AI in Architektur, Design - was können ChatGPT, Gemini und Co?

  • Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit ChatGPT und Gemini. Es ist erstaunlich, was künstliche Intelligenz mittlerweile leisten kann. Auch die Architektur- und die Kreativbranche nutzen diese neuen Möglichkeiten bereits. Anhand von zwei Beispielen möchte ich euch zeigen, was selbst ein Laie mit etwas Hintergrundwissen und passenden Prompts erreichen kann.

    Es ist denkbar, dass die Kreativbranche dadurch beeinträchtigt wird. Ob dies auch Architekten betrifft, wird sich zeigen. Die Fähigkeiten von KI entwickeln sich in einem bemerkenswert schnellen Tempo weiter. Die Zukunft liegt in der Kooperation mit KI, nicht in der Konfrontation.

    Dieser Thread ist dazu gedacht, sich generell über KI im Architekturbereich auszutauschen und eigene Ideen und Entwürfe zu zeigen und zu besprechen.

    AI ist ein Lernprozess, nicht nur für die AI selbst, sondern auch durch den Anwender. Durch diesen Ansatz versteht man die Funktionsweise der AI.

    Zwei Beispiele:

    Erinnert ihr euch an meinen Sketch für die Aufstockung des Altbaus am zukünftigen CBT? Ich habe ChatGPT gebeten, meinen Bleistiftsketch in eine 3D-Grafik umzuwandeln.

    Seht selbst:

    Ausgangslage:

    0143isev.jpg

    Folgende Ergebnisse wurden erzielt:

    Bild: https://i.ibb.co/prrX4G4G/altbau01.jpg Bild: https://i.ibb.co/MxDL3QkH/altbau02.jpg

    In ein bekanntes Rendering der Helaba integriert (die Qualität ist noch nicht ideal, da Quick n'dirty). Die Arbeit mit Referenzbildern muss ich noch besser verstehen und lernen. Es ist eine Herausforderung, aber gleichzeitig sehr spannend:

    Bild: https://i.ibb.co/RkHfwpX5/central-business-tower-quelle-helaba-neu.jpg

    Grundbild: KSP Engel, Rendertaxi

    Betrachten wir das 2. Beispiel

    Es geht dabei um mein persönliches Hassprojekt, die Projektierung "Waterfront" auf der Osthafenmole. Zu breit, zu dick, zu niedrig und keinerlei Krone, respektive Abschluss. Keine Vermittlung der Architektur mit der Lage am Fluss / Wasser durch Formsprache und Materialität. Muss das ja nicht alles weiter ausführen, ist ja bereits alles dazu gesagt, kommen wir zu den Ideen, die ChatGPT für mich nach meinen umfangreichen Vorgaben erstellt hat:

    Bild: https://i.ibb.co/jv0T239w/Chat-GPT-Image-29-Apr-2025-14-44-25.png Bild: https://i.ibb.co/p6yRNxd9/c130966d-4c45-40f9-845a-39685072c813.png Bild: https://i.ibb.co/bMnzrKBV/neu03.jpg Bild: https://i.ibb.co/4RvN3THL/mole04.jpg Bild: https://i.ibb.co/Nnmvj653/mole05.jpg Bild: https://i.ibb.co/fYb57qmp/mole06.jpg Bild: https://i.ibb.co/VY4p9xWp/mole07.jpg Bild: https://i.ibb.co/TDr89gjR/mole08.jpg Bild: https://i.ibb.co/9kHWWrxx/mole09.jpg Bild: https://i.ibb.co/ZRK6zk2c/Chat-GPT-Image-1-Mai-2025-14-23-34.png Bild: https://i.ibb.co/xS3nKnxv/Chat-GPT-Image-1-Mai-2025-14-23-22.png Bild: https://i.ibb.co/gbmDkHh6/Chat-GPT-Image-1-Mai-2025-14-23-17.png Bild: https://i.ibb.co/YFTgmTFB/neu02.jpg Bild: https://i.ibb.co/0ynXYKfj/610fb954-e6e9-49c6-a082-f2913ffefcd5.png Bild: https://i.ibb.co/C5mC1fdc/neu01.jpg

    Bilder: KI, Adama

    Einmal editiert, zuletzt von Adama (1. Mai 2025 um 19:46)

  • Mit der Vorstellung des neuesten KI-Modells Gemini von Google ist vor einigen Wochen erneut ein Quantensprung in puncto Bildbearbeitung per KI gelungen. Offiziell handelt es sich um den Bildgenerator Gemini 2.5 Flash Image, der aber wohl aus Marketinggründen auch unter dem Namen Nano Banana für die Anwender bereitsteht. Er ist bereits in die allgemeine Gemini-Arbeitsumgebung, aber auch in Googles AI-Studio integriert und unter bestimmten Limitierungen kostenlos nutzbar.

