Nymphenburger Höfe [fertiggestellt 2012]

  • Man sollte bei all der Aufregung um den Abriss nicht vergessen, dass der Großteil des Geländes ein plumper Nachkriegsbau war. Der Türmchenbau war wirklich nichts besonderes, eher eine schlechte Nachkriegs-Reko. Viel schöner war dagegen der Bereich an der Nymphenburger Straße. Beim Abriss wurde da einige alte Gewölbekeller frei gelegt, deren Beseitigung mir eher die Tränen in die Augen schießen ließ.


    Der Verlust der alten Bebauung ist nicht wirklich groß, aber die mittelprächtige "Neubau-Einheitsbrei-Pfui-Deifi" Lösung ist schon ziemlich bitter. Der Löwnbräukeller wird ziemlich in die Mangel genommen. Von der Luftigkeit des Platzes, die einst bezeichnend war für die ganze Ecke, ist nichts mehr übrig. Dazu haben auch die Bürobunker an der südlichen Seite der Nymphenburger Straße beigetragen, die den alten Spatenkomplex völlig versperren.


    münchner.

  • Update 30.07.07





    __________________
    Alle von mir geposteten Bilder sind, solange nicht anders angegeben, von mir selber gemacht, ich erhebe keinerlei Urheberrecht.

  • Super, die Münchner Community scheint neuen Zuwachs zu bekommen. Weiter so - München ist in diesem Forum unterbewertet.

  • Also ich bin in meiner Studienzeit täglich an dem Gebäude vorbeigefahren, dem hier so hinterhergeweint wird, und ich muss sagen, ich weine ihm keine Träne hinterher.


    Speziell auf diesem Bild wird klar, das es sich um eine introvertierte, nach aussen in jeglicher Hinsicht abgeschlossenen blockrandbebauung handelte, die niht im geringsten mit dem Strassenraum kommunizierte.


    http://img510.imageshack.us/img510/456/p5200001ul2.jpg


    weder über die funktion, noch über die bezugnahme der Fassade auf den Strassenraum ( wie das am Neumarkt in Dresden der Fall ist)


    War das tatsächlich ein altes Gebäude, oder nur um einen wiederaufbau einer ruine aus WK2?
    Also sprich, war der Kern des GEbäudes historische Substanz?
    Aus den Abrissbildern zu schliessen hatten die innenräuem keine aussergewöhnlcihe Qualität....

  • ...hier noch ein paar Erinnerungsbilder für die Abbruch-Romantiker unter euch - bevor's zu spät ist! ;)


    04.08.07







    __________________
    Alle von mir geposteten Bilder sind, solange nicht anders angegeben, von mir selber gemacht, ich erhebe keinerlei Urheberrecht.

  • Spaten-Löwenbräugruppe plant Neubau am Autobahnkreuz München-West, wohl unter anderem als Ersatz für das stillgelegte Löwenbräu-Areal am Stiglmaierplatz:


    Vollständiger Beitrag im Münchner Merkur vom 07.08.07: http://www.merkur-online.de/re…st-Sudhaus;art8828,825828


    Weiß jemand wann das Spaten-Areal an der Marsstrasse aufgegeben werden soll? Gibt es schon Entwicklungspläne für diesen Standort?


    --------------------
    Das Pressezitat wurde entfernt. Bitte künftig auf die Boardregeln (6.1) bezüglich des Einbindens fremder Inhalte achten und am besten anstatt zu zitieren es in eigenen Worten wiedergeben! Zitate von Pressemeldungen sind rechtlich unbedenklich, von Artikeln leider nicht. Vielen Dank, LugPaj

  • Also ich denke mal aehnliches wie beim Loewenbraeugelaende. Die neue Abfuellanlage soll ja doppelt so viel Kapazitaet haben, wie die alten zusammen, da werden diese sicherlich nicht weitergebetrieben. Uebrigens ein guter Trick, wegen der "nur Muenchner Bier auf dem oktoberfest" die Bierunternehmen dazu zu zwingen in Muenchen zu bleiben und den hohen Muenchner Gewerbesteuerhebesatz zu zahlen.



    PS: Hanfgartenstrasse ist echt ein toller Name ;).


    PS2: Ich hoffe mal, dass da noch genuegend Reserven gelassen werden, so dass bei der Autobahn noch das fehlende Kleeblatt (A8 -> A99 Nord) hinzugebaut werden kann. zB braeuchte man das fuer Leute, die bei der AS Langwieder See auf die Autobahn fahren.

  • Ich habe heute in der SZ gelesen, dass der Löwenbräukeller im Zuge der Baumaßnahmen aufwendig saniert werden soll. Wäre schön, wenn man eine der letzten Brauereihallen in München wieder etwas mehr Charme einhauchen könnte.


    Nach dem Totalabriss der Mathäser-Bierstadt (ein Skandal für sich) muss man ja heute über alles froh sein, was nicht mit der Vernichtung Münchner Bierhaustradition zu tun hat...vieles ist ja auch "urplötzlich" ein Raub der Flammen geworden, u.a. die alte, denkmalageschützte Mälzereri von Hofbräu an der Inneren Wiener Straße. Der Rest war ja bereits in den 70er Jahren flach gelegt und durch wunderschöne Betonbunker ersetzt worden. Beispiele hierfür sieht man am Holiday INN an der Rosenheimer Straße oder der Möbel XXXL an der Theresienhöhe. Auch das Europäische Patentamt in München steht auf altem Brauereigelände (Hacker-Pschorr).


    Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass Löwenbräu Gespür bei der Sanierung beweist.


    münchner.

  • Auf eine Deponie wird nur ein Bruchteil des Materials landen... Das Meiste wird entweder komplett recycled (Stahl, Kupfer, Kunststoffe) oder direkt als Baustoff verwendet (RC-Baustoffe wie crushed Beton, Ziegle ect.).

  • Die Tram 21 wurde heute abend umgeleitet, angeblich wegen eines "Bombenfunds am Stiglmaierplatz". Die Meldung bleibt bisher unbestätigt, sie würde auf eine Fortsetzung der Bautätigkeit auf dem Löwenbräu-Areal hindeuten...

  • Ich saß halt in der 21 ;)


    Anyway, hab inzwischen mitgekommen, dass auch die U-Bahn nicht halten durfte und der Strassenverkehr umgeleitet wurde.

  • Danke für die Fotos. Auf zahlreichen Bildern sieht man im Hintergrund die Überreste der alten Gewölbekeller, die leider mit abgerissen werden. Sehr schade, denn diese Kellerbereiche sind das Herz einer echten bayerischen Bierhauskultur. Viele davon gibt es nicht mehr. Während jedoch beim Augustiner in der Arnulfstraße die alten Keller für den Wirtshausbetrieb hergerichtet wurden verschwinden die Gewölbe an der Dachauerstraße für immer.


    münchner.