Four Frankfurt I: die Planung (228/173/120/100 m)

  • RobertKWF, mich würde interessieren, wie Du auf die Idee gekommen bist, den Comerzbank Tower als "Handicap" zu bezeichnen.
    Haben wir nicht dem sogenannten Hochhausrahmenplan eine solide, relativ durchdachte Etwicklung der Skyline zu verdanken? :D
    Auch die Äußerung, es sei eine einmalige Chance einen neuen größten Hochpunkt in FFM zu schaffen, halte ich für lächerlich, bei allem Respekt.


    Ich denke, die Gründe, eine neue, herausragende Landmarke (größer als CoBa) zu setzen sind eher schwach (zumindest innerhalb der Skyline, direkt neben CoBa). Was möchte man damit erreichen? Bestünde ein plausibler Bedarf dafür? Welche Rolle würde der CoBa Tower dabei spielen, wenn er einen "Konkurrenten" nebenan bekäme?


    Soll man wie Moskau oder London (der vielleicht berühmteste Tower in London, "The Gherkin", scheint übrigens immer mehr und mehr von neuen Türmen "zugebaut" zu werden) seinen Ego nicht mehr stoppen und einfach weiter nach oben bauen, um der Welt zu zeigen, wie groß man ist?
    Was bringt das im Endeffekt? Wenn man in Frankfurt 365m bspw. hoch baut, wird in Moskau 380m in die Höhe gebaut, während in London ein +400m Turm errichtet wird. Nebenbei entsteht irgendwo in der Wüste ein 1km hoher Turm der Nachhaltigkeit.


    Jeder möchte einzigartig sein, auch Frankfurt. Deshalb muss die Stadt einen anderen Weg gehen, als viele andere weltweit, nicht den "Turmbau zu Babel" nachahmen, sondern seinem Stil treu bleiben, um sich so weiterhin von anderen internationalen Städten abzugrenzen und ein ganz eigenes Stadtbild zu behalten/erweitern.
    Das würde mehr von Charakterstärke zeugen und überhaupt nicht weniger attraktiv für Investoren sein, davon bin ich überzeugt.


    Selbstverständlich soll sich eine Stadt auch weiterentwickeln können, mutig und optimistisch neue Entwicklungen wagen. Aber in einigen bestehenden Kontexten muss man etwas rücksichtsvoller herangehen, wie hier im Zentrum des Frankfurter Bankenviertels.
    CoBa hat eine sehr besondere Physiognomie, mit seinem "Arm" spricht er ein klares Machtwort und gibt das Maximum der Höhe an. So wurde er entworfen. Die Nachbarn sollten sich demnach anpassen und unterordnen. Eine derartige Aufteilung erzeugt doch ein gewisses Gleichgewicht, eine Harmonie in der Skyline, was SEHR wichtig ist.
    Man darf nicht so fahrlässig mit vorhandenen Identifikationsfiguren umgehen, woran sich die Frankfurter seit rund 20 Jahren gewöhnt haben.


    Ein Supertall bspw. neben dem CoBa Tower wäre mMn zu vergleichen mit:
    Ein Megatall direkt neben dem Empire State Building. Ein Burj Khalifa neben The Shard in London. Ein Australia 108, anstatt in der Nachbarschaft vom Eureka Tower, direkt zwischen 101 und 120 Collins St in Melbourne CBD.
    Es wäre absurd. Wolkenkratzer können nicht an irgendeiner beliebigen Stelle stehen. Vielleicht in einer kleinen Modellsammlung im Keller, aber nicht in der Realität, wo es um eine sehr große Verantwortung geht. Beeindruckend und überwältigend muss nicht immer etwas positives bedeuten. Es kann genauso schnell einen störenden, unruhigen Effekt erzeugen.


    Übrigens, Frankfurt kann man sich kaum mehr ohne den Comerzbank Tower vorstellen. Frankfurt ohne den zukünftigen Wolkenkratzern schon. ;)

  • Die Coba wirkt nicht (nur) durch die Höhe, sondern v. a. auch dadurch, dass der Bau kein solcher "Magerling" ist, wie so mancher "Scheinriese" in der Skyline von FFM, dessen Erdgeschoss-Seitenlänge man doch arg schnell abschreiten kann, wenn man einmal davor steht (die größte Enttäuschung dahingehend war für mich der Messeturm).