    Bei der Wiedergewinnung und Rekonstruktion von historischen Stadtbildern und Architektur bietet die KI eine sehr wertvolle und in der Umsetzung außerordentlich überzeugende Möglichkeit der Visualisierung von verlorener Baukunst. Die Technologie ermöglicht innovative Optionen für die wissenschaftliche Betreuung von Rekonstruktionen. Die Macht der Bilder könnte zudem Türen öffnen, die bisher verschlossen blieben – sowohl bei den Entscheidungsträgern als auch bei der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und der Presse.

    Eine kurze Vorstellung der Möglichkeiten: https://www.zeilenabstand.net/ki-visualisier…er-stadtbilder/

    Beispiele:

    Carolabrücke Dresden

    Dresden%20-%20Carolabr%C3%BCcke.jpg

    Dresden%20-%20Carolabr%C3%BCcke%20%28KI%20Gemini%29.jpg

    Schauspielhaus Frankfurt

    Frankfurt%20am%20Main%20-%20Schauspielhaus.jpg

    Frankfurt%20am%20Main%20-%20Schauspielhaus%20%28KI%20Gemini%29.jpg

    Bremen - Obernstraße mit St. Ansgarii

    Bremen%20-%20Obernstra%C3%9Fe%20mit%20St.%20Ansgarii.jpg

    Bremen%20-%20Obernstra%C3%9Fe%20mit%20St.%20Ansgarii%20%28KI%20Gemini%29.jpg

  • Danke Tegula, witzig, denn auch ich experimentiere seit einiger Zeit. Ich möchte mit KI verloren gegangenes virtuell wieder erlebbar machen (wie z.B. das Palais Rothschild im Grüneburgpark in Frankfurt) oder Stadtansichten (Stahlstiche, Kupferstiche, Gemälde) in die heutige Zeit übersetzen. Einige Beispiele der letzten Zeit. Zuerst Kupferstiche aus den 1640er Jahren von Matthäus Merian. Hierbei gibt es verschiedene Methoden, eine realistisch KI Übersetzung der Szenerie oder dem Kupferstich treu bleibend und zumindest realistisch koloriert:

    Reifenberg im Taunus:

    Reiffenberg.jpg

    Hochheim am Main:

    Hofheim_merian.jpg

    Heppenheim:

    heppenheim_merian.jpg

    Kaub am Rhein:

    kaub_merian.jpg

    Marburg:

    Marburg_Kupferstich_Merian.jpg

    Trier, Merian:

    trier_merian.jpg

    Bingen am Rhein:

    bingen_merian.jpg


    Bingen am Rhein, Stahlstich von Johannes Lubens Goetz, 1840

    Bingen_Stahlstich_1840_Johannes_Lubens_Goetz.jpg

    Bensheim:

    bensheim_merian.jpg

    Bacharach am Rhein:

    bacharach_merian.jpg

    und zuletzt Fritzlar:

    fritzlar_merian.jpg

    Szenerie Eppstein im Taunus, Kupferstich, unbekannt:

    eppstein_kupferstich.jpg


    man muss aber gar nicht so weit weg, einige Beispiele aus Frankfurt mit Seltenheitswert!:

    Rothschild-Palais, auch Villa Günthersburg genannt, ehemaliger Standort Günthersburgpark im Stadtteil Frankfurt-Nordend:

    G%C3%BCnthersburg%20Rotschild%20Palais_01.jpg

    Rothschild-Palais, an der Bockenheimer Landstraße:

    bockenheimer%20Rothschild%20Palais_01.jpg


    bockenheimer%20Rothschild%20Palais_02.jpg

    Rödelheimer Burg, später zum Schloss umgebaut:

    roedelheimerSchloss_alt.jpg

    Rödelheimer Schloss in Frankfurt-Rödelheim:

    roedelheimerSchloss.jpg

    Thurn und Taxis Palais, Gartenseite:

    ttPalais_gartenseite.jpg

    Kühhornshof im Laufe der Zeit:

