City & Wallring | Hauptsparkasse inkl. Hochhaus [in Planung]

  • Neubau Hauptverwaltung Sparkasse Dortmund?!


    Die Sparkasse Dortmund gönnt sich wohl einen neuen Stammsitz - zumindest lassen OBs Westphals Ausführungen zur Neugestaltung des Bahnhofsumfeld diesen Schluss zu, siehe dieses Video ab Minute 2:11. Hoffentlich bleibt das aktuelle Sparkassenhochhaus erhalten und wird saniert. Gerne darf es aber um ein zweites ergänzt werden. Die Sparkasse Dortmund möchte sich ja vermehrt auf die Immobilienbranche konzentrieren und ihren Immobilienbestand sukzessive erhöhen. Dies gilt sowohl für Wohnraum als auch für Büros.

  • ^ Mal abgesehen von der grundsätzlichen Kommunikation. Richtig verstanden habe ich nicht, ob der OB dabei den Nord- oder Südeingang meint. Vermutlich wird die Sparkasse nicht von ihrem Top-Standort auf die Nordseite ziehen wollen?! Premier Inn wird sein Hochhaus nur vermieten. Neben dem weiteren Hochhausstandort am Südausgang (über dem Parkhaus/Parkplatz) gäbe es noch das Bender-Areal, welches einen gewissen Bezug zum HBF hat.


    Auch wenn es kein Hochhaus werden sollte, fällt mir spontan kein weiterer Standort im Süden ein. Im Norden gibt es natürlich genug Fläche.

  • Ein Umzug macht für mich auch nicht wirklich Sinn. Gerade in Zeiten von Home Office dürfte der bisherige Platz für die Sparkasse völlig ausreichen.

  • ^ wobei ein sanierungsbedürftiger Hauptsitz (immerhin ist die letzte Sanierung 25 Jahre her) auch nicht das beste Aushängeschild für ein Unternehmen ist. Homeoffice spielt zwar eine große Rolle, aber nur Remote arbeitet nach wie vor (häufig auch freiwillig) ja nur eine Minderheit. Ein Neubau wäre schön, wenn im Anschluss das Hochhaus leergezogen (wird dies überhaupt voll genutzt?) und ebenfalls saniert werden würde. Nutzungen wären dafür ja vielfältig möglich bei der Lage, wenn die Sparkasse selbst es nicht mehr benötigt (Co-Working, Startups, Bildung (TU), Wohnen auf Zeit, ...).

  • Neubau Sparkasse Hauptsitz


    Die RN berichtet über Pläne der Sparkasse Dortmund den vorhandenen Hauptsitz in der City zugunsten eines Neubaus abzureißen. Ob auch das Hochhaus dazugehört, ist nicht ersichtlich. Der Artikel liegt hinter einer Paywall.


    Damit war die Äußerung Westphals in einem Interview im Rahmen der Einweihung des sanierten Bahnhofs wohl zutreffend.

  • Ja es handelt sich um das Hochhaus und das Kundencenter. Nur das Gebäude nördlich vom Hochhaus soll bleiben. Aus ökonomischen und ökologischen Gründen ist der Umbau im Bestand nicht wirtschaftlich.


    Fahrplan lautet: Anfang 2026 halboffener Architektenwettbewerb. Ergebnis September 2026.

    Abriss 2028 und Fertigstellung 2031.

    Für die Zwischenzeit müssen noch Interimsquartiere gefunden werden.


    An der Stelle soll auf Wunsch der Stadt auch wieder ein Hochhaus stehen.

  • An der Stelle soll auf Wunsch der Stadt auch wieder ein Hochhaus stehen.

    Im Artikel der Ruhr Nachrichten heißt es genauer: "Klar ist: Es soll - auch auf Wunsch der Stadt - wieder ein Hochhaus geben, kündigt Ulrich Bartscher an. [...] Der Vorstand sei sich der stadtbildprägenden Verantwortung sowie der Wirkung in die Öffentlichkeit und Nachbarschaft sehr bewusst." Die Entscheidung, dass anstelle des 62 Meter hohen 1960er-Jahre-Baus eine neue Landmarke entsteht, dürfte somit set in Stone sein.


    Büroflächen für 600 Mitarbeitende und ein großzügiges Kundencenter wollen ersetzt werden. Zudem möchte die Sparkasse fremdvermieten. Möglicherweise entsteht darüber hinaus sogar Wohnraum, denn es ist bereits jetzt schon die Rede von einem Mixed-Used-Konzept. Last but not least seien im Rahmen des Architektenwettbewerbs Ideen für die Umfeldgestaltung zwischen Freistuhl, Kampstraße und Katharinenstraße erwünscht.


    Alles in allem klingt das nach einem ganz netten Bauvorhaben...

  • In der Tat bietet sich hier die Chance, das trübe Stadtbild etwas aufzuhellen. Hoffentlich schaut man nicht nur aufs Budget und setzt so einen Klotz ala Westfalentower oder Continental HH dort hin.

    Vielleicht erleben wir es ja noch, dass zeitgleich die Kampstraße fertig wird.

  • Ich finde nicht, dass an dieser Stelle unbedingt eine Aufhellung notwendig ist. Ich finde gerade den Kontrast, wenn man aus Richtung Bahnhof schaut, gut:

    Links hat man dann den Dreiklang aus den drei eher dunklen Hochhäusern, den RWE -Tower, dem IWO-Hochhaus und dem Sparkassenturm und dazu die ebenfalls dunkel gehaltene Botta-Bibliothek sowie das Dortberghaus. Und recht hat man die eher hell gehaltenen Gebäude des DOC, des Fußballmuseums und des Mini-Hochhauses mit der Continentale-Werbung.

    Diesen Ensemble-Charakter würde ein zu helles Sparkassengebäude meiner Meinung nach stören. Gegen eine bessere öffentliche Durchwegung und Mischnutzung der Gebäude ist natürlich nichts zu sagen, aber rein von der Gestaltung her finde ich es hier am wenigsten nötig das "Stadtbild" zwingend aufzuhellen, nicht an allen Stellen kann eine Großstadt superbelebt wirken.


    Ich bin ja ganz dafür die Kampstraße endlich fertig zu stellen. Würde man in Dortmund mal von Anfang an mit realistisch umsetzbaren Plänen arbeiten, statt wie beim Bahnhof, mit den großen UFO- und 3do-Plänen, dem neuen Busbahnhof oder den ersten Plänen mit aufwändigen Wasserlauf für die Kampstraße immer wieder mit technisch schwierig umsetzbaren und daher viel zu teuren Plänen abzugeben, wäre vieles längst fertig, bzw. wäre früher fertig geworden. Aber wenn solche Visualisierungen veröffentlicht werden, die wieder völlig falsche Erwartungen wecken, habe ich da wenig Hoffnung...


    Insofern hoffen ich, dass die Sparkasse hier einen Entwurf präferiert, der sich wieder gut ins Ensemble einfügt und nicht versucht den maximalsten Konstrast zu setzen.

  • ^ Ich erwarte hier tatsächlich einen großen oder zumindest größeren Wurf. Die Sparkasse Dortmund tritt nach der Fusion mit der Sparkasse Schwerte äußerst offensiv als Bestandsentwickler auf, siehe zum Beispiel das 450 Wohnungen umfassende Quartier Am Schützenhof oder das Quartier an der Ernst-Mehlich-Straße mit seinen 350 Wohneinheiten. Ob Dortmund eine neue Nummer 1 in der Hochhauslandschaft erhält, glaube ich zwar nicht, kann mir aber sehr gut vorstellen, dass womöglich ein Bürohochhaus und ein weiteres für Wohnnutzung durchaus Sinn ergeben würde.


    (Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit ein interessantes Gespräch mit einem Mitarbeitenden des Planungsamtes. Die Innenstadt innerhalb des Wallrings soll zu einem bedeutenden Wohnstandort entwickelt werden. Die Rede war von mehreren tausend (!), neuen Wohnungen in umzubauenden Immobilien aber auch in Neubauten. Um das in Zeiten des Klimawandels auch nur ansatzweise zu erreichen, ist es evident, Plätze und Straßenzüge grüner zu gestalten - also genau so wie in der von Kieselgur verlinkten Visualisierung des Reinoldikirchplatzes.)

  • Bleibt die Frage wieviel investiert werden soll. Die Fläche ist schon groß. 2 Hochhäuser wären natürlich top. Ich bin da aber eher skeptisch. Möglichkeiten sind ja genug da. Moderne Büroflächen, Mietwohnungen, Einzelhandel, Gastronomie, ggf Hotel.

  • Ich finde nicht, dass an dieser Stelle unbedingt eine Aufhellung notwendig ist.

    Hallo Kieselgur,

    ich meinte aufhellen in Bezug zu "verschönern" und nicht im Sinne von einer hellen Fassade.


    Bei Hotelplänen bin ich eher skeptisch, siehe geplanten großen Wurf für den südlichen Bahnhofsvorplatz. Diese Pläne scheinen wohl gescheitert zu sein. Wenn ich da falsch liege bitte ich um Korrektur.

  • Du liegst einmal mehr falsch, Tiefimwesten.


    ^^ Ein dreistelliger Millionenbetrag steht ja schon fest, FanDerModerne. Und dass es beim neuen Signature Building/Projekt des fusionierten Kreditinstituts nicht "nur" bei 100 Millionen Euro bleiben wird, halte ich für wahrscheinlich. Zudem gehört das Grundstück der Sparkasse - es müssen also nicht zusätzliche Mittel für den Erwerb des Areals in die Hand genommen werden.

