisse vorliegen.
    Den Baubeginn auf dem Gelände strebt man wohl in 2017 statt 2018 an.
    Man drückt wohl auf die "Tube".


    Erfreulich.
    PK: Ich hoffe sehr das auch UNStudio teilnehmen werden.


    http://www.faz.net/aktuell/rhe…le-entsteht-14406151.html

  • An dem derzeit laufenden, im letzten Beitrag erwähnten Architekturwettbewerb nehmen auch auch ungewöhnliche Teams teil. Eines davon ist das Frankfurter Büro Christoph Mäckler und die bekanntlich für Dekonstruktivismus stehenden Architekten von Coop Himmelb(l)au aus Wien, die sich laut heutiger FAZ zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengefunden haben. Auf den Entwurf bin ich gespannt.

  • ^ Auf die Entwürfe der Arge Mäckler/Himmelb(l)au bin ich auch sehr gespannt. Noch spannender wäre es, Mäuschen bei den Arbeitsgesprächen sein zu dürfen. Ob da dekonstruktivistische Fetzen gegen Glaserker fliegen?


    Mäcklers städtebaulicher Entwurf setzte auf einen Mall-Effekt im Innenbereich. Ich hoffe nicht, dass die Arge dies wiederaufgreift und sich damit disqualifizieren würde. Die organischen Türme wiederum dürfen gerne überleben und mit EZB-artigem vermischt werden. Das könnte einen Knaller geben.

  • Überlegen wir einmal logisch. Wir haben uns zwar an den Anblick des Coba Turms sehr gewöhnt, aber wenn man ihn nochmal mit frischem Blick betrachtet merkt man, dass das auch heute noch ein sehr innovatives und im internationalen Vergleich ungewöhnliches Highrise ist.


    Und das ist einfach der Maßstab für den größten Turm dieses Areals auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf diesem Areal. Das sagt uns zweierlei: es kann nicht einfach nur ein konservativer Nutzflächenkantbolzen werden, das würde sich mit dem Coba Turm beißen, es muss ein mutiger Entwurf werden, sonst würde man als "häßliches Entlein" im Schatten des Coba Turm stehen. Der Investor will hier mit Sicherheit ein neues Highlight in der Skyline setzen, in jeder Hinsicht.


    Umgekehrt können die kleineren Gebäude nicht zu exzentrisch werden, das könnte "unruhig" wirken und auch von dem Hochpunkt ablenken. Das heißt, da müssen wir eher klassische Gestaltung erwarten. Da würde auch eine "Arbeitsteilung" zwischen Coop und Mäckler sehr viel Sinn ergeben. Coop macht das Eyecandy, Mäckler macht das Handwerkliche.

  • Natürlich muss man die Entwürfe abwarten, aber begeistert bin ich erstmal über diese Zusammenarbeit nicht.
    Bekanntermaßen bin ja kein Freund der letzten Bauten von Mäckler.
    Früher mochte ich seine Entwürfe, leider hat er sich in meinen Augen nicht mehr weiterentwickelt.
    Ebenso wenig brauche ich keinen 2. Coop Himmelb(l)au Bau in Frankfurt. Eine EZB genügt. Ein crazy Entwurf à la EZB funktioniert nicht im dicht bebauten Bankenviertel.


    Aber evtl. kommt ja auch etwas positives dabei raus. Vielleicht nimmt Mäckler dem Coop etwas die architektonische Crazyness und Coop steuert Architekten Mäckler aus der "Mäcklerischen Monotonie und Komfortzone" heraus.

  • Architektur

    Heute habe ich mich mit einem Arbeitskollegen über das Projekt unterhalten.
    Dieser hatte vor kurzem Groß und Partner als Interessent für den Wohnteil angeschrieben.


    Er bekam nun die Antwort, dass wohl im März die finale Architektur bekannt gegeben und für Interessenten ein Newsletter eingerichtet werde.


    Gruß Gaius

  • Leute, wenn hier der richtige Entwurf realisiert wird, dann wird das eine richtige Landmarke, die weltweite Bekanntheit erlangen wird. An was denkt man, wenn man an Dubai denkt? An den Burj, vielleicht noch dieses vorgelagerte Hochhaus, das wie ein Segel geformt ist. Alles weitere ist mehr oder minder Hintergrundrauschen. Analog bei London die Gurke und vielleicht noch die Scherbe, bei Peking das Rundfunkhochhaus mit dem gewagten "Überhang", die Ikonen der nordamerikanischen Skylines sind ohnehin weithin bekannt.


