Potsdam: Aktuelles | Sonstige Meldungen und Projekte

  • Was mich bei der ganzen Sache ja leicht amüsiert, ist die Tatsache, dass selbst die Mercure Gruppe ihr Gebäude scheinbar häßlich findet bzw. nicht vorzeigbar.
    Auf der Seite findet man an prominenter Stelle kein Foto von der Außenansicht des Hotels. Das sagt vieles, wie ich finde.
    http://www.mercure.com/de/hote…-potsdam-city/index.shtml


    Hier übrigens der neue Flyer zum Baugeschehen rund um Potsdams Mitte:
    http://www.potsdam.de/cms/doku…itte-2013%20deu%20WEB.pdf

  • "Verborgene" Sehenswürdigkeiten

    Zunächst ein Hinweis auf den aktuellen Dresdner Neumarktkurier Heft 1/2013, herausgegeben von der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden e.V.: In diesem Heft gibt es einen Beitrag zu ARSTEMPANO mit zahlreichen beispielhaften Illustrationen. Außerdem bietet die Broschüre u.a. Informationen zur Bebauung des Quartier VII/2 am Dresdner Neumarkt sowie zur nunmehr abgeschlossenen Rekonstruktion des Schlosses Herrenhausen in Hannover. Zu beziehen ist das Heft zum Preis von 3,00 € im Pavillon der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden e.V. am Pirnaischen Platz in Dresden. Alternativ bei Interesse bitte eine Mail an buero@neumarkt-dresden.de senden!



    Außerdem hier ein paar Tipps zu Sehens- und Wissenswertem außerhalb des Potsdamer Stadtzentrums und der bekannten Schloss- und Gartenanlagen. Mehr dazu unter der jeweiligen Verlinkung in der Panoramazeitreise auf ARSTEMPANO...


    Ein gelungenes Beispiel für eine vorbildliche Sanierung und Rekonstruktion ist die Alte Neuendorfer Kirche. Das Gebäude existierte bis 1989 nur noch als Ruine ohne Dach und die Gewölbe waren eingebrochen. Nunmehr ist es jedoch wieder in seiner alten Schönheit zu erleben.



    Ein weiteres Kleinod ganz in der Nähe der Alten Neuendorfer Kirche ist die Oberlinkirche:



    An letzter Stelle sei noch das Hans Otto Theater erwähnt. Wie denkt ihr über die Architektur? Die Lage am Wasser ist jedenfalls ein Privileg...


  • Hallo,


    möchte mal auf ein Bauvorhaben in Potsdams Mitte hinweisen, den Stadtkanal: http://www.maerkischeallgemein…llen-oder-Tiefgarage.html - für mich in den letzten Jahren ein Trauerspiel, das es nur noch in minimalen Schritten vorwärts geht - klar es kostet viel Geld - aber was kann es besseres geben, als solch ein Projekt in Zeiten des bevorstehenden Klimawandels umzusetzen. Ob die im Artikel beschriebenen Lösungen einer Kunsthalle oder notfalls Tiefgaragen unter dem Kanal selbst oder im Unterbaurecht seitlich davon aber zum Ziel führen werden? Da ist doch auch die öffentliche Hand gefragt - was in Deutschland andernorts durch Unvermögen an Geld in den Sand gesetzt wird, darüber denkt man dann besser nicht nach.... Zumal ich die genannte Summe von 300 Millionen € für den kompletten Stadtkanal nicht recht nachvollziehen kann.
    Wem nützt es wenn der angefangene Kanal vor sich hingammelt? Letztlich kann in ihm ja nur Wasser fließen, wenn er durchgehend ist, sonst wird das dann stehende Wasser brackig und es stinkt. Aber welche Möglichkeiten sich hier Potsdam vergibt - ich versteh es nicht - möchte nicht wissen, wieviel Meter Kanal man für die Umsetzung der Ladenbergbrücke (warum baut man das nicht gleich richtig?) oder den albernen stadtseitigen Abschluss am Kellertor hätte bauen können. Mit dem massiven Abschluss am Kellertor zeigt man ja eigentlich auch, das es an dieser Stelle demnächst wohl eher nicht weiter geht. Die Panoramen innerhalb des Kanales hatte ich fotografiert, um sie noch diesen Sommer den Panoramen "um 1850" gegenüberzustellen. Sie zeigen aber auch, das der wasserlose Kanal nicht gerade gut für das bereits Gebaute ist... Bis es die Panoramen des Kanales um 1850 gibt, lohnt auch ein Blick in unsere Galerie.


    hier noch ein Bild von der Südseite des Wilhelmplatzes in der Fassung um 1850 - da hätte man heute allerdings das Problem mit der Bibliothek - diese springt etwas in den Straßenraum - nicht ganz einfach den Verkehr dann anzuordnen, aber bestimmt lösbar.