    Dazu noch der Kunstkniff, eine Grundfläche zu wählen, die annähernd ein Dreieck bildet, statt einer rechtwinkligen Grundfläche und den Gebäudekern weitgehend mit Atrien zu gestalten. Damit hat man trotzdem "breite Flanken" und der Turm wirkt viel massiger, als die selbe Geschossfläche bei den sonst üblichen kreisförmigen und rechtwinkligen Grundflächen mit kompakter Bebauung ohne Atrien (oder Mischungen daraus, vgl. Messeturm).


    Es wird also schon sehr darauf ankommen, welche äußere Form der größte Turm haben wird, ob und wie er die Skyline in Zukunft dominiert.


    UNStudio hat da postmoderne und verspielte, organische, "bauchige" Grundformen gewählt, die bei gleicher Geschossfläche doch deutlich dominanter wirken, als ein rein rechtwinkliger (bzw. "Architektur der Moderne") Entwurf. Damit wirkt UNStudio auch deutlich passender für das 21. Jahrhundert und als spektakuläres Wahrzeichen für eine Stadt und einen Projektentwickler, als die doch sehr nach "Moderne des 20. Jahrhundert", also nach "gestern" und "hat man irgendwie alles schon zigfach gesehen" aussehenden, rechtwinkligen Kästen der anderen Vorentwürfe. UNStudio wirkt futuristisch und löst Euphorie aus, die anderen Entwürfe wirken "alt" und lösen Ernüchterung aus.


    Wenn ich mir anschaue, dass Groß & Partner bis heute das Projekt mit dem UNStudio Entwurf auf ihrer Website bewerben, dann lässt das schon eine gewisse Präferenz für eine städtebauliche Dominante, Euphorie und Futurismus erkennen:


    http://www.gross-partner.de/de/projects/db-areal/

  • Ergänzend zu den Modellfotos aus den Beiträgen 168 und 239 stelle ich noch diese Modellfotos vom städtebaulichen Entwurf von UN Studio ein.


    Bei diesem Blick stehen die Hochäuser (v.l.n.r.) CoBa neu, CoBa alt, Omniturm, Japan Center, Garden Tower, Main Tower, Eurotheum, 197-FraSpa (bisher nicht gebaut) in der 2. Reihe:

    Die mäßige Bildqualität, ursächlich durch die Handykamera und dunkle Ausleuchtung, bitte ich zu entschuldigen. Zum vergrößern das Bild klicken!


    Die CoBa neu, der Omniturm, hier noch nicht mit dem minimalen Höhenwachstum, der große Büroturm und der große Wohnturm bilden ein ausgewogenes Micro-cluster.
    Mit Blick über die Kaiserstaße auf die beiden Wohntürme:


    Der Omniturm mit der Hochhaus-Quadriga auf dem DB-Areal (beachte den geringen Abstand zw. den Quadriga-Türmen):


    Erstaunlicherweise wirkt der Taunus Turm bei diesem Modell im Verhältnis zum neuen CoBa Hochaus gar nicht so niedrig bzw. hält mit dem großen Wohnturm wacker mit;
    die Junghofstraße liegt jetzt quer vor der Quadriga:


    Wie schon erwähnt verliert das neue CoBa Hochhaus seine Höhen-Dominanz dank Omniturm und großem Wohnturm / Büroturm.
    Ob das auch in der Realität so wirkt, wird sich zeigen.
    Beachte die Proportionen der Eingänge und das leichte zurückspringen des Blockrandes an der Junghofstraße:


    In der Bildmitte ist noch die Neue Schlesingergasse zu erahnen.
    Bei diesem Blickwinkel entsteht der Eindruck das bei geöffneten Fenstern die Angestellten vom großen Büroturm sich die Hände schütteln können mit den Angestellten des Omniturm / Main Tower.