    FFM kann mit einem glücklichen Händchen beim Entwurf dieses Areals plus dem Coba-Turm daneben eine Stadtkrone bekommen, die das globale Gesicht der Stadt prägt.


    Daher möchte ich alle Foristen bitten es Gaius nachzumachen und wirkich jedes Fetzelchen an Infos über dieses Projekt hier zusammen zu tragen, sofern es natürlich nicht gegen Vertraulichkeit verstößt.


    Als Hinweis erlaube ich mir noch, dass mir aufgefallen ist, dass die beiden beteiligten Büros in jüngerer Vergangenheit auffällig wenig neue Projekte übernommen haben, wenn man die diversen Seiten wie Competitiononline, Baunetz oder auch deren Homepages anschaut. Ich vermute, dass diese derzeit ihre Kraft größtenteils diesem einen Projekt widmen und das ließe darauf schließen, dass diese Büros die Tragweite dieses Projekts ähnlich wie ich sehen, sich ganz dahinter klemmen und wir hier wirklich außer-gewöhnliches zu erwarten haben. Die Spannung steigt. :daumen:

  • Überdachung

    [FONT=&quot]DB-Dreieck mit MAX[/FONT]

    [FONT=&quot]Bestimmt gibt es gute Gründe für einen persönlichen Wunsch, den Außenbereich nicht zu überdachen?[/FONT]
    [FONT=&quot]Aber warum eigentlich nicht überdachen?[/FONT]

    [FONT=&quot]Ich finde den Vorschlag von Mäkler zunächst gut, diesen neuen Wege- und Platzbereich zwischen [/FONT]
    [FONT=&quot]den geplanten neuen Hochhäusern zu überdachen. [/FONT]
    [FONT=&quot]Auch dass er für den Fußboden schon mal dieses schmückende Design vorgelegt hat begrüße ich. [/FONT]
    [FONT=&quot]Gut gelungen ist die Wiederholung des Glasdachmusters auf dem Boden schon, auch Gastronomie [/FONT]
    [FONT=&quot]und Einzelhandel nur auf der 0-Ebene.[/FONT]

    [FONT=&quot]Das wäre doch in dieser großen, nach allen Seiten offenen und anspruchsvollen Art mal etwas Neues [/FONT]
    [FONT=&quot]für Frankfurt, nur ansatzweise bisher im Nordwestzentrum in einer ganz anderen Kategorie und in [/FONT]
    [FONT=&quot]einem anderen Zusammenhang. [/FONT]

    [FONT=&quot]Über das gesamte Design dieses Wege- und Platzbereiches und Alternativen wird sicher noch zu [/FONT]
    [FONT=&quot]debattieren sein. Ich könnte es aber auch so schon akzeptieren. Weder zu modern noch zu klassisch [/FONT]
    [FONT=&quot]für diese Lage, aber hell und offen. Edel, herausragend und teuer sollte es schon wirken.[/FONT]

    [FONT=&quot]So könnten die Menschen aus den Büros bei jedem Wetter ohne Schirm und Mantel mal nach [/FONT]
    [FONT=&quot]draußen gehen, jedermann könnte dort bei unvorhergesehenem Regen oder Schnee einen Stadt- [/FONT]
    [FONT=&quot]Schaufenster- oder Einkaufsbummel mit Gastronomiemöglichkeit beginnen oder fortsetzen, [/FONT]
    [FONT=&quot]idealerweise noch bei langen oder durchgehenden Öffnungszeiten.[/FONT]

    [FONT=&quot]Bettler und Schlafsacktouristen etc. dürften dort kein großes Problem darstellen, wie etwa in den [/FONT]
    [FONT=&quot]sonstigen öffentlichen Bereichen der Stadt Frankfurt mit seiner bekannten, traditionellen Toleranz.[/FONT]
    [FONT=&quot]Der Bereich wird ja wohl Privatbesitz bleiben? So wie in MyZeil beispielsweise und mit ernst zu [/FONT]
    [FONT=&quot]nehmenden Security‘s ausgestatten werden.[/FONT]
    [FONT=&quot]Selbstverständlich sollten dort auch keine freien Sitzgelegenheiten vorhanden sein, ausreichende [/FONT]
    [FONT=&quot]Außengastronomie einmal vorausgesetzt.[/FONT]

  • Überdachung


    Ich kann RobertKWF zustimmen, eine Überdachung halte ich auch durchaus für sinnvoll. Gerade bei schlechtem Wetter, was hin und wieder der Fall ist, spielt es eine einladendere Rolle.
    Das Design Mäcklers gefällt mir ebenso, modern, hell, anspruchsvoll. Die Eingänge der neuen Passagen an der Junghofstraße wirken in meinen Augen elegant, passend und werten das denkmalgeschützte Gebäude sehr auf.


