NMA: Arnulfpark (1.000 WE, 4.500 AP) [fertiggestellt 2017]

  • ^^


    Wie? Zwischen Friedenheimer Brücke und Laimer BHf. bzw. Winfriedstraße ist doch schon länger fertig. Außerdem würde diese "Neuigkeit" eher zum Thread NMA Birketweg passen. Dass gerade dieser Radweg bis 2017 auf sich warten lässt zeigt einmal mehr die Effekthascherei der Stadtregierung. Da wird groß mit Fahrrad Propaganda gemacht und dann lassen sie sich für einen der wichtigsten Radwege nochmal 7 Jahre Zeit. Also Propaganda ja - aber Projekte verwirklichen nein. Alles was kostet und mit Arbeit verbunden ist schiebt man auf Teufel komm raus.

  • Das einzige noch nicht in Bau befindliche Projekt an den Gleisen ist ja meines Wissens dieser 2. Bauabschnitt vom „Central & Park“. Da das ja offensichtlich Büros werden sollen, wird man, solange die Marksituation so bleibt, wohl eher nicht in Bau gehen. Das gilt übrigens auch für den 2. Bauabschnitt von „Icade Premier“ an der Arnulfstrasse. Erst einmal werden wohl alle verbleibenden Wohnungsprojekte gebaut werden, da für deren Vermarktung die Bedingungen zur Zeit hervorragend sind (sowohl Verkauf als auch Vermietung) .

    Apropos „Icade Premier“: ich finde auf den ersten Blick kann man das Gebäude des 1. Bauabschnitts fast nicht vom Gebäude des Mercedes-Dealers unterscheiden. Irgendwie hatte ich mir mehr von der Fassade erhofft.

  • Vielen Dank für die Dokumentation des Baufortschritts. Aus meiner Sicht entwickelt sich der Arnulfpark besser gedacht. Allerdings finde ich es etwas schade, dass diese ganzen Türmchen alle auf gut 40 m gekappt wurden.... ein oder zwei etwas höhere Gebäude (~70m) würden das ganze m.E. auflockern und weniger uniform erscheinen lassen.

  • Ganz meiner Meinung!
    Als ich vor ein paar Jahren noch die ersten Riegel von der S-Bahn entstehen hab sehen, da konnte ich nicht glauben was in einer so zentralen Lage gerade verbrochen wird.
    Aber mittlerweile, seitdem ich dort ein paar Mal rumgelaufen bin, finde ich es eigentlich nicht schlecht was dort entwickelt wurde.
    Es gibt ein paar sehr schöne Gebäude und die Wohnriegel werden auch nicht so schlecht sein, wenn vor der Bahntrasse erstmal die Bürobauten alle fertig sind.
    Der Park ist auch besser als was darüber gelästert wird, die Anlage sieht in 10-20 Jahren sicher toll aus und spendet deutlich mehr Schatten (einer der Kritikpunkte), wenn die Bäume etwas buschiger und größer sind.
    Da wurde halt nicht kurzfristig geplant und das gefällt mir.

  • Das einzige noch nicht in Bau befindliche Projekt an den Gleisen ist ja meines Wissens dieser 2. Bauabschnitt vom „Central & Park“. Da das ja offensichtlich Büros werden sollen, wird man, solange die Marksituation so bleibt, wohl eher nicht in Bau gehen. Das gilt übrigens auch für den 2. Bauabschnitt von „Icade Premier“ an der Arnulfstrasse. Erst einmal werden wohl alle verbleibenden Wohnungsprojekte gebaut werden, da für deren Vermarktung die Bedingungen zur Zeit hervorragend sind (sowohl Verkauf als auch Vermietung).


    Schade dass nach dem Bauboom nun so kurz vor der Zielgeraden noch einige Flächen unbebaut bleiben. Das wird dem Image des Quartiers nicht unbedingt zuträglich sein. Lange schon steht auch der rosa Altbau an der Helmholtzstraße leer. Auch bei Arnulfpost und Finanzamtsareal ist kein Fortschritt zu erkennen.