    Gruß Andreas


    Einmal editiert, zuletzt von calabrone () aus folgendem Grund: abschaltung arstempano-potsdam ab 08/2015

  • Ich finde den Stadtkanal ohne Wasser durchaus reizvoll,vielleicht sogar mehr als in gefülltem Zustand. Für den Klimawandel ist so ein Stadtkanal unbedeutend,ich vertrete da eher die Meinung,dass es gut ist,nicht zu viel Oberflächenwasser zu generieren,das dann Verdunstung und Verschmutzung stärker ausgesetzt ist,als Grundwasser.


    Sehr schöne Animationen @ calabrone.


    @ Konstantin: kann aber auch 999 Mio heissen.

  • Die Kunsthallenidee ist schon etwas naiv. Natürlich gingen TGs, aber braucht die jemand? Am besten ist es doch, wenn man mit dem Auto gar nicht erst reinfährt nach Potsdam. Ausserdem sind bei TGs die Einfahretn immer häßlich.


    Der Stadtkanal ist für Potsdam wichtiger als viele denken. Allein durch seine Neuanlage würde der Wert der angrenzenden Grundstücke um erhebliche Perzentagen steigen. Man könnte also ein Sanierungsgebiet draus machen und nach 15 Jahren die Wertsteigerung abschöpfen und so einen erheblichen Teil refinanzieren.


    Ich denke, man sollte einfach mal mit dem Ausbaggern weitermachen. Im Kanal liegt noch viel Wertvolles...

  • Dazu passend noch eine weitere positive Meldung aus Potsdam: Die Stadtverordnetenversammlung hat am 5. Juni beschlossen, der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten von 2014 bis 2018 jährlich eine Million Euro für die Parkpflege zu überweisen. Dieser Betrag reicht zwar noch lange nicht aus, um die katastrophale Situation bei der Instandhaltung der Schlösser und Parks zu überwinden,aber er ist doch ein richtiger erster Schritt.


    http://www.maz-online.de/Regio…ieht-Touri-Abgabe-zurueck


    Die schlechte Nachricht ist, dass es für diesen Betrag keine Gegenfinanzierung gibt. Oberbürgermeister Jakobs (SPD) hatte ursprünglich eine Tourismusabgabe zur Finanzierung vorgeschlagen, die alle touristischen Unternehmen entrichten sollten. Diesen Vorschlag wollte auch die Linkspartei mittragen. Dann aber entzog der Fraktionsvorsitzenden der SPD, Mike Schubert, Jann Jakobs seine Unterstützung. Nunmehr droht eine massive Krise der Potsdamer Stadtfinanzen. Es drohen Einschnitte im sozialen und kulturellen Bereich, schon 2014 könnte eine Haushaltssperre verhängt werden.


    http://www.maz-online.de/Regio…t-der-freie-Park-Eintritt


    Ich bin wenig optimistisch, dass diese Probleme in absehbarer Zeit gelöst werden. Potsdam ist politisch dermaßen zerrissen, dass es kaum noch regierbar ist, und Oberbürgermeister Jakobs hat nicht einmal mehr die Unterstützung der eigenen Partei.

  • Aus Potsdam kommen leider wieder schlechte Nachrichten. Ein aktueller Bericht der Schlösserstiftung kommt zu dem Ergebnis, dass die Friedenskirche im Park von Sanssouci (erbaut 1845 bis 1854 nach Entwürfen von Ludwig Persius) schwere Schäden aufweist. Die Mängel reichen von Rissen im Mauerwerk über abgesackte Säulen, die mit Notstützen gehalten werden müssen bis hin zu Feuchtigkeitsschäden. Diese bedrohen auch das venezianische Apsismosaik aus dem 13. Jahrhundert, das den Altarraum schmückt. Das Kaiser-Friedrich-Mausoleum musste mittlerweile geschlossen werden. Insgesamt sind Sanierungsarbeiten für 6,1 Millionen Euro nötig. Da die Schlösserstiftung chronisch unterfinanziert ist, kann sie diesen Betrag zumindest bis 2017 nicht aufbringen.


    http://www.maz-online.de/Lokal…t-fuer-die-Friedenskirche


    In dem MAZ-Artikel wird auch erwähnt, dass Gemeindemitglieder in diesem Zusammenhang Kritik am Kirchenkreis Potsdam üben würden. Dieser würde sein Engagement vor allem auf die Garnisonkirche konzentrieren und der Friedenskirche eine Unterstützung z.B. in Form einer Spendenkampagne versagen.


