Immobilienmarkt Frankfurt

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    Klar, genau so eine "abseitige Randlage" wie das neue Justizzentrum in Wiesbaden in der (dortigen) Mainzer Strasse. Schön "abseits" der City und genau so perfekt mit PKWs zu erreichen wie in Niederrad (in Niederrad wohl sogar noch besser); und auch in Niederrad immer noch gleichmässig gut mit ÖPNV wie in Wiesbaden - "und überhaupt".


    Ja, das Thema ist "durch".

    Aber ich lasse mir nicht erzählen, die Stadt könne da "gar nichts tun", bzw. hätte tun können.

    Ich bin sicher, mit mehr Ideen und Engagement hätte es mit einer Verlegung / Umwidmung des alten Standortes doch klappen können. Erst recht, wenn man nicht dieses "abseitige Randlage"-Argument vorschiebt. Dieses Argument stimmt nämlich nicht, sondern ist ideologisch eingefärbt ("Verdichtung", "ÖPNV", "Fahrrad", "Kein PKW" etc.).


    Da man bei dem Justiz-Projekt nichts mehr bewegen / verändern kann, dann mein Einwand als Wegmarke für künftige Debatten zu ähnlichen (Behörden-)Projekten.

  • Am besten wir verlegen die ganze Innenstadt, alle Behörden, Institutionen, Geschäfte etc. auf diese "abseitigen Lagen" oder auf die grüne Wiese, damit dann Alle gut mit dem Kfz hinkommen und dort kostenlos parken können ... Alles andere wäre ja pure Ideologie ^.^

    Und klar, "die Stadt" hat das alles in der Hand und kann da auch gehörig Einfluß nehmen :-)


    Sorry für die pointierte Ironie, aber manchmal bin ich schon etwas irritiert beim Lesen mancher Beiträge

  • The Spin hat den ersten Büromieter: Die Arnecke Sibeth Dabelstein Partnerschaftsgesellschaft hat 2.850 Quadratmeter im 22. bis 24. Obergeschoss für etwa 140 Mitarbeiter gemietet. Insgesamt bietet der Turm rund 10.000 Quadratmeter Bürofläche in den oberen zehn Etagen. Der Bezug ist mit der Fertigstellung des Projekts Anfang 2023 geplant. Mehr in einer PM von Groß & Partner. Die Wirtschaftskanzlei sitzt bisher im WestendGate an der Hamburger Allee.

  • Polizei eröffnet Standort Marie-Curie-Straße 30 (ex KPMG)

    Vor sage und schreibe sechs Jahren, im März 2016, berichtete @sipaq von der Neuvermietung der Marie-Curie-Str. 30 an das Land Hessen. Heute berichtet die FAZ von der Eröffnung der neuen Polizeidienststellen im MC30, es ist nach dem Polizeipräsidium die zweitgrößte Einrichtung der Frankfurter Polizei. Der in 2016 erwähnte Mietvertrag mit dem Land Hessen soll laut FAZ tatsächlich erst im November 2020 geschlossen worden sein. Nach umfänglicher Renovierung sind jetzt 557 Mitarbeiter von der Adickesallee hierher gezogen: die Direktion Verkehrssicherheit, Zentraler Objektschutz und die Führungskräftefortbildung. Die zum Schwerpunktrevier Nord zusammengelegten ehem. Polizeireviere 14 und 15 wurden 2018 im östlichen Nachbargebäude MC32 untergebracht, wo auch die Finanzdienstleistungsaufsicht residiert.


    mc_30_orthohtjmj.jpg


    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main 2021, Orthofoto

    Einmal editiert, zuletzt von tunnelklick () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

  • Der Mietvertrag mit der Polizei (Land Hessen) für den linken Flügel neben dieser "Kuppel" ist tatsächlich bereits älter (ca. 6.700m²).

    Im November 2020 wurde für die Restflächen (rote Umrandung) ein neuer Mietvertrag bzw. Nachtrag geschlossen (ca. 17.000m²), welcher nun offiziell eröffnet wurde.

  • Die FAZ berichtet heute über eine Studie der Hypovereinsbank aus dem Februar dieses Jahres. Hier einige Erkenntnisse:

