KONNEKT BERLIN (ehem. Knorr-Bremse-Areal)

  • Heftig - aber man sieht mal wieder, wie wenig man in Berlin Hochhäuser strukturiert und organisiert im Stadtbild baut. Es ist ein heilloses durcheinander. Was ich auch nicht gut finde: Es klingt so als gäbe es im neuen Viertel mit immerhin 1.000 Einwohnern nur arbeiten und wohnen. Was ist mit einkaufen? Restauraunts? Kultur? Das macht doch Viertel erst attraktiv. So hat man dann wieder ein Viertel errichtet in dem eigentlich keiner wohnen will.

    Was ich aber prinzipiell gut finde: Immerhin ist arbeiten und wohnen gemischt. Das ist schon mal ein Fortschritt.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Nicht nur dass Chipperfield das neue Quartier "Knorr-Bremse" an der S-Bahn Haltestelle Marzahn entwirft! Nein, da soll doch tatsächlich ein 146 m (!!!) hoher Büroturm hin, gegen Ende des Beitrags, so nebenbei vom Architekten erwähnt...

    Kein Mensch spricht dort von einem 146 Meter Büroturm. Es wird ein Wohnhochhaus nach Vorgabe des Berliner Hochhausplans.

    Mehr Details hier im PDF.

    Vor dem Ablassen falscher Tatsachen im Internet kann es manchmal ganz hilfreich sein die Details zu recherchieren.

    Mir scheint auch so als hörten viele nur noch "Hochhaus" und dann schrillen gleich die Büroturm Alarmanlagen los.

  • ^Danke für die sehr interessante Ergänzung. Trotzdem wundert mich der Bau eines 146 Meter hohen Turmes ausserhalb des S Bahn Ringes. Wie passt das mit dem Hochausplänen zusammen?

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Kein Mensch spricht dort von einem 146 Meter Büroturm. Es wird ein Wohnhochhaus nach Vorgabe des Berliner Hochhausplans.

    Mehr Details hier im PDF.

    Vor dem Ablassen falscher Tatsachen im Internet kann es manchmal ganz hilfreich sein die Details zu recherchieren.

    Mir scheint auch so als hörten viele nur noch "Hochhaus" und dann schrillen gleich die Büroturm Alarmanlagen los.

    Wieso spricht niemand davon? Gerade in der pdf ist oben rechts der Turm mit 146 m angegeben. Ob Büroturm (sorry, dass ich das so geschrieben habe... der Architekt hat ja von einem kombinierte Turm gesprochen...) oder gemischt ist erst mal unerheblich. Es geht hier um die Höhe: 146 m (!)

    P.S:

    in der pdf ist auf der letzten Seite die Aufteilung des Turms dargestellt.

    EG bis 6. OG: Gewerbe

    7. OG bis 45. OG: Wohnen

    Passt also auch nicht gemäß Hochhausplan. Heißt es da nicht mind. 30% was anderes als die Hauptnutzung?

    Oder habe ich da was falsch verstanden?


    Dekoratives Anführungszeichen

    (...) Was ich auch nicht gut finde: Es klingt so als gäbe es im neuen Viertel mit immerhin 1.000 Einwohnern nur arbeiten und wohnen. Was ist mit einkaufen? Restauraunts? Kultur? (...)

    Nun eingekauft, kann im benachbarten EastGate-Center. Genauso wie Restaurants... Gut Kultur fehlt...

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Heftig - aber man sieht mal wieder, wie wenig man in Berlin Hochhäuser strukturiert und organisiert im Stadtbild baut. Es ist ein heilloses durcheinander. Was ich auch nicht gut finde: Es klingt so als gäbe es im neuen Viertel mit immerhin 1.000 Einwohnern nur arbeiten und wohnen. Was ist mit einkaufen? Restauraunts? Kultur? Das macht doch Viertel erst attraktiv. So hat man dann wieder ein Viertel errichtet in dem eigentlich keiner wohnen will.

    Was ich aber prinzipiell gut finde: Immerhin ist arbeiten und wohnen gemischt. Das ist schon mal ein Fortschritt.

    Quartiersentwicklung ist in Berlin bis heute ein Fremdwort. Stadt der kurzen Wege ist nicht nur praktisch, sondern auch gut für's Klima, weil nicht jeder Schritt mit dem Auto zurückgelegt werden muss. Ich muss Dir recht geben @UrbanFreak , Hochhäuser sollten in erster Hinsicht den Zentren vorbehalten bleiben, auch aus Gründen der weiteren Flächenversiedelung. Das Stadtende sollte nicht weiter zu gebaut werden, sondern Stück für Stück an passenden Orten (wieder) renaturiert werden. Es gibt in Berlin immer noch wahnsinnig viel Potenzial, ohne das Tempelhofer Feld, Marx und Engels Forum zu bebauen.

