Hbf-Empfangsgebäude inkl. HH Arnulfstr. (69m) [im Bau]

  • Gute Frage. Vielleicht hat sich MAN nach dem Krieg finanziell beteiligt? Auf die schnelle finden sich im Netz nur ein paar Bilder um 1950 - 60 mit einem großen MAN-Markenlogo in der Empfangshalle.


    Anders als der Rest der Gleishalle ist es jedenfalls nicht denkmalgeschützt.

  • ^


    Alles links von der orangenen Linie muss für den Neubau abgerissen werden. Das MAN-Dach ist an den trapezförmigen "Höckern" zu erkennen und überspannt mehr oder weniger den gesamten Querbahnsteig. Das Dach rechts von der eingezeichneten Linie ist wie die restliche Hallenkonstruktion denkmalgeschützt und bleibt erhalten.


    DB-Webcam

  • Gute Frage. Vielleicht hat sich MAN nach dem Krieg finanziell beteiligt?

    Ich weiss nicht ob es der neoliberalen Prägung der Bundesbürger in den letzten 20-30 Jahren zu danken ist, aber die Vorstellung die Bundesbahn wäre eine private Partnerschaft beim Bau eines Bahnhofs eingegangen ist schon lustig.


    Die Sache ist ganz einfach.

    Zunächst wurde 1950 mit einer Konstruktion der Firma MAN der Wiederaufbau begonnen, dort wo der Querbahnsteig ist.


    Aus Geldmangel ruhte das Projekt aber bald wieder. 1950 waren Obdachlosigkeit usw. auch drängendere Themen als Bahnsteige zu überdachen.

    1959 fand man wohl, dass man sich nun solchen zweitrangigen Bauprojekten zuwenden konnte.


    Es gab mehr Geld und neue Pläne. Eine wesentlich ambitioniertere Konstruktion wurde für den Weiterbau gewählt, mit nur einer Stützenreihe in der Mitte der Halle. Deswegen steht auch nur dieser Teil unter Denkmalschutz. Schlecht ist die Konstruktion ja auch nicht, sie hat immerhin über ein halbes Jahrhundert ohne nennenswerte strukturelle Erneuerung überstanden und ist bis heute standsicher. Charme hat sie zwar nicht aber vielleicht lässt sich in Einklang mit dem Denkmalschutz die Aufenthaltsqualität in der Halle ja verbessern. Mehr Tageslicht, weniger Grau.


    Jene Halle am Hbf Hamburg hat zB mehr flair, wirklich opulent ist sie auch nicht gestaltet. Genau begründen kann ich es nicht, aber diese subjektive Erfahrung können vielleicht andere Nutzer bestätigen.


    MAN war und ist einfach eine große Firma und als solche hat sie halt auch mal im Hbf München Werbung gemacht, so wie einst Grundig und andere.

  • Die Gleishalle jenseits des MAN Dachs wurde von Krupp und noch einer anderen Firma errichtet, deren Name mir entfallen ist, genau. Den Name MAN Dach benutzt man sozusagen zur Abgrenzung zu diesem Dach der Gleishalle.


    Du kannst (konntest) beide ganz gut an der sehr unterschiedlichen Bauweise sowie der viel größeren Anzahl an Stützen des MAN Dach unterscheiden. Der erste Aufbau war ein besonders zweckmäßiges "Notdach", die Gleishalle sollte auch erheblich kürzer ausfallen bis der Bau gestoppt wurde, der Weiterbau mit dem inzwischen unter Denkmalschutz stehenden Teils galt als ambitionierter Ausdruck des selbstbewussten Westdeutschland im Wirtschaftswunder.


    Kurios ist, dass diese zwar aufwändige, aber letztlich banale Hallenkonstruktion durch den Denkmalschutz erhalten wurde, während die erheblichen Reste des Bürklein-Baus sowie der neoklassizistische Flügelbahnhof restlos abgeräumt werden durften.