    • Wohnraum bleibt in Frankfurt knapp, aber nicht in allen Preissegmenten.
    • Vor allem bei kleinen und exklusiven Wohnungen in den zentralen Stadtteilen und dort speziell in den Wohnhochhäusern gibt es ein Überangebot.
    • Die Mieten und Verkaufspreise steigen aber weiter.
    • Speziell nach Einfamilienhäusern, Doppel- und Reihenhäusern besteht unvermindert eine sehr hohe Nachfrage, bei geringem Angebot.
    • Bei den Baulandpreisen hat sich der Anstieg verlangsamt, von vormals zweistellig auf nun den mittleren einstelligen Bereich.
    • Familien und Gering- und Mittelverdiener, die sich die hohen Preise nicht mehr leisten können oder wollen zieht es vermehrt nach Osten in Richtung Maintal/Hanau
    • Die Durchschnittsmiete für eine Neubauwohnung liegt inzwischen bei rund 18 Euro pro Quadratmeter, 2€ mehr als noch 2019.
    • Im gehobenen Preissegment werden „Überhitzungstendenzen und Preiskorrekturen“ erwartet. In allen anderen Segmenten ist ein Ende des Preisanstiegs noch nicht in Sicht, allerdings nehme die Geschwindigkeit ab.
  • Die Wirtschaftsprüfer KPMG haben nach einer vom britischen Spekulaten Fraser Perring forcierten forensischen Sonderprüfung die Jahresbilanz für 2021 des im S-DAX notierten Immobilienunternehmens Adler Group S.A. mit einem Versagungsvermerk versehen (Q). Zur Adler Group gehört auch die Adler Real Estate AG, Berlin mit ca. 52.000 Wohneinheiten mit Schwerpunkt in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Die Adler Group hatte auch den Projektentwickler Consus Real Estate AG, Berlin übernommen.


    Bei deren Projekten Grand Quest und Westend Ensemble, dem Ostend Quartier sowie dem Kampus Kaiserlei gibt es schon seit geraumer Zeit Verzögerungen zu beobachten und das aktuelle - als dramatisch zu bezeichnende - Ereignis wird leider nicht zu beschleunigten Ausführungen betragen. Auch die sich abzeichnende Zinswende, die die EZB voraussichtlich im Sommer einleitet, wird kein beschleunigendes Momentum in diese Projekte bringen. M.E. müssen wir uns bei diesen Großprojekten wohl noch auf weitere Hängepartien einstellen.

  • ^ Zitat: "...die sich abzeichnende Zinswende, die die EZB voraussichtlich im Sommer einleitet...".


    Die Zinswende hat sich vor rund 8 Wochen brutal vollzogen. Die Wende ist definitiv da - schon jetzt.

    Die Konditionen haben sich seitdem der Höhe nach rund VERDOPPELT. Was die EZB macht ist sekundär - das Marktgeschen gibt hier den Puls und der hat umgeschlagen in einer Art wie ich das in 35 Jahren nicht erlebt habe.

    Es bleibt abzuwarten, wie sich das völlig andere Zinsniveau auf den Markt auswirken wird, weil natürlich auch gegenläufige Effekte jetzt wirken (z.B. die ebenso dramatisch angestiegene Inflation - so hoch wie in 35 Jahren ebenso nicht). Aber da der Finanzierungs-Anteil generell sehr hoch ist werden die deutlich höheren Zinsen auf jeden Fall enorme Preisreduktionen auslösen, wenn die Zins-Konditionen so bleiben (oder gar noch weiter steigen).

    Erst in ca. 6-8 Jahren wird dann der Inflations-Effekt wiederum durchschlagen, wenn die Inflation so hoch bleibt - Zinsen hin / Zinsen her.


    Kurzum: Wer es schafft, sich durch das kommende deflationäre Preis-Tal zu retten (oder gar als Krisengewinner dann günstig zuzukaufen) wird ein Gewinner sein. Wer sich allerdings mit Null-Zinsen in den vergangenen Jahren die Bücher vollgeladen hat und glaubte, das Zins-Paradies würde ewig so gehen, der wird die kommende Flaute nicht überstehen.

  • … man kann ja von „enormen Preisreduktionen“ träumen, aber wie es so ist mit den Träumen … sie werden nicht/ kaum kommen, dafür ist der (Wohnungs-)Markt einfach viel zu sehr leergekauft, die staatlichen Hindernisse für eine Angebotsausweitung, die Reproduktionskosten und der Nachfragestau viel zu hoch, der Anteil der Eigenkapitalkäufer zu stark, das Baufinanzierungsgeschäft für die Banken zu wichtig, usw. und so fort ….


    Der Zinssatz ist bei den vielen mitspielenden Faktoren halt nur einer von vielen und wird selbst bei einer weiteren Steigerung, wenn überhaupt, nur den Preisanstieg (etwas) verlangsamen - zumal die Inflation(-serwartung) bei der Investitionsentscheidung für viele mitentscheidend ist und bei entsprechender Bonität mit Hebel (also Fremdkapitaleinsatz) mangels ausreichender Alternativen weiter attraktiv bleiben wird.


    Insbesondere auch deswegen, da die Angebotszinsen der Banken bei weitem nicht so stark gestiegen sind wie die Inflationsrate - der Abstand der beiden ist also weiter zum Vorteil der Kreditnehmer gestiegen.


    Eine Wirkung hat die Zinswende allerdings, sie verkleinert den Kreis der Mitspieler, sie wirkt als Markteintrittshürde. Nicht gut, hier wäre die Politik gefragt, an anderer Stelle entgegenzuwirken, z.B. mal bei den Kaufnebenkosten.