    AAPMBerlin da muss ich klar widersprechen, denn ein Shoppingcenter ist kein Ersatz dafür. Diese Erkenntnis teilt man in Berlin gerne, ist aber nicht logisch. In jedem Quartier gehört eine "Nahversorgung". Shoppingcenter sind kein Ersatz für Alles.

  • Ich lese da von 1.430 bezahlbaren Wohnungen sowie 90.000 m² Gewerbe (und warum genau sollte letzteres nicht auch Einzelhandel etc. einschließen?). Ferner soll der Boden ja sogar vorwiegend ENTsiegelt und neben der Kita sowie einem Nachbarschaftszentrum und Jugendtreff sowie einem offenbar kulturell nutzbarem Dachgeschoss in einem der Türme gerade grüne Begegnungszonen geschaffen werden (6 Höfe in unterschiedlichen Formaten und differenzierten Funktionen). Klingt für mich erst einmal ziemlich positiv und ich sehe höchstens die auch in dem Fernsehbeitrag implizit angesprochene Gefahr einer Abschottung nach außen. Als Quartier sollte das normal aber gut funktionieren können.

    P.S.: Ich finde es übrigens ermüdend, dass gefühlt jedes Hochhausprojekt außerhalb der Innenstadt erst einmal in Frage gestellt wird. Natürlich sind 146m eine Marke. Aber in dem Fall gibt es drum herum bereits zahlreiche Türme bis weit über die halbe Höhe. Also so what? Die drei Türme und speziell der Hauptturm werden eher lokal eine Dominante setzen. Ob das wie jetzt überwiegend mit Wohnungen oder aber mit Büros gefüllt wird, finde ich gar nicht so maßgeblich. Hier wohnen ja auch viele Menschen. Warum soll man hier keine Firmen ansiedeln. Und warum dürfen sich Außenbezirke nicht gemäß der Nachfrage entwickeln, nur weil bspw. Lompscher oder Schmidt in der Innenstadt gerne überall die Käseglocke drüber halten - und vom Wähler noch das entsprechende Mandat dafür bekommen? Man muss sich vielleicht einfach daran gewöhnen, dass in Spandau, Marzahn oder auch Neukölln (Estrel, Nachverdichtung Gropiusstadt) paradoxerweise manch Spektskuläres eher möglich ist als in der Innenstadt, wo gefühlt um jeden Quadratmilimeter ideologische Grabenkämpfe und Ermüdungsschlachten geführt werden...

    Einmal editiert, zuletzt von jan85 (10. März 2020 um 10:49)

  • KONNEKT BERLIN (ehem. Knorr-Bremse-Areal)

    Das damals noch unter der Bezeichnung „Quartier Knorr-Bremse“ laufende BV am S-Bf- Marzahn wurde hier mal erwähnt.

    Inwischen nennt es sich KONNEKT BERLIN.

    Bis vrsl. 2030 soll hier (Lage siehe DAF-Karte) ein gemischtes Quartier aus Wohnen und Gewerbe entstehen. Der städtebauliche Entwurf satmmt von David Chipperfield Architects, dieser ergänzt die historische Bausubstanz u. a. mit drei Hochhäusern, die bis zu 146 m hoch werden. Es soll eine autofreies Quartier mit kurzen Wegen und einem Mix aus Studentenwohnungen, modernen Wohnformen und 90.000 m² Gewerbeflächen entstehen. Dabei sollen bezahlbaren Wohnungen mit Mieten unter 10 €/m² für die HOWOGE entwickelt werden sowie Werkstätten und Flächen für lokale Dienstleistungen.

    Aktuell berichtet die Berliner Woche über den Stand des Projekts:

    Die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans ist für das vierte Quartal 2023 geplant, das Bebauungsplanverfahren soll im zweiten oder dritten Quartal 2024 abgeschlossen werden. Danach soll zeitnah der Baustart erfolgen.

