Hotellerie | Tourismus | Frankfurt

  • Es gibt einen prominenten Neuzugang auf der Hotelseite (mag formal im Gallusviertel liegen, aber ich schreibe es mal hier rein). Aus dem Fleming's Metropolitan in der Poststraße wird ein Cloud One, also die High-End Lifestyle-Marke von Motel One (ähnliches Konzept wie Roomers).

    Eine schöne Aufwertung, das dürfte die Ecke im positiven beleben, da wird es viele Events geben und ich denke auch viel Partypublikum am Wochenende. Das andere Fleming's in der Ecke wird zum normalen Motel One, auch nicht schlecht.

    Beides stammt aus dem Kauf der Fleming's-Gruppe durch die Motel One Gruppe.

  • Danke. Die Meldung zur Flemings-Übernahme in Beitrag #17 klärt sich für Frankfurt wie folgt:

    Drei Hotels werden 2026 unter neuer Marke wiedereröffnet, dies "nach umfassenden Renovierungen und einem kompletten Redesign" im laufenden Betrieb. Wohl schon in der ersten Jahreshälfte. Neben dem Flemings Selection im ehemaligen Bayer-Haus am Eschenheimer Turm bleibt nur noch das Flemings Hotel München-Schwabing unter altem Namen bestehen.

  • Mittlerweile wurden auch die Zahlen für den Oktober und November veröffentlicht und der Trend der letzten Monate setzt sich fort.

    1. Sowohl bei den Übernachtungen als auch bei den Gästezahlen liegt man in 2025 leicht hinter dem Vorjahr zurück, aber immer noch deutlich über dem alten Rekordjahr 2019. Konkret liegt man bei 10.138.637 Übernachtungen (Vorjahr: 10.248.065 (-1,07%)) und 5.832.981 Gästen (Vorjahr: 5.855.922 (-0,39%)).
    2. Dahinter verbergen sich deutliche Rückgänge bei den Auslandsgästen (-6,66%) und -übernachtungen (-5,51%) und Zuwächse bei den Inlandsgästen (+3,06%) und -übernachtungen (+1,95%)
    3. Oktober und November 2025 lagen mit zusammen 1.140.564 Übernachtungsgästen (+1,3 % ggü. Vorjahr) und 1.987.703 Übernachtungen (+2,3 %) etwas über den Vorjahresmonat, der den bisherigen Monatsrekord darstellt.

    Jetzt warten wir mal ab, wie gut/schlecht der Dezember noch wird. Es zeichnet sich auf jeden Fall ab, dass wahrscheinlich keine neuen Höchststände erreicht werden, dass aber das hohe Niveau des Vorjahres wahrscheinlich gehalten wird.

  • Das Moevenpick Frankfurt City ist wegen Insolvenz der Betreibers Revo Hospitality Group lt. Presseberichten kurzfristig geschlossen worden. Buchbar ist es in den nächsten Wochen auch nicht. Auf Bewertungsportalen (e.g. Tripadvisor) wird von miserablen Service in den letzten Tagen und Wochen gesprochen. Habe öfter Kollegen dort übernachten gehabt und diese fanden Lage und Ausstattung immer gut.

  • Von vornherein war klar, dass man sich um ein Hotelgebäude wie das ehemalige Moevenpick Frankfurt City in einer solchen Lage keine Sorgen machen musste. Nur neun Tage nach der Schließung berichtet die FAZ von weit fortgeschrittenen Vertragsverhandlungen zwischen Union Investment, zu deren Portfolio das Hotel gehört, und der Scandic-Gruppe aus Stockholm. Die in Frankfurt bereits mit mehreren großen Hotels vertretenen Schweden planen demnach Flächen im Haus umzulegen und die Konferenzmöglichkeiten zu erweitern.

  • Vor gut zwei Wochen wurden die Gesamtzahlen für das Tourismus-Jahr 2025 veröffentlicht und es ist wie erwartet ein sehr gutes Jahr - aber kein Rekordjahr - geworden.

    Zum zweiten Mal in Folge wurden mehr als 11 Mio. Übernachtungen gezählt (11.023.600 / -1,04% ggü. Vorjahr). genau sind es 11.139.063. Bei den Gästen wurde ebenfalls die Marke von 6,3 Millionen zum zweiten Mal überschritten (6.362.525 / -0,38% ggü. Vorjahr).

    Wie schon im Jahr 2024 gibt es weiterhin ein Wachstum bei den Inlandsgästen (+3,11% - neuer Rekordwert) und Inlandsübernachtungen (+1,91% - ebenfalls neuer Rekordwert).

    Allerdings geht die Zahl der ausländischen Gäste (-6,71%) und Übernachtungen (-5,52%) deutlich stärker zurück und überkompensiert die inländischen Zuwächse.

    Das Bettenangebot in Frankfurt ist im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um 825 Betten gestiegen (+1,3%) während sich die Anzahl der Betriebe um 5 auf 279 reduziert hat. Die durchschnittliche Bettenauslastung fiel auf 46,6% (-1,0% zu 2024). Die durchschnittliche Verweildauer fiel auf 1,73 Tage (-0,01 zu 2024). Wie im Vorjahr bleiben inländische Gäste kürzer (2025: 1,61 Nächte - 2024: 1,63 Nächte), ausländische Gäste aber deutlich länger (2025: 1,97 Nächte - 2024: 1,95 Nächte).

    Im Deutschland-Vergleich liegt Frankfurt bei den Übernachtungszahlen unverändert auf Platz 4. Davor liegen Hamburg auf Platz 3, München auf Platz 2 und Berlin unangefochten auf Platz 1. Auch bei den inländischen Übernachtungen liegt Frankfurt hinter Berlin (1), Hamburg (2) und München (3) auf Platz 4. Bei den ausländischen Übernachtungen hingegen liegt Frankfurt wie gewohnt hinter Berlin (1) und München (2) auf dem kleinsten Treppchenplatz und kann hier Hamburg hinter sich lassen.

    Quellen: