Regierungsviertel und Hbf: Alte Beiträge 2005 - 2006

  • Zitat von rako

    Finde die Umbauung des Humboldthafens entsetzlich, man nimmt dem Bahnhof auf diese Weise jede Fernwirkung.



    das geht mir ganz genauso. Aber ich glaube auf den neuen Plaenen ist die Umbauung garnicht mehr drauf.

  • und herr vivico, wat is nu mit dem hochhaus?.....das interessiert mich nämlich brennend!.....gibt es dafür eine Chance?

  • Was soll dieser Würfel vor dem Bahnhof? Das Teil wirkt total deplaziert, so schief, wie es da mitten im Raum steht...

  • Zitat von nuelle

    und herr vivico, wat is nu mit dem hochhaus?.....das interessiert mich nämlich brennend!.....gibt es dafür eine Chance?


    Hallo Herr Nuelle ;) Die Chance ist tatsächlich da. Die Entscheidung liegt natürlich beim künftigen Nutzer eines solchen Gebäudes. Und da stand ja schon einiges über die Bahn als möglichen Nutzer in der Zeitung.... Ganz unabhängig davon: Die Vivico wird auf alle Fälle ein solches Gebäude nur für einen oder mehrere spezifische/n Nutzer bauen. Also nicht ein Durchschnittsbau auf Risiko erstellen, der dann mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Leerstandsstatistik beiträgt.
    W. Brandt

  • "Mehdorn will Zentralen Busbahnhof nach Mitte verlegen"


    "Erst der Bahnhof Zoo und jetzt auch noch der Zentrale Omnibusbahnhof Berlin (ZOB): Die Bahn möchte den ZOB vom Funkturm zum Hauptbahnhof umsiedeln. Bahnchef Hartmut Mehdorn soll diesen Wunsch kürzlich im Gespräch mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) geäußert haben. "Die Bahn hat schon öfter eine Verlagerung gefordert", bestätigte Manuela Damianakis, Sprecherin von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD); die Senatsverwaltung sei jedoch dagegen. Der ZOB benötige einen direkten Autobahnanschluß wie in Charlottenburg."


    "Die Bahn hielt sich bedeckt. "Zu Beratungen zwischen Herrn Mehdorn und Herrn Wowereit äußern wir uns grundsätzlich nicht", sagte Bahnsprecher Norbert Giersdorff."


    der fahrgastverband kritisiert das ganze. Es gehe der Bahn nur um maximale Mieten im Hauptbahnhof, weiter nichts.


    http://deutsches-architektur-f…ewreply&noquote=1&p=90540

  • http://www.tagesspiegel.de/ber…4.07.2005/1932292.asp#art


    Nächster Halt: Zoo


    Bahn-Konkurrent Connex will Fernzüge auch am Bahnhof in der West-City halten lassen


    Die Connex-Gruppe will im Frühjahr den Verkehr von Berlin nach Hamburg und Köln aufnehmen und ihre Züge auch im Bahnhof Zoo halten lassen. Bisher verweigert die Deutsche Bahn dem Konkurrenten allerdings die notwendigen Trassenrechte. Die Bahn will die Station – wie berichtet – trotz massiver Proteste mit Eröffnung des neuen Hauptbahnhofs Ende Mai aus dem Fernverkehrsnetz nehmen.


    ..."


    :applaus: :daumen: Sehr schöne Nachrichten! Bleibt nur zu hoffen, dass die Bahn mit ihrer Blockadehaltung nicht durchkommt und dann ordentlich Kunden verliert.

  • @ Sam


    Das dürfte besonders Dich interessieren, da Du ja vor kurzem nach der Bedeutung der "Türme" gefragt hattest. Hier eine ausführlichere Erklärung als meine, ist sehr interessant der Artikel:


    http://morgenpost.berlin1.de/c…/07/14/berlin/766479.html


    "Die Bahn läßt vier Türme kippen


    Spektakuläre Arbeiten am neuen Hauptbahnhof/Lehrter Bahnhof - Streckensperrungen an zwei Wochenenden


    Von Andrea Puppe


    Bis Mai 2006 entsteht nahe dem Spreebogen Europas modernster Kreuzungsbahnhof. Ende Juli 2005 wird auf der High-Tech-Baustelle einer der wohl spektakulärsten Bauschritte vollzogen: das Klappen der Bügelbauten.



