LE: Landesmesse Stuttgart (in Erw.)

  • Der Pfarrer ruft in mir eine Anekdote wach:


    1955 hat der Bischof von Bradford (UK) zum Sturz der satanistischen kapitalistischen Wirtschaftsordnung aufgerufen. "In der Sowjetunion wurde das Paradies auf Erden verwirklicht." (Die Systemkritik hätte er mal in der UdSSR äussern sollen.)


    Kirchenkreise äußern sich übrigens häufig Kapitalismus-kritisch. Die haben noch nicht erkannt, daß es keine Alternative gibt.

  • Pfarrer Hans-Peter Becker erklärte, er könne nicht von der Kanzel für die Bewahrung der Schöpfung predigen und hier alles laufen lassen. ... Gott habe etwas anderes als Beton gewollt.


    Ob das auch für die vielen Kirchenbauten gilt, die die Ortschaften weltweit zieren? Hat Gott es gewollt, dass der Mensch Eingriff in die Natur nimmt, Äcker anlegt, anstatt Pflanz und Getier sich ihres natürlichen Lebensraum erfreuen zu lassen?


    Wer solche theologischen Leichtgewichte im Rücken hat, der braucht nach einem Brutus nicht lange Ausschau halten. Meine Bedenken gegen die Messe sind ja bekannt. Sie beruhen aber nicht auf Lage, Architektur oder Zweifel am Sinn von Messen überhaupt. Wenn eine neue Messe, dann ist das zweifellos der beste Standort, den man finden konnte. Solange jedoch geistliche Interpreten der Schöpfungsgeschichte und Naturschützer, denen es gelingt zu jedem Bauvorhaben die passende bedrohte Tier- oder Pflanzenart zu präsentieren, sowie Heimat- und Traditionsschützer das Wort führen, wird die wirklich entscheidende Frage der Finanzierung von 800 Mio. Euro nicht weiter verfolgt. So gesehen, sind die derzeit lautesten Gegner der Messe ihre hilfreichsten Wegbereiter.

  • Es wird für diese Argumentation dann häufig der Satz: "Macht Euch die Erde untertan" herangezogen. Für jeden was dabei. Welchen Satz / welche Interpretation der jeweilige Pfaff dann einsetzt, hängt wahrscheinlich mehr mit Kirchensteueraufkommensoptimierung oder Beifallheischerei als mit Verkündung der reinen Lehre zusammen. Dies läßt sich ebenso verargumentieren: sinngemäß: "Wirken im Diesseits". Ich möchte betonen, daß dies wahrscheinlich nicht für die Masse der Pfarrer gilt. Den gennanten Hans-Peter Becker halte ich jedoch für solch einen Möchtegern-Politiker-Pfaffen. Indem er mit seinen dümmlichen Aussprüchen letztlich weder der Christenheit im allgemeinen noch den armen Verblendeten vor Ort hilft, scheint er eher ein Werkzeug des Teufels zu sein.


    STAND:
    Aber es gibt auch hoffnungsvolle Zeichen, wobei ich nicht so weit gehen möchte, diese als überirdisch zu bezeichnen:
    Der erste klagende Bauer hat offenbar aufgegeben und dem Landtausch zugestimmt. Er war zudem Sprecher der sechs klagenden Landwirte. (Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/768394)
    Außerdem scheint ein Gegengutachten der Stadt LE zum Thema Grundstückspreise wenig stichhaltig zu sein.
    Und neulich gab es eine weitere kleine Niederlage für den BUND vor Gericht.
    Ende Juli soll ein weiteres Urteil gefällt werden. Falls wieder pro Messe, bliebe den Gegnern dann nur noch ein Gang vor das Verfassungsgericht.

  • Mach Euch den Nachbarn untertan.

    Stuttgart hat mehr Geld und die Landesregierung im Rücken. Da wäre es doch gelacht wenn wir diese Hallen -die viel Land verbrauchen und wenig Gewerbesteuer bringen - nicht den Krautbauern in deren Vorgarten setzen könnten, ob die wollen oder nicht. Wenn sich dann Firmen ansiedeln, die Steuern zahlen, dann haben die keinen Platz mehr und die Firmen bauen bei uns.

