Four Frankfurt I: die Planung (233/178/128/105 m)

  • ^... nicht nur die. Es gibt noch ein paar andere Marken, die sich gerade in Frankfurt umsehen. Das Hotel hätte den Grand Ball Room gleich nebendran (Abs-Saal). Wenn sich die Materialität der Fassade des Hotels am zu erhaltenden Groundscraper orientiert, könnte es dort recht edel wirken. (Natürlich muss die Fassade des Altbaus aufgefrischt werden.)


    Und überhaupt fehlen Hotels in der unmittelbaren Innenstadt.

  • Sieht super aus!


    Super Mario hat gerade "Investor Grade" Anleihen in sein QE Bazooka eingefügt. Wenn das Finanzierungs Anleihen "Investor Grade" sind ... Geld für das Spaß wird super einfach zu kriegen.

  • Träume

    Manchmal werden Träume eben doch wahr. Einfach der schönste Wahnsinn. Ich tipp auf Gesamtkosten von 1,8 Mrd. Euro.

  • Was man bisher erkennen kann, scheint das tatsächlich enormes Potential zu haben. Sehr dicht, die Sockel als urbaner Blockrand ausgebildet - gefällt. Und auch Anzahl, Anordnung und Höhe der Türme genau so wie ich insgeheim die ganze Zeit gehofft hatte. So kommt der Commerzbank Turm auch endlich aus seiner Randlage heraus. Der höhere Wohnturm sieht mir dabei sogar eher nach 170 Metern aus, also der nächste höchste Wohnturm Deutschlands.
    Jetzt kommt es natürlich aber auch darauf an, dass die Architektur der Gebäude selbst zeitlos ansprechend wird. Leider werden dir Architekten zum großen Teil wohl wieder die üblichen Verdächtigen sein, ein Turm aus dem Hause Robert M. Stern dagegen würde dem Areal doch gut zu Gesicht stehen. Wichtig wird auf jeden Fall dass die Parzellen von jeweils unterschiedlichen Büros geplant werden. Die Hochhäuser werden dann hoffentlich nicht als die in letzter Zeit üblichen Vierkantbolzen geformt, sondern eher ähnlich wie im Modell, die höheren Türme gern auch mit Höhenstaffelungen. Wenn dann noch die Sockel eine gefällige Architektur, mit hoher Plastizität und gewisser Kleinteiligkeit aufweisen, kann das echt was Gutes werden.

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    Ich fände es im Gegenteil eigentlich ganz ansprechend, wenn die beiden Wohntürme im gleichen "Design" daherkommen würden; so wie auch in den Entwürfen des Ideenwettbewerbs. Finde solche Ensembles immer sehr ansprechend (wenn die Architektur stimmt), siehe z.B. Max & Moritz in Berlin. :daumen:

  • WOW!!!!
    Das ist ma ein Hammer!
    Ich bin begeistert. Ich finde es zwar sehr schade um das alte DB Hochhaus, aber dieses Esemblé ist eine Chance für die Innenstadt wie es sie selten gibt. Um ehrlich zu sein kann ich mich an kein Großprojekt dieser Größenordnung erinnern, denn es stellt Maintor und MyZeil sprichwörtlich in den Schatten! Hoffen wir nur dass es wirklich so kommt und nicht wieder kaputt kompromissiert wird, darin ist man ja leider in dieser unseren schönen Stadt sehr gut.
    Eine Sache die ich persönlich mir für das Projekt wünschen würde wäre eine kulturelle Nutzung. Ausstellungsräume, ein Theater oder Konzertsaal, sowas.