    Ich finde die Vernachlässigung der Friedenskirche skandalös, vor allem weil die Bundesregierung erst in diesem Monat 400.000 Euro für den Wiederaufbau der Garnisonkirche bereitgestellt hat. Ich habe kein Verständnis dafür, dass immer mehr Geld für Rekonstruktionsprojekte ausgegeben werden, während die wirklichen Denkmäler vergammeln. Hier fehlt es einfach an einer richtigen Prioritätensetzung.

  • Ist es überhaupt vorgesehen, daß der Bund Geld in die Potsdamer Schlösserstiftung steckt? Von den Meldungen her sieht es eher so aus, als wenn das Sache der Stadt Potsdam wäre.

  • In Groß Glienicke zwischen Potsdam und Berlin soll eine Gated Community mit eigener Infrastruktur (eigene Ärzte, Supermarkt, Schule, Bäcker, Kita...) entstehen:



    © 2013 Villenpark-Potsdam.de


    Villenpark-Potsdam

  • ^ Weder auf der Webseite noch in dem Filmchen ist von einer "Gated Community" die Rede. Und ob es bei 158 Baugrundstücken für all die tollen Infrastruktur-Elemente reicht, die dort beworben werden, muss man erst mal abwarten. Dafür lohnt sich vermutlich nicht einmal eine leistungsfähige Busanbindung, zumal dort jede Familie zwei bis x Autos haben wird.


    Ich kenne das Gelände sogar, dass weitab vom Schuss in der Pampa nahe der einstigen Mauer liegt. Seit ewigen Zeiten schon wollte man dort hinter den ehem. Kasernen was entwickeln. Mal sehen, ob es dieses mal klappt...


    Das Filmchen ist schon bizarr. Da wird sogar gelogen, was das Zeug hält... Auf dem üblichen Weg von dort nach Potsdam (siehe Skizze Minute 0:40) kommt man keinesfalls am Schloss Sacrow oder der Heilandskirche vorbei, geschweige denn der St. Peter-und Paul-Kirche - dafür bedürfte es schon eines expliziten Umweges. Genauso wenig käme man über die Glienicker Brücke.


    Geil ist auch der animierte Autoausflug nach Berlin mit allen Top-Sehenswürdigkeiten von Berlin! (Ein "Katzensprung"). Sogar Eisbär Knut wird aus der Mottenkiste geholt. So könnte ich natürlich jedes Grundstück irgendwo um Berlin herum bewerben. B5-Outlet, Sportpark Seeburg, Wannsee, EKZ Havelpark, diverse Golfplätze - alles um die Ecke... da fällt es der Tussi in Minute 7 nicht schwer, mit Hilfe ihrer Kids den Schlips-Papi zu überreden.


    In der Realität sind die einzigen "Attraktionen", die wirklich fußläufig erreichbar sind bzw. "um die Ecke" liegen, die Döberitzer Heide, die Gatower Rieselfelder, das Luftwaffen-Museum und (immerhin) der Sacrower See (alle gut 1 km). Aber die potentiellen Bewohner bewegen sich sicher eh mit dem SUV.


    Als ruhiger grüner Wohnpark in Stadtnähe ist es dort ja durchaus okay, wenn man die relative Abgeschiedenheit mag, aber die Präsentation ist doch etwas übertrieben und albern.

  • Potsdam Teil 3 - Schiffbauergasse

    Hier weiß ich nicht, wie der aktuelle DAF-Stand ist. Hier wurde am Volkswagen Design Center Potsdam (nordwestlich des Oracle-Turms) ein weiterer Anbau errichtet:





    Das Parkhaus dazu:





    Und südöstlich neben dem Oracle-Turm entsteht ein "Boardinghaus":



  • Potsdam Teil 4 - Leiblstraße

    In der Leiblstraße, östlich des Holländischen Viertels, sind zwei stylische Wohngebäude errichtet worden. Sie passen ganz phantastisch in die Straße ... ;):






    Die Rück- bzw. Gartenseite:



    Östlich der Gebäude entstanden überdachte Fahrrad-Stellplätze mit nummerierten (!) Bügeln:


