Hotelprojekte in Frankfurt

  • Das mit dem Schmelztiegel stimmt ja schon. Und natürlich hat das Ganze auch seinen Charme. Nur ist gerade die Kaiserstrasse architektonisch fasst am schönsten in ganz FFM. Ich würde mir dort hochwertigere Geschäfte, Gastronomie, Galerien, Künstler und natürlich schöne Altbauwohnungen wünschen. Müssen billige Ramschläden das Entre einer Stadt sein?


    Ich nehme jetzt mal die Canal Street (China Town) in NY als Beispiel. Ich mag die Gegend sehr, aber wenn jetzt die Grand Central Station direkt nebenan liegen würde?? Naja, ich weiss nicht...

  • Das ganze wurde ja dann auch auf 150 Meter Taunusstrasse reduziert. Künstler, Galerien, Gastronomie, hochwertiges Wohnen erinnert mich nicht gerade ein Kleinkickersdorf, sondern mehr an Trendviertel in grossen, internationalen Metropolen wie Amsterdam, London oder New York (diese Viertel hatten auch vor 15-20 Jahren nicht den besten Ruf).


    Solltest Du einmal mit Deiner Freundin/ Frau einen NY Urlaub planen, wo würdest Du wohnen wollen? Soho, Village,Tribeca? Oder doch lieber die South Bronx...

  • Es gibt aber auch bei Rotlichtvierteln Abstufungen in der "Qualität". Hamburg und Amsterdam haben aus ihren ja einen Kult gemacht der zur internationalen Attraktion geworden ist. Davon ist Frankfurt eben noch weit entfernt und deshalb muss man eben ganz realistisch einschätzen, welche Entwicklungschancen es gibt.
    Wenn es quasi nur Low-Budget Puffs und billige, primitive Sexshows gibt, so wird man schlichtweg keine "normalen" Clubs ansiedeln können. Allerhöchsten ein paar Drogenschuppen.

  • Nachtrag zum Goldman Hotel auf der Hanauer Landstraße (siehe Beiträge 220 und 223).


    Das Hotel "Goldman 25hours" auf der Hanauer Landstraße 127 eröffnet am 1. Dezember. Das Besondere ist, dass jedes der 49 Zimmer anders gestaltet und ein Unikat ist. Betreiber ist die 25hours hotel company, die bereits nach gleichem Konzept ein Hotel in Hamburg betreibt. In den Jahren 2007 und 2008 sollen Hotels in Köln, Berlin und München folgen.


    Quelle: FR

  • Weiss nicht ob es schon irgendwo hier im Thread erwähnt wird, aber ich hatte letzte Woche Gelegenheit mit jemandem aus der Zentrale von Mandarin Oriental zu sprechen. Mir wurde bestätigt das Verhandlungen für ein neues Haus in FFM laufen. Man schwankt zwischen dem Opernplatz (m.E. ehem. Flugsicherung) und einem Gelände neben dem Hilton. Eine Festlegung soll wohl im Frühjahr erfolgen.

  • Seltsame Aussage deines Gesprächspartners. Meines Wissens steht Mandarin Oriental als Betreiber des neuen Hotels am Opernplatz (ehemaliges Areal der Flugsicherung) längst fest. Bei dem komplizierten und langwierigen Auswahlverfahren damals gab es mehrere Teams, jeweils bestehend aus Hotelbetreiber, Entwicklungsgesellschaft und Architekt. Und das Team mit Mandarin Oriental hat gewonnen.


    Alles weitere hier: http://www.deutsches-architekt…rum/showthread.php?t=5552


    Kann jemand mal ein Foto des Goldman 25hours machen?

  • Der "Informant" schine auch nicht gerade sicher zu sein was dieses Thema anging. Denke es handelt sich um das von Schmittchen beschriebene.
    Sofern dort ein Umspannwerk mal gestanden hat, ist es mit Sicherheit dieses Gelände...

  • Umbau Arabella Sheraton bis Herbst 2007...