  • Zitat von derstuttgarter

    Stuttgart hat mehr Geld und die Landesregierung im Rücken. Da wäre es doch gelacht wenn wir diese Hallen -die viel Land verbrauchen und wenig Gewerbesteuer bringen - nicht den Krautbauern in deren Vorgarten setzen könnten, ob die wollen oder nicht. Wenn sich dann Firmen ansiedeln, die Steuern zahlen, dann haben die keinen Platz mehr und die Firmen bauen bei uns.


    Ah ja, wieder nur negative Effekte. diesmal für Leinfelden-Echterdingen (LE):
    Viel Landverbrauch, wenig Gewerbesteuer...


    Man kann es auch anders sehen:
    - Es gibt Geld für die Grundbesitzer aus LE (ca. 53€/qm)
    - Bisher war dort auch nur subventionierte Landwirtschaft und kein hochprofitables Gewerbe
    - Einige messenahe Unternehmen werden sich in LE ansiedeln
    - Die Übernachtungszahlen in LE werden ansteigen
    - LE´s Chancen auf einen nahen Fernbahnhof steigen
    - Sportliche/Kulturelle Großveranstaltungen werden in der großen multifunktionalen Messehalle abgehalten
    - Schließlich finde ich es als Bürger auch nicht schlecht, nahe an einer Messe zu wohnen, und bei Interesse schnell mal vorbeizuschauen
    - Eine Messe ist kein Chemiewerk, soll heißen: Die Emissionen halten sich in Grenzen.


    Wohlgemerkt, das sind nur die direkten positiven Auswirkungen für LE, die mir auf Anhieb einfallen.
    Daß LE ferner wie jeder andere Ort auch, von einer wettbewerbsfähigen Region durch eine leistungsfähige Messe profitieren kann, ist ein anderer Punkt.


    Gibt es irgendetwas, das Du gut findest, derStuttgarter ?


    Nimm Dir ein Beispiel an Alf! Er bringt durchaus nachvollziehbare finanzielle Argumente gegen die Neue Messe vor und startet keine unnötige Meine Fläche-Deine Fläche-Filder-Stuttgart-Neiddebatte.

  • Meine Fläche Deine Fläche

    Max, Du hast seltsame Vorstellungen von Mein und Dein. Es ist gleichgültig ob und wo ich, Du oder die Stadt Stuttgart eine Messe für sinnvoll oder wirtschaftlich halten. Diese Flächen sind Flächen der Stadt Leinfelden-Echterdingen und die Stadt LE entscheidet, was auf Ihrer Markung passiert. Wenn die Stadt Stuttgart eine Messe auf ihrer eigenen Markung bauen will, tut sie das als Stadt, wenn sie dies außerhalb tun will, dann hat sie sich wie du und ich und jeder andere Privatmann um das Einverständnis der jeweiligen Stadt zu bemühen.
    Das hat nichts mit Neid zu tun, sondern es geht darum ob wir ein Rechtsstaat sind oder nur noch das Recht des Stärkeren gilt.

  • Zitat von derstuttgarter

    Max, Du hast seltsame Vorstellungen von Mein und Dein. Es ist gleichgültig ob und wo ich, Du oder die Stadt Stuttgart eine Messe für sinnvoll oder wirtschaftlich halten. Diese Flächen sind Flächen der Stadt Leinfelden-Echterdingen und die Stadt LE entscheidet, was auf Ihrer Markung passiert. Wenn die Stadt Stuttgart eine Messe auf ihrer eigenen Markung bauen will, tut sie das als Stadt, wenn sie dies außerhalb tun will, dann hat sie sich wie du und ich und jeder andere Privatmann um das Einverständnis der jeweiligen Stadt zu bemühen.
    Das hat nichts mit Neid zu tun, sondern es geht darum ob wir ein Rechtsstaat sind oder nur noch das Recht des Stärkeren gilt.

