Stadtquartier Elisabeth-Aue (Pankow | in Planung)

  • Wie die Berliner Tagesspiegel Heute berichtet, plant der Berliner Senat an der Hochhäuser an der nördliche Seite Pankow an der elisabeth- Aue Siedlung ( Ortsteil: Blankenfelde) , wo zzt. Eine große freie Fläche ist. Doch der Bezirk ist dagegen und Berlins Bausenator : Christian Gaebler (SPD) hält trotz der Kritik aus Pankow an der Zielzahl von mindestens 5000 neuen Wohnungen fest. Hier ist noch keine 100 % Einigung. Meiner Meinung nach, wäre ich auch dagegen bzw wäre irgendwie schade für die schöne Landschaft. Auch vor Paar Jahren auf ein anderen Thread kam die Rede > Zuletzt hier

    Tagesspiegel

    Es handelt sich um diese Fläche ( Google/ Karte &

    visus der Fläche > Google E.

    2 Mal editiert, zuletzt von Johannes_9065 (21. März 2024 um 14:14) aus folgendem Grund: Wurde von @ Backstein hierhin verschoben ( danke)

  • Eliasabeth-Aue (in Planung)

    Das durchaus umstrittene und nicht gerade kleine Projekt wird schon seit fast 10 Jahren in diversen Threads vereinzelt erwähnt, wurde hier aber noch nicht so richtig vorgestellt. Daher soll es nun einen eigenen Thread bekommen, auch wenn ein Baubeginn noch ein paar Jahre auf sich warten lassen wird. Ältere konkret auf dieses Projekt bezogene Beiträge werden ggfs. hierhin verschoben.

    Der Planungsprozess zur Bebauung der Elisabeth-Aue begann bereits in den 1990er Jahren. Auch wenn das Projekt inzwischen konkreter geworden ist, befindet es sich immer noch in Planung. Das Land Berlin und der Bezirk Pankow haben hier unterschiedliche Interessen, der Bezirk bevorzugt eine behutsamere Entwicklung. Es geht um ein ca. 73 ha großes Areal im Norden Pankows, westlich von Französisch Buchholz (siehe DAF-Karte).

    Das Areal gehört inzwischen der „Entwicklungsgesellschaft Elisabeth Aue GmbH“, die städtischen Wohnungsbaugesellschaften Gesobau und Howoge sind Gesellschafter. Bausenator Gaebler hat das umstrittene Großquartier nun auf den Weg gebracht, das Planverfahren wurde ausgeschrieben und der Zeitplan soll stehen. Geplant sind mindestens 5000 Wohnungen für über 10.0000 Bewohner, es handelt sich also recht große Dimensionen. Nach aktuellem Stand könnte ab 2027 Baubeginn sein, die Fertigstellung des Gesamtquartiers wird „bis 2040“ erhofft.

    Der Bau soll nun in zwei Bauabschnitten erfolgen, im ersten sind 500 Wohneinheiten geplant sowie eine Integrierte Sekundarschule, modularen Unterkünften für Flüchtlinge sowie Gewerbe, vermutloch am Rosenthaler Weg. Der zweite und größere Bauabschnitt betrifft das fast 60 Hektar großen Hauptareal, auf dem mindestens 4.500 Wohneinheiten sowie Infrastruktureinrichtungen und weiteres Gewerbe“ entstehen sollen.

    Widerstand gibt es u. a. aufrund der Größenordnung sowie ungelöster Fragen der Verkehrserschließung und des Naturschutzes. Verkehrsexperten aus dem BA Pankow stellen die Umsetzbarkeit weiterhin infrage.

    Ein paar neuere und ältere Links dazu, die o.g. Infos stammen überwiegend aus einem kostenpflichtigen Tagesspiegel-Artikel vom Januar 2024:

    Das Areal bei Google Earth:

    elisabethaue01.jpg

  • Mittlerweile wurde die erste Phase des städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs entschieden. Für die nächste Phase wurden 4 Teams ausgewählt:

    -03 Arch. GmbH, Kuehn Malvezzi Projects GmbH, ver.de Landschaftsarchitekten Stadtplaner Partnerschaftsgesellschaft mbB

    -Hosoya Schaefer Architects AG, Agence Ter .de GmbH Landschaftsarchitekten

    -Ortner & Ortner Baukunst Gesellschaft von Architekten mbH, capattistaubach urbane landschaften Landschaftsarchitekt und Architekten PartGmbH

    -CITYFÖRSTER architecture+urbanism PartGmbB, arbos landscape GmbH, ARGUS Stadt und Verkehr Partnerschaft mbB

    https://www.berlin.de/sen/sbw/presse…ung.1603007.php

    Hier sind die Entwürfe:

    03 Arch. GmbH, Kuehn Malvezzi Projects GmbH, ver.de Landschaftsarchitekten Stadtplaner Partnerschaftsgesellschaft mbB



    Hosoya Schaefer Architects AG, Agence Ter .de GmbH Landschaftsarchitekten



    Ortner & Ortner Baukunst Gesellschaft von Architekten mbH, capattistaubach urbane landschaften Landschaftsarchitekt und Architekten PartGmbH



    CITYFÖRSTER architecture+urbanism PartGmbB, arbos landscape GmbH, ARGUS Stadt und Verkehr Partnerschaft mbB

    Die Entwürfe wurden schon auf mehreren Veranstaltungen vorgestellt. Mein Favorit ist der Entwurf von Hosoya Schaefer. Hier gibt es ein klar betontes Zentrum, das eine gewisse Frequenz aufweisen wird, damit sich dort auch Angebote in den Bereichen Handel, Dienstleistungen, Medizin ansiedeln können. In den Wohnbereichen gibt es grüne Anger, die Aufenthaltsqualität versprechen. Der Entwurf von 03 Arch. ist auch nicht schlecht. Die anderen beiden Entwürfe sind mir zu schematisch.

    Auf jeden Fall ist es gut, dass es bei diesem wichtigen Projekt vorangeht. Hier sollen immerhin 5000 Wohnungen entstehen.

    Bei der Veranstaltung am 13.10. im Colosseum gab es hitzige Diskussionen zwischen dem Pankower Baustadtrat Cornelius Bechtler (Grüne) und dem Abgeordneten Lars Bocian (CDU). Herr Bocian fand das Projekt überdimensioniert. Herr Bechtler hielt dagegen. Er argumentierte vor allem damit, dass ein kleineres Wohngebiet nicht genug Potenzial für Schul- und Nahversorgungsangebote hätte.

    Modellfotos: Klarenbach

  • wie die senatsverwaltung für stadtentwicklung, bauen & wohnen heute mitgeteilt hat, steht der siegerentwurf für die elisabeth-aue fest! die jury hat aus vier entwürfen den städtebaulichen entwurf von hosoya schaefer architects ag mit agenceter.de gmbh landschaftsarchitekten ausgewählt.

    geplant sind 5000 wohnungen, einzelhandel, büros, schulen, soziale und kulturelle einrichtungen


    Screenshot-20260327-181252-Instagram.jpg

    copyright by senatsverwaltung für stadtentwicklung, bauen und wohnen

    Screenshot-20260327-181236-Instagram.jpg

    copyright by senatsverwaltung für stadtentwicklung, bauen und wohnen

  • Ich hatte in der ersten Phase drauf gehofft und tatsächlich hat mein persönlicher Favorit gewonnen! Ein sehr schöner, vielfältiger Entwurf. Kantige Mitte, 4 verschieden geframte autofreie Nachbarschaften, urbaner Boulevard ins Zentrum, alles recht clever miteinander vernetzt.

    Nach dem Stadteingang West holt sich Hosoya Schaefer die nächste große Rahmenplanung in Berlin ans Land.

  • Ich bin auch begeistert. Hosoya Schaefer war auch mein Favorit, ich hatte schon am 26.10. dazu geschrieben. Dieser Entwurf verspricht eine Vielfalt an interessanten Stadträumen, vom zentralen Quartierplatz über die grünen Anger bis hin zu den grünen Höfen. Weiterhin dürfte das Quartier aufgrund der vielen Bäume auch in klimatischer Hinsicht angenehm werden. Wenn das Konzept so umgesetzt wird, könnte die Elisabethaue ein Modellprojekt für den Städtebau der Zukunft werden.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Wenn das Konzept so umgesetzt wird, könnte die Elisabethaue ein Modellprojekt für den Städtebau der Zukunft werden.

    Jaja der Städtebau der Zukunft, wir suchen ihn seit gut 100 Jahren ohne Erfolg. Man träumt hier wieder einmal etwas von "autofrei" und "Klima" zusammen, aber der einzige Weg in dieses Quartier nach diesen Parametern ist entweder zu Fuß oder mit einer Verlängerung der Straßenbahnlinien 50 und M1, die laut Senat bis 2030 dorthin fahren sollen. Dass aus 2030 locker 2050 werden kann, sollte jedem der mit einem Bein am Berliner Boden steht klar sein, Und über die angekündigte Erweiterung der S75 und des sich immer weiter in die Zukunft verschiebende Karower Kreuz werden vielleicht erst zukünftige Generationen im Architekturforum berichten können. Vielleicht bricht ja dann die heute schon gelobte Zukunft aus, für die Gegenwart bleibe ich skeptisch.