  • Laut der FAZ vom 9.6.22 wurden Luxuswohnungen im ersten Jahresdrittel 2022 wesentlich weniger nachgefragt als im Vorjahr bzw. die Vermarktungszeit hat sich verdoppelt.


    So gingen Kontakt-Anfragen per Inserat je Woche, von Januar bis April um 44% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2021 zurück.


    In Frankfurt habe sich die Vermarktungszeit für Luxus-Eigentumswohnungen mit 121 Tagen im Vergleich zu 63 Tagen im Vorjahr fast verdoppelt.


    Die Quelle ist Immoscout24, welches die Vermarktung von Neubau-Eigentumswohnungen mit Quadratmeterpreisen von mehr als 10.000 Euro ausgewertet hat.


    Hier dazu der Bericht aus Immoscout24:

    https://www.immobilienscout24.de/unternehmen/news-medien/news/default-title/nachfrage-nach-luxus-wohnungen-sinkt


  • Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Strang hier der richtige ist. Aber die FAZ berichtet in Ihrer Online-Ausgabe von heute, dass die Commerzbank Ende des Jahres aus dem Gallileo auszieht und die dort noch verbliebenden Mitarbeiter in der Zentrale am Kaiserplatz (ist bestimmt der Commerzbank Tower) untergebracht werden.

  • ^ Und im Zuge dessen wurde auch bekannt, dass der Mietvertrag des English Theaters zum Jahreswechsel ausläuft. Verlängerung durch neuen Eigentümer unklar...



    Mod-Service: Link.

  • Wir haben es hier ja regelmäßig von der Verhältnismäßigkeit von Schrebergartenanlagen in mehr oder weniger begehrten Lagen innerhalb des Stadtgebietes. Die DB Immobilien Südwest hat gerade ein zwei Hektar großes Dreieck im Angebot, das jedem Bahnfahrer auf dem Weg zum Flughafen schon einmal aufgefallen sein dürfte: Direkt am Bahnhof Niederrad und an den HLV-Sportanlagen liegt es gegenüber dem Prisma-Gebäude zwischen Gleistrassen der Bahn und der Stadt (Lyoner Straße) und fällt durch großzügig bebaute "Gartenhäuser" auf. Hier ein Schnappschuss aus dem Flugzeug vor ein paar Jahren:


    EPIIMG_6079.jpg

    Bild: epizentrum


    Zwei weitere, kleine Grundstücke des zugehörigen Inserates liegen in Griesheim, eines davon wird "ohne Vertragsgrundlage" als Ackerfläche genutzt. Die Flächen befinden sich zu größten Teilen in den Geltungsbereichen von rechtsverbindlichen Bebauungsplänen verschiedener Art. Mutige Projektentwickler vor!

  • 23.000 Quadratmeter in der Gallusanlage 8 neu vermietet

    Das ehemalige Vorstandsgebäude der Dresdner Bank neben dem Silberturm, Gallusanlage 8, wurde neu vermietet. Das Mietverhältnis über 23.000 m² Fläche im "Executive Building" beginnt sofort. Der neue Mieter wird in einer heutigen Meldung des Vermieters Imfarr nicht genannt, sondern mit "renommierte deutsche Privatbank" umschrieben. (Edit: Thomas Daily geht davon aus, dass es sich um die Oddo-BHF handelt.) Letzter Mieter war die Deutsche Bahn, der Auszug wurde hier erwähnt.


    Foto der Gallusanlage 8 aus dem Jahr 2011, entstanden im Zusammenhang mit der Sanierung von Silberturm und ehemaligem Vorstandsgebäude.


    2185silvertowersanierung.jpg
    Bild: Schmittchen

  • Etwas Klatsch, ein wenig Tratsch vom Immobilienmarkt?

    • Die ING-DiBa ist von ihrem Mietvertrag im Trade, Theodor-Heuss-Allee 44-46, aufgrund von Bauverzögerungen zurückgetreten
    • nebenan hat die Commerzbank vorzeitig eine größere Fläche im 50Up zurückgegeben (ehemals "BOC", zuvor "Estrella", Theodor-Heuss-Allee 50)
    • die WTS Steuerberatungsgesellschaft hat im Hochhaus ONE rund 4.900 m² gemietet
    • die Commerzbank bietet statt zuvor drei nur noch ein Objekt zur Untermiete an, das sie auch nicht mehr kurzfristig freiziehen möchte
    • bis Ende des dritten Quartals wurden bei 510 Deals rund 334.600 m² vermietet
    • Leerstandsquote zum Ende des dritten Quartals bei 7,74 Prozent
    • die Makler von Blackolive sehen eine stabile Nachfrage bei hohen Preisen
    • Quelle ist deren aktueller Quartalsbericht