Bauprojekte auf der Mierendorff-Insel und in Charlottenburg Nord

  • Wow - meine trüben Augen erblicken auf der zweiten Visualisierung ein Tabubruch (den gibt es sonst noch nicht einmal bei Patzschke Entwürfen): Ein echtes Ornament!! Rundbögenfenster, Profilleisten, Sprossenfenster! Mein Herz schlägt höher. Ich glaube es gibt einen immer stärker werdenden Trend zu Neubauten mit klassischer Fassadengestaltung. Zumindest erhoffe ich dies! Man sieht wie wenig es braucht um aus einem schnöden Block mit 6 Etagen ein Schmuckstück für die Stadgestaltung zu machen. Schön auch die gewerblich Nutzung mit angedeutetem Edeka im EG!

  • Schön auch die gewerblich Nutzung mit angedeutetem Edeka im EG!

    Es ist kein angedeuteter Edeka, sondern ein realer. Es gibt anscheinend einen langfristigen Mietvertrag. Es ist zu hoffen, dass die 2. Visualisierung Realität wird und nicht die erste "abgespeckte".

  • ^ Twentyseven

    Der „Lola-rennt“ Supermarkt wird tatsächlich schon abgerissen. Das Bauschild vor Ort zeigt leider die einfachere („abgespeckte“) Visualisierung:


    twentyseven01.jpg


    twentyseven02.jpg


    twentyseven03.jpg

  • Ich dachte die fiducia hätte das Projekt an die Schroder invest verkauft? Auf der Website konnte man nur den schlichteren Entwurf betrachten /an die Umsetzung der interessantereren, detailierteren Version glaub ich da nicht so recht.


    Üblicherweise fallen alle vermeintlich entbehrlichen Mehraufwendungen im Interesse der Gewinnoptimierung dem Rotstift zum Opfer.

    Das beträfe dann wohl die doch die Menge der Vielfalt der Fensterformen, dekorative Details zur Belebung der Fassade, das üppige Dachgesims und die Gestufte Attika zum Staffelgeschoss an der Ecke- und entspräche damit dann ganz der ersten Variante.


    Ich muss gestehen meine Vorschusslorbeeren halten sich da so oder so in Grenzen - sicher besser als die gängigen Alternativen, aber jetzt auch kein charismatisches Glanzlicht in traditioneller Architektursprache mit Detailbewuster Raffinesse.


    Die schnoddrig über die Bogenfenster hinwegrollende Rustizierung ohne gebrochenen Scheitel oder wenigstens Ne Rahmung an den Bogenfenstern und die allüblichen Stangengeländer an ganzen 4 Etagen mit Französischen Fenstern und das ganze im spannungsreichen Reinweiss lassen das ganze schon sehr als Kataloghaft mit verdächtiger WDVS - Burgenromantik erscheinen.

  • ^ Nun, das ist so das, was man heute allüberall oft und gern baut, wenn die Wohnungen höherpreisig sein sollen und Rendite im Vordergrund steht. Sieht auf den ersten Blick recht gediegen aus und passt für viele auch einigermaßen bis gut in bestehende Altbauquartiere. Immerhin gibt es hier kein gequetschtes EG, was daran liegt, dass da wieder ein Supermarkt reinkommt. Dafür wirkt dieses teilweise etwas wuchtig und abweisend, da diese Nutzung nicht so viele Fenster erfordert. Rechts dürfte das Tor für die Anlieferung hinkommen.


    Ob nun (vermutlich aus Kostengründen) der einfachere Entwurf realisiert wird, wird man sehen. Vielleicht werden am Ende einige Details noch geändert. Trotz einiger Defizite m. E. eine klare Aufwertung für die Ecke und immerhin werden dabei keine günstigen Wohnungen vernichtet, denn zuvor gab es ja hier keine. Und die Integration des Supermarktes begrüße ich hier ausdrücklich.

  • Um den sehr großen Charlottenburg-Thread weiter zu entschlacken, habe ich diesen Thread für alle kleineren BV auf der sog. Mierendorff-Insel und in Charlottenburg Nord angelegt.


