Frankfurter Immobilienmarkt

  • Interessante Nebenentdeckung: In dem Artikel über den Umzug von Mayer Brown macht die Großkanzlei Salans, derzeit im Pollux beheimatet, Werbung - mit einem Bild des Dachs des MyZeil...

  • Wohnungsmangel in Frankfurt

    Laut Studien des Pestel-Instituts (Hannover) und von Prof. Dr. Volker Eichener (Bochum) im Auftrag der Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“ fehlen in Frankfurt 17.500 "bezahlbare" Mietwohnungen. Damit rangiert Frankfurt deutschlandweit auf dem zweiten Platz hinter München, wo es an 31.000 Wohnungen mangelt, und vor Hamburg, wo es 15.000 Wohnungen sein sollen.


    Quelle

  • Uhland 2: Saatchi & Saatchi geht in den Osten

    Die Agentur Saatchi & Saatchi hat dieser Tage das markante Gebäude an der Uhland-/Sonnemannstraße verlassen und ist weiter nach Osten gezogen in die Otto-Meßmer-Straße 1.

  • Breite Gasse 24

    Das Gelände der ehemaligen Brauerei Heinrich an der Breiten Gasse 24 (Karte) ist verkauft, berichtet das Journal Frankfurt. Der dort seit einigen Jahren ansässige alternative Kunstverein Lola Montez muss bis Ende Main die Flächen räumen. Neuer Eigentümer sei die Investmentfirma Quissenz GmbH aus dem Westend. Es seien 12 Mio. Euro geflossen. Die Stadt war ebenfalls an dem Grundstück interessiert, um im "kleinen Schmuddelviertel" ein Signal zu setzen, andere Investoren anzulocken und damit nachhaltig "aufzuräumen". Sie habe allerdings maximal 8 Mio. Euro bieten wollen. Verdient hätte das kleine Rotlichtviertel entlang der Breiten Gasse eine Neuentwicklung. Rund um die kreuzende Allerheiligenstraße hat das Viertel eine beachtliche Sammlung heruntergekommener Gebäude zu bieten.


    Schmittchen hatte letztes Jahr hier im Forum über einen Abriss und die Neubebauung spekuliert, nachdem es hieß, "eine Bank aus Mainz" habe das Gelände erworben. Also ähnliche Situation wie dieses Jahr. Es stellte sich danach aber haus, dass der Verkauf nicht zustande kam. Dieses Mal hat es also geklappt. Schmittchens Beitrag enthält übrigens informative Bestandsfotos.

  • Das ist eine erfreuliche Nachricht. Ich finde es immer wieder beeindruckent wie viel in Frankfurt gerade (abgerissen und neu)gebaut wird. Dieses Viertel war aber im innenstädtischen Bereich wie ein schwarzer Fleck, der von Investitionen ausgeschlossen ist und in dem es einfach nicht vorran gehen wollte.


    Hoffen wir mal, dass von diesem Projekt eine Initialzündung für eine Aufwertung des Viertel ausgeht, auch wenn es die Stadt nun nicht selbst in der Hand hat.

  • ABG sucht neuen Standort im Bahnhofsviertel

    Die FAZ berichtet in ihrer heutigen Rhein-Main-Zeitung (S. 41), dass die ABG Frankfurt Holding ihre beiden Standorte im Bahnhofsviertel (FAAG = Gutleutstraße 40 und ABG = Elbestraße 48) aufgeben und zusammenlegen will. Weil man "aus allen Nähten platze", werde im Bahnhofsviertel ein Objekt mit rd. 14.000 m² Fläche für rd. 600-700 Mitarbeiter gesucht. Denkbar sei die Anmietung eines bestehende Objekts wie auch ein Neubau.


    Die beiden aufzugebenden Gebäude stehen im Eigentum der Holding. Die Elbe 48 könnte ein Wohnhaus werden, die Gutleut 40 ein Hotel oder ebenfalls ein Wohnhaus, schreibt die FAZ.

    Einmal editiert, zuletzt von tunnelklick () aus folgendem Grund: Wort hat gefehlt.

  • Das könnte einen weiteren positiven Schub für die Entwicklung des Bahnhofsviertels geben.