    Das "Arabella Sheraton Grand Hotel" an der Konstabler Wache wird ab Oktober zum "The Westin Grand Frankfurt"...
    Die Umbaumaßnahmen im Innenbereich werden in Kürze beginnen und sollen bis Herbst 2007 beendet sein.
    Man will das Hotel an die modernen Trends anpassen, diese stellte der beauftragte Innenarchitekt in der "Hauszeitung" des Hotels vor...
    Weitere Details unter:
    Quelle:
    http://www.fnp.de
    Link:
    http://www.rhein-main.net/sixc…2_news_article&id=3554740

  • Spontan fallen mir Hyatt ein, die in den ehemaligen Bundesrechnungshof wollten, Ritz Carlton, die Interesse am Standort an der Alten Oper hatten, und die großen Asiaten wie Shangri La und Oberoi.

  • ChrisvdG Das wird endlich mal Zeit, man konnte fast schon befürchten, dass die Inneneinrichtung als typisches 80er Hotelinterieur unter Denkmalschutz gestellt werden könnte. Im Übrigen würde dem Gebäude eine Modernisierung der Außenfassade gut tun, die ich für eines der abschreckendsten Beispiele der Architektur aus den Achzigern halte.

  • Zwei neue Hotelprojekte

    In der FAZ ist heute ein Artikel über Hotelprojekte in Frankfurt und Rhein-Main. Das meiste in dem recht oberflächlich bleibenden Bericht ist bekannt, aber über zwei Planungen stand hier wohl noch nichts:


    Einerseits ist ein 117-Zimmer-Hotel an der Gutleutstraße, Ecke Wiesenhüttenstraße geplant. Es soll in einem leerstehenden Bürogebäude entstehen, also wohl ein Um- und kein Neubau. Vorläufiger Projektname ist "Roomers". Eröffnung könnte 2008 sein, vorgesehen ist ein "Dachaufbau aus weißem Beton mit konkav erscheinenden Scheiben". Andererseits ist in der Nähe der Messe ein "Acom-Budget-Hotel" mit 106 Zimmern geplant. Auch hier könnte schon 2008 eröffnet werden.


    Edit: Ich habe noch ein bisschen gegooglet - das Acom-Hotel soll [Url=http://www.ahgz.de/regional-und-lokal/Acom-Frankfurt,112007,703236202.html]laut AHGZ[/Url] in Bockenheim an der Schlossstraße entstehen. Da es ein Neubau werden soll und mir ein größeres freies Grundstück dort nicht bekannt ist, könnte es vermutlich das kürzlich geschlossene "Autohaus am Kurfürstenplatz" (Volkswagen) ersetzen. Dieses Gebäude scheint so marode, dass wohl nur ein Abriss in Frage kommt. Jedenfalls wäre ein Hotel eine schöne Aufwertung dieser Ecke.

  • Es gibt in der Stadt ja schon einige Umnutzungen von ehemaligen Bürohäusern in Hotels, aktuell werden etwa das Bayer-Haus oder das Gebäude Hamburger Allee 49-53, in dem früher McTrek war, zu Hotels der Fleming's-Kette umgebaut. Weiteres ist vorgesehen, Planungen gibt es u. a. für das Bieger-Haus an der Gutleutstraße, das ehemalige Arbeitsamt nahe der Alten Stadtbibliothek / Literaturhaus oder das leerstehende Bürohaus an der Ecke Wiesenhüttenplatz und Gutleutstraße.


    Und es sollen wohl noch deutlich mehr Umnutzungen werden! Hier Auszüge aus einer sehr interessanten Pressemeldung der Dr. Lübke GmbH von heute:


    [Indent]Der positive Wirtschaftstrend hat neben dem Büro- auch den Hotelimmobilienmarkt beflügelt. „Aufgrund stetig steigender Übernachtungszahlen suchen Hotelbetreiber derzeit aktiv nach neuen Objekten in Deutschland“, so Andreas Erben, Leiter Hotel der Dr. Lübke GmbH. Besonders in Großstädten sei die Nachfrage mittlerweile größer als das Angebot. Er rät Besitzern von leerstehenden Bürohäusern deshalb, einen Umbau in ein Hotel zu prüfen. Doch nicht alle Immobilien eignen sich dafür. Speziell große Franchiseunternehmen hätten strenge Vorgaben für die Auswahl der Objekte. Trotz hoher Investitionskosten würde sich ein Umbau lohnen und Eigentümer könnten die Vermietung ihres Gebäudes für die nächsten 20 Jahre sichern.