    Die Mierendorff-Insel umfasst den Teil von Charlottenburg, der von den Gewässern Spree, Westhafenkanal und Charlottenburger Verbindungskanal begrenzt wird, Charlottenburg Nord liegt nördlich des Westhafenkanals:


    mierendorff_insel_ccbg_nord_osm.jpg

    Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende - lizenziert nach CC BY-SA


    Bestehende Beiträge aus diesem Gebiet wurden und werden hierhin verschoben.

  • Lieber Backstein,


    ich wollte dier hier mal wieder für die ausführliche Dokumentation auch etwas entlegenerer Projekte danken!
    Das kommt teilweise zu selten vor.

  • Quedlinburger Straße 10 + 12

    Für dieses größere Wohnungsbauvorhaben gab es schon seit mehreren Jahren einen Eintrag in der DAF-Karte, bisher aber ohne Beitrag und konkrete / aktuelle Infos. Inzwischen wurde die Projektseite der HAMBURG TEAM Gesellschaft für Projektentwicklung mbH aktualisiert und das BV vorgestellt.


    An der Quedlinburger Str. 10-12 zwischen Wernigeroder und Klaustaler Straße soll auf rund 7.300 m² ehem. Gewerbeflächen Wohnungsbau mit Miet- und Eigentumswohnungen entehen und der Blockrand zur Nachbarbebauung hergestellt werden. Gleichzeitig wird ein weiteres Gebäude auf dem nördlich angrenzenden Hof errichtet. Zunächst müssen noch mehrere ehemaligen Gewerbeflachbauten abgerissen werden.


    Geplant sind ca. 20.000 m² Wohnfläche in 269 Wohneinheiten, auf dem Nachbargrundstück entsethen zusätzlich 66 geförderte Mietwohnungen.
    Eine Kita mit 140 m² Nutzfläche und eine TG mit 50 Stellplätzen ergänzen das BV. Ingesamt werden 120 Mio. € investiert.


    Für die Architektur sind KSP Jürgen Engel Architekten, Berlin und Rohdecan Architekten, Dresden verantwortlich.


    Die Projektierung fand laut Projektseite von 2016 – 2022 statt, die Bauzeit wird mit 2023 – 2026 angegeben. Es müsste also dieses Jahr losgehen - aktuell ist dort aber noch nichts passiert.


    Ein paar Visus gibt es auch schon:


    visu1.jpg

    ©HAMBURG TEAM Gesellschaft für Projektentwicklung


    visu4.jpg

    ©HAMBURG TEAM Gesellschaft für Projektentwicklung


    visu2.jpg

    ©HAMBURG TEAM Gesellschaft für Projektentwicklung


    visu3.jpg

    ©HAMBURG TEAM Gesellschaft für Projektentwicklung


    Das Grundstück bei Google Earth:


    lage_gearth.jpg

  • Wunderbar! Nebenan in der Treseburger Straße ist der Aldi mittlerweile auch ausgezogen. Der Abriss eventuell schon im Gange?

  • ^ Der Aldi an der Treseburger Straße hat nichts mit dem BV zu tun. Und wie ich schon schrieb: Bisher tut sich noch nichts auf dem Gelände.


    Da ich dort öfter vorbeikomme, werde ich drauf achten. Auf jeden Fall wird es (gemeinsam mit dem Stadtquartier Am Spreebord) die Gegend mächtig verändern und aufwerten. 🙂

  • BV Berlin Science Port

    Unweit des S-Bahnhofs Jungfernheide plant der Projektentwickler DLE in der Max-Dohrn-Straße, also hier, ein Büro- und Laborgebäude Ensemble mit über 75.000 qm BGF. Baugenehmigung soll im 2. Quartal 2023 erteilt werden.


    Es gibt auch eine Webseite dazu.


    So soll es einmal aussehen:


    img_91745qf9e.jpg


    img_9176u0dq7.jpg


    img_9178wicmd.jpg


    Copyright: DLE LAND DEVELOPMENT GmbH


    Eintrag DAF-Karte