In diesem Sommer wurde die Sanierung des Plagwitzer Rathausplatzes abgeschlossen:
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Quelle: Google Street View
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Die Brunnenskulptur wurde wieder aufgestellt:

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Eigene Bilder
In diesem Sommer wurde die Sanierung des Plagwitzer Rathausplatzes abgeschlossen:
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^ Alles schön und gut am Rathaus Plagwitz, aber was ist mit der maßgeblichen Aufwertung durch "ein Teil des Straßenraumes der Alten Straße [soll] als eine dem Aufenthalt gewidmete Fläche umgestaltet werden, die weitere Angebote für Spiel, Bewegung und Begegnung ermöglicht", so die Stadtseite - und dort auch mit schönem Bild, worum es geht. Nur mit diesen Verbesserungen macht das an sich löbliche Stadtplatzprogramm so richtig Sinn, nur Wegeoberflächen um paar Beete rum erneuern reicht heutzutage nicht mehr aus. Wurde die Straßeneinziehung etwa in der Bürgerbeteiligung (siehe Link^ unten) gekippt?
@Elli Es ist leider tragisch, aber für jede Aufwertung im Rahmen des Stadtplatzprogramms schein aktuell das Geld zu fehlen. Es musste ja sogar der Fördermittelscheck für den Stephaniplatz zurückgegeben werden, da die Stadt ihre finanziellen Beitrag nicht stemmen konnte.
Ist leider echt ne Schande. Vor allem ist ärgerlich, dass die Aufwertung des Eutritzscher Markt und des Polygraphplatz in Anger-Crottendorf in weite Ferne rücken.
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Wurde die Straßeneinziehung etwa in der Bürgerbeteiligung (siehe Link^ unten) gekippt?
Nur eine Minderheit hat sich bei der Nennung gewünschter Funktionen für das Parken eingesetzt. Das geht aus deinem Link hervor. Bei der offenen Frage "Was soll auf dem Straßenabschnitt nicht passieren?" wollten 15% keine KfZ und 18% keinen Entfall von Parkplätzen.
Nur der genannte Abschnitt ist, anders als der Sanierungsbereich, Teil des Stadtplatzprogramms. Ich vermute auch, die Geldnot ist der Grund, warum man von dem Programm, das ja ohnehin schon auf lange Zeiträume gestreckt war, relativ wenig hört.
Hinter dem Link von Elli heißt es:
"In Abhängigkeit ihrer Häufigkeit fließen die Antworten beider Beteiligungen nun in die weitere Planung des westlichen Straßenabschnitts ein. Sobald ein belastbarer Planungsstand erreicht ist, wird er hier veröffentlicht."
Die Werte aus der Bü.beteiligung sind ja seltsam (15% versus 18%), aber egal, sonst steht eher Hälfte gegen Hälfte, aber innerstädtisch auch gern Contra-PKW in der Mehrheit. Ah ja, das liebe Geld sei alle, tja, das stimmt, dabei wäre die überschaubare Geldmenge für diesen Zweck sehr wichtig und gut angelegt.
Die Straßeneinziehung ist allerdings Sache der (weisungsbefugten) Verkehrsbehörde, insofern muss es keinen teuren Umbau geben, um erstmal den Grundsatz herzustellen. Dann kann man niedrigschwellig (ggf mit Bezirksgeldern) temporäre Nutzungen oder Installationen als Zeichen hinbringen, und darauf verweisen daß es bei neuem Geld dann nochmal umfänglicher (baulich) umgesetzt würde. Keine Ahnung was die unter "Planungsstand" meinen, aber im Amt wird man doch schon wissen, wie das etwa aussehen soll. Hier gehts wohl vielmehr ums Finanzielle im "laufenden Verfahren", also sicherlich mehrere Fälle im Stadtplatzprogramm ähnlich betreffend. Echt schade, das Land hat so unendlich viel Geld, es wird verfrühstückt, und zwar gehörig in etlichen gepamperten Berufsständen und nicht nur im Sozialen/Rente, es müssen echte Reformen her, wenn man schier nix mehr machen kann.
^ Man muss das gar nicht so ver-philosophieren. Dass aufgrund der Haushaltssituation alle jener Projekte eingefroren wurden, ist einfach Fakt. Die Stadt konnte aufgrund der überlangen Haushaltsprüfung, Gelder zB beim Stephaniplatz wie oben beschrieben, aufgeben. Dazu kommen - natürlich, wir sind ja hier in Deutschland - nicht geringe behördliche Vorgaben und vor allem Prozesse, diese Straßenabschnitte umzuwidmen. Nun wird zumindest in der Planung weitergemacht um zu einem besseren Zeitpunkt zügig in die Umsetzung zu können.
Auch ist es bezüglich der Bürgerbeteiligung nicht so schwierig. Es haben sich dort fast nur jene beteiligt, die eine gezielte Forderung stellen konnten. Für und gegen Parkplätze. Weswegen solche Bürgerbeteiligungen mit nur "pro und contra" Grundlagen, eben eine stärkere Schwäche aufzeigen.
Hofmeister- / Ecke Rosa-Luxemburg-Straße