    Das Ensemble von der Tausnusanlage aus gesehen; hier ist der Hand-Shake-Täuschungseffekt noch ausgeprägter:


    Jetzt in der Flucht von Taunus Turm und CoBa neu, also auf der südlichen Straßenseite vom Taunustor:

    alle Bilder: main1a

  • Vier neue Hochhäuser aus der Entfernung

    [FONT=&quot]DB-Dreieck mit MAX [/FONT][FONT=&quot](Fortsetzung von #279 oben)[/FONT]http://www.deutsches-architekt…hp?p=552058&postcount=279

    [FONT=&quot]Im Moment reden wir ja viel über die Optik, die Proportionen, die Formgebung und die [/FONT]
    [FONT=&quot]Höhenunterschiede, im Wesentlichen aus einer gewissen Entfernung betrachtet, dabei ohne [/FONT]
    [FONT=&quot]Festlegung aus welcher Richtung. [/FONT]

    [FONT=&quot]Keine Ahnung was für den/die Bauherren wichtig und ausschlaggebend ist und was die von ihnen in [/FONT]
    [FONT=&quot]den Wettbewerb genommenen oder gemeldeten Architekten noch daraus machen oder vorschlagen [/FONT]
    [FONT=&quot]werden und auch ein wenig was die aufmerksamen und gewissenhaften Damen und Herren im Römer [/FONT]
    [FONT=&quot]davon halten und genehmigen. Irgendwie wird auch noch die Investitionssumme eine Rolle spielen.[/FONT]

    [FONT=&quot]Meines Erachtens können in dieser Lage so viele Quadratmeter gebaut werden wie man nur will, die [/FONT]
    [FONT=&quot]werden über kurz oder lang (eher kurz) vermietet oder verkauft werden können, wie überall eigentlich [/FONT]
    [FONT=&quot]in der Innenstadt. Fragt sich nur zu welchem Preis.[/FONT]

    [FONT=&quot]Davon wird auch [/FONT][FONT=&quot][FONT=&quot]für den Investor[/FONT] in gewisser Weise eine Obergrenze bei der Höhe der Gebäude [/FONT]
    [FONT=&quot]abhängig sein, wenn man schon in überschaubarer Zeit in die Gewinnzone kommen will. Das soll [/FONT]
    [FONT=&quot]keine Belehrung sein (um Gottes willen), das wissen die selber besser, sondern nur eine Art Vorrede.[/FONT]


    [FONT=&quot]Gerade weil der geplante neue, höchste Turm ein bisschen in der Mitte dieses Hochhausviertels steht, [/FONT]
    [FONT=&quot]sehe ich die Möglichkeit von noch gut 15 Stockwerken mehr Höhe und auch mehr Masse, mehr Wucht [/FONT]
    [FONT=&quot]und Dominanz. Die drei kleineren könnten dann auch noch höher werden. Damit entsteht natürlich auch[/FONT]
    [FONT=&quot]insgesamt mehr Büro- und Wohnfläche. [/FONT]
    [FONT=&quot]Dieses bessere Wachstum, diese bessere, optimalere Ausnutzung der Bodenfläche in der Innenstadt [/FONT]
    [FONT=&quot]hätte man sonst für lange Zeit verspielt.[/FONT]
    [FONT=&quot]Ein eventuell kurzfristiger Bau-Überschuss zum aktuellen Bedarf, wird schon bald wieder geschlossen [/FONT]
    [FONT=&quot]sein. Bis dahin werden die bisher erzielten Gewinnüberschüsse bestimmt ausreichen. [/FONT]
    [FONT=&quot]Es ist also sowohl in der Optik und Fernsicht auf den Komplex, als auch in ökonomischer Hinsicht ein [/FONT]
    [FONT=&quot]Zuwachs.[/FONT]

