Four Frankfurt I: die Planung (228/173/120/100 m)

  • Bis auf die grüne Fassade finde ich ihn auch ganz okay. Von der Modefarbe sollten die mal wieder wegkommen. 3 Stück in dem Design langen.

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    eigentlich ganz normal nur grün und rot erscheinen etwas farbloser und gleichen sich bei schlechten Lichtverhältnissen realtiv schnell an. Bei Gallileo sticht deswegen auch das grün nicht so in den Vordergrung.


    Wenn alles Pink wäre hätte ich mich schon lange erhängt!:D

  • Die sollten mal einen Entwurf für die EZB abgeben. Da wackelt der Eurotower, weil die Menschen da drin nicht mehr aus dem Lachen rauskommen.

  • Zitat von Isek

    was hat diese *.pdf datei explizit mit MAX zu schaffen? nur weil ein paar bunte fe-bildchen drin sind muss das noch nicht heissen dass die planungen sehr weit fortgeschritten sind..


    Isek, wenn Du nicht was geschrieben hättest hätte ich es getan. Diese PDF-Datei sagt wirklich gar nicht viel aus. Diese allgemeine Information über Grundungen habe ich in meiner Lehre gehabt. Es hat mich an alten Zeiten erinnert. Danke.

  • In der westlichen Innenstadt stünden laut FAZ in den nächsten Jahren eine Reihe von Veränderungen an. Darunter findet auch das Areal zwischen Großer Gallusstraße und Junghofstraße (bzw. MAX) heute Erwähnung. Das Projekt ist (noch) nicht gestorben!


    Artikel der FAZ.

  • Wettbewerb für Deutsche-Bank-Areal am Roßmarkt

    Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft lud Architekturfakultäten von fünf Universitäten ein, um in einem Wettbewerb Lösungen für das Areal der Deutschen Bank am Roßmarkt zu erarbeiten. Die Aufgabe des Wettbewerbs nimmt ein zentrales, innerstädtisches Gebiet in den Fokus, das zwischen dem Altstadtplatz am Roßmarkt und dem Bankenviertel aufgespannte Areal der Deutschen Bank. Die Wettbewerbsteilnehmer sollten Lösungen für die Neugestaltung des gesamten Areals der Bank erarbeiten. Der Wettbewerb des Kulturkreises wurde in Kooperation mit der Deutschen Bank und der Stadt Frankfurt durchgeführt. Im Juli 2011 entschied die Jury, aus den 19 eingereichten Entwürfen drei Preise und zwei Anerkennungen zu vergeben.


    Der Architekturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2011 ging an Mark Streich, Finn Petersen und Bastian Große Halbuer von der Hafencity-Universität Hamburg. Den 2. Preis erhielt Lisa Heppner, Universität Kassel, für ihren Entwurf "Roßmarkt Relief". Der 3. Preis ging an Peter Blume und Sebastian Oertel von der TU Dresden für den Entwurf "Die Stadt in der Stadt". Außerdem wurden noch je eine Anerkennung an Samuel Schöne und Franziska Röder vergeben.


    Mehr auf den Seiten des Stadtplanungsamts. Die Arbeiten der Preisträger sind im dortigen Atrium noch bis zum 28. September 2011 ausgestellt.



    Bild und Textauszüge oben: Stadtplanungsamt Frankfurt


    Auch wenn es wenig wahrscheinlich ist, dass dieser Wettbewerb unmittelbaren Folgen (im Sinne einer Realisierung) hat, so ist es doch interessant zu wissen, dass die Deutsche Bank weiter über das große und ausgezeichnet gelegene Areal nachdenkt. Ein paar Visualisierungen und Modellfotos des erstplatzierten Entwurfs:



    Die Preisträger haben ihren Entwurf "Frankfurter Stadthöfe" genannt:



    Modell, Ansicht von Norden:



    Modell, Ansicht von Osten:



    Des Maxens jüngerer Bruder:



    Ich zähle 60 Etagen beim Hochhaus (plus die fensterlosen Technikgeschosse). Wir erinnern uns: Der seit 2003 geltende Bebauungsplan lässt hier eine Höhe von 228 Metern zu.


    Beim Nutzungsmix wurde kaum etwas ausgelassen:



    Bilder: Mark Streich, Finn Petersen, Bastian Große Halbuer / Kulturkreis der deutschen Wirtschaft / Deutsche Bank


    Weitere Ansichten, auch der anderen Preisträger, gibt es an dieser Stelle.

  • Auch wenn mir beim 1. Platz die Architektur gar nicht gefällt, fände ich zumindest solch eine Nutzung sehr gut.


    Aber schön zu sehen, dass ein Bauvorhaben auf diesem Areal nicht vollends aufgegeben ist!

  • Das ist aber wirklich das einzig erfreuliche an diesem Wettbewerb, daß man vlt. in den nächsten Jahren auf eine Entwicklung dieses Areals hoffen kann.


    Was die Architektur angeht, sind zumindest die gezeigten Entwürfe mehr als enttäuschend, wenn denn eine konkrete Planung angegangen wird, sollte man sich am alten Max-Entwurf orientieren. Die Freifläche zur Straße und die Positionierung sowie Architektur des Max direkt vor dem Gardentower sind ideal.


    Zu Frau Röder: Die sollte ihre 500,-- der Jury spenden, dann können sich die Juroren dafür einen hinter die Binde kippen, ist bei dem Entwurf dringend nötig.

