Hbf-Empfangsgebäude inkl. HH Arnulfstr. (69m) [im Bau]

  • Ihr habt recht.Allerdings muss man auch bedenken,dass diese paar + Meter oft nur durch Aufbauten am Dach sind,die man sowieso meist aus keiner Perspektive vom Boden aus sieht.

  • Ja, das ist z.b. zuletzt beim Schwabinger Tor zu sehen.


    Aber die 3 Gebäude, die ich gerade genannt hatte, bekommen nicht so ein kleines Technik Häubchen von 5m Höhe aufs Dach drauf.


    Es werden alles Flachdächer. Das ganze wird ein vollwertiges Stockwerk.


    Also sieht es dann auch von unten aus gesehen 5m höher aus.

  • Hbf Arnulfstraße

    Im Gegensatz zum ursprünglichen Entwurf ist der neue sehr langweilig, auch gerade weil er sich komplett Hauptgebäude anpasst.


    Dies führt vor allem in der Arnulfstraße zu einem wuchtigen Klotz. Beim ursprünglichen Entwurf gingen die Gebäude nicht direkt ineinander über.


    Gerne hätte ich die Bilder nebeneinander gestellt. Aufgrund der Rechte hier aber nur die Links:


    http://www.abendzeitung-muench…ee-bcb8-8cc8abbe2489.html



    http://www.auer-weber.de/de/pr…auptbahnhof-muenchen.html

  • Na ja, das hängt alles auch von der Perspektive ab. Insgesamt finde ich den Auer Weber Entwurf für das Empfangsgebäude zu wuchtig, von allen Seiten und zwar schon im Ursprungsentwurf. Allerding ist der Turm an der Arnulfstraße nun langweiliger geworden, von Westen gesehen wird er komplett rechtwinklig dastehen, und dieser Verlauf auf der Ostseite ist nicht wirklich spannend. Auch wird entlang der Arnulfstraße nun ein geschlossener Büroriegel (quasi der Sockelbau des Büroturms) geplant, der in der Tat sehr wuchtig und vor allem monoton aussieht - vermutlich meinst Du das auch. Da fand ich auch hier die ursprüngliche Version dieses Sockelbaus ebenfalls attraktiver.

  • Aus dem Regen in die Traufe

    Ich habe das Thema nicht verfolgt und es mag daher sein, dass es noch ganz andere, viel gewichtigere Gründe für einen Neubau gibt. Ich vermute aber, dass eine gewisse Unzufriedenheit mit der Gestalt des aktuellen Hauses einer der entscheidenden Gründe ist. Warum man nun das gleiche Haus in grün, oder besser gesagt in neu baut, erschließt sich mir nicht. Spätestens in 50 Jahren wird es dann wieder abgerissen, aus den gelichen Gründen wie heute. Wer wundert sich da noch über Menschen die gerne mittelalterliche Fachwerkhäuser bauen wollen. Beides ist absurd und gehört zur gleichen Medaille.

  • Zitat Iconic:
    Auch wird entlang der Arnulfstraße nun ein geschlossener Büroriegel (quasi der Sockelbau des Büroturms) geplant...


    Es bleiben meines Wissens nach, nach wie vor zwei getrennte Bürogebäude entlang der Arnulfstraße. Der Sockelbau des HH ist nun gleichzeitig der Hauptbau des HBF und der Ersatzbau des Sta.-Flügelbahnhofs. Getrennt davon entsteht ein Bürobau an der Ecke zur Paul-Heyse-Unterführung.


    Zitat Aleon:
    Ich vermute aber, dass eine gewisse Unzufriedenheit mit der Gestalt des aktuellen Hauses einer der entscheidenden Gründe ist.


    Gründe:
    - Marode, absolut veraltete Haustechnik
    - Zu wenig Platz, insbesondere an Ladenflächen
    - Bau des Nucleus für Stamm-2. Dafür muss sowieso die Eingangshalle aufgerissen werden.
    - Heruntergekommene, schmuddelige Optik und Architektur mit zahlreichen Schwächen hinsichtlich der Aufenthaltsqualität

  • ^


    Ich finde das ZOB für einen Busbahnhof äußerst gelungen, aber das ist Geschmackssache. Genau wie beim neuen HBF, dessen Entwurf ich für ganz passabel halte - kein Meisterwerk, aber auch nicht 0815.


    Das Entscheidende wird ohnehin sein, ob die DB die Glasflächen sauber halten kann und Obdachlose / Alkoholiker / Junkies konsequent verwiesen werden, damit der neue HBF nicht gleich wieder versifft.