    Vielleicht.
    Hier aber handelt es sich um die LANDESmesse !
    Und da es auch einen Finanzausgleich innerhalb des Landes sowie eine gemeinsame Wahrnehmung des Südwestens von außerhalb gibt, profitieren alle Gemeinden - mehr oder weniger - von einer solchen Messe besonders, wenn diese AM BESTEN PLATZ LIEGT. Dies hat ein Standortsuchlauf für die Fläche zwischen B27, A8 und Flughafen ergeben. Zufälligerweise liegt sie auf LE-Gemarkung.

  • Zufälle?

    Wenn ich in das Landesmessegesetz reinschreibe, daß die Messe neben einem Landesflughafen liegen sollte, dann oh Wunder liegt sie nachher ganz zufällig neben einem Landesflughafen, der zufällig der einzige ist. Und wenn ich ganz zufällig die Plieninger Äcker nicht untersuche, dann kriege ich ganz zufällig genau das Ergebnis, das ich mir schon vorher vorgestellt habe, so ein Zufall.
    Die Messe Gesellschaft ist die Stuttgarter Messegesellschaft und die verkauft jetzt Anteile an das Land, das ganz zufällig hilft, die Interessen der Stadt Stuttgart gegenüber den Interessen der Stadt LE durchzudrücken.
    Es ist auch Zufall, daß der exWirtschaftsminister ein etwas seltsames Verhältnis zur Justiz hatte.

  • Die Würfel sind gefallen.


    Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg lehnt die Klage, der Bauern und der Stadt Leinfelden-Echterdingen, für den beantragten Baustopps ab.


    So steht dem Bau der Landesmesse nichts mehr entgegen. Die Bagger können, somit in den nächsten Tagen anrollen und mit den ersten Bautätigkeiten beginnen.


    Den ganzen Artikel kann man unter


    http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/772168


    nachlesen.

  • Der Messe steht nach gestern erzielter Einigung mit den 5 Bauern nun so gut wie gar nichts mehr im Wege.
    In der Hoffnung, daß das Land sich freut, wenn ich den Artikel ungekürzt wiedergebe:

    (Quelle: http://www.baden-wuerttemberg.…plate=home_meldung_detail )

  • Zitat von JinStuttgart

    500.000€ für den Hektar. Der Kaufpreis ist eigentlich eine Schweinerei, aber ich freue mich, daß die Messe endlich gebaut werden kann.

    Wir sind halt eine Konsensgesellschaft. Aber ich halte es auch für besser mit den Nachbarn in Frieden zu leben, was mit den höheren Preisen besser gelingen dürfte.


    Bezeichnender finde ich folgendes:

    b) Darüber hinaus wird eine Strukturkommission eingesetzt, die gemeinsam mit den Landwirten Perspektiven für die langfristige Sicherung der Existenz der Landwirtschaft auf den Fildern erarbeiten soll.

    Ständig dieser Halbsozialismus. "Strukturkommission". In Deutschland sollen derzeit pro Tag 1000 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. da werden keine 200 Strukturkommissionen einberufen. Was muß man so einen Aufwand für 5 Landwirte treiben, die allein durch die Flächenerlöse liquide Mittel in Millionenhöhe erhalten dürften.


    Ein Kernwesen unserer Demokratie: Gerechtigkeit nicht an Gleichmäßigkeit oder objektiven Maßstäben orientiert, sondern wer am meisten meckert, protestiert, schreit, bekommt am meisten. Antiautoritäre Erziehung im Großen ;)

  • aus der IZ:
    http://www.immobilien-zeitung.…ews.php3?id=11513&rubrik=


    Erster Spatenstich für Neue Messe Stuttgart am 14. September
    Nachdem die Proteste der Filderbauern beendet sind, hat die Stuttgarter Messe- und Kongressgesellschaft den Termin für den ersten Spatenstich für die neue Landesmesse genannt: Am 14. September beginnen die Bauarbeiten für das 806 Mio. EUR schwere Vorhaben in unmittelbarer Nachbarschaft zum Stuttgarter Flughafen. Im Frühjahr 2007 soll die Einweihung erfolgen. Die Messe erhält sieben Standardhallen à 10.000 qm und eine Hochhalle mit 25.000 qm Ausstelltungsfläche. Darüber hinaus sind ein Kongresszentrum, zwei Parkhäuser für insgesamt 4.000 Pkw-Stellplätze sowie eine Tiefgarage mit weiteren 1.000 Parkplätzen geplant.