    1700, Gemälde, unbekannt

    kuehhornshof1700.jpg

    Mylius 1868:

    kuehhornshof1868_mylius.jpg

    1889:

    kuehhornshof1889.jpg

    Hauptbahnhof, ich glaube, ich muss nichts benennen:

    hbf1.jpg


    hbf2.jpg

    schuhmann.jpg

    carlton.jpg

    Der Affenstein im Jahr 1868:

    affenstein_1864.jpg

    Im Jahr 1900:

    affenstein_1900.jpg

    Bethmannhaus:

    bethmannhaus.jpg

    Haus zum Fleischer, 1869, Mylius und die Judengasse:

    Bild: https://www.fvgffm.de/img/KI/Haus_zum_fleischer_Mylius_1869.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img/KI/Judengasse.jpg

    Neues Rathaus Wiesbaden, 1900:

    Neues_Rathaus_Wiesbaden_1900.jpg

    Martinsburg, Mainz:

    martinsburg_Mainz.jpg

    Schloss Favorite, Mainz:

    Favorite_Mainz.jpg

    Grundlage: Lichtdruck von Römmler & Jonas nach Zeichnung von Julius Raschdorff von 1885

    bdom_neu.jpg


    Entwurf des Architekten Julius Raschdorff (1823-1914) für einen Dom Neubau in Berlin als National-Denkmal aus Grab-, Fest- und Predigtkirche nebst neuem Schlossturm, Ansichten von Westen:


    Das ist nur ein kleiner Auszug meiner KI, Nano Banana Arbeiten. Mehr beizeiten und an anderer Stelle.

    Bearbeitungen aller Bilder: Adama

    Einmal editiert, zuletzt von Adama (19. September 2025 um 00:07)

  • Großartige KI-Ansichten, Adama! Vieles wirkt sehr realistisch. Bei den Stadtansichten von Merian ist aber noch Luft nach oben, denn diese wirken überwiegend sehr schematisch und steril, fast wie eine kolorierte, künstliche Version des Originals. Es fehlt die Lebendigkeit, die die Illusion eines Fotos perfekt macht. Hier macht sich halt bemerkbar, dass die Vorlage eben kein reales Foto, sondern eine Zeichnung war. Dennoch wertvoll, aber ausbaufähig, je nachdem, was man erreichen und bezwecken möchte.

    Überhaupt stehen wir noch ganz am Anfang der KI-Technologie, die in dieser Form noch keine 5 Jahre existiert. Nicht auszumalen, was in 10 oder 20 Jahren möglich sein wird. Fast schon beängstigend und zugleich aufregend.

  • Gerade beim Schauspielhaus sieht man doch, wie unfassbar großartig ein Wiederaufbau wäre. Das hätte denselben Glanz wie Alte Oper und Opernplatz. Wer würde nicht gern noch einen zweiten Opernplatz in Frankfurt haben? Ein riesiger Gewinn für die Stadt. Stellt euch mal vor, wie diese heute runtergekommene Ecke wieder richtig schön aussehen würde. Also, meiner Meinung nach ist das ein absolutes Muss für Frankfurt! (inklusive einer Rekonstruktion der anschließenden Altbauten!)

    Frankfurt%20am%20Main%20-%20Schauspielhaus%20%28KI%20Gemini%29.jpg

    Bildrechte: Google Gemini 2.5 Flash Image

  • Auch ein dieser Form angenäherter Neubau erfordert einen Komplettabriss. Alles was nicht Publikum und Fassade dient, wird in der damaligen Form den Anforderungen einen heutigen Theaterbetrieb nicht genügen. Und selbst die Publikumsbereiche würden in der Originalform heutigen Sicherheitsauflagen nicht genügen.

  • Fettucine und alle anderen, mal grundsätzlich, weil ich es immer öfter sehe:

    1. Eine KI kann kein Urheber sein

    • Nach geltendem Urheberrecht (z. B. deutsches UrhG, EU-Richtlinien, US Copyright Law) kann nur ein Mensch Urheber sein.

    • KI-Systeme (egal ob Nano Banana, Midjourney, Chatgpt, Stable Diffusion, etc.) haben keine Rechtspersönlichkeit und keine schöpferische Intention, sie sind Werkzeuge, wie ein Pinsel oder eine Kamera.

    👉 Das bedeutet:

    Wenn jemand schreibt "Urheber: KI XY“, "Bildrechte: KI XY"ist das juristisch und de facto falsch.