  • Im aktuellen Bericht der RN heißt es die Sparkasse wisse noch nicht ob es ein Hochhaus gibt und auch die Stadt fordert es nicht ein, sondern wünscht sich eine Lösung die die City belebt, also eine Öffnung zur Kampstraße.

  • Bin ich hier der einzige, der es extrem bedauerlich fände, wenn das bestehende Hochhaus abgerissen werden würde?

    Das ist schon Wahnsinn. An der Stelle bietet sich eine eher seltene Chance, die „Skyline“ weiter auszubauen, zu verdichten und zu bereichern.

    Das Sparkassen-Hochhaus aus den 60ern ist längst ein prägendes Gebäude im Stadtbild und, ob man es mag oder nicht, ein nicht unbedeutendes Beispiel der Architektur dieser Zeit. Ich finde es erschreckend, dass offenbar überhaupt kein Interesse/Wille zum Erhalt besteht. Ganz zu schweigen von all der grauen Energie.


    Dass bspw. moderne Arbeitsflächen in einem solchen Gebäude möglich sind, zeigt der Global Tower in Frankfurt, wo seit der Revitalisierung u.a. Google einer der Mieter ist. Umnutzungen von Büro- zu Wohnräumen wie im Lyoner Quartier sind u.U. auch denkbar, wenn die Rahmenbedingungen passen.

    Selbstverständlich alles eine Frage der Kosten, aber auch des Willens.

  • Hallo Archipat,

    Ich wollte grade eigentlich Ähnliches zum Besten geben, hätte mir aber durchaus eine neue Fassade für das HH und den Rest gewünscht.

    Ein Abriss ist langwierig und für lange Zeit wird der Bereich unansehnlich.

    Wenn ich jetzt schon wieder in der RN von Wünschen und Kompromissen höre, ahne ich Schlimmes. Dann doch lieber renovieren statt abreißen

  • Das Gebäude ist aber laut Gutachten im Bestand nicht wirtschaftlich zu sanieren und wir sind natürlich auch nicht in Frankfurt und können diese mieten hier generieren.

  • Wir sind ja nicht im Wirtschaftsforum, also kann man ja seine Gedanken äußern. Ich bezweifel aber ob ein Abriss und Neubau an gleicher Stelle wirtschaftlicher ist. Es sei denn man plant 0815. Ein repräsentativer Bau kostet heute (leider) in der Größenordnung mindesten 250 - 300 Mio. Wenn deutlich drunter dann haben wir sowas wie von mir oben beschrieben.

    Wie gesagt, es mag Aspekte geben die nicht mehr hergeben, aber ich dachte wir reden hier über Architektur.

    Vollmundige Ankündigungen kennen wir von Wilo und Continentale. Das Ergebnis sind schlichte und schmucklose Bürogebäude wie es Sie in DO leider zu Haufe gibt.

    Man findet sich damit ab, weil man froh ist dass überhaupt gebaut wird. Aber ich dachte hier geht es auch um Ästhetik.

  • Klar es geht immer um Ästhetik bei Architektur, aber man sollte nunmal nicht überrascht sein wenn es 0815 wird. Denn Architektur ist eben stark abhängig von der wirtschaftlichen Situation. Wir sind nicht in Frankfurt, Hamburg oder Düsseldorf, da muss man die Ansprüche schon auch anpassen.

    Zumal der Bestandsbau der Sparkasse nun auch kein ästhetisches Highlight ist.


    Hier ist es nunmal so, dass die Granitplatten an der Fassade Risse aufweisen, das Tragwerk ist nicht in Ordnung, in jeder Etage können nur 300 von 550 qm genutzt werden, das ist im Hinblick auf die CO2 Produktion nunmal absolut nicht nachhaltig und wirtschaftlich. Zudem ist die Deckenhöhe viel zu niedrig.

    Da macht es schon Sinn abzureißen und - hoffentlich - ein schöneres Hochhaus zu bauen.

  • Ich würde an dieser Stelle zunächst abwarten und sprichwörtlich ‚Tee trinken‘. Die Wahrscheinlichkeit, dass an diesem Standort erneut ein Hochhaus entsteht, ist nämlich durchaus hoch. Aufgrund der begrenzten Grundstücksfläche bietet sich eine vertikale Bauweise nahezu zwingend an, um die vorhandenen städtebaulichen Potenziale optimal zu nutzen.


    Darüber hinaus hat man mit dem Entwurf für das Quartier Burgtor eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass auch im Ruhrgebiet architektonisch ansprechende und zeitgemäße Hochhauskonzepte realisiert werden können. Es wäre daher wenig überraschend, wenn man diese Entwicklung in ähnlicher Form fortsetzt.