    [FONT=&quot]Wir fangen jetzt erst an darüber nachzudenken, was es für die Qualität des Wohnens, des Arbeitens, [/FONT]
    [FONT=&quot]des Shoppings, der Freizeitgestaltung und des Kulturbetriebes bedeutet, wenn in absehbarer Zeit nur [/FONT]
    [FONT=&quot]noch Kraftfahrzeuge mit alternativen Antrieben, mit wenig oder keinem Schadstoffausstoß und mit etwas [/FONT]
    [FONT=&quot]weniger Lärm, in der Stadt verkehren werden. Die schlechte, belastete Luft wird dann beispielsweise [/FONT]
    [FONT=&quot]in der Innenstadt so gut wie keine negative Bedeutung mehr für den Arbeitsplatz oder den gewählten [/FONT]
    [FONT=&quot]Wohnungsstandort haben. Andere Standort-Kriterien werden dann für die Menschen, Berufstätige, [/FONT]
    [FONT=&quot]Bewohner und Besucher vorrangig sein. Jeder der wie ich gerne die Innenstadt aufsucht und nutzt [/FONT]
    [FONT=&quot]weiß was ich meine.[/FONT][FONT=&quot][FONT=&quot] Dann wird es eine neue Sogwirkung Richtung Innenstadt geben.[/FONT]


    [/FONT]

  • Groß & Partner haben ihre Projektseite leicht aktualisiert und unter anderem eine Grafik zu genaueren Nutzungsaufschlüsselung hinzugefügt (vgl. mit #166): 215.000 qm Geschossfläche insgesamt, aufgeteilt in 45% Büro, 19% Wohnen, 15% Hotel, 10% Condo (Eigentumswohnungen?), 8% Einzelhandel, 3% Soziales (bspw. Kita).


    Darüber hinaus zeigen sie in einer Übersichtsgrafik neben der bekannten Anordnung der Türme mit ihren Grundrissen auch die Höhen mit einer winzigen Änderung im Vergleich zu unserem Stand von September: 100, 120, 172 und 228 Meter sollen es werden:



    Bild: Groß & Partner, Frankfurt

  • Nach wie vor sehr gelungen.


    Mich wundert, dass nur etwa einen Monat vor Bekanntgabe der finalen Entwürfe noch einmal die Seite aktualisiert wird.


    Interessant ist, dass der FraSpa Turm in der Skizze mit aufgeführt wird.

  • Was ja auffällt bei der Splittung sind die 19% Wohnungen. Nur 19%! + 10% Condominiums. Das ist im Vergleich zu den angedachten Baumassen und Funktionsverteiungen, die sich aus je zwei Büro- und Wohntürme zusammensetzen, nicht ganz adäquat. Gleichzeitig ist der Hotelanteil recht hoch.
    Da ist noch mal etwas Konkretisierendes passiert.

  • Die geänderte Nutzungsaufteilung wird Folge des vom neuen SPD-Planungsdezernenten verlangten 30-Prozent-Anteils an öffentlich geförderten Wohnraum auf dem Baugrundstück sein. Wie ich dessen Forderung verstehe, etwa hier wiedergegeben, bezieht sich die Quote bei einem Bauvorhaben auf die geplante Wohnfläche, nicht auf die insgesamt geschaffene Geschossfläche. Bei einem Projekt mit Mischnutzung auf solch teurem Boden muss also der Wohnanteil reduziert werden, um das Vorhaben rentabel zu halten. Folge von Interventionismus wider die Vernunft ist eben oft, dass das Gegenteil von richtig eintritt. Ein Pyrrhussieg linker Ideologie.

  • Folge von Interventionismus wider die Vernunft ist eben oft, dass das Gegenteil von richtig eintritt. Ein Pyrrhussieg linker Ideologie.


    ja, so ist es.
    Diese 30%-Quote verkennt TOTAL die Strukturen auf dem Wohnungsmarkt.


    Die eigentliche Brisanz der aktuellen Wohnungsknappheit liegt im Wohnungsbestand und nicht im Wohnungsneubau. Die eingessenen Milieus werden nicht durch sog "Luxusneubauten" in der Nachbarschaft, sondern durch das (nach wie vor ungezügelte) Aufkaufen, Aufteilen und Kernsanieren von bestehenden Mehrfamilienhäusern speziell hier in Ffm. bedroht / beseitigt.
    Stadtstaaten wie HH und Berlin haben auf Basis des Baugesetzbuches (BauGB) bereits einschlägige Milieuschutzsatzungen beschlossen um diesem Treiben (im Rahmen des bundesgesetzlich Möglichen) Einhalt zu gebieten.
    In Ffm. (bzw. Hessen) geht das (aus welchen politischen Gründen auch immer) offenbar nicht.