Diese bisher als wilder Parkplatz genutzte Fläche wurde inzwischen zu einem kleinen Stadtplatz mit gepflasterten Fußwegen, Begrünung und Bänken umgestaltet:

©555Farang
Bewundernswert, was so kleine Inseln mit solider Gestaltung für Aufenthaltsqualität bringen!
^ ja absolut! Was solche Zuläufe von Straßen und den dadurch entstehenden kleinen Räumen möglich machen, sollte seitens der Stadt noch viel öfter hervorgehoben werden.
Ein interessanter Zulauf von Neben- auf Hauptstraße, eine Platane, aufgelassener Boden mit niedrigen Strauchbewuchs, eine alte Handschwengelpumpe, ein paar Bänke sowie etliche Fahrradbügel. Damit hast du einen kleinen Stadtraum welcher aber komplett öffentlich nutzbar ist. Und damit noch eine Verschattung sowie ein erweiterter Wurzelraum zur Wasserspeicherung. Perfekt umgesetzt!
Ich pack es mal hier rein:
Am Bayerischen Bahnhof plant ein Projekt der Kurt-Masur-Schule gemeinsam mit der Initiative Mikrowald Leipzig die Erschaffung eines eben solchen auf einer 400m² großen Fläche. Im März soll mit den Anpflanzungen begonnen werden. Die LVZ berichtet relativ ausführlich darüber.
Sollte das Bild im Artikel korrekt sein, handelt es sich um diese Grünfläche unmittelbar an der Arthur-Hoffmann-Straße.
Den Gedanke, die Gestaltung von städtischen Grünflächen den hierin unerfahrenen 4-Klässlern zu übergeben, ist interessant und berührt m.E. die grundsätzliche Frage: Wer beansprucht mit welcher Legitimation die Gestaltungshoheit im Stadtraum, auch bei Grünflächen und Parks? Was ist gute Gestaltung? Was ist überwiegend störend - und was ist zufällig und damit bedeutungslos?
Auch in der Sprayer-Szene ist übrigens diese Frage - zu Recht- evident: was die meisten als "Verwahrlosung" wahrnehmen, wird in der Sprayerszene als "demokratische Partizipation im Stadtraum" gefeiert.
Ich bin neugierig, was da wohl gepflanzt wird. Vielleicht überrascht es positiv...
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Auch in der Sprayer-Szene ist übrigens diese Frage - zu Recht- evident: was die meisten als "Verwahrlosung" wahrnehmen, wird in der Sprayerszene als "demokratische Partizipation im Stadtraum" gefeiert.
Demokratische Partizipation im Stadtraum... Sorry, aber die meisten Sprayer haben scheinbar zu viel an den Dosen geschnüffelt. Das ganze ist i.d.R. Sachbeschädigung, nix anderes!
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Wer beansprucht mit welcher Legitimation die Gestaltungshoheit im Stadtraum, auch bei Grünflächen und Parks?
Es gibt doch wirklich essenzielle Unterschiede.
Die Gestaltung dieser Fläche wird im Auftrag des Eigentümers, gemeinwohlorientiert und fachlich begleitet erfolgen. Was gepflanzt wird, steht im Artikel, eine Mischung aus heimischen und eingeführten, klimaresistenten Arten. Ein Verein für Mikrowälder begleitet das Projekt. Die Schüler dürfen mitentscheiden, bringen sich auch ganz praktisch ein. Die Stadt ist gezielt auf den Verein und die Schule zugekommen.