    Ganz korrekt wäre z. B. die Formulierung:

    "Bild generiert mit KI (z. Nano Banana, ChatGPT, Midjourney) durch User XY."


    2. Bei echten Fotos oder gemeinfreien Bildern, die per KI eingefärbt oder verändert wurden

    Hier kommt es auf den Umfang der Bearbeitung an:

    • Leichte technische Bearbeitungen (z. B. automatisches Kolorieren, Schärfen, Rauschen entfernen) schaffen kein neues urheberrechtlich geschütztes Werk.

      >> Das Bild bleibt gemeinfrei, und es gibt keinen neuen Urheber.

    • Spätere kreative Bearbeitungen (z. B. stark stilisierte Neuinterpretationen, künstlerische Farbauswahl, Einsatz von Bildbearbeitungsprogrammen um z.B. neue Objekte einzubauen usw.) könnten ein neues Werk darstellen, aber der Urheber wäre dann die Person, die die KI bedient und kreative Entscheidungen trifft, nicht die KI selbst. Auch nicht der Anbieter der KI!

    Beispiel: Die in #5 von Fettucine gepostete Ansicht des alten Schauspielhauses in Frankfurt, eine gemeinfreie sehr alte Aufnahme. Keine Urheberrechte mehr. Auch nach der Kolorierung und modernen Interpretation bleibt das Bild gemeinfrei!

    Wenn man transparent sein möchte, kann man in diesem Fall z.B. folgendes formulieren:

    • "Erstellt mit Unterstützung von KI Nano Banana (Google AI) durch User XY".
    • "Koloriertes gemeinfreies Foto, bearbeitet mit KI (ChatGPT von User XY".
    • "KI-Art. Prompt & Bearbeitung: User XY • Tool: KI-Anbieter XY"
    • Oder ganz einfach: "KI-generiertes Bild (Prompt von User XY, oder nur User XY)".

    Wer es ganz sicher haben möchte, kann z.B. foglende Formulierungsoptionen verwenden, diese erachte ich persönlich jedoch zu lang für die Verwendung in Social Media und / oder Webseiten, wichtig hierbei: Wer ein gemeinfreies Werk stark kreativ verändert, erschafft dabei ein neues Werk, und man hat die Urheberrechte an dieser neuen Fassung, während das ursprüngliche gemeinfrei bleibt.

    "Dieses Bild wurde mithilfe künstlicher Intelligenz (KI XY) erstellt. Die KI diente ausschließlich als Werkzeug. (...)

    Option 1: als Zusatz: "Gemeinfreies Original, (z.B.) KI-koloriert, keine neuen Urheberrechte beansprucht".

    Oder bei Beanspruchung von Rechten nach schöpferischen Prozessen (Bild wurde in einem kreativen Prozess massiv verändert durch einen User):

    Option 2: Die Urheberschaft liegt bei User XY, der die inhaltliche und kreative Gestaltung des Prompts verantwortet.
    Option 3: Dieses Bild wurde im kreativen Prozess von User XY erstellt. Das Urheberrecht liegt bei User XY.


    Zum Abschluss noch eine kurze Version bei Beanspruchung von Urheberrechten:

    "Urheber: User XY, (Erstellt unter Verwendung von KI-Technologie (KI XY), Eigenständige schöpferische Bearbeitung"

    Oder sogar einfach nur: "Bild / Urheber. User XY"

    Warum ist die Erwähnung von KI im vorletzten Satz in Klammern gesetzt?

    Man muss nicht erwähnen, dass KI beteiligt war! Rechtlich ist man Urheber, wenn das Werk die eigene Schöpfung ist.


    >>Aber transparente Hinweise ("unterstützt von KI“) sind empfehlenswert, weil sie Missverständnisse vermeiden.