    Noch 13 Tage. Dann wird nicht nur diese Stadt, sondern wahrscheinlich die ganze Welt auf den künftigen Berliner Hauptbahnhof schauen. Denn weltweit Einmaliges ist geplant: Zwei 43,5 Meter hohe Türme werden gleichzeitig aufeinanderzubewegt und aus der Senkrechten in die Horizontale geklappt. Die sich auf unserem Luftbild jeweils oberhalb und unterhalb des gläsernen Ost-West-Daches gegenüberliegenden Turmpaare haben inzwischen ihre nötige Gesamthöhe von 70 Metern erreicht. Am 29. Juli um 22 Uhr wird die Stadtbahn bis zum 1. August, 4 Uhr gesperrt. Das Team um Projektleiter Hany Azer hat dann 54 Stunden Zeit den westlichen der beiden künftigen Bügelbauten (nahe dem Abluftkamin) zu überbrücken. Zwei jeweils 1200 Tonnen schwere Stahlträger-Konstruktionen werden dabei mit einer Genauigkeit von zwei Zentimetern Versatz zusammengefügt. Über ein Scharnier kippen dann die beiden Bügel, jeweils gehalten von einem ausgeklügelten Seilsystem mit einer Geschwindigkeit von sechs Metern pro Stunde.


    ..."


    Und zur Veranschaulichung noch eine Grafik:


    http://morgenpost.berlin1.de/i…berlin/103421_scaleUp.jpg

  • Jetzt hat er es wohl tatsächlich gemacht: Die Welt: Architekt Meinhard von Gerkan verklagt die Deutsche Bahn.
    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es dafür irgendeine echte Rechtsgrundlage gibt. Worauf will der sich berufen? Aus dem Artikel: "Gerkans Partner Jürgen Hillmer stellte schon im Januar klar, daß dies "nicht mehr unser Dach ist". Gerkan sieht denn auch in der nun gebauten "Supermarktdecke" nichts anderes als eine Gefährdung seines guten Rufes."

  • Selbstverständlich gibt es dafür eine Rechtsgrundlage. Die Bahn beauftragt ein Büro, Entwurf und Planung zu übernehmen und kann dann nicht ohne Weiteres eigenmächtige Änderungen während des Verlaufes vornehmen. Schließlich existiert über die Leistungen der Architekten an den Auftraggeber ein Vertrag. Allein die beauftragte Planungsarbeit für nicht ausgeführte Planbestandteile, die dann vermutlich auch nicht abgerechnet werden soll, ermächtigt zur Klage. Und gmp wird nun wohl auf Vertragseinhaltung oder auf Schadenersatz klagen. Letzteres ist nicht unwahrscheinlich, da die Reputation - sichtbar durch Resultate - für ein Architekturbüro existeziell ist.



    Gruss
    AeG

  • Das er auf vollständige Bezahlung seiner Leistung bestehen kann, ist ja klar. Aber die Sache mit der Reputation? Es werden doch eigentlich häufig Baupläne geändert?

  • Ja, aber nur, wenn zwischen Architekten und Bauherren ein Konsens darüber erzielt wurde. Das ist hier offenbar nicht der Fall. Die Bahn hat über die Köpfe von gmp hinweg entschieden. Und es ist Auifgabe des Architekten, über die Einhaltung seiner Vorgaben zu wachen. Wenn er das nicht kann, aus welchen Gründen auch immer, leidet nunmal leider seine Reputation. Gerade gmp agieren international. Man kann von aussenstehenden Bauherren nicht verlangen, dass sie sich zu jedem bereits realisierten Projekt eine "das sollte aber eigentlich so und so werden"-Geschichte anhören ;).

  • Kernproblem war glaube ich, das unübersichtliche Menschenmassen am Anleger befürchtet werden, in dessen Schutz dann was auch immer passieren könnte.
    Da lag nämlich das Problem mit dem Anleger, der BND hatte vom Anfang des Stegs gemessen und kam so nicht auf die 50 m mindestabstand, der Reederverband maß aber von der Mitte des Anlegers da dort "die Menschensammlungen am größten seien". SO in etwa war dit. Das aber nur am Rande


    http://www.stadtentwicklung.be…h_0507/nachricht1983.html


    "Entscheidung zur Grünflächengestaltung am Hauptbahnhof Berlin - Lehrter Bahnhof ist gefallen"


    "Das Preisgericht hat unter dem Vorsitz der Landschaftsarchitektin Barbara Hutter den mit ca. 11.000 EUR dotierten ersten Preis an das Dresdner Büro Rehwaldt Landschaftsarchitekten vergeben."