  • Durchbruch perfekt

    Endlich! Landwirte und Stadt LE ziehen Klagen zurück. Jetzt ist das Ding 99,99 %ig, morgen werden die Verträge unterschrieben:

    Leinfelden-Echterdingen - Der Weg für den Bau der Neuen Messe auf den Fildern ist frei: Der Gemeinderat von Leinfelden- Echterdingen (Kreis Esslingen) stimmte am Donnerstagabend dem Verkauf von städtischen Flächen für den knapp 800 Millionen Euro teuren Ausstellungskomplex mit großer Mehrheit zu. Auch alle Klagen sollen zurückgenommen werden. Zuvor hatten die Abgeordneten im Gemeinderat ein weiteres Mal kontrovers über den Verkauf diskutiert.


    Am Mittwochabend hatten die fünf klagenden Landwirte ihren Widerstand gegen die geplante Landesmesse endgültig aufgegeben...

    (Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/788526)
    Und StN: http://www.stuttgarter-nachric…tn/page/detail.php/788493


    Jetzt wird interessant zu beobachten, ob überregionale Medien auch über diese fast Milliarden-€-Investition berichten, wenn sie "nur" von einem Land & Stadt getragen wird und weder in Berlin, Neue Länder noch den Medienstädten München, Köln und Hamburg stattfindet.
    Wahrscheinlich nicht, aber ich lasse mich gerne positiv überraschen. Ein schönes Zeichen für ein Deutschland, in dem sich noch was bewegt, ist es allemal.

  • Kommentar

    Weitere Artikel: Gegenleistungen für die Bauern


    Zustimmung durch Gemeinderat Leinfelden-Echterdingen ; Dort steht zu lesen:

    Nur die Grünen lehnten den Verkauf der Grundstücke strikt ab. Sie bezeichneten den Messebau und das Verfahren als "Schande für unser Land".

    War da nicht was?
    Ach so, ja genau, solche Sätze haben früher immer ganz andere gesagt ;)


    Aber daß einzelne Grüne diesem Land inzwischen ein "unser" voranstellen können, ist löblich revolutionär. Oder ist es doch mehr possessiv gemeint und sie tun das nur solange Grün im Bund regiert? :D



    Nun denn, ich möchte mit einem sehr trefflichen Kommentar aus der EZ schließen, der den Nagel aber auch sowas von auf den Kopf trifft:

    (Quelle: http://www.ez-online.de/ueberr…ommentar/Artikel40380.cfm)

  • Härte?

    Ob das Landesmesse-Gesetz legal ist, ist noch nicht geklärt. Die Landesregierung war sogar sehr stolz darauf mit diesem Kunstgriff die Klageberechtigung der Stadt LE zu verzögern. Ich halte dies für kein demokratisches Verfahren.
    Ob es sinnvoll ist, eine lokale Messe neben einen internationalen Flughafen zu setzen, ist auch noch offen. Die Anfahrt mit Auto oder Bahn ist teurer und dauert länger. Selbst aus dem Süden oder Osten fährt die Bahn einen Riesenumweg über Bad Cannstatt.

  • Aus EZ (Max BGF)


    Projekte wie eine neue Messe werden in Deutschland nur mit Härte durchgesetzt werden können.
    ....
    Andere europäische Länder spotten über deutsche Genehmigungszeiten.