  • Mit Ausnahme der Feuerwache dokumentieren sämtliche von Backstein und Abrissbirne gezeigten Neubauten (vielen Dank dafür!), eine erstaunlich eindeutige Abkehr von der sonst zur Zeit in Deutschland obligaten minimalistischen Kiste. Sehr beachtlich! Potsdam macht sich und wird auch in dieser Hinsicht bald an der Spitze der respektablen deutschen Großstädte stehen,

  • Hier gibt es ein paar aktuelle Impressionen aus Potsdam. Zuerst komme ich zur Speicherstadt. Bereits abgeschlossen ist die Sanierung des südlichen Teils. Dieser Abschnitt besteht vor allem aus drei Speichergebäuden. Der sogenannte "Schinkelspeicher" wurde 1834/35 nach Entwürfen von Karl Hampel und Karl Friedrich Schinkel errichtet. Der "Persiusspeicher" entstand von 1843-1845 aus einem Vorgängerbau und wurde von Ludwig Persius, Ferdinand Fleischinger und Friedrich Wilhelm Boelcke entworfen. Der "Boelckespeicher" wurde von Friedrich Wilhelm Boelcke entworfen.
    Alle drei Speicher wurden von 2008 bis 2012 zu Wohnhäusern mit insgesamt 79 Wohnungen umgenutzt. Der Bauherr war die Prinz von Preußen Grundbesitz AG (Bonn), die Investitionskosten betrugen 27,6 Millionen Euro.
    Das ist der "Schinkelspeicher":





    Der "Persiusspeicher":




    Der "Boelckespeicher":



    Im mittleren Bereich der Speicherstadt wird derzeit ein Wohnkomplex mit insgesamt 253 Wohnungen errichtet. Der Bauherr ist die Groth-Gruppe (Berlin), die Architektur stammt von den Büros Christoph Kohl Architekten, nps tchoban voss, Hilmer & Sattler und Albrecht Architekten sowie kmh Architekten. Die Investitionskosten sollen rund 80 Millionen Euro beteragen.
    Von den 253 Wohnungen werden 155 Wohnungen als Mietwohnungen zu Nettokaltmieten ab 11,50 Euro angeboten. Die 98 Eigentumswohnungen sollen zwischen 2850 und 5200 Euro pro Quadratmeter kosten. Anfang 2014 sollen die ersten Wohnungen bezugsfertig sein.
    Dieses Projekt war mit einigen Kontroversen verbunden, da für die Neubauten ein denkmalgeschützter Mühlenspeicher abgerissen wurde, außerdem gab es Streit wegen des fehlenden Uferweges.










    Alle Fotos: Klarenbach

  • Jetzt komme ich zu den "Nikolaigärten" (zuletzt hier). Hinter diesem Namen verbirgt sich eine Wohnanlage mit 36 Wohnungen und 14 Townhouses in einem Innenhof zwischen der Dortustraße und der Wilhelm-Staab-Straße. Der Bauherr ist hier die Artprojekt Bauvorhaben Dortustraße GmbH & Co. (Berlin), der Entwurf stammt von Christoph Schwebel von der Patzschke + Schwebel Planungsgesellschaft (Berlin). Derzeit wird die Baugrube ausgehoben.
    http://www.nikolai-gaerten.de/





    An der Friedhofsgasse 4 wird derzeit ein Wohnhaus mit 48 Wohnungen errichtet. Der Bauherr ist die kommunale Pro Potsdam GmbH, die Planung stammt vom Büro Schuster Architekten (Franfurt/Oder). Das Gebäude soll als KfW - Effizienzhaus 70 errichtet werden und wird (als einziger Wohnungsneubau in Potsdam) durch das Land Brandenburg gefördert.
    Die Lage ist relativ verkehrsgünstig in der Nähe des Hauptbahnhofes, und wer den Blick auf den unmittelbar angrenzenden Friedhof mag, der wird sich hier wohl fühlen.






    Ein weiterer Wohnungsneubau entsteht in der Käthe-Kollwitz-Straße 25. Hier wird ein Mehrgenerationenhaus mit 21 Wohnungen gebaut. Bauherr ist die pbg Potsdamer Wohnungsbaugenossenschaft, der Entwurf stammt von Carl Schagemann von der ASS Architekturcontor Schagemann Schulte GmbH (Potsdam).
    Alle Wohnungen sind barrierearm gestaltet, außerdem bieten alle Wohnungen Küchen und Bäder mit Fenster.





    Alle Fotos: Klarenbach