  • Zunächst einmal fällt auf, dass die Studenten das Hochhaus direkt an die Große Gallusstraße gerückt haben. Mich überzeugt das eher als die Planung für den Max-Standort, allerdings würde es wohl eine Änderung des Bebauungsplans erforderlich machen. Denn der seit 2003 geltende Plan sieht ein Hochhaus "in zweiter Reihe" vor. Dies dürfte seinen Grund (auch) in dem an der Ecke Neue Mainzer und Große Gallusstraße möglichen 175-Meter-Turm des Bankhauses Metzler haben. Schwer zu sagen, ob die Abstandsflächen wünschenswert oder zumindest ausreichend groß wären, wenn mit Metzler, Max und dem zum Wohngebäude umgebauten alten Hochhaus der Deutschen Bank gleich drei Türme nebeneinander am Blockrand der Großen Gallusstraße stehen würden.


    Das sind die bisherigen Baugrenzen für den 228-Meter-Wolkenkratzer:



    Plan: Stadt Frankfurt (amtliches Werk)


    Des weiteren überrascht die vergleichsweise geringe Höhe der Neubauten, die die "Frankfurter Stadthöfe" bilden sollen. Auch wenn dahinter wahrscheinlich die Überlegung mit viel Tageslicht bis zum Boden der Höfe steht, wäre in dieser Umgebung doch mehr Höhe angebracht. Doch handelt es sich eben um einen Studentenwettbewerb, von daher sehr müßig, über Geschosszahlen oder (fehlende) Gestaltungsqualität der Fassaden zu befinden. Die Grundidee mit den "Stadthöfen" jedenfalls ist meiner Meinung nach gut und aufgrund der Nähe zu den bestehenden Luxus-Einkaufslagen durchaus erfolgversprechend.


    Aus meiner Sicht erhaltenswert ist das Bestandsgebäude der Deutschen Bank an der Junghofstraße. Hier eine Außenansicht aus Street View. Das sind die Fünfziger, aus dem Vollen geschöpft. Unter anderem befindet sich dort der Hermann-Josef-Abs-Saal, Einblicke gibt es auf dieser Seite. Den im 1. OG gelegenen Konzertsaal mit 9,30 Meter Deckenhöhe zeigt dieses Foto. Die verbleibenden Flächen dahinter könnte man gleichwohl teils umbauen, teils neu überbauen und so die vorgeschlagenen Höfe schaffen.


    Wo wir schon beim Wünsch-dir-was sind: Bitte auch den ursprünglichen Zustand des Bankgebäudes am Roßmarkt wieder herstellen. Vor allem die aktuelle Dachgestaltung ist sehr unerfreulich, und ganz besonders schlimm sieht es von oben aus. Ohne Worte in diesem Zusammenhang, dass man mit einem solchen Geschwür aus der Mottenkiste der Moderne noch eine Anerkennung in diesem Wettbewerb erhalten konnte.


    Gelassen geht die Grundstückseigentümerin mit dem Wettbewerb und seinem Ergebnis um. Die Rundschau zitiert in einem aktuellen Artikel einen Sprecher der Deutschen Bank mit den Worten "Wir melden uns, wenn wir was vorhaben". Erst einmal werde sich nichts am gegenwärtigen Zustand des Areals ändern.

  • Das Modell sowie eins der Bilder verwirrt mich. Das Wohnhochhaus "Gallusturm" scheint ja das alte Hochhaus der Deutschen Bank zu sein. Aber auf der anderen Seite, diese Baumassenstudie, ist das der Metzler-Turm? Ich denke, der ist schon längst gestorben. Oder hab' ich was verpasst?

  • Das hinter den MAX-Entwürfen, ist in der Tat der Platzhalter für das Metzler Hochhaus und das ist nicht gestorben, sondern liegt lediglich auf Eis. So lange Oma Metzler nämlich den obersten Stock des Bestandsgebäudes bewohnt, wird hier nicht abgerissen - ergo auch kein Metzler-Hochhaus gebaut. ;)

  • Wenn Schmittchen schon Erhaltenswertes anspricht: dazu zählt für mich auch auf jeden Fall das Gebäude an der Neuen Schlesingergasse (StreetView). Ich weiß nicht wie es momentan genutzt wird, aber vor 12 Jahren war da die Bauleitung für den Main-Tower drin. Ist eines der wenigen Vorkriegsgebäude in der ganzen Gegend und wäre echt schade drum.

  • Stimmt, auch das Grundstück des "Evangelischen Vereinshauses Westend" an der Neuen Schlesingergasse haben die Damen und Herren Studenten mal eben aus dem Handgelenk mit überplant. Ein Abriss wäre sicher nicht nur aus unserer Sicht indiskutabel. Zumal sich das Gebäude angesichts der großen Geschosshöhen und des offensichtlich guten Bauzustands bestimmt sinnvoll neu nutzen ließe. Es dürfte also beruhigen, dass das Haus nicht der Deutschen Bank gehört, sondern einer "Stiftung Evangelisches Vereinshaus Westend". Weitere Informationen =1836301"]hier und dort. Nutzer sind u. a. eine Kindestagesstätte und ein Schülertreff des Evangelischen Vereins für Innere Mission.


    Einen anderen Eigentümer als die Deutsche Bank dürfte auch der von Morgan Stanley genutzte Komplex Junghofstraße 13-15 haben. Erst 2000/01 wurde das ursprünglich ebenfalls aus den Fünfzigern stammende Gebäude nach Planung des Büros Braun Volleth grundlegend saniert (mit Rückbau bis auf die Stahlskelettkonstruktion!) Dieses Grundstück soll nach Vorstellung der Studenten ebenfalls für die "Frankfurter Stadthöfe" in Anspruch genommen werden.


    Die Neue Schlesingergasse 22-24, das frühere "Evangelische Vereinshaus Westend" steht nicht unter Denkmalschutz:




    Bilder: Schmittchen