    Traumhaft aber nicht zu unrealistisch wäre: Glasdachkonstruktionen mit dem Dachgarten gestalterisch verbunden bzw. Pflanzen, die das Dach "schmücken". Dadurch würde man zum einen den Dachgarten optisch erweitern und zum anderen den Passagen eine besondere, einzigartige Erscheinung verleihen, welche es in dieser Form in so einem Kontext in Frankfurt oder Deutschland noch nicht gibt. Im Zentrum des Areals, wo die Passagen sich kreuzen, kann ich mir eine gewölbte Überdachung aus Glas, wie etwa von Mäckler vorgeschlagen, als Highlight vorstellen.



    Unterschiedliche Architektur:


    Einige Befürchtungen diesbezüglich, dass z.B. zu unterschiedliche Hochhäuser unharmonisch im Ensemble wirken könnten, kann ich verstehen. Deshalb brauchen hier die Architekten "ein Händchen".
    Wie auch immer, hoffe ich, dass wirklich jeder Turm von einem anderen Architekten gestaltet wird. Warum?



    • Wenn alle bzw. mehrere HH von einem Büro entworfen sind, erkennt man (sehr wahrscheinlich) die "Handschrift". Auch wenn sie unterschiedliche Höhen aufweisen und versetzt zueinander stehen, sehen sie immer noch "verwandt" aus. Das kann mMn das neue Viertel eher von der Umgebung abgrenzen, geschlossener wirken und sich weniger in den Kontext integrieren.


    • Das besondere der Frankfurter Skyline ist die Vielfalt. Alle Türme haben ein gewisses eigenes Design, jeder einen eigenen, speziellen Dachabschluss. Schaut man sich die HH nur entlang der Neue Mainzer Straße an (TaunusTurm, Japan Center, Main Tower, etc.) wird es schon offensichtlich. Diese Farb- und Formkontraste machen das besondere aus. Zudem wirkt das Gesamtbild nicht nur abwechslungsreich, sondern auch harmonisch, Gegensätze ziehen sich manchmal eben an. Warum diesen Charakterzug nicht mit neuen, individuell gestalteten HH fortführen und verstärken?


    • Nur gleiche, helle Glasfassaden bspw. wirken doch eher langweilig als unterschiedliche Fassaden/ Formen. Z.B. der World Trump Tower schräg gegenüber vom UN Plaza, schafft einen starken, aber wunderbaren Kontrast zu seiner direkten Umgebung und zur ganzen Skyline Midtowns. Eben durch diesen "Akzent" wirkt die Skyline noch unverwechselbarer und einzigartig im Zusammenspiel mit dem edlen Chrysler Building im Art Déco Stil. Wäre dieser Wohnturm (WTT) z.B. mit einer helleren, "normalen" Fassade versehen worden, hätte er nicht im Ansatz diese besondere Wirkung.
    Und das könnte insbesondere dem Comerzbank Tower (+Umgebung) auch gut tun. Ein weiterer, passender Kontrast, anstatt eine gleiche/ ähnliche Erscheinungsfarbe. Und somit zum nächsten Punkt:


    • Beziehung zur "Dominante" (CoBa): Über die Signifikanz des Comerzbank Towers muss man sich im Klaren sein. Norman Fosters Wahrzeichen ist für das Frankfurter Stadtbild von so hoher Bedeutung und hat ein großen Identifikationswert, wie das Empire State Building in NYC. Deshalb dürfen die 4 neuen Hochhäuser dieses Verhältnis nicht stören. Auch wenn der Entwickler/ Investor ein Zeichen setzen will, soll vor allem der 228m hohe Wolkenkratzer nicht den Comerzbank Tower übertrumpfen, er sollte eher die Rolle eines "mutigen, aber respektvollen Vize" verkörpern.
    Den Siegerentwurf von UNStudio finde ich im EINZELNEN sehr anspruchsvoll, die nicht allzu massiven Kubaturen gefallen mir persönlich. Im Kontext wiederum stören mich die sich wiederholenden Elemente. Allein wenn die Fassaden oder die Dachabschlüsse dieselben sind, auch wenn die Hochpunkte unterschiedlich gestaffelt und versetzt stehen, wirkt es zu unruhig, wie "vier gegen einen". Mit anderen Worten: die 4 neuen HH würden zu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, was sich weder auf die dominierende Erscheinung des CoBa, noch auf die eigene des neuen Quartiers positiv auswirkt.