    "Der erste Preis zeichnet sich durch ein klares Konzept aus, das im Umgang mit der Topografie, der historischen Treppenanlage und dem vorhandenen Baumbestand einen prägnanten Ort mit eigenständiger Identität schafft. Kern der Anlage ist die „grüne Halle“, ein großzügiger, baumüberstandener Platz, auf dem die verschiedensten Aktivitäten stattfinden können. "


    "Senatorin Ingeborg Junge-Reyer: „...Ich habe diesen Wettbewerb frühzeitig ausgelobt, weil die Schaffung einer öffentlichen Grünanlage an dieser Stelle auch einen Impuls für die zügige Entwicklung des Stadtquartiers Lehrter Bahnhof auslösen soll. Ich bin zuversichtlich, dass der ausgezeichnete Entwurf einen guten Beitrag dazu leisten wird, den heute noch städtebaulich isolierten Hauptbahnhof so schnell wie möglich in die Stadt einzubinden.“


    "
    Die Baumaßnahme, für die 1,125 Mio. EUR aus der Entwicklungsmaßnahme „Parlaments- und Regierungsviertel“ zur Verfügung stehen, die die Bundesregierung mit 64 % finanziert, soll im kommenden Jahr beginnen. Mit der Fertigstellung ist im Jahr 2007 zu rechnen. "



    (http://www.stadtentwicklung.be…/ulap_stadtmodell_150.jpg)
    Die Entwürfe kann man auch bald in der Senatsverwaltung ansehen.

  • Bezüglich der GMP-Klage habe ich gestern oder vorgestern im Inforadio gehört, dass es wohl nicht nur um das Dach, sondern auch um eine unterirdische Halle geht. Die unterirdischen Gleise sollten nach GMP-Plänen in einer hohen Halle halten, um so die bedrückende Atmosphäre eines U-Bahnhof zu vermeiden, nun hat die Bahn aber eigenmächtig ein einfache Zwischendecke eingezogen. Dadurch wird der geplante räumliche Effekt natürlich komplett zunichte gemacht :nono:.

  • @ LuckyLuke


    Brachfläche, Baustellenlager und ein Teil wird von der Sandsation bzw. einem Openairkino genutzt, wenn mich nicht alles täuscht.

  • Zitat von Das Tier

    .Die unterirdischen Gleise sollten nach GMP-Plänen in einer hohen Halle halten, um so die bedrückende Atmosphäre eines U-Bahnhof zu vermeiden, nun hat die Bahn aber eigenmächtig ein einfache Zwischendecke eingezogen. Dadurch wird der geplante räumliche Effekt natürlich komplett zunichte gemacht :nono:.


    Diese Halle sollte so eine Art Kuppel-Halle werden. Die Decke sollte das Prunktstück dieser Halle sein, die Bahn hat nicht nur einfach eine Zwischendecke eingezogen, sondern dafür auch noch diese 0815 Bahnhofsdecken Platten genommen. Kann gmp schon verstehen. haben schließlich nen Ruf zu verlieren.


    EDIT:


    "Ein Hauptanlass des Streits ist die Deckengestaltung in der unterirdischen Halle. Dort hatte von Gerkan eine Konstruktion entworfen, die dem Raum eine fast schon kathedralenartige Stimmung verleihen sollte. "Mit einer indirekten Beleuchtung, um diese schmuddelige Lichtsoße, wie man sie in U-Bahnen antrifft, zu vermeiden", so der Architekt im RBB-Inforadio.


    Doch als die DB den Innenausbau vor anderthalb Jahren ausschrieb, war davon nicht mehr die Rede. Es sollte eine einfachere Konstruktion sein - hellgraue Platten, die unter die Betondecke gehängt werden. "Eine eingezogene 08/15-Decke", grollt von Gerkan. Das Gericht soll verhindern, dass diese Einbauten nun fortgeführt werden. "


    http://www.berlinonline.de/ber…eitung/berlin/467579.html