    Liebe <Parteibücher>:
    Die "Stadt für alle" wird im BESTAND verteidigt und nicht über die Diffamierung des NEUBAU ("Luxuswohnungen" etc.) !!.

  • Ja, klingt mal wieder nach sozialistischer Intervention.


    Trotzdem, hier hat man sehr gut reagiert. Dann gibt es eben mehr Hotelfläche und mehr Büros, genau das was man im Bankenviertel langfristig auch braucht. :daumen:

  • Aber ich kann mich noch erinnern,dass immer 60.000 qm BGF für Wohnungen vorgesehen war.Und 29% von 215.000. qm sind 62.350 qm.


    Also hat sich doch gar nichts geändert.Ebenso war von mind. 90.000 qm für Büros und etwa 30.000.qm für Hotels die Rede.

  • Fast möchte ich sagen, wie egal mir der Wohnungsbau ist, aber ich tue es nicht. Alleine, dass die Aktualisierungen weiterhin die von vielen hier gewünschte Richtung gehen, möglichst wenig an der gezeigten Architektur zu verändern, lässt mich immer mehr hoffen, dass hier weiterhin ein ganz großer Wurf im kommen ist.


    Ich kann es kaum erwarten die hoffentlich bald kommenden Überarbeitungen zu sehen, daher ist jeden kleine Update auch schon willkommen.

  • @rilla: stimmt, das hast du gut in Erinnerung. Von daher: Es hat sich gar nichts geändert, außer dass "30% Wohnen" jetzt "19% Wohnen und 10% Condominiums" heißt.



    Erste Nachricht über das Projekt,#166


    Zitat von Schmittchen am 10.03.2016

    durch die Änderung soll sich auch die bisher mögliche Ausnutzung von 155.000 m² auf 210.000 m² Bruttogrundfläche erhöhen (!)
    in etwa verteilt auf 90.000 m² Bürofläche, 60.000 m² Wohnfläche sowie 30.000² Hotelnutzung und 20.000 m² für Einzelhandel und Gastronomie

  • Entscheidung im Architekturwettbewerb

    Den Architekturwettbewerb hat UNStudio, Amsterdam, gewonnen. Die ganz frische Pressemitteilung von Groß & Partner:


    [INDENT]Der Gewinner des Architekturwettbewerbs zur Neugestaltung des ehemaligen Deutsche-Bank-Areals steht fest: UNStudio aus Amsterdam überzeugte einstimmig das achtköpfige Preisgericht, bestehend aus Vertretern der Stadt, Architektur- und Städtebauexperten und der Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH. Zwei dritte Preise gingen jeweils an die Bewerbergemeinschaften Dudler/Jahn und MSW/Snohetta, eine Anerkennung erhielt der Entwurf von Christoph Mäckler/CoopHimmelblau.


    Insgesamt nahmen fünfzehn nationale und internationale Architekturbüros an dem Wettbewerb teil. Darunter befanden sich sowohl einzelne Büros als auch einige Bewerbergemeinschaften, so dass sich das Teilnehmerfeld aus elf Bewerbern zusammensetzte. Die Herausforderung lag darin, ein gemischt-genutztes, urbanes Stadtquartier aus vier Hochhäusern und einem mehrgeschossigen, verbindenden Sockelgebäude im Herzen der Frankfurter City zu gestalten – ein neuer Anziehungspunkt für die Menschen in der Mainmetropole. Einzelhandel, Gastronomie und Hotels gehören ebenso dazu wie ein umfangreiches Wohnangebot, in das auch 8.000 m² Geschossfläche nach den Förderprogrammen der Stadt Frankfurt am Main und des Landes Hessen integriert werden. Die Frankfurter Skyline wird mit den vier, bis zu 228 Meter hohen Türmen, neu definiert werden.