  • Vor ca. 17 Jahren wurde ja bekanntlich der erste "Städtebauliche Ideen- und bauliche Realisierungswettbewerb Hochhauskomplex " für den MAX entschieden. Auch damals waren u. a. die auch nun teilnehmenden Architekturbüro´s Max Dudler, Schneider + Schumacher sowie Jo Franzke mit Wettbewerbsbeiträgen vertreten. Einen Mäckler findet man nicht, dafür saß dieser, als einer von neun, als sog. Fachpreisrichter in der Jury. Als kleines Appetithäppchen sowie Vorgeschmack auf das, was uns voraussichtlich in etwa erwartet, hier ein kleiner Auszug aus dem damaligen (unverkäuflichen) Buch der Deutsche Grundbesitz zur Ausstellung. Zunächst mit Beiträgen o. g. Architekten:




    Einige weitere Beiträge von damals folgen:




    ...und zum Schluss, man sieht es schon, ein typischer Kollhoff.

    5 Mal editiert, zuletzt von skyliner ()

  • Das ist aufschlussreich, skyliner, aber wohl doch eher von historischem Interesse. Ich glaube nicht, dass 17 Jahre nach dem ersten Wettbewerb ähnliche Beiträge zu erwarten sind. Auch nicht aus denselben teilnehmenden Büros, selbst dann nicht, wenn die dort maßgebenden Personen noch dieselben sind. Dazu ist Architektur doch zu sehr Moden und dem Zeitgeschmack unterworfen, auch weiterentwickelte Bau- und Fassadentechnik wird eine Rolle spielen. Gerade an Jo. Franzke kann das festmachen, der ja Büroleiter bei Oswald Mathias Ungers war. Bei seinem damaligen MAX-Entwurf kann man, meine ich, den Einfluss von Ungers sehr deutlich ausmachen. Vergleiche den mal mit dem Messe Torhaus, bekanntlich ein Ungers-Entwurf. Und heute sehen die Entwürfe aus Franzkes Büro doch ganz anders aus, ruft man sich die Studie für das Polizeipräsidium-Areal oder den aktuellen Entwurf für das Wohnhochhaus an der Ostseite der Senckenberganlage in Erinnerung. Bei Schneider + Schumacher verhält es sich ähnlich, wenn auch weniger ausgeprägt. Nur Max Dudler ist immer noch der Rastaman beziehungsweise Raster-Mann der er schon damals war.

  • Den Kollhoff finde ich ja schon irgendwie cool. Ist zwar sehr retro und sehr amerikanisch und wird heute so vermutlich nicht mehr gebaut. Und weiß auch nicht ob er nach Frankfurt passen würde. Aber als Solitär finde ich ihn toll proportiniert und er erinnert einfach soooo an die Anfänge des Hochhhausbau dass ich mir den mit einer schön ausgearbeiteten Fassade und einer Antenne a la Empire State Building sehr gut vorstellen könnte. So als Hochhaus an sich.

  • Schneider+Schumacher mit runder Grundfläche fänd ich nicht schlecht.
    Kollhoff in modern hätte auch was.
    Auer+Weber+Partner in der Innenstadt wäre schon fein.
    z.B. Franzke geht auch heute noch nicht besonders gut.


    Ich vermute aber, der 228-er wird ein Vierkant aus Stein und Glas mit Raffinessen. Warum auch nicht.
    Das könnte z.B. ein Fall für Mäckler sein - etwa wenn er seine typischen auskragenden Fenster noch oben hin immer weiter einzieht. Aber eigentlich wäre Mäckler perfekt für den 100-er Hotelturm über dem Altbau. Das ist sein Ding und seine Epoche.


    Aber wenn UN S noch ein bisschen an seinem 228-er schraubt, weisse Elemente mit bläulichem Glas, dann wäre das auch mehr als in Ordnung.


    Bei Groß & Partner weiß man, sie schauen auf die Kosten. Deshalb: Freude, aber mit Maß.

  • Absolut durchdachter und visuell stimmiger Entwurf, gerade auch in Bezug auf die Baumassen.
    Wunderbar auch das offensichtlich vor allem schlanke Türme geplant sind.


    Laut FR betragen die Höhen: 100m, 130m, 170m und 228m (mit Technik evtl. ein paar Meter mehr), im höchsten Turm mit öffentlicher Skylounge, der Maintower könnte also Konkurrenz bekommen :)


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    Mod-Hinweis: Der FR-Artikel ist mittlerweile auch online zu lesen.