  • Mir gefällt der neue Entwurf auch gut. Vor allem geht es doch jetzt auch erstmal darum, den größten Schandfleck Münchens zu beseitigen.


    Ich schäme mich manchmal, wenn ich Bekannte am Hbf abholen muß. Das ist der erste Eindruck der Stadt München :(


    Daher wäre es mir am liebsten, es würde schon viel früher losgehen.


    Ich finde der neue Entwurf ist eine deutliche Aufwertung des Münchner Zentrums.

  • Ich finden den Entwurf auch gut, besonders nach den notwendigen Korrekturen :daumen:


    Man sollte zudem mal die Stadträte beim Namen nennen, die ernsthaft noch Abgasmobile auf dem Vorplatz wünschen.

  • Ich vermute bei der Frage des verkehrsfreien Vorplatzes geht es um die Frage, wie der vorhandene Verkehr geleitet werden kann - insbesondere Taxis und Busse. In der Arnulfstraße und der Bayerstraße ist auch nur wenig Platz.


    Grundsätzlich sollte man m.E. ein tragfähiges Konzept entwickeln, das den Vorplatz freimacht, ohne zu einem dauerhaften Verkehrskollaps zu führen.

  • "Genau wie beim neuen HBF, dessen Entwurf ich für ganz passabel halte -kein Meisterwerk, aber auch nicht 0815."


    "Vor allem geht es doch jetzt auch erstmal darum, den größten Schandfleck Münchens zu beseitigen."


    Ich finde diese geringe Anspruchshaltung erschreckend. Immerhin wird das Ding dort Jahrzehnte stehen. Wohin sind die Zeiten, als Bürger noch Stolz auf ihre Stadt waren und diesen Stolz auch nach außen mit repräsentativen Gebäuden zeigen wollten? Teuer wir das Ding trotzdem.

  • Ich finde auch, dass man hier einen höheren Anspruch haben muss. Zudem beziehen sich viele der Kritikpunkte am Ist-Zustand doch überhaupt nicht auf die Architektur des Bahnhofsgebäudes sondern vielmehr auf den baulichen Zustand, das Umfeld, die Verkehrssituation, und die Gestaltung des Vorplatzes. Der Auer/Weber Entwurf für den Neubau ist in keinster Weise eleganter, filigraner, aufregender, einzigartiger (oder was auch immer der Anspruch ist) als der aktuelle Bau. Im Gegenteil, er ist höher, damit "wuchtiger" und potenziell in seiner Formensprache noch austauschbarer. Betrachtet man diesen Entwurf, wäre es fast interessanter, die alte Bestandsfassade von 1959 aufzumöbeln und als Icon der Nachkriegsmoderne zu inszenieren.

  • Den Bestandsbau zu sanieren fände ich auch nicht gut, denn er hat m.E. schlichtweg wenig Qualität - ungeachtet des baulichen Zustands.


    Ich stimme Marty zu, teuer wird es allemal. Das Konzept jetzt zusammenzustreichen wird immer mehr eine Verschlimmbesserung.

  • MartyMUC:


    Mir wäre ein Neubau z.B. im Stile des Historismus auch lieber. Aber alles andere als Glaspaläste baut die Deutsche Bahn eh nicht mehr (siehe Entwürfe). Das passt schließlich nicht zum Selbstbild der Bahn als modernes, innovatives Unternehmen von Weltrang ;).


    Über Anspruchshaltungen und dergleichen, kann ich mich stundenlang aufregen und unzählige Diskussionen führen. Letztlich hilft es hier aber gar nichts. Wir haben jetzt diesen einen Entwurf, übrigens seit dem Jahr 2006. Es wäre also genug Zeit für die Kritiker gewesen, sich öffentlich dafür einzusetzen, dass etwas anderes gebaut wird. Das ist nicht passiert. Anderen jetzt geringe Anspruchshaltung vorzuwerfen, geht etwas an der Sache vorbei. Schließlich gibt es nicht nur schwarz und weiß, Begeisterung und totale Ablehnung. Für mich wird dieser neue HBF eine Bereicherung sein, ein Initiator für die Aufwertung des gesamten Bahnhofviertels. Auf die riesige, luftige Eingangshalle mit dem 40m tiefen Rolltreppenkonstrukt freue ich mich heute schon. Meine Meinung. Klar, die DB sollte nicht versuchen, weitere Elemente zu streichen, wobei die aktuelle Korrektur ja eindeutig auf unseren Generalkonservator Pfeil zurückzuführen ist.


    iconic:


    Sorry aber da stimme ich derzberb zu. Nichts wäre schlimmer als den Ist-Zustand nur aufzuhübschen ;)


    Der Auer/Weber Entwurf für den Neubau ist in keinster Weise eleganter, filigraner, aufregender, einzigartiger (oder was auch immer der Anspruch ist) als der aktuelle Bau. Im Gegenteil, er ist höher, damit "wuchtiger" und potenziell in seiner Formensprache noch austauschbarer.