    Der Siegerentwurf von UNStudio überzeugte die Jury vor allem durch die Vielfalt der attraktiven Kubatur, die Ensemblewirkung der vier Türme sowie die räumliche Qualität, die sich auch durch die Integration der denkmalgeschützten Gebäude in der Junghofstraße zeigt. Die konsequente Öffnung des Stadtquartiers gewährleistet eine neue Vernetzung der Innenstadtwege zwischen Bankenviertel, Rossmarkt, Kaiserplatz und den Einkaufslagen der Goethestraße bis zur Alten Oper.


    „Ich freue mich, dass mit den vier Türmen ein neuer, pulsierender Ort im Herzen der Frankfurter City entsteht. Das Projekt bietet die Chance, Frankfurts Attraktivität als interessante und lebenswerte Stadt auf internationalem Niveau zu steigern und damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung unserer Stadt zu leisten. Den Entwurf von UNStudio bewerten wir als sehr gelungen, denn die vier Türme bereichern die Skyline nicht nur architektonisch, sondern auch als öffentlicher Anziehungspunkt“, so Jürgen Groß, geschäftsführender Gesellschafter von Groß & Partner.


    Mit dem Quartier schafft Groß & Partner neuen, öffentlichen Raum an einem Standort der Innenstadt, der über 45 Jahre nicht mehr allgemein zugänglich war. Mindestens 3.000 Menschen sollen in dem neuen Quartier arbeiten, etwa 1.000 Menschen dort wohnen. Auf dem Areal werden neben Wohnungen und Büros auch Gastronomie, Einzelhandel, Hotels, Geschäfte für die Nahversorgung, eine Kindertagesstätte und Erlebnisflächen entstehen.


    Stadtrat Mike Josef zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis des Wettbewerbs: „Das Projekt hat eine Vorreiterrolle beim Wandel des Frankfurter Bankenviertels hin zu einem durchmischten Quartier. Mit der Neugestaltung des Areals entsteht eine größere Nutzungsmischung, ein neuer Platz, eine öffentlich begehbare Dachfläche und auch bezahlbarer Wohnraum. Das bisher abgeschottete Gelände in zentraler Lage wird für die Öffentlichkeit zugänglich. Hier entsteht ein lebendiges Quartier, in dem nicht nur gearbeitet wird, sondern auch jedermann wohnen kann.“


    Die Beiträge aller Architekten werden vom 04. März bis 18. März öffentlich in der Junghofstraße 11 auf dem ehemaligen Deutsche-Bank-Areal ausgestellt. Der Startschuss für den Bau des neuen Quartiers wird im Laufe des Jahres erwartet, die Nutzung der ersten Gebäude ist für 2021 avisiert.[/INDENT]


    Weitere Informationen folgen, sobald verfügbar. Die ersten beiden herausgegebenen aktuellen Visualisierungen (Anklicken vergrößert nochmals):



    Gesamtansicht:



    Ausschnitt aus dieser Gesamtansicht:



    Bilder: UNStudio / Groß & Partner

  • Was für eine Knallernachricht!
    Das bisherige Bild gefällt mir richtig gut. Die subtilen Überarbeitungen und die Details vermögen zu gefallen.
    Besonders der Baukörper des größten Turmes gefällt mir gut.
    Auch die "Aus einem Guss" Optik finde ich topp!

  • Sehr schön soweit. Aber man kann sich natürlich noch kein abschliessendes Urteil bilden. Und wenn schon alle 4 Türme aus einem Guss dann nur von UNStudio :)
    Der 4. Turm (120m) gefällt mir bisher nicht so, aber mal warten auf weiteres Bildmaterial.

  • Die gute Nachricht des Tages!
    Ich kann es kaum erwarten dass dieses Esemble die Skyline bereichert. Schön wär natürlich noch eine kulturelle Nutzung gewesen, aber das ist jetzt Jammern auf hohen Niveau. Der beste Entwurf hat gewonnen.

  • Na geht doch! Dann hat sich ja doch der allgemeine Wunsch nach einem vollen Ensemble aus einem Guss durchgesetzt. Die noch etwas sphärischen Bilder zeigen noch nicht die ganze Realität. Interessant wird auch noch die Zugangs- und Hofgestaltung. Da ist noch ein wenig verändert worden, das heißt passantenfreundlicher gestaltet.