  • Schönes Projekt. Langsam wird es wohl eng in dem Bereich.
    Für mich ist der 228m Turm eigentlich der höchste in FFM. Der dürfte nämlich die höchste nutzbare Etage haben. Ist natürlich Ansichtssache. Dieser seltsame Aufbau auf der Commerzbank verhilft ihr ja nur zum Titel.
    Ich find auch schade dass man das alte Deutsche Bank Gebäude abreisst, aber womöglich besser als es bis zur Unkenntlichkeit energetisch zu "sanieren".

  • Unabhängig davon, inwieweit der Denkmalschutz tatsächlich in letzter Konsequenz dazu bereit, gewillt und in der Lage wäre eine Bebauung zu verhindern, ist es doch schön in der FAZ zu lesen, daß der für Frankfurt zuständige Landeskonservator Heinz Wionski festgestellt hat, daß "die Interessen des Denkmalschutzes gewahrt" blieben. Besonders das Foyer in der Junghofstr. 11 sei erhaltenswert, weniger der Hermann-Josef-Abs-Saal.


    Ein Bild des schmucken Gebäudes mit besagter Hausnummer 11 von heute:


    Laut Auskunft eines vor der Tür "wachenden" Security-Menschen werde der Bau derzeit bereits von Groß & Partner genutzt. Im ersten Stock kann man durch das Fenster ein Architekturmodell erkennen. Um welches Projekt es sich handelt leider nicht. Spannend, spannend das Ganze...!

  • Seit kurzem verhüllt ist das Parkhaus zur Neuen Schlesingergasse. Heute:



    Ohne grünem Tuch gäbe es schmucken Waschbeton zu sehen. Links im Bild die Rückseite des Parkhausteils mit Sichtbetonfassade. Zum Vergleich und zur Ergänzung ein Blick im doppelten Sinn zurück, nämlich die Neue Schlesingergasse in Richtung Norden (auf das Eurotheum) und von September 2015:



    Bilder: epizentrum

  • --- Planungsunterlagen auf Wunsch des Auslobers entfernt. Im Mai 2016 wird es eine umfangreiche Veröffentlichung sowie eine Ausstellung mit allen Entwürfen geben. ---

  • UN Studio ist wirklich ganz klarer Sieger (von mir aus kann man das gleich so bauen).


    Die anderen Entwürfe/Designs sind eher Einheitsbrei. Allerdings, haben die anderen Entwürfe auch ein paar wenige gute Ideen bezüglich des Innenplatzes (zB transparente Überdachung, teilweise bessere Anordnung der Stores, usw), auch der "Haupteingang" (UN) ist mir noch zu unspektakulär. Hier könnte man ja noch ein paar Ideen übernehmen...

  • Da hat UNStudio allerdings sehr verdeint der 1. Preis gewonnen, der zweite Preis von Max Dudler wirkt für mein Empfinden sehr trist, viel zu monoton und arg langweilig. Meines Erachtens sind da die beiden Anerkennungen von raumwerk und 3XN Architects weiter vorne.


    Klar – es geht erst mal nur um Anhaltspunkte, um die Verteilung der Nutzungen und der Baumassen, aber trotz allem macht der Gewinnerentwurf hier insgesamt den besten und stimmigsten Eindruck.

  • Also die horizontale Fassadenstruktur von UN Studio springt mir sofort ins Auge und ist ggü. den anderen Wettbewerbsentwürfen eine echte Wohltat. Die Skyline wird damit deutlich diversifiziert.

  • Gut, daß UN-Studio teilgenommen hat, ohne wäre der Gewinner, völlig egal wer, eine Katastrophe gewesen.


    Jetzt heißt es hoffen und beten, daß bei den endgültigen Entwürfen nichts gravierend schlechteres bei rauskommt ( kennt man ja leider aus der Vergangenheit ). Denn besser als auf gezeigter Simulation kanns kaum werden ( gut, der höchste Turm dürfte sich nach oben auch etwas verjüngen ).