    Abgesehen davon, dass dies deine eigene subjektive Empfindung ist, und ich diese akzeptiere: Aber ist es dein Ernst zu behaupten, der aktuelle HBF wäre weniger austauschbar als der Entwurf? Ich meine, da steht derzeit eine rechteckige, vierstöckige Schachtel, die aussieht wie ein mittelmäßiger Büroriegel eines Gewerbeparks in Germering :lach:. Hinzu kommen versiffte Innenhofeinfahrten, die den Bau unnötig teilen, sowie drei verschiedene Architekturstile. Das einzige ikonische an dem Ding wäre für mich die geschwungene Überdachung des Taxistands.
    Oder habe ich hier in all den Jahren etwas völlig übersehen :)?


    P.s.:


    2011 wollte die Bahn das hier: http://www.abendzeitung-muench…a2d3a8ecae.normalized.jpg durchbringen, wurde dann aber vom Stadtrat bei der Vorstellung ausgebuht, sodass doch wieder der Auer Entwurf gewählt wurde. Das nur am Rande zur "Anspruchshaltung".

  • .
    - Heruntergekommene, schmuddelige Optik und Architektur mit zahlreichen Schwächen hinsichtlich der Aufenthaltsqualität


    Schwächen im der Aufenthaltsqualität? Welche genau meinst du? Der Neubau wird definitiv weitaus weniger allgemein-öffentliche Flächen haben als der jetzige, sondern wird zugekleistert mit Geschäften. Jetzt hast du immerhin einen Gebäudeteil, wo es halbwegs warm ist, sehr viele Schließfächer, reisezentrum in zentraler Lage und sogar Luxus wie zwei Warteräume. Ich rechne nicht damit, dass das im Neubau besser wird. Stattdessen wird es vermutlich eine zügige und Kalte Eingangshalle, wo man wie in Berlin an lauter Geschäften vorbeilaufen kann

  • Hahaha...wenn ich manche Beiträge hier so durchlese, scheint es doch tatsächlich "Fans" des Hauptbahnhofes zu geben, so wie er momentan dasteht.


    Ist es dann bei euch auch so, daß wenn Ihr Bekannte oder Freunde vom Zug abholt, die aus dem Staunen nicht mehr herrauskommen, was die Weltstadt München da für ein Schmuckstück hat :)?


    Mich fragen sie eher, ob sie versehenlich ein Ticket nach Castrop-Rauxel, Wattenscheid oder Bottrop gelöst hätten?


    Scheint wohl jeder einen anderen Geschmack zu haben...

  • @Flo-K:


    Definitiv? Da würde mich eine Quelle interessieren.


    Hier in diesem Video der DB wird der HBF ausführlich als 3D-Modell dargestellt.


    https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/muenchen-hbf (runter scrollen)


    So sieht man gleich am Anfang, dass es zur Gleishalle eine nun längere Galerie im 1.OG geben wird, und am Ende des Videos, dass es in der Haupteingangshalle durchgehende Galerien im 1.OG geben wird. Jeweils mit Geschäften, richtig. Doch die öffentliche Fläche erhöht sich dadurch natürlich trotzdem, da die Galerien derzeit nicht durchgehend sind. Durch den Nucleus verringert sich wahrscheinlich die nutzbare Grundfläche der Eingangshalle, je nachdem wie breit die Halle im Vergleich zur heutigen wird. Laut DB wird es aber eine riesige Glasüberdachung der Haupthalle geben, die Tageslicht im 40m tiefer liegenden Bahnhof ermöglicht.


    Die Aufenthaltsqualität wird meiner Meinung nach durch den grauenvollen Architekturmix (außen wie innen), die dunkle Geschäftszeile im Außenbereich und natürlich durch den allgemein miserablen Zustand dramatisch verringert. Für mich ist sie derzeit quasi nicht vorhanden. Wenn ich dort bin, versuche ich so schnell wie möglich weiter zu kommen. Leider wird es am Vorplatz aktuell auch nicht besser. Die zwei letzt genannten Punkte könnten natürlich auch ohne Neubau beseitigt werden, aber da mir der HBF noch nie gefallen hat, sehne ich dem Jahr 2029 sehr entgegen ;).