Hotelprojekte in Frankfurt

  • Mainzer Landstraße 97

    Das von Schmittchen in den Beiträgen #485+#487 vorgestellte Projekt hat seine Verkleidung mittlerweile verloren. Die an dieser Ecke völlig unpassenden hellen Fassadenplatten sind Geschichte. Im Net habe ich nichts Neues gefunden und ein Bauschild fehlt an der Baustelle. Hoffen wir mal, dass die neue Fassade besser an diese Ecke passt.


    By thomasfra at 2011-08-15

  • Hotel Villa Oriental (Baseler Straße 19-21)

    An der Baseler Straße sind die Hüllen gefallen. Die Baseler Straße 19 (links, blau, weiß, grau) zeigt die neue Fassade des Themen-Boutiquehotels "Little Paris". Es ist eine Erweiterung der "Villa Oriental"
    (rechts, rot, Baseler Straße 21). Beides sind Hotels von Alexander Gorjinia.



    Bild: El K.


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    Mod: Dazu auch Updates im Bahnhofsviertel-Thread, beispielsweise hier.

  • United Hostel

    Im Oktober soll ein Hostel mit 400 Betten an der Kaiserstraße 52 eröffnen. Das ist über der McDonald's-Filiale (Street View), früher war das English Theater in diesem Räumen. Betreiber wird Nihal Samarasinha, bereits mit den Hotels Ramada, Quality und Clarion im Bahnhofsviertel vertreten und darüber hinaus auch als Honorarkonsul seines Geburtslandes Sri Lanka tätig.


    Das Hostel soll rund 120 Mehrbettzimmer erhalten. Geplant ist auch eine "Chill-Out-Lounge" und eine Bar. Der frühere Theatersaal des English Theater im Souterrain des Gebäudes könnte zum Konferenzraum umgerüstet werden. Dies berichtet heute die AHGZ.

  • Mainzer Landstraße 97

    Das zuletzt in #489 gezeigte Geschäftshaus bleibt erhalten, es wird also keinen Abriss und Neubau geben. Laut nun aushängendem Bauschild erfolgt tatsächlich eine Nutzungsänderung in ein Hotel. Bauherr ist eine "The Cube GmbH". Weiterführende Informationen sind damit nicht zu erlangen, um diese im Alpenraum tätige Klein-Kette dürfte es sich wohl kaum handeln (was man aus architektonischer Sicht nicht bedauern muss).

  • Wenn sich die Frage auf #491 und das geplante United Hostel bezieht: Kaum. Im Bahnhofsviertel sind eher andere die Tycoone, und der wohl von der AHGZ gemeinte heißt mit Nachnamen ganz ähnlich wie ein früherer Tennisheld. Jedenfalls war jener (also nicht der Boris) damals Vermieter des English Theater, das steht beispielsweise in diesem Artikel von 2003, dann wird er im Hinblick auf das Hostel vermutlich jetzt mit dem Honorarkonsul zu tun haben.

  • Mainzer Landstraße 97

    Jetzt erkennt man die künftige Struktur des Hauses. Die Anzahl der Fenster wurde stark reduziert wie man im Vergleich hier gut erkennen kann. Auch wurde die Form der Fenster von fast quadratisch den Fenstern der Nachbarbauten angepasst. Auf den fast fertig gestellten Dachbereich trifft diese Anpassung leider nicht zu, was bei dem Namen des Bauherrn (The Cube GmbH) zu erwarten war . Ich denke, gesamt gesehen eine Verbesserung (Farbe und Struktur der Verkleidung ist noch abzuwarten) gegenüber dem alten Zustand, aber eben nur eine leichte Verbesserung. (letztes update hier)


    By thomasfra at 2011-10-02

  • Die Beratungsgesellschaft Deloitte hat heute Ihre Studie "Hotelmarkt Frankfurt 2011" veröffentlicht. Die Studie gibt einen guten Überblick über die vergangenen Neueröffnungen, die kommenden Neueröffnungen und über wesentliche Kennzahlen des Frankfurter Hotelmarkts.


    Frankfurt hat weiterhin eine gute durchschnittliche Belegungsrate von 64,9% und erzielt mit 119,75€ im 1. HJ 2011 die höchsten Zimmerraten im Vergleich mit anderen deutschen Großstädten wie München, Berlin, Hamburg oder Köln.


    Anbei noch ein paar Goodies:


    • Ascott Limited erwarb bereits im Projektstadium das zukünftige Citadines Apart‘hotel im Frankfurter Europaviertel vom Entwickler GBI zu einem Kaufpreis von 28 Mio. €
    • Das Radisson Blu in der City West wurde im Rahmen des größten Hotel-deals 2011 für über 100 Mio. € an einen norwegischen Investor verkauft.
    • Morgan Stanley Real Estate hat im Rahmen einer Portfoliotransaktion das InterContinental Hotel Frankfurt für über 60 Mio. € an den libanesischen Investor Toufic Aboukhater verkauft.
    • Das 5-Sternehotel an der Niederräder Rennbahn (Thread hier) soll laut Studie als Potala Palasthotel firmieren, 225 Betten haben und von der Soluxe Hotel Management betrieben werden
    • Ans Oberforsthaus (Thread hier) soll laut Studie ein Courtyard by Marriott mit 120 Betten
  • Ich weiß zwar nicht, warum der Grand Hyatt Strang so überstürtzt geschlossen wurde, aber wenn ihr mal in der Online-Ausgabe der FNP von heute lest, da steht genau das Gegenteil. Dort wird über gestiegene Übernachtungszahlen geschrieben, gerade auch im höheren Segment. Auch vom Sofitel an der Alten Oper und dem Grand Hyatt an der Messe wird da geschrieben. Also ich glaube noch nicht daran, dass das Projekt gestorben ist. Wäre allerdings auch schade um diesen Entwurf.