Größer könnte der Unterschied zu Sprühvandalen nicht sein, bei deren übergroßer Mehrheit ich weder eine Gemeinwohlorientierung, noch demokratische Werte erkennen kann. Heimlich und vermummt wird vollkommen wahllos herumgesprüht, entscheidend ist nur, dass das Ergebnis von möglichst vielen Menschen gesehen wird. Auch eine Architekturkritik ist nicht erkennbar, Altbauten und Neubauten jeder Art werden ebenso besprüht wie Bahnwaggons oder Trafohäuschen. Politische Botschaften tauchen kaum auf, viel häufiger sind irgendwelche "Crew"-Bezeichnungen. Wie wenig Rücksicht dabei genommen wird, kann man just am Bayrischen Bahnhof besichtigen. Dort wurde am S-Bahn-Eingang großflächig der wilde Wein heruntergerissen, um auf die nackte Betonwand irgendwelche Krakeleien zu sprühen.
Graffitti-Projekte, die Orte schöner machen und die Unterstützung des Eigentümers haben, heiße ich gut und bei so etwas kann ich dann auch Parallelen zum Mikrowald-Projekt erkennen.
Städtebaulich hätte ich Neubauten bis an die Straße mit einem grünen Hof besser gefunden, aber dagegen wären nicht nur die Bewohner des DDR-Riegels Sturm gelaufen, die dann ihre Aussicht eingebüßt hätten. Die Aufwertung der bestehenden Grünfläche ist die zweitbeste Lösung.
Den Mikrowald hätte ich rund um den Bahnhof angeordnet, sowohl südlich des Portikus als auch entlang der Gleise. Kann ja noch kommen.
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Den Gedanke, die Gestaltung von städtischen Grünflächen den hierin unerfahrenen 4-Klässlern zu übergeben, ist interessant […] Ich bin neugierig, was da wohl gepflanzt wird. […]
Die Webseite der Stadt Leipzig berichtet, dass das Projekt durch den Verein Citizens Forests e.V., der Initiative „Leipzig pflanzt“ und dem Amt für Stadtgrün und Gewässer fachlich begleitet wird.

©stadt leipzig
Am vergangenen Freitag wurden am Bayerischen Platz demnach 1.300 Pflanzen aus 70 einheimischen Arten in die Erde gebracht, incl. 650 Bäumen (u.a. Eichen, Ulmen, Kastanien, Wildapfel und Maulbeeren).
In einer separaten Meldung zum Thema Stadtgrün und -klima wurden im Rosental in der vergangenen Woche 1.000 Eichen neu gepflanzt.
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Musikviertel
Die kleine Grünfläche zwischen der Harkortstraße und dem Pleißemühlgraben wird seit Anfang dieser Woche aufgewertet.
Inzwischen ist die Umgestaltung der Fläche abgeschlossen und es wächst und gedeiht:



©555Farang
Umbau Hofmeisterstraße

Ein paar Wochen nach der Eröffnung blüht der neue kleine Stadtplatz an der Ecke Rosa-Luxemburg-Straße auf:

Die Verlängerung der Sachsenseite zur Dohnanyistraße…

… sieht neben der Verschwenkung der Straße offenbar auch die Gestaltung eines weiteren kleinen Stadtplatzes vor:

©argo capital / Instone

Der „Hanns-Eisler-Platz“ (Bezeichnung in einer frühen Planungsphase) von oben:

©555Farang
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Danke für die Fotos, eine positive Entwicklung, die ich an viel zu vielen Stellen immer noch vermisse. Bei der Sanierung z.B. des Platzes an der Balzacstr./Eutritzscher Str. wurde kein einziger Frühblüher in den Boden gebracht, obwohl Blumenzwiebeln massenhaft günstig gekauft werden können. Ebenso werden Baumscheiben zu 99% von privaten "erblüht".
Wenn ich mir da andere Städte anschaue, wie zB Ostern in Magdeburg, hat Leipzig viel nachzuholen. Dort wurden die letzten Jahre Massen an Frühblühern an Orten in Parks oder an Straßen und Gehwegen in den Boden gebracht, wo bisher nur Tristesse (Rasen o. "Wildwuchs") herrschte. Ebenso an Neubaustrecken der Straßenbahn (gut, da ist Leipzig gegen Magdeburg, Berlin, Dresden, Mannheim, Bielefeld uva. auch absolut rückständig und lamentiert nur, statt endlich zu bauen), in vielen Baumscheiben ohne bürgerliches Engagement von Anfang an mit gedacht und und und ... Zudem wurden dort Blühwiesen (einjährige) in vielen Parks für den Sommer geschaffen, die sich mittlerweile jedes Jahr durch die Samen,die im Herbst "fallen", selbst erneuern. In Leipzig wurde mit viel TamTam, Steuergeldern und Pressefotos im Rosental und anderswo vor Jahren ein Blühstreifen geschaffen, der schon ein Jahr später nicht mehr erhalten / gepflegt wurde. Die Holzstehlen mit den Plaketten sind noch da, der Streifen ist jedoch nicht mehr erkennbar.
Ein beispielhaftes Bild aus Magdeburg, wovon ich hunderte einstellen könnte, sieht man hier ![]()
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Schade, dass sich bislang niemand für die historische Pumpe am Platz Hofmeisterstr. zu interessieren scheint.
Eine Restauration mit idealerweise Funktionsertüchtigung wäre ein Stück Traditions- bzw Identitätspflege für Leipzig.
Wenn schon fast alle Kandelaber, Abtritte und sonstige Stadtmöblierung der Zeit um 1900 herum verschwunden ist, scheinen mit diese Pumpen, die ja ebenso an vielen Stellen standen, umso wertvoller als letzte verbliebene Originalstücke.
Man möge mich hinsichtlich der Erhaltung der Pumpe (~n, es gib ja derer noch mehrere) gerne berichtigen, aber vermutlich wird man wie so oft erst den Verlust bedauern wenn es zu spät und das Objekt verschwunden ist.
^ Ist mir auch aufgefallen. Dachte diese war schon saniert.
Ich verstehe nicht so ganz, warum man die alten Pumpen nicht in das Trinkbrunnen-Programm der Stadt einbezieht. Natürlich müsste man dabei gesundheitliche Standards umsetzen, aber eine Gegenrechnung wäre mal interessant. Freies Trinkwasser im Stadtgebiet anzubieten und dabei die alten Pumpen wiederherstellen, wäre doch die beste Symbiose. Am Ende würde der Ursprungsnutzen in das zukünftige veränderte Stadtklima direkt übertragen.
Das wäre in der Tat wahrscheinlich das beste Konzept für eine zukünftige Nutzung.
Da es so aussieht als ob unter dem Wasserauslauf ein neuer? Ablauf im Boden installiert ist und die Fläche ringsum irgendwie unfertig aussieht (kein Pflaster) ,hoffe ich zumindest, dass sich da doch noch mal was tun wird.
Ein Anschluss ans Wassernetz wäre immerhin schon mal ein großer Schritt, allerdings hilft das dem Zustand der historischen Substanz noch nicht weiter, zumal sich an eine erneuerte Entnahmestelle seitens der Stadt auch einfach ein moderner Wasserspender anschließen ließe.
(dürfte aufgrund der Haushaltslage zwar nicht passieren, eine Restaurierung allerdings vermutlich bis auf Weiteres auch nicht)