    Einmal editiert, zuletzt von Adama (9. Oktober 2025 um 15:26)

  • Soweit Zustimmung. Nur in einem Punkt muss ich widersprechen bzw. betonen. In der Regel ist man selbst eben kein Urheber, wenn man ein KI-Bild generieren lässt. Das erzeugte Bild ist gemeinfrei. Eine Ausnahme kann es darstellen, wenn der Prompt so kreativ war, dass das Erreichen der Schöpfungshöhe erfolgt ist. Kurz zusammengefasst: https://www.e-recht24.de/ki/13288-ki-urheberrecht.html

    Einmal editiert, zuletzt von tegula (9. Oktober 2025 um 14:23)

  • Da muss man nicht widersprechen, ;), da es darum in meinem Beitrag nicht geht. Man kann aber Deinen Zusatz als gute Ergänzung sehen. In meinem Beitrag ging es vor allem um bereits existierende (gemeinfreie) Bilder (allgemein gefasster Überbegriff), die mit zu Hilfenahme von KI abgeändert werden und Du hast natürlich recht, dass von Grund auf neu geschaffte KI-Bilder zumeist gemeinfrei sind und es auch erstmal bleiben, bis dann wieder ein kreativer Schöpfungsprozess einsetzt, nachdem jemand ein eventuelles Urheberrecht ableiten kann.

  • Die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz erweitern sich täglich und die beeindruckende Entwicklung schreitet immer schneller voran.

    Beispielsweise kann man heute bereits aus nur einem Screenshot aus Google Maps Street View ganze Bereiche rekonstruieren: etwa als Bild eines gedruckten 3D-Modell (farblos, aber auch in Farbe) und darauf basierend sogar eine Vorlage für den 3D-Druck.

    Ein anschauliches Beispiel dafür ist die Ostzeile am Opernplatz.

    op2-04.png

    Bild: Adama, unterstützt von Google AI Studio Nano Banana, auf Grundlage einer (!) Google Street View Aufnahme (Bildschirm-Snap)

    Ein weiteres Beispiel ist die Entwicklung des Projekts Opernplatz 2.
    Bisher existiert davon lediglich ein Rendering und eine grobe Gebäudestruktur. Daher entsprechen insbesondere die technischen Details und der Dachaufbau vermutlich noch nicht der endgültigen Planung.
    Trotzdem ermöglicht der entsprechende Prompt, kombiniert mit einer isometrischen Darstellungsaufforderung, die Erstellung folgender neuer Bilder,
    durch die man sich die Entwicklung und die geplante Gebäudeform deutlich besser vorstellen kann.

    Generell muss man sagen, dass die KI meiner Meinung nach noch einige Zeit benötigen wird, um an die Qualität renommierter Visualisierungsbüros heranzukommen. Für laienhafte Zwecke erzielt die KI aber bereits jetzt erstaunliche Ergebnisse.


    Zusätzlich habe ich auch eine Bodenperspektive gewählt:

    op2-01.jpg

    op2-02.jpg

    op2-03.jpg

    op2-5.jpg

    op2-7.jpg

    Bilder: Adama, unterstützt von Google AI Studio Nano Banana, auf Grundlage von bekannter Visualisierung von Bloomimages für Hammerschmidt Architekten

    Aber natürlich mach die KI auch noch Ihre Fehler, bei einer Luftaufnahme der Skyline werden ein paar Hochhäuser dazu erdichtet, am Opernplatz mit seinem Opernturm Ensemble passt zwar der Komplex an sich, jedoch nicht das Umfeld, hier hatte die KI insgesamt 4 StreetView Aufnahmen, darunter eine Draufsicht von oben zur Verfügung:

    op2-8.jpg

    op2-6.jpg

    Bilder: Adama, unterstützt von Google AI Studio Nano Banana, auf Grundlage von Google Street View Aufnahmen

  • Schöne Arbeiten und ich finde den Opernplatz 2 jetzt garnicht so unpassend an der Stelle. Mich würde interessieren, ob man bzw. Du auch damit hochrechnen kannst, wie der CBT-Tower am Ende dieses Jahres ausschaut und wann er vorauss. seine Endhöhe im Rohbau und Komplettfertigstellung erreicht hat. :)

  • Das wird schwierig, denn dafür bräuchte man entsprechendes Referenzmaterial und aktuelle Baupläne oder zumindest verlässliche Zwischenstände.

    Mit KI-Bilderzeugung lässt sich zwar viel visualisieren, aber ohne präzise Daten zur tatsächlichen Bauentwicklung wäre das Ergebnis eher spekulativ als realistisch. Die KI "erfindet“ fehlende Details, anstatt sie technisch korrekt zu rekonstruieren oder sogar vorherzusagen.

    Aber Du hast ja das Forum hier!

    Hier wirst Du fast täglich über den Baufortschritt informiert. Das ist quasi schon eine DAF-KI in Echtzeit.