    Habe gerade im HR-Video-Text die gleiche Meldung entdeckt.

  • Journal Frankfurt: Mehr Details aus Deloitte-Bericht

    Auch im Journal Frankfurt steht heute ein schöner Bericht mit dem Titel "Die Ära der Luxushotels kommt". Man nimmt Bezug auf den Deloitte-Bericht, den sipaq schon angesprochen hat. Kai Heimerer von Deloitte macht zudem die wichtige Aussage: "Die Eröffnung des Jumeirah Hotels, des Grand Hyatt (2013/2014!!) und des Sofitels an der Alten Oper (2014) werden für frischen Wind sorgen."


    Hier die Kernaussagen:

      Über sechs Millionen Übernachtungen zählte das Jahr 2010.


      Auch das erste Halbjahr 2011 verlief positiv.


      Die durchschnittliche Belegungsrate sowie die Zimmerpreise stiegen um 0,3% (im Vergleich zum Vorjahr sind es 1,3%).


      Das Angebot der Luxushotels in Frankfurt sei übersichtlich (Rocco Forte Villa Kennedy, der Steigenberger Frankfurter Hof, das Westin Grand Frankfurt und der Hessische Hof).

  • Villa Clara - Hotelprojekt Schumannstraße 2

    Zum Projekt oben ab #449. Zumindest in der vergangenen Woche war noch nichts zu sehen, was auf einen Baubeginn hindeuten würde. Daher wenigstens neue gerendete Ansichten von der nun existierenden Unterseite des Frankfurter Hauses, bisher war ja nur eine einzige Visualisierung bekannt.


    Auf der Website wird auch Frankens - meines Erachtens höchst eigenwillige - Vorstellung wiederholt, der "spektakuläre Dachaufbau" mit seinen "eigenwilligen Formen" verweise auf die "legendäre Ära des Frankfurter Häuserkampfes", während die "historische Fassade des Hauses" an seine "Vergangenheit als bourgeoises Wohngebäude aus dem Jahr 1907" erinnere. Nun ja. Dieser Legende soll sich dann auch die Gestaltung der Hotelzimmer unterordnen. Hm. Angekündigt wird die Eröffnung im Frühjahr 2013.



    Wer bemerkt Bourgeoisie? Wer sieht Häuserkampf?



    Zugegeben - der Übergang im Dachbereich zum wenig attraktiven Nachbargebäude an der Wilhelm-Hauff-Straße ist zumindest auf dem Rendering gar nicht schlecht. Die minderwertig und unpassend anmutende Fassade des vierten Geschosses dagegen kann man sehr wohl schlecht finden. Oder soll sich zu den Elementen Bourgeoisie und Häuserkampf noch eines drittes gesellen, nämlich Notwiederaufbau mit einfachsten Mitteln in den späten 1940er-Jahren?



    Bilder: Ameron / Franken Architekten

  • Villa Clara - Hotelprojekt Schumannstraße 2

    Auch nach längerer Betrachtung der Entwürfe wäre ich nie auf solch geistreiche Umschreibungen gekommen. Einen Häuserkampf kann ich nicht erkennen, insgesamt empfinde ich sowohl die Beibehaltung des Notdachgeschosses aus Nachkriegszeiten als auch die seltsam häßliche Dachkonstruktion als wenig gelungen... Ob die 68er Generation das so gewollt hätte?

  • also richtig schön finde ich den gesamten Entwurf auch nicht, aber so schlecht wie er hier gemacht wird ist er nun auch nicht. besonders das Dach gefällt mir sogar. Die Wirkung geht nur leider wegen der scheußlichen vierten Etage etwas unter. So wirkt der obere Teil einfach zu unruhig / -harmonisch..
    und besonders in Bezug auf die Solitärs am Main und im Europaviertel muss ich sagen: so langsam freue ich mich schon wenn in einer Gegend nicht nur einheitlich gebaut wird, sodass ich bei etwas Eigensinn der Architektur auch schon mal großzügiger bewerte. Alles (also viele verschiedene Entwürfe, die auch noch alle gefallen) kann man ja auch nicht haben.

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    Was soll man da noch sagen? Ein zumindest in Ansätzen noch architektonisch gestaltetes Gebäude wurde einem furchtbaren Passivhausklotz geopfert, der nicht nur jegliche Gestaltung konsequent verleugnet, sondern auch in die Gegend passt wie die Faust aufs Auge. Die 1960er und 1970er lassen grüßen. Wieder einmal ist mir absolut schleierhaft, wie man für so etwas in einer gründerzeitlich geprägten Ecke eine Baugenehmigung erhalten kann. Wenigstens ein Geschoss weniger wäre mal das mindeste gewesen, was man hätte vorschreiben können.

  • RMA, es handelt sich hier um eine Sanierung im Bestand, keinen Neubau. Das Gebäude bestand also in Kubatur in Größe. Hier gab es für die Behörden keine Möglichkeit einen Abriss des obersten Geschosses zu verlangen.

  • Bezüglich der Geschosshöhe habt ihr natürlich Recht, wobei ich bis heute nicht verstanden habe, wieso diese Regelung, die schon Goethes Großvater beim Umbau des Elternhauses ausgenutzt hat, bis heute besteht. So werden wir die Bausünden im Westend wohl nie wieder los.


    @ sipaq: Schonmal was von vertikaler und horizontaler Gliederung gehört? Beides hatte die postmoderne Vorgängerfassade, und eigentlich war nur ihr Fassadenmaterial schlecht, wenn auch typisch für die Bauzeit, die wohl um 1980 anzusiedeln ist. Die neue Fassade ist einfach nur ein ungehobelter Klotz, die zudem viel zu stark über das Erdgeschoss hervorkragt.