    • Es ist möglich vier neue, individuell gestaltete Hochhäuser zu errichten, die simultan eine harmonische Wirkung suggerieren und "sich gegenseitig stärken", sofern nicht jeder Turm "zu sehr auffallen möchte". Natürlich soll ebenso kein Hochhaus nur im Schatten des CoBa stehen (würde Groß und Partner sicherlich nicht sehr gefallen). Das wäre im Herzen der Skyline auch nicht würdig, wenn man ein "0815-Design" umsetzte, auch für die "kleineren" nicht.


    Ein überzeugendes, stimmiges Gesamtbild der Skyline wird letztendlich durch eine gewisse Dynamik und gleichzeitig durch Balance bzw. Gleichgewicht bestimmt. Ich hoffe, dass man dies beim Realisierungswettbewerb auch anstrebt. Die Ästhetik ist genauso wichtig, wie die Funktionalität.


    Wenn Ihr anderer Meinung seid, widerspricht mir gerne. Dies ist nur meine eigene, persönliche Sichtweise und Überzeugung relativ kurz und kompakt zusammengefasst.

  • Du lieber Himmel-Mäkler-B(l)au

    [FONT=&quot]DB-Dreieck mit MAX[/FONT]

    [FONT=&quot]Wenn sich Himmeb(l)au und Mäkler zusammen tun wird es nochmal interessanter und spannender, [/FONT]
    [FONT=&quot]das sehe ich auch so.[/FONT]

    [FONT=&quot]Der Entwurf von UNStudio hier im Strang #168, #226, Link in #234 und #239 zu sehen, mit den [/FONT]
    [FONT=&quot]schrägen, verwundenen Außenkanten der Türme hat etwas von Himmelb(l)au, dazu die gelungene, [/FONT]
    [FONT=&quot]teilweise bläuliche Farbgebung der Visualisierungen, besonders gelungen schon in #226.[/FONT]
    [FONT=&quot]Das fügt sich in dieser Bilddarstellung schon hervorragend in der Umgebung ein, sowohl bei den [/FONT]
    [FONT=&quot]Höhen-Proportionen als auch in der gesamten künstlerischen Formgebung.[/FONT]

    [FONT=&quot]Das liegt zum einen an der teils widersprüchlichen Architektur zum anderen an der gelungenen [/FONT]
    [FONT=&quot]Visualisierung.[/FONT]

    [FONT=&quot]Ob Mäkler dieses helle offene Design seines traumhaften Entwurfes ernst gemeint hat ist noch nicht [/FONT]
    [FONT=&quot]klar. Sieht ja so aus als sollten die Etagen offen herausspringen oder glasklar ohne vertikal markante [/FONT]
    [FONT=&quot]Unterteilung verkleidet werden. Sehr Elegante leichte, feinsinnige und dennoch markante Optik, sehr [/FONT]
    [FONT=&quot]sympathisch. Aber an diesem dicht bebauten, engen Standort ein Kontrast erster Güte und [/FONT]
    [FONT=&quot]problematisch in der Fernsicht. Wäre etwas Neues bei Mäkler und in der Stadt.[/FONT]

    [FONT=&quot]Ein Himmeb(l)au-design muss man aber auch erst mal mögen.[/FONT]

    [FONT=&quot]Mit seinem neuen Turm in N.Y. als Ersatz für das alte WTC, ist Himmeb(l)lau ja ein Gebäude [/FONT]
    [FONT=&quot]gelungen, dem man ansieht, das der Schock von 9/11 tief sitzt. Der Turm wendet sich vorsorglich vor [/FONT]
    [FONT=&quot]einem Angreifer zur Seite und signalisiert, dass er es mit der Höhe und der Masse nicht böse meint, [/FONT]
    [FONT=&quot]dies aber nun mal notwendig ist. Genauso wie beim EZB-Turm in Frankfurt. [/FONT]
    [FONT=&quot]“Tut mir nichts ich habe es nicht so gemeint“. “Seht mich nicht als Macht und Mächtig, als Gegner, als [/FONT]
    [FONT=&quot]Ziel von Neid und Hass, das angegriffen werden müsste“.[/FONT]