  • Mittlerweile hat sich Google Nano Banana 2 etabliert und es ist erstaunlich. Drei Beispiele, die ich erstellt habe:

    Bingen am Rhein, Kupferstich, 1646, Matthäus Merian, Stadtansicht:

    bingen.jpg


    Reiffenberg im Taunus, 1655, Matthäus Merian, Topographia Hassiae, et regionum vicinarum:

    oberreifenberg.jpg

    Auch aus Radierungen und Gemälden lassen sich erstaunliche realistische Stadtansichten erstellen, hier anhand eines Gemäldes von Bernhard Mannfeld, 1880, von Bacharach am Rhein (gemeinfrei) kurz vor Aufkommen der Burgenromantik am Rhein:

    Radierung-bacharach-bernhard-mannfeld-1880.jpg


    Radierung-bacharach-bernhard-mannfeld-1880-KI-GStudio.jpg

  • Naja, beim letzten Beispiel wird aber deutlich, wie viel die Maschine da rein phantasiert: Rechts oben ist auf der Zeichnung nicht zu erkennen, ob es sich bei der untersten Abstufung um eine Mauer oder einen natürlichen Felsen handelt. Die KI bepflanzt die Stufe beherzt. Der offenbar fünfeckige Risalit rechte unten wird einfach mal viereckig. Am gleichen Gebäude wird einfach mal ein großer, dunkler Fleck auf die Seitenwand gekleckst. Der Kirchturm dahinter wird sichtbar gestaucht. In den Hügel im Hintergrund werden irgendwelche Felsstrukturen rein gemalt, auf der linken Seite werden offensichtliche Bäume zu Felsen umgewandelt. Der Turm links bekommt Rechteckzinnen verpasst, usw.

  • ^ Die KI kann nur so gut sein, wie die Vorlage. Dort, wo sie so diffus ist, dass auch das menschliche Auge das Motiv nicht genau ausmachen kann, muss die KI interpretieren. Die Kritik zu einem Risaliten kann ich nur bedingt nachvollziehen. Ein Risalit besitzt keine Ecken (streng genommen immer nur zwei). Insofern weiß ich nicht, was du meinst (Ergänzung: Du meinst wohl den Treppenturm oder Standerker – ja da erkennt die KI den Lichteinfall durch den Kantenbruch nicht korrekt). Einen gestauchten Kirchturm vermag ich auch nicht zu erkennen.

    Kurzum: Die Ergebnisse der KI werden immer besser. Dort, wo die Vorlage ungenau bleibt, schleichen sich kleinere Fehler aufgrund der Interpretation ein. Mehr ist aber zurzeit nicht zu erwarten. Ich finde das schon beachtlich. Für wissenschaftliche Zwecke sind die Ergebnisse aber noch nicht ohne kritische Nachfrage verwendbar.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    ^ Die KI kann nur so gut sein, wie die Vorlage. ...

    Nicht nur wie die Vorlage, vor Allem auch wie der Prompt und natürlich auch die Daten anhand deren das Modell trainiert wurde. Deswegen zB gerade bei eher kontroversen Themen tausendmal lieber Grok als das ausschließlich auf links-woke Antworten trainierte ChatGPT.

    Und Halluzination wird sowieso niemals abstellbar sein, perfekte Parameter für alle Situationen gibts einfach nicht. KI ist ein Hilfsmittel, man kann aber nicht erwarten dass es einem jemals die komplette Arbeit abnehmen wird (dies dann auch bezüglich der Visionen vom angeblich ersatzlosen Wegfall von unzähligen Arbeitsplätzen).

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Nicht nur wie die Vorlage, vor Allem auch wie der Prompt und natürlich auch die Daten anhand deren das Modell trainiert wurde.

    Na ja, der Prompt ist in den Fällen, in denen man historische Vorlagen ins Jetzt holt, meist denkbar einfach. Ich habe das in meinem Artikel weiter oben skizziert. Viel wichtiger ist in der Tat die Wahl der richtigen Tools. Nano Bannana von Gemini ist da bei der Bildgenerierung erheblich zielführender als zum Beispiel ChatGPT. Und das hat nichts damit zu tun, ob ChatGPT deiner Ansicht nach auf "links-woke" trainiert ist. Als jemand, der in der digitalen Welt sein Geld verdient, kann ich nur dazu raten, von Grok die Finger zu lassen, das wohl keinerlei ethische Grenzen kennt: https://www.zeit.de/digital/2026-0…hatbot-grok-ein

    2 Mal editiert, zuletzt von tegula (19. März 2026 um 18:08)