    Auf der ca. 11 ha großen Fläche soll ein Neubau mit etwa 1600 Wohnungen für die Howoge entsehen, davon 400 für Senioren und Studenten und 30 %

    Sozialwohnungen. Zudem sollen eine Kita, ein Bolzplatz, diverse Grünflächen und ca. 90.000 m² Gewerbeflächen mit 700 Parkplätzen in einem Parkhaus sowie 3500 Fahrradstellplätze errichtet werden. Drei unter Denkmalschutz stehenden Bestandsgebäude sollen erhalten und in das Projekt integriert werden. Als markantestes Gebäude ist ein 146 m hohes Hochhaus mit 43 Etagen geplant. Zurzeit geht man von einer Fertigstellung des Projektes bis 2030 aus.

    Hier einige der Pläne und Visus:

    konnekt02.jpg

    ©David Chipperfield Architects Gesellschaft von Architekten mbH / Laborgh Investment GmbH / konnekt.berlin

    konnekt03.jpg

    ©David Chipperfield Architects Gesellschaft von Architekten mbH / Laborgh Investment GmbH / konnekt.berlin

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    ©David Chipperfield Architects Gesellschaft von Architekten mbH / Laborgh Investment GmbH / konnekt.berlin

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    ©David Chipperfield Architects Gesellschaft von Architekten mbH / Laborgh Investment GmbH / konnekt.berlin

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    ©David Chipperfield Architects Gesellschaft von Architekten mbH / Laborgh Investment GmbH / konnekt.berlin

  • Das sind genau Projekte, wie es Berlin benötigt. Anstatt 700 Millionen für irgendwelche sozialistischen Vorzeigeprojekten wie dem Haus der Statistik rauszuwerfen, hätte man dieses veräussern sollen. Ebenso das ein oder andere Grundstück in Mitte und stattdessen wirklich konzentriert in mittelgrosse Quartiere investieren, die dann die drei oder vierfache Menge an bezahbaren Wohnraum verbunden mit etwas Gewerbe und Sozialeinrichtungen wie Kitas oder betreutes Wohnen und vor allem Studentenwohnungen und Einrichtungen für Kinder anbieten. Wenn man das ganze noch mit Eigentumswohnungen anreichert, dann bekommt man auch eher eine soziale Mischung hin, die nicht gleich wieder im nächsten Ghetto endet.

  • KONNEKT BERLIN (ehem. Knorr-Bremse-Areal)

    Zuletzt hier

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans ist für das vierte Quartal 2023 geplant, das Bebauungsplanverfahren soll im zweiten oder dritten Quartal 2024 abgeschlossen werden.

    Das Projekt was letztes Jahr schon berichtet wurde, gibt es nun neue Info zum Bauvertrag bzw. Wurde Unterzeichnet.

    Wie mehrere Quelle berichtet Haben, soll der Bauplan am 3 Quartal 2025 abgeschlossen werden. Geplant war normalerweise 3.Quartal 2024 dieses Jahres. Erst dann ,kann man mit den Bau beginnen. 1700 Wohnungen sollen entstehen. Ein Teil des Denkmalschutzes Gebäude, soll erhalten Bleiben und werden in ein modernes Quartier integriert das Wohnen, Arbeiten und Freizeit vereinen soll. So laut > Entwicklungsstadt.de.

    Hier noch andere Quellen:

    Berliner Zeitung

    HOWOGE

  • Wie die Morgenpost berichtet (Archiv) werden die Hochhäuser auf dem Knorr-Bremse Areal eine Nummer kleiner ausfallen. Statt wie ursprünglich geplant bis zu 146m sollen sie nun nur noch einheitliche 60m hoch werden.

    Genannt werden Kostengründe und die Sorge um die Entstehung eines sozialen Brennpunktes.

  • KONNEKT BERLIN (ehem. Knorr-Bremse-Areal)

    Georg-Knorr Straße / Wiesenburger Weg

    Zuletzt hier und Projektvorstellung zuvor hier

    Für das recht große, als Wohn- und- Gewerbequartier geplante Vorhaben hat die Beteiligung der Öffentlichkeit begonnen.

    Die Pläne liegen vom 12.05.2025 bis 20.06.2025 in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen aus und sind hier online abrufbar.

    Darunter findet sich der Bebauungsplan, verschiedene Gutachten, der städtebauliche Vertrag und ein archäologischer Bericht über das dort im Zweiten Weltkrieg existierende Zwangsarbeiterlager.

    Wie bereits in den Sitzungen des Baukollegiums zu erfahren war (siehe ^^284) ist das 140+ Hochhaus nicht mehr vorgesehen.

    Die drei geplanten Hochpunkte werden im B-Plan mit einer Oberkante von 67 m angegeben.