    Klingt fasst wie "Dem Pöbel muss man zeigen wo es lang geht". Glücklicherweise hatte man Schuster unter viel Mühen beigebracht, dass in er in Sachen Härte beim Trump Tower auf eine Wand auffährt. Er hat jetzt noch an den Folgen zu knabbern (Verhandlungstermin 13.10.04).


    Tatsächlich sind die langen Genehmigungszeiten ein Grundübel. Ob ein Projekt durchgeführt werden darf oder nicht, sollte sich sehr viel schneller entscheiden. Die lange Hängepartie kostet nur unnötig Geld und Nerven. Der neuen Messe war es jedoch letztendlich dienlich, hat es doch von der Finanzierungsfrage völlig abgelenkt. Auf den Seiten SPD Stadtratsfraktion in Stuttgart findet man noch die ursprüngliche Kalkulation. Mit gerade mal 50 Mio. DM (nicht Euro) wäre die Stadt dabei. Nicht nur der kalkulierte Gesamtpreis war da noch geringer, auch die zahlreichen Zuschüsse haben sich in in der aktuellen Kalkulation nicht bewahrheitet und die Zuschüsse der Wirtschaft sind zu Krümeln (5 Mio. Euro bisher in Aussicht) geworden.


    http://www.spd-fraktion-stuttg…en/neue_messe.php?navid=8
    (Kostenaufstellung ganz unten)

  • Daß man für die 5 betroffenen Bauern auch noch eine Strukturkommission einrichtet ist wirklich ein Unding.


    In Mannheim hat kürzlich jemand zu hoch gepokert. Sein bescheidenes Heim stand unmittelbar neben einem Autobahnzubringer und sollte für eine Lärmschutzwand abgerissen werden. Der Verkehrswert wurde auf lediglich 60.000€ geschätzt, dennoch bot man dem Besitzer am Ende 750.000€. Als er aber auch dieses Angebot ablehnte entschied man sich, die Wand genau zwischen Schnellstraße und Grundstück zu bauen, auf seiner unmittelbaren Grundstücksgrenze. Wer selbst mehr als das 12-fache des Verkehrswertes ablehnt ist selber schuld.

  • Schnell und einfach

    Wenn man eine ehrliche Lösung hat geht es schnell.
    Eine Messe ist mir wichtig, ich habe als Stadt die Planungshoheit und das Land gehört mir, dann kann es auch in Deutschland schnell gehen und die Antwort ist JA. Diese Voraussetzungen sind in Stuttgart erfüllt. Im Bereich Stuttgart21 gibt es genug Flächen. Die Frankfurter und Kölner Messe sind zu Fuß vom Hauptbahnhof erreichbar. Denen waren diese Flächen nicht zu schade.
    Wenn mir aber die eigenen Wiesen zu schade sind, mir Bürobauten auf den eigenen Grundstücken mehr wert sind und mehr Gewerbesteuer und Arbeitsplätze sichern, dann brauche ich mich nicht zu wundern, wenn meine Nachbarn den Schwarzen Peter auch nicht wollen.
    Wenn ich also einen unwirtschaftlichen Betrieb auf anderer Leute Markung und andrer Leute Land bauen will, dann kann es in einem Rechtsstaat nur eine nur eine Antwort geben: NEIN.

  • Für eine Messevorhaben sind die Flächen hinter dem Bahnhof zu klein. Man muss ja nicht nur Hallen bauen, man muss auch Parkflächen haben und an die Verkehrsverbindung denken. Jede größere Messe würde dort den Innenstadtverkehr Stuttgarts zu Öffnungs- und Schließungszeiten lahmlegen. Da es ja eine Landesmesse ist und keine Stadtmesse, ist der Standort außerhalb Stuttgarts legitim. Köln und Frankfurt konnten in der Innenstadt ihre Messen ansiedeln, als Grundstücke noch zur Verfügung standen und auch bezahlbar waren. Heute würde es keiner Stadt mehr gelingen. Das würde nur in China funktionieren, wo das Zentralkomitee per Dekret ein Stadtviertel niederwalzen lassen kann.