  • Bilder vom Wochenende:
    Skygarden:




    Dieser Wohnbau gefällt mir inzwischen richtig gut. Fraglich, ob immer noch, wenn die Fassade ein paar Jahre auf dem Buckel hat.


    Central Park:




    M:UNIQUE:




    (c) Meine Bilder

  • Fotos von letzter Woche. Ich habe mir das eine Wohnhaus während der Architekturtage angesehen.


    Und was war dein Eindruck von dem Wohnturm? Auf deinem Foto steht er noch ziemlich isoliert, wie weit ist der Bauabschnitt links davon? Und was kommt eigentlich recht daneben?


    Viele Grüße


    JC

  • Weitere neue Visualisierungen zu den Bauprojekten auf MK3 und MK4 (u.a. "Central & Park")


    Weiß jemand, wie weit die Planung bzw. der Fortschritt für den letzten Bauabschnitt im Bereich MK3 (östlich des westlichen Wohnturms) ist? Das letzte was ich gesehen habe, ist die obenstehende Visualisierung, seitdem konnte ich aber nichts mehr dazu finden. Wird das tatsächlich so gebaut?

  • ^^
    was mir beim betrachten der altbekannten visualisierung (von deren aktuellen planungsstand ich auch nichts weiß) in den kopf kommt: wie kann der entstehende "central-park"-platz, der zweifelsohne möglichkeiten zur bespielung bietet, mit leben gefüllt werden? Um wirklich einen stadtteil zu schaffen und eben keine siedlung, darf es nur wenig tote ecken geben..
    ein beispiel aus berlin, wo es nicht so recht klappt, der schmale park zwischen potsdamer platz im norden und landwehrkanal im süden, tilla-durieux-park genannt. außmaße und seitenbebauung und nutzung sind ähnlich zum "central-park":
    http://www.bing.com/maps/?v=2&…%2C%20BE%2C%20Deutschland
    zweifelsohne eine prominenete lage, den potsdamer platz besuchen täglich tausende. der südliche teil des parks ist jedoch gerade abends menschenleer und öde - so weit verläuft sich keiner, obwohls vielleicht 600 meter sind.
    im arnulfpark gibts nun weder an seinem west- noch seinem ostende einen "potsdamer platz"/ besuchermagneten/ treffpunkt. ok, den zob und das backstage :)
    Die Belebung kann nur von innen kommen, indem man beispielsweise eine kunsthalle an eines der platzenden setzt. Zieht leute an und gastronomie nach sich. bestens erschlossen ist er ja mit den beiden s-bahnhöfen. aber es ist ja nicht mal ein kino geplant...

  • ^^
    was mir beim betrachten der altbekannten visualisierung (von deren aktuellen planungsstand ich auch nichts weiß) in den kopf kommt: wie kann der entstehende "central-park"-platz, der zweifelsohne möglichkeiten zur bespielung bietet, mit leben gefüllt werden? Um wirklich einen stadtteil zu schaffen und eben keine siedlung, darf es nur wenig tote ecken geben..
    ...


    Es war nie die Absicht, mit dem Arnulfpark ein „lebendiges“ und/oder „urbanes“ Quartier im klassischen Sinne zu schaffen. Vielmehr ging es darum, vorstädtische Ruhe möglichst weit in die an dieser Stelle massiv vom Verkehrslärm (Bahn, Straße, Tram etc.) beeinträchtigte Innenstadt hineinzuimportieren. Dies ist ja auch recht gut gelungen. Natürlich hätte es sich bei dem sehr zentralen Standort geradezu aufgedrängt, hier eine z.B. kulturelle Einrichtung zu bauen, die gesamtstädtische Anziehung gehabt hätte. Man hat sich aber bewusst dagegen entschieden. Es entspricht also ganz dem Willen der Planer, wenn der Arnulfpark tagsüber im besten Fall von einigen vereinzelten Büroangestellten und danach noch von einigen der Anwohner genutzt wird, insgesamt aber so still und leer wie möglich bleibt. Letztlich wurde er als reine „Ruhezone“ für die Anwohner geplant, d.h. je weniger Leben dort stattfindet, desto besser.

