Areal "Südlich der Rödelheimer Landstraße" mit "Schönhof-Viertel"

  • Areal "Südlich der Rödelheimer Landstraße" mit "Schönhof-Viertel"

    Es geht um das Gebiet "Südlich Rödelheimer Landstraße". Dort sollte nach einer 2003 vorgestellten Planung das Quartier "343 West" entstehen, bekannt auch als Siemensstadt. Dies war ein Großprojekt im Campus-Stil mit einer vergleichsweise hohen und dichten Bebauung, hauptsächlich Büros, darunter auch zwei 15-geschossige Hochhäuser.


    Im November 2004 erklärte Siemens, dass das Projekt aufgegeben werde. Nunmehr entwickelt die Stadt Frankfurt am Main ein neues städtebauliches Konzept für die Bebauung des Areals, einer der Kernpunkte ist die Erhöhung des Wohnanteils.


    (Schmittchen, 27.07.2006)


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    ort: frankfurt - bockenheim, nördlich der city west
    zeitraum: 2003-2008/2010
    facts:


    - arbeiten und wohnen für mehrere tausend menschen
    - siemens mietet 60,000 qm für 2.500 mitarbeiter


    so sah die gegend vor kurzem aus (klick auf bilder zum vergrössern):


    - links ist die city west, man sieht das scala hochhaus in bau, links davon werden der city west tower und das radisson hotel gebaut, oben links ist die autobahn a648, hinter uns ist die innenstadt


    Bild: http://www.siemens.com/Daten/siecom/HQ/SRE/Internet/SRE_Unitwide/WORKAREA/sre_adm/<br>templatedata/Deutsch/file/binary/grenzen_300dpi.jpg


    - hier sieht man es nochmal, nur von der anderen seite (city west rechts, mit scala hochhaus und den bauplätzen vom city west tower und radisson blue heaven im vordergrund. das siemensareal ist das areal links der gleise


    Bild: http://www.siemens.com/Daten/siecom/HQ/SRE/Internet/SRE_Unitwide/WORKAREA/sre_adm/<br>templatedata/Deutsch/file/binary/luft_hoch_300dpi.jpg


    ein foto des projekt-models:


    http://www.frankfurter-rundsch…ne/030625_lok_siemens.jpg


    http://www.eew-gmbh.de/html/04projekte01.html


  • Danke BMXican! die infos umfassen wirklich alles und sind sehr ergiebig! in bockenheim scheint sich ja in den nächsten 10 jahren wirklich sehr viel zu tun... die neue Uni, afe turm, siemens areal, und was noch? mit sicherheit gibt es noch einiges was ich ausgelassen habe! auf jeden fall danke! :)

  • Stimmt. Das sieht richtig geil aus. So ein Ding müsste man viel höher bauen. Und die Beleuchtung ist wie bereits gesagt auch erstklassig. Hier können andere noch was lernen.


    Am geilsten sind auch die Treppenhäuser, so komplett aus Glas.


    Einfach nur spitze.

  • warum nicht? die gegend boomt (liegt direkt neben der city west, auch ein ganz neues viertel), siemens als anchor-tenant hat einen grossen teil schon gemietet (baubeginn im oktober, alte gebäude werden gerade abgerissen), und ein teil wird wohnungen (die sind immer gefragt). wenn du jetzt nur das hochhaus meinst, dann kann man aus erfahrung sagen, dass es viele firmen in frankfurt gibt (speziell ausländische), die nur in ein hochhaus ziehen wollen und denen architektur zu repräsentationszwecken sehr wichtig ist.
    ausserdem, bis 2010 kann sich viel ändern, selbst in deutschland.

  • Das inspirierende Grün mit tausenden von Pflanzen, mit unterschiedlichen Bäumen, mit Grünflächen, die zum Betreten einladen, lässt ein Ambiente entstehen, in dem Pausen zu wirklicher Erholung werden.
    „Grünes Licht“, Atmosphäre und Vielfalt sorgen für Dynamik und erzeugen ungeahnte Spannungen.


    Wenn ich mir das Modell so ansehe, dann kann ich keine Spannungen erkennen. Mal abgesehen vom Hochhaus ist die Architektur superlangweilig und der Wohnanteil von gerade mal 10% viel zu gering. Wer möchte denn in so einem toten Viertel wohnen. Bei den Leerstandsquoten im Bürobereich sollte der Wohnanteil dringend erhöht werden. Zu viel Bürofläche an der Peripherie begräbt Projekte in der Innenstadt wie MAX, Metzler, MT endgültig.

  • Steht die nächste Hiobsbotschaft ins Haus?


    Nach Informationen der F.A.Z. steht das gesamte Projekt auf der Kippe. Und mehr als das: Selbst der Wegzug von Siemens ist möglich!


    Bleibt zu hoffen, dass sich die Stadt umgehend und mit aller Entschlossenheit den A**** aufreißt, um diese katastrophale Entwicklung zu verhindern!


    Aus der Onlineausgabe der F.A.Z. vom 21.04.2004:



    Der Artikel: http://www.faz.net/s/RubABE881…Tpl~Ecommon~Scontent.html

  • Oje, klingt ja nicht gut. Eine Zeit lang ist gar nix von dem Projekt zu hören gewesen, und jetzt das.


    Hoffentlich klappt es doch noch.

  • Ich fände es gar nicht schlecht, wenn 343 West erst mal nicht realisiert wird. Es sind momentan unzählige neue Stadtteile in Entwicklung oder in Planung:


    Deutschherrenufer,
    Westhafen,
    City West (ist ja auch noch nicht fertig)
    Areal um den Henniger Turm,
    Rebstockviertel,
    Europaviertel
    Stadtwerk,
    Uniareal in Bockenheim und
    Projekt 343 West


    Jeder Investor preist sein Viertel als einzigartig. Im Grunde der Dinge haben aber alle Projekte die gleiche Grundidee: Wohnen und Arbeiten. Sollten wirklich alle diese Projekte realisiert werden, entsteht in den nächsten Jahren ein extremer Überschuss (und weiterer Leerstand) an kleinen Büroimmobilien in z.T. Randlagen. Der frankfurter Immobilienmarkt kann unmöglich alle diese neuen Viertel absorbieren.


    Meiner Meinung nach sollte man sich lieber auf wenige Projekte in "zentraler Lage" konzentrieren (z.B. Europaviertel und Westhafen), dort den Wohnanteil stark erhöhen, und sich bei Büroimmobilien auf Grossprojekte (Hochhäuser) im Bankenviertel konzentrieren.


    Obwohl mir 343 West gut gefällt, ist es wirklich fraglich, ob ein solches Projekt in periphere Lage wirklich Sinn macht.

  • Weil die jetzigen Gebäude nicht zeitgemäß seien, meint die FAZ. Entweder moderne Neubauten oder kein Hauptsitz mehr in Frankfurt. Meint die FAZ.


    Zwar funktioniert der oben stehende Link noch, im Onlineauftritt der Rhein-Main-Zeitung der FAZ findet sich der Artikel erstaunlicherweise nicht mehr. Auch ein diesbezüglicher Kommentar (danach suchte ich eben