  • Abriss Starnberger Flügelbahnhof (SFB)

    Derzeit laufen die vorbereitenden Maßnahmen für den Abriss des SFB, damit dieser neu gebaut werden kann. Dazu gehört die fast abgeschlossene Verlagerung der mobilen Mischanlage von Godel Beton aus dem Vorfeld des SFB nach Osten auf eine Teilfläche des abgerissenen Empfangsgebäudes (gut auf der Webcam zu sehen). Außerdem errichtet die Bahn ab Mitte November eine Schutzwand zwischen Gleishalle und SFB: https://www.2.stammstrecke-mue…eg-ab-mitte-november.html


    In einem neuen Video zeigt die Bahn anhand einer Animation, in welcher Reihenfolge die einzelnen Teile des neuen HBF realisiert werden sollen. Beginnend beim neuen SFB geht es im Uhrzeigersinn zum südlichen Randgebäude. Voraussetzung für die Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke ist offenbar auch, dass der Rohbau des Empfangsgebäudes inkl. technischer Gebäudeausstattung bereits fertiggestellt ist.

    Ab Min 2:12 (davor nur Altbekanntes):

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Zum neuen SFB gibt's hier noch ein paar Infos: https://www.sbp.de/projekt/starnberger-fluegelbahnhof/

  • Ich glaube, vor "2025" war es mal "2023", aber beides noch ohne Berücksichtigung der Umplanung am Ostbahnhof, wonach auch Stamm-2 früher hätte fertig werden sollen. Kann mich da aber auch irren, so genau weiß ich es nicht mehr.


    Wenn man nach dem Video geht, soll der Rohbau des SFB schon stehen, wenn die übrigen Teile des HBF begonnen werden; daher vermute ich, dass in der angegebenen Bauzeit des SFB (4-5 Jahre) auch der Innenausbau und die Fassade etc. inkludiert sind, welche aber - davon gehe ich mal aus - erst nach Abschluss der Rohbauarbeiten des Empfangsgebäudes realisiert werden.

    Also in etwa 2027 Herstellung Baugrube SFB (zumindest im obigen Video wird deren Erstellung parallel zum Interimsbahnhof simuliert, dieser öffnet 2027), von 2029-2031 Rohbau SFB, danach bzw. parallel dazu Bau des übrigen Empfangsgebäudes bis 2035.

    Andererseits steht der Rohbau des SFB in der Animation bereits, wenn die TVM am HBF ankommen, was nicht zu einem Hochbaubeginn des SBF im Jahr 2029 passt. Die TVM sollen laut Bahn ab 2027 fahren und für die Strecke zum Marienhof ~ 1,5 bis 2 Jahre benötigen. Unter dem HBF dürften die Tunnel 2029 damit längst erstellt sein (im Rohbau), was wiederum bedeuten würde, dass der SFB deutlich früher begonnen werden müsste.


    Entweder ich habe hier einen Logikfehler, die obige Animation oder die Website über den SFB stimmen nicht oder die Bahn schlüsselt den Zeitstrahl über alle Gewerke nicht ausreichend auf, sodass ich hier falsche Vorstellungen erhalte... ^.^

  • Die Bahn wird es wohl selber nicht so genau wissen :lach:. Sollte die Fassade am SFB aber wirklich erst nach Errichtung des Empfangsgebäudes angebracht werden, stünde der Turm ja für einige Zeit als Rohbau da. Das hoffe ich doch nicht (in Hamburg kann man das vielleicht so machen).

  • Um vom Starnberger zum Holzkirchner Flügelbahnhof zu gelangen, müssen Reisende 800 Meter weit gehen. Ein Pendler hat jetzt eine Online-Petition zum Bau eines Tunnels oder einer Brücke zwischen den Bahnsteigen gestartet. Die Politik ist von dieser Idee nicht abgeneigt.


    http://www.sueddeutsche.de/mue…gen-auf-umwegen-1.2609302

    Direktzitat, weil 10 Jahre her.


    Auf eine Anfrage im Bundestag teilt das Bundesverkehrsministerium mit, dass ein Verbindungssteg zwischen Starnberger und Holzkirchner Flügelbahnhof in Vorplanung ist. Ob und wie ein solcher Bau finanziert wird, steht aber noch offen. Der Steg würde alle Bahnsteige vom anderen Ende mit Treppen und Aufzügen anbinden und den Umweg durch die Bahnhofshalle hinfällig machen.


    https://www.merkur.de/lokales/…of-muenchen-94116088.html


    https://bahnblogstelle.com/241…m-muenchner-hauptbahnhof/


    Spricht irgendwas gegen eine Unterführung anstelle eines Stegs?