  • Es war nie die Absicht, mit dem Arnulfpark ein „lebendiges“ und/oder „urbanes“ Quartier im klassischen Sinne zu schaffen. Vielmehr ging es darum, vorstädtische Ruhe möglichst weit in die an dieser Stelle massiv vom Verkehrslärm (Bahn, Straße, Tram etc.) beeinträchtigte Innenstadt hineinzuimportieren. Dies ist ja auch recht gut gelungen. Natürlich hätte es sich bei dem sehr zentralen Standort geradezu aufgedrängt, hier eine z.B. kulturelle Einrichtung zu bauen, die gesamtstädtische Anziehung gehabt hätte. Man hat sich aber bewusst dagegen entschieden. Es entspricht also ganz dem Willen der Planer, wenn der Arnulfpark tagsüber im besten Fall von einigen vereinzelten Büroangestellten und danach noch von einigen der Anwohner genutzt wird, insgesamt aber so still und leer wie möglich bleibt. Letztlich wurde er als reine „Ruhezone“ für die Anwohner geplant, d.h. je weniger Leben dort stattfindet, desto besser.


    Interessante Vision, die ich so noch nicht kannte. Wie realistisch das Bild der "vereinzelten Büroangestellten" angesichts der geplanten 7.300 Arbeitsplätzen im Arnulfpark ist, wird sich zeigen. ;-)


    Gespannt bin ich auch, wie viel Lärm von den Gleisen und der Straße zu den Grünflächen dringen wird. Etwas Sorge macht mir der Spielplatz mitten auf der Grünfläche - es dürfte über den ganzen Platz schallen, wenn dort Kinder spielen. So richtig toll finden das die Kids wahrscheinlich auch nicht.


    Schön hätte ich einen großen Springbrunnen gefunden, der die Luft erfrischt. Und vielleicht ein paar breite Treppen quer oder längs zum Park, die zum Sitzen einladen.


    Verwunderlich ist, dass an der Ostseite des Parks die Bäume sehr dicht angelegt sind, während an der Westseite sehr wenig Bäume gepflanzt sind. Dem Entwurd der Landschaftsgärtner zu Folge soll das auch so bleiben.


    Dass die schöne neue Grünanlage mit orangefarbenen Plastikmülleimern verschandelt wurde, ist im Übrigen nicht zu entschuldigen.


    Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich das Areal entwickelt. Meine Idealvorstellung wäre, dass es tagsüber ein durchaus geschäftiges Treiben gibt, und die Geschäftleute aus den Büros sich zwischendurch in dem Park treffen und die Anlage sich abends beruhigt ohne ausgestorben zu wirken.

  • ^
    Tja, also wenn man sich BEWUSST für Langeweile entschieden hat, fällt mir auch nichts mehr ein. Eigentlich eine Frechheit am Organismus Stadt, in so einer 1a-PREMIUM-Lage eine Schlafstadt und null Kultur zu errichten - unabhängig von der Architektur. Irgendwo müsste es doch so etwas wie eine moralische Verpflichtung der Stadtplanung sein, Urbanität und entsprechende Nutzung zu fördern. Das Schlagwort "innerstädtisches Wohnen", welches hier entstanden ist, reicht da nicht aus. Wie wohnt man denn in der City in den Metropolen und Weltstädten? Ich seh schon die ersten staunenden Mailänder Stadtplanungsdelegationen durch den Arnulfpark wandeln ;) Was hier als superedel verkauft wird, ist oftmals so popelig....
    Mag an der Uhrzeit liegen, aber das von iconic erwähnte Bekenntnis zur "Ruhezone" macht mich echt fertig.


  • Das berliner Beispiel sieht auf Bing wirklich sehr öde und einfallslos aus. Letztes Wochenende wo ich im Arnulfpark war, wurde dieser schon von vielen Leuten auf vielfältige Art und Weise genutzt.
    Eine Kultureinrichtung soll es im alten Heizkraftwerk geben, wo ein Theater einziehen soll. (keine Ahnung, wie hier der Status der Dinge ist)



    Gespannt bin ich auch, wie viel Lärm von den Gleisen und der Straße zu den Grünflächen dringen wird. Etwas Sorge macht mir der Spielplatz mitten auf der Grünfläche - es dürfte über den ganzen Platz schallen, wenn dort Kinder spielen. So richtig toll finden das die Kids wahrscheinlich auch nicht.


