Historischer Hintergrund
Hameln wurde erstmals im frühen 9. Jahrhundert bezeugt. Einer gräflichen Eigenkirche folgte weniger Jahrzehnte später unter Aufsicht der Reichsabtei Fulda ein Benediktinerkloster. Es stand am Ort der heutigen Münsterkirche und wurde im Laufe der Zeit in ein Kollegiatstift umgewandelt. Um 1200 ist Hameln erstmals als Stadt wahrnehmbar. Stiftsbezirk und Marktsiedlung wachsen in dieser Zeit zusammen. Im Verlauf der territorialpolitischen Auseinandersetzungen um Stadt und Stift gelingt Herzog Albrecht von Braunschweig der Erwerb der Vogtei über die Stadt Hameln. 1277 bestätigt dieser die städtischen Privilegien.
Im 15. und 16. Jahrhundert war Hameln Mitglied der Hanse. 1540 wurde die Reformation eingeführt. Es setzte der wirtschaftliche Aufstieg der Stadt ein, der bis zum Dreißigjährigen Krieg anhielt. Diese Phase der Stadtgeschichte war architektonisch so prägend, dass Hameln heute als eine der wichtigsten Stätten der Weserrenaisance zu gelten hat. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Stadt zur welfischen Festung ausgebaut. Die Stadtbefestigung wurde 1808 auf Anweisung von Napoleon geschleift, sodass im heutigen Stadtbild nur noch zwei mittelalterliche Türme stehen (Haspelmathturm und Pulverturm). Die Umrisse der Altstadt, deren Dimensionen vergleichsweise bescheiden ausfallen, sind aber im Stadtgrundriss noch ausgesprochen markant ablesbar.
Architektonischer Stadtrundgang durch die Weserrenaissance: https://www.zeilenabstand.net/weserrenaissan…erstadt-hameln/
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