    Besonders groß ist die Nachfrage aus dem 2- und 3-Sterne-Segment. „Ganz oben auf der Wunschliste stehen Immobilien an Top-Standorten wie Hamburg, Berlin, Frankfurt oder München. Je nach Betreiberkonzept sollten sie entweder über eine gute Anbindung verfügen oder sich in der Nähe von touristischen Attraktionen befinden“, erläutert Erben.


    Die aktuell geplanten Neubauten könnten die hohe Nachfrage jedoch längst nicht mehr voll abfedern. „Immer mehr Betreiber interessieren sich deshalb für veraltete, leer stehende Bürohäuser und bauen diese in Hotels um.“


    Doch nicht alle Gebäude kommen für einen Umbau in Frage. Besonders bei Deckenhöhe, Raumprofil und -tiefe gebe es klare Vorgaben. „Altbauten kommen selten in Betracht, da ihre Raumaufteilung nicht flexibel genug ist. Geeignet sind eher Immobilien mit einem Stahlskelett. Außerdem sollten Doppelböden für Technik- und Wasserinstallationen vorhanden sein und die Deckenhöhe muss mindestens drei Meter betragen.“

    Vor allem große Franchiseketten hätten detaillierte und strenge Vorgaben bei den Zimmermaßen, z.B. eine Raumtiefe von mindestens 13 Meter. „Dadurch sichern sich Hotels ihre Franchiselizenz und den Zugang zu zentralen Buchungsplattformen“, sagt Erben.


    Seiner Erfahrung nach dauert die Realisierung eines Umnutzungsprojekts ca. 12 bis 18 Monate. Für eine erfolgreiche Umnutzung müsse neben der Immobilie auch der Eigentümer bestimmte Voraussetzungen erfüllen. „Ein Umbau ist mit hohen Investitionskosten verbunden. Viele Hoteliers erwarten entweder bezugsfertige Räumlichkeiten oder Zuschüsse für die Eröffnung (Pre-Opening) bzw. für die Ausstattung in Form eines FF&Es (Furniture, Fixtures & Equipment) .“ Insgesamt können diese bei einem 3-Sterne-Haus bis zu 9.000 Euro pro Zimmer betragen. Um die erste, oft schwierige Zeit am Markt zu bestehen, würden viele Hotels zusätzlich Staffelmieten in den ersten drei Jahren vereinbaren.


    Doch die Investitionen würden sich häufig lohnen. Vor allem, wenn Büroobjekte einen kontinuierlich hohen Leerstand ausweisen. „Mietverträge in der Hotelbranche haben in der Regel eine Laufzeit von 20 Jahren. Dadurch müssen sich Eigentümer für lange Zeit keine Sorgen mehr über die Vermarktung ihrer Immobilie machen.“
    [/Indent]
    Quelle: Dr. Lübke GmbH, Frankfurt am Main

  • Als Ergänzung darf ich noch anführen:


    Bürohaus Seilerstr. 16-18, ehemaliges Gebäude der Amtsanwaltschaft
    Gebäude Bleichstr. 14-16, ehemaliges Abendgymnasium


    wobei letzteres wahrscheinlich ein Boardinghaus werden soll.

  • Das "Arabella Sheraton Grand Hotel" an der Konstabler Wache wird ab Oktober zum "The Westin Grand Frankfurt"...
    Die Umbaumaßnahmen im Innenbereich werden in Kürze beginnen und sollen bis Herbst 2007 beendet sein.


    Ist soeben passiert! Ich bin gerade am neuen Westin Grand vorbeigefahren. Die marginalen Umbauarbeiten am Eingangsbereich sind abgeschlossen, hat sich aber (von außen) nicht viel verändert.