    Warum nicht? Die Kinder sollen ruhig eine zentrale Position bekommen. Ich finde das gut. Den Lärm vom Gleisvorfeld empfinde ich schon heute, obwohl der Büroriegel noch nicht fertig ist, als niedrig.

  • ^^
    vielfach war von der Lärmbelastung am Arnulfpark durch Bahn, Tram und Autos zu lesen und zu hören. Ich kann das nicht so recht nachvollziehen. Leise ist es nicht - klar - aber eben auch keine Hölle des Lärms. Auf der Straße ist eh eher stop-and-go denn schnelles durchheizen angesagt, die Tram ist auch nicht wirklich laut und die s-bahn gut abgeschirmt. Wirklich nerviges Gelärme ist hupen (bsp. Maximilianstraße - 1 Jahr in deren Lärmbereich gearbeitet). Die Tram dort hat nicht durch ihr fahren gestört, sondern die ständigen Meldungen an der Haltestelle über Veränderungen des Fahrplans. Jedesmal mit einem lauten Jingle davor.
    Was ich sagen will: Nutzung und Nutzungsmöglichkeiten allein an Lärm festzumachen zieht nicht. An der Max.Str. jedenfalls flanieren die Menschen trotz Lärm. Das gilt auch für Ludwig- und Leopoldstraße. In Schwabing und Neuhausen fallen mir gleich mehrere weitere Straßen ein, die laut sind und trotzdem für Wohnungen top gefragt sind. "Ruhe" scheint bei den Bewohnern nicht auf Plartz 1 der Prioritätenliste zu stehen, eher ein abwechslungsreiches Viertel. Wenn also der einzige Vorteil des Arnulfparks ist, 3 Stationen vom Marienplatz weg zu sein, aber ansonsten einer Vorortsiedlung gleicht, kann man doch nicht anders als von Verschwendung dieser Lage zu sprechen - von "Vorortisierung" ;). Andersrum gesagt: Wer unbedingt Ruhe will, kann nur schwer in der Innenstadt wohnen. In und um Muc gibts ja genug Schlafstädte, um glücklich zu werden.

  • Trotz der überaus zentralen Lage galt der ehemalige Containerbahnhof an der Arnulfstrasse als eine Gegend, die ungeeigneter für Wohnungsbau nicht sein konnte. Dies galt/gilt eigentlich für die gesamte Umgebung nördlich der zentralen Bahngleise mit ihren Brauereien und Gewerbebauten. Hier zu wohnen konnte sich noch bis vor 10 Jahren niemand vorstellen. Ähnlich waren die Voraussetzungen an den anderen NMA-Grundstücken weiter stadtauswärts. Optimale Makrolage, miserable Mikrolage.


    Vor diesem Kontext kann man das primäre Ziel der Stadtplaner, ein Maximum an Ruhe und Grün herzustellen, irgendwo auch verstehen. Letztlich ging es darum, langfristig vermarktbaren innerstädtischen Wohnraum zu schaffen. Dabei wurde die mittlerweile immergleiche Münchner Formel angewandt: Lärmschutzriegel aus Bürogebäuden, innenliegender Grünzugschlauch, zum Grünzug orientierte Wohnbebauung.


    Faktoren wie Urbanität und Lebendigkeit (bzw. gar die funktionelle Einbeziehung des Areals in die Münchner Innenstadt durch eine zentrale Kultureinrichtung) heben einfach eine untergeordnete Rolle gespielt (die Freiheizhalle ist nicht mehr als ein Alibi). Vielleicht wird man das Thema „Urbanität“ bei der nächsten Überarbeitung des Gebiets in – sagen wir 50 bis 60 Jahren – dann schon eher verfolgen.