    [FONT=&quot]Hier in der Innenstadt, gegenüber und nahe dem Commerzbank-Turm, würde diese Formensprache [/FONT]
    [FONT=&quot]wie sie auch der UNStudio-Entwurf hat, auch in dieser Weise wirken, unterwürfig und angepasst. [/FONT]
    [FONT=&quot]Dieser Entwurf würde sich hier aber optisch gut in das Hochhausbild einfügen, der C-Turm würde [/FONT]
    [FONT=&quot]weiterhin als markanter und dominanter Höhepunkt der Skyline bestehen bleiben können.[/FONT]

    [FONT=&quot]Aber wollen wir das?[/FONT]

    [FONT=&quot]Derzeit sehe ich in diesem Projekt die einmalige Chance einen neuen markanten “Höhepunkt“ zu [/FONT]
    [FONT=&quot]errichten, einen Turm der nochmal deutlich höher und markanter da steht als der C-Turm. [/FONT]
    [FONT=&quot]Kein Himmelb(l)au-feiger Wegdreher, sondern ein selbstbewusstes neues Highlight in einem [/FONT]
    [FONT=&quot]erheblichen Höhenabstand nach oben zum C-Turm.[/FONT]
    [FONT=&quot]Sonst bleibt der C-Turm für sehr lange Zeit eine Art Handicap für den Hochhausbau in Frankfurt.
    Jeder Neubau in dessen Nähe muss sich weiterhin zwangsläufig ducken oder sich zumindest in der [/FONT]
    [FONT=&quot]Höhe daran orientieren.[/FONT]

    [FONT=&quot]Bei dieser Überlegung sollte auch nicht zu klein und zaghaft gedacht werden und man sollte das [/FONT]
    [FONT=&quot]vorhandene, längerfristige Potential, das Frankfurt ohne Zweifel hat, nicht aus den Augen verlieren. Es [/FONT]
    [FONT=&quot]gibt in Wahrheit noch beinahe unerschöpfliche Ausdehnungs- und Wachstumsmöglichkeiten, wenn [/FONT]
    [FONT=&quot]man nur genauer hinschaut. Ein Potenzial natürlich auch für weitere Türme in der Innenstadt, [/FONT]
    [FONT=&quot]beispielsweise auch das Areal des heutigen Opern- und Schauspielhauses.[/FONT]


    [FONT=&quot]Wie H. und M. “architektonisch“ miteinander umgehen werden, wird wirklich spannend sein, da könnte [/FONT]
    [FONT=&quot]sich durchaus was Gutes ergeben, wenn M. noch im Ergebnis sichtbar bleibt. Beide müssen über [/FONT]
    [FONT=&quot]ihren Schatten springen (was sie sicher können), erst recht wenn sie in Richtung dieser vorgenannten [/FONT]
    [FONT=&quot]Überlegungen gehen würden und wenn sie den Wettbewerb überhaupt überleben wollen.



    [/FONT]

  • Ich finde das DB-Dreieck am Rande des Bankenclusters ist ungeeignet für einen neuen Hochpunkt, das würde zusammen mit dem CoBa Tower den Rest des Clusters erschlagen. Bessere Plätze wären Metzler, Marieninsel (jetzt beide belegt), FraSpa. Aber eigentlich sind alle Plätze die sehr nahe an CoBa liegen weniger geeignet aufgrund des Spires. Dieser sollte zurückgebaut werden oder muss der Hochpunkt bleiben, ansonsten würde er noch lächerlicher wirken.


    An den 4 Hochhäusern in den Visualisierungen des Nutzungskonzepts von UN Studio gefällt mir besonders gut, dass sie zusammen einen relativ monolithischen Block bilden, der unten sehr massiv wirkt aber durch die Staffelung oben nicht zu brachial und dominant ist. Es wäre ein guter Gegenspieler der CoBa und ein Versuch die CoBa etwas in die Skyline zu integrieren. Gut eine Landmarke muss zwar nicht unbedingt integriert werden (in etwa wie ein Fernsehturm), ich finde den CoBa Turm allerdings als Landmarke unangemessen für das Bankencluster, rein aufgrund meines persönlichen Geschmacksempfindens.
    Von daher bin ich für eine Entwicklung aus einem Guss, auch wenn ich archipat zustimme, dass eine heterogenere Entwicklung eher zu Frankfurt passen würde, …wenn es nur die CoBa nicht gäbe:mad:.