  • KONNEKT BERLIN / Georg-Knorr-Park

    Baustart

    zuletzt hier

    Am heutigen Montag, den 20.10.2025 war Baustart für eines der größten

    Stadtentwicklungsprojekte Berlins, das Projekt KONNEKT / Georg-Knorr-Park:

    vwa923qj.jpg

    © Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

    Auf dem ca. elf Hektar großen Gelände entstehen etwa 1.600 Wohnungen,

    Gewerbeflächen, Kitas, Büros und Gastronomie.

    Mindestens 50 % der Wohnungen werden öffentlich gefördert.

    Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für Ende 2027 vorgesehen.

    Die Fertigstellung des gesamten Quartier soll bis in die frühen 2030er Jahre geschehen.

    Das Quartier wird nach dem städtebaulichen Entwurf von David Chipperfield Architects von

    verschiedenen Architekturbüros entwickelt.

    Aus Kostengründen wurden die beiden Wohntürme (76m und146m) auf jeweils 67 Meter reduziert.

    Das Fassaden- und Gestaltungskonzept wurde überarbeitet.

    Klinkerelemente sollen an die industrielle Vergangenheit des Areals erinnern,

    große Tordurchgänge schaffen Sichtachsen:

    uzvnkt5e.jpg

    © Hilmer Sattler Architekten

    Blick auf das Quartier:

    rzr9y4ud.jpg

    © David Chipperfield Architects Gesellschaft von Architekten GmbH | Laborgh Investment GmbH |

    HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH


    j7g8ymg6.jpg

    © David Chipperfield Architects Gesellschaft von Architekten GmbH | Laborgh Investment GmbH |

    HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH

    Quellen:

    Externer Inhalt www.instagram.com
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    https://www.berlin.de/sen/stadtentwi…teilgebiet-ost/

    https://www.rbb-online.de/abendschau/vid…us-berlin1.html

    https://www.howoge.de/immobiliensuch…te/konnekt.html

    Einmal editiert, zuletzt von Merlin (27. Oktober 2025 um 16:43)

  • Mit dem Projekt habe ich tatsächlich zu kämpfen.

    Als der Wettbewerb zum Städtebau lief, war ich sehr erstaunt darüber, dass der „kreative“ skulpturale Chipperfieldentwurf auserkoren wurde.

    Trotz Pocket-Park-Struktur und diverser Microhubs wirkt das Gebilde nun auf mich wie ein schlimmes sozialistisches Experiment in der ausgedehntesten Art und Weise.

    Ohne die konzeptionellen Erschließungs- und Typologie-Ideen chipperfields macht der städtebauliche Entwurf m.E. keinen Sinn mehr.

    Das 200m Türme, Dachgärten und Hochglanzfassaden wirtschaftlich nicht so gut mit sozialen Wohnungsbau einhergehen, sollte den Entscheidungsbefugten von Anfang an klar sein.

    In dem Fall ist das standardmäßige runtergemurkse konzeptionell wahrscheinlich tödlich.

    Schlussendlich stellt sich mir bei diesen Riesenprojekten regelmäßig die Frage, warum man sich nicht an die prächtig funktionierenden Ideen eines traditionellen europäischen Städtebaus hält, und warum man der Meinung ist es besser machen zu müssen. Warum teilt man nicht Baufelder auf und vergibt diese zB. an Baugruppen, um zumindest ein wenig architektonische und soziale Mischung (Stadt) zu bekommen.

    Irgendwann sollte es auch mal „klick“ machen.

    Auch spannend, dass Marzahn auf den Visus tiefster Wald ist. :)

  • Wofür werden eigentlich noch Wettbewerbe veranstaltet, wenn man dann doch bis auf die Baumasse etwas komplett anderes baut? Die Rundbögen haben es überlebt, aber ansonsten wirkt dieser Entwurf mit seinen kleinen Fenstern und endlosen Fassaden so wie jedes andere schlecht geplante Viertel des sozialen Wohnungsbaus, was dann in ein paar Jahren mit den üblichen Problemen zu kämpfen haben wird. Und natürlich werden die Hochpunkte durch die Höhenbeschränkung die üblichen Brecher. Chipperfield wäre hier irgendwie nicht nötig gewesen.

  • KONNEKT BERLIN / Georg-Knorr-Park

    Bericht 

    Dekoratives Anführungszeichen

    Am heutigen Montag, den 20.10.2025 war Baustart für eines der größten

    ^ So ist es . Kurz vor Dämmerung ein Blick auf der Baustelle. Die ersten 2 Turmdrehkranen sind bereit für den Rohbau. Ein Teil ist man noch mit der Aushebung Sandgrube beschäftigt / Tiefbau.

    © Johannes_9065

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