    Ein Blick auf Streetview zeigt, dass die Elbestraße 48 ein Gründerzeithaus ist, die ABG aber auch einen häßlichen Nachkriegsbau direkt daneben belegt. Ein Abriss oder Umbau des Nachkriegsbaus und die Einrichtung von Wohnungen in beiden Gebäuden wäre zu begrüßen. Die Lage ist jedoch schwierig. Direkt gegenüber befinden sich die Eingänge zu mehreren Laufhäusern, dieser Teil der Straße ist ingesamt gesäumt von Bordellen und Tabledance Bars. Den hier nötigen langen Atem kann eigentlich nur eine städtische Gesellschaft aufbringen. Immerhin wäre ein Anfang gemacht.


    Je nachdem wohin die ABG im Bahnhofsviertel zieht, könnte eine solch große Sanierung oder ein ansprechender Neubau ebenfalls erheblich zur Aufwertung beitragen. Auch an der Kaiserstraße gibt es ja noch ausreichend hässliche Nachkriegsbauten.

  • Die Elbestraße ist ja nun schon seit Jahrzehnten das eigentliche, aber meines Erachtens auch eher unauffällige Herz des Rotlichtviertels (ganz im Gegensatz zu den Gestalten der Drogenszene). Man sollte hier meines Erachtens eher eine Koexistenz denn eine Verdrängung anstreben, die die entsprechenden Etablissements wieder auf die ganze Stadt verteilen würde.


    Ich denke, vor allem die Ordnungsbehörden sind relativ froh, dass die Szene, vom Straßenstrich einmal abgesehen, sehr kompakt auf diesen Bereich und die Gegend um die Breite Straße im Osten der Innenstadt konzentriert ist. Der Glaube an eine Großstadt ohne Rotlichtviertel ist jedenfalls ziemlich naiv.

  • Von einer Großstadt ohne Rotlichviertel hat ja hier im Forum auch noch keiner gesprochen. Allerdings ist Frankfurt die einzige unter Deutschlands größten Städten in der das älteste Gewerbe der Welt so offensichtlich im Herzen der Innenstadt präsent ist. Und dass dies dem Image der Stadt nicht zum Vorteil gereicht ist ja allseits bekannt.


    Langfristig sollte die Stadt daher mE eine Verlagerung (nicht Abschaffung) des Milieus wieder anstreben. Beim nächsten Versuch müsste das natürlich durchdachter sein als beim letzten Mal.


    Aber natürlich erwarte ich nicht, dass dies durch den Umzug der ABG ausgelöst wird. Vielmehr bietet sich dadurch "nur" die Chance das Viertel ein Stück weit weiterzuentwickeln, wie wir es schon seit einigen Jahren sehen. Das ist ja schon mal was.


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    Mod: Die allgemeine Diskussion zum Viertel geht hier weiter.

  • Bei Capital wurde der Wohn- und Ferienimmobilien-Kompass aktualisiert => Start in eine neue Ära - Die besten Wohnlagen in Frankfurt


    Sachsenhausen Süd ist nun (fast) nur noch Gute Wohnlage und auch sonst wurden viele Gebiete südlich des Main von Top Wohnlage auf Gute Wohnlage herabgestuft.


    Gallus, Griesheim, Niederrad, Schwanheim, Höchst.... alles nur Einfachere bis Mittlere Wohnlage.....


    Wenn sich denn nur die Preise auch dementsprechend nach unten anpassen würden. Gerade in Sachsenhausen scheinen viele Verkäufer noch absolute Mondvorstellungen vom Wert ihrer Immobilie zu haben.

  • Tower 185

    Zum Tower 185 gibt es eine weitere Vermietungsmeldung: Die Wirtschaftskanzlei Dechert LLP zieht von ihrem jetzigen, erst 2012 frisch bezogenen Standort An der Welle 4 in den Turm und wird dort 1.350 qm belegen.


    Die Vermietungsquote des Turms beträgt jetzt 81%.

  • "Lateral Towers", auch bekannt als "Neue Börse Hausen"

    Die FAZ schreibt heute zu den früheren Gebäuden der Börse in Hausen (eigentlich schon/noch Bockenheim). Diese gehören einem Immobilienfonds der Commerzbank-Tochter Commerz Real, in den private Anleger 102 Millionen Euro investiert haben. Seit dem Wegzug der Börse nach nur zehn Jahren Mietdauer stehen die erst im Jahr 2000 fertig gestellten Gebäude leer. Folglich blieben zuletzt die Mieterträge aus, weswegen der Fonds als überschuldet gilt und in den nächsten Tagen Insolvenz anmelden muss. Dann müssten die Anleger auch noch bisherige Ausschüttungen zurückzahlen, die FAZ schreibt von insgesamt 40 Millionen Euro. Letzteres wäre allerdings nicht erforderlich, wenn die Fondseigner bei einer für heute angesetzten Sondersitzung dem Verkauf der Liegenschaft an die Commerz Real zustimmen würden. Zudem würden die Anteilseigner an Erlösen beteiligt, sollte der Commerz Real später ein Verkauf der Immobilie gelingen.


    Der früher von der Börse genutzte Komplex wurde inzwischen in "Lateral Towers" umbenannt. Mit 48.000 Quadratmetern Mietfläche ist er ungefähr gleich groß wie der Commerzbank Tower in der Innenstadt. Eine Aufteilung in mehrere kleinere Mieteinheiten soll möglich sein. Weitere Information sowie zahlreiche Fotos besonders aus dem Inneren des riesigen Komplexes gibt es auf dieser Website.


    Der Komplex besteht aus acht miteinander verbundenen Riegeln mit jeweils sechs Geschossen. Die Riegel werden zu den Außenseiten immer kürzer, wodurch das Gebäude eine charakteristische Wölbung erhält. Dadurch erinnert das Bauwerk entfernt an das von Hans Poelzig errichtete I.G.-Farben-Haus im Westend. Den Innenausbau führte das Büro Max Dudler aus (Info). Der Grundriss:



    Grafik: Commerz Real



    Auch berichtet die FAZ von den Folgen des Wegzugs der Börse. Früher hätten sich Dienstleister in der Nähe der "Neuen Börse" angesiedelt, mittlerweile gebe es viel Leerstand. Vor einiger Zeit wurde daher eine Standortinitiative gegründet, hier die Website mit weiterführenden Informationen. Eines deren Ziele ist es nach wie vor vom Namen "Industriehof" wegzukommen. Favorit ist weiterhin eine Umbenennung in "Brentanoviertel". Wenig geschickt stellte es die Initiative Ende 2009 an, als sie unter (tatsächlicher oder "gefühlter") Umgehung des Ortsbeirats die Namensänderung öffentlich verkündete. Im kommenden Herbst soll ein weiterer Versuch unternommen werden, dieses Mal mit Beteiligung des Ortsbeirats.


    Edit: Die Anleger haben am 19.07.2012 mit 96% der Stimmrechte dem oben geschilderten Vorschlag zugestimmt (mehr). Sie können ihre Ausschüttungen behalten, zudem erhalten sie einen Besserungsschein, der ihnen im Falle einer Weiterveräußerung der Immobilie eine Beteiligung von 60% am Mehrerlös gewährt. Die Commerz Real wird neue Eigentümerin, die Liegenschaft möchte sie zügig verkaufen.

  • Neckermann-Areal (Fechenheim)

    Aus gegebenem Anlass ein paar Informationen zu den Liegenschaften des seit heute offiziell insolventen Versandhauses Neckermann. Das 30 Hektar große Areal gehört einem britischen Immobilienentwickler und Investor namens Segro, der es 2007 für 197 Mio. Euro von KarstadtQuelle gekauft hat. Neckermann hat einen noch bis Oktober 2017 laufenden Mietvertrag für das Firmengelände (Quelle). Im Jahr 2011 zahlte Neckermann 12 Mio. GBP (15,3 Mio. Euro) Miete an Segro. Den Wert des Firmengeländes gab Segro Ende Dezember 2011 mit 86 Mio. GBP (110 Mio. Euro) an. Inzwischen wurde dieser auf 43 Mio. GBP (54 Mio. Euro) berichtigt - Analysten zufolge ein realistischer Wert.


    Das sehr große Areal aus der Luft - fast alles auf dem Foto ist Firmengelände, auch noch östlich der Hugo-Junkers-Straße. Das Hauptgebäude im Detail:



    Bilder: neckermann.de GmbH

  • Großanmietung im Hochhaus Theodor-Heuss-Allee 110

    Die Mainova hat die oberen zehn Etagen des 18-geschossigen Hochhauses Theodor-Heuss-Allee 110 (Foto) gemietet. Es handelt sich um das ehemalige Hochhaus des Bauunternehmens Wayss & Freytag in der City-West. Soweit ich gesehen habe, wurde das Hochhaus in der letzten Zeit in beschränktem Umfang saniert. Von außen fällt vor allem das deutlich heller und einladender wirkende Foyer auf. Nach diesem Fund von Adama wurde vor einigen Jahren auch an eine weitergehende Modernisierung des Hochhauses gedacht. Arbeitstitel war wohl "Cube 110". Weitere Ansichten hier und da.


    Einzug ist im kommenden Herbst. Die Mainova und/oder deren Tochter NRM Netzdienste Rhein-Main waren/sind zumindest entsprechenden Schildern am Eingang zufolge schon bisher Nutzer des Hochhauses, vermutlich aber nur in geringerem Maße. Auszüge aus der Pressemitteilung der Vermieterin, der Frankfurter DIC:


    [INDENT]Die DIC (Deutsche Immobilien Chancen) hat jetzt an den Frankfurter Energieversorger Mainova im Gebäude Theodor-Heuss-Allee 110 langfristig 7.400 m² Büroflächen vermietet. In den oberen 10 Etagen des 18 Stockwerke hohen Büroobjekts werden ab Herbst dieses Jahres rund 300 Mitarbeiter der eigenständigen Mainova-Tochter NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH ihren Arbeitsplatz haben. Damit ist eine der größten Vermietungen in der Frankfurter City West im laufenden Jahr 2012 unter Dach und Fach gebracht.


    Die Büroimmobilie an der Theodor-Heuss-Allee in der Frankfurter City West verfügt insgesamt über 13.800 m² Fläche. Das Hochhaus wurde 1973 erbaut und zwischen den Jahren 1995-2000 grundlegend saniert und modernisiert. Das Gebäude mit seiner prägnanten Glas- und Metallfassade liegt zentral und verfügt durch seine unmittelbare Nähe zum Autobahnkreuz Frankfurt West (A5, A66) sowie zum Fern- und Nahverkehrsbahnhof Frankfurt West über eine optimale Verkehrsanbindung. Die Immobilie befindet sich bereits langjährig im Bestand der DIC.[/INDENT]

  • Mieter für die "Lateral Towers" gefunden?

    Die frühere "Neue Börse", jetzt "Lateral Towers" genannt (dazu ausführlich #378), soll angeblich noch in diesem Jahr einen neuen Mieter erhalten. Schreibt die Rundschau in der Bildergalerie zu diesem Artikel und bezieht sich dabei auf eine Mitteilung der Commerz Real. Ich bin gespannt.

  • BHF-Hochhaus (Bockenheimer Landstraße 10)

    Die BHF-Bank hat ihr 82 Meter hohes Hochhaus für fast 100 Mio. Euro an ein "Family Office", also einen Zusammenschluss von Privatleuten, verkauft. Das berichtet Thomas Daily heute. Das Gebäude steht mehr oder weniger direkt gegenüber den Sal.-Oppenheim-Gebäude (Karte) am südlichen Rand des Rothschild-Parks. Hier ein Luftbild aus Wikipedia:



    Bild: User "dontworry" unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation (Link)


    Die BHF-Bank selbst befindet sich in den Händen der Deutschen Bank, welche sie jedoch in naher Zeit abstoßen möchte.

  • Karstadt wechselt den Besitzer

    Nach einem Bericht der Immobilien-Zeitung wurde das Karstadt-Kaufhaus an der Zeil an das Wohnungsunternehmen Sahle (Greven) verkauft. Verkäufer ist ein Joint Venture aus einem Fonds, gemanagt von AEW Europe und Tristan Capital Partners, und dem Minderheitsgesellschafter PBG (Christoph Gutmann/Lars Müller) aus Frankfurt.


    Der Mietvertrag hat laut IZ noch eine Laufzeit von 25 Jahren. Zur Zeit sollen 18 Euro je Quadratmeter zu zahlen sein (würde abgerissen und neu gebaut, wäre ungefähr das Doppelte zu erzielen). Die Liegenschaft hat sieben Etagen und 33.800 Quadratmeter Fläche.



    Bild: epizentrum

  • Den Verkauf darf man wohl als gutes Omen interpretieren. Im Vergleich zu Karstadt Gebäuden wie in Wiesbaden ist der äußerliche Zustand weiterhin eine Zumutung für die meist frequentierte Einkaufsmeile der Republik. Da der Pseudo-Umbau aber noch relativ neu ist, gibt es wohl leider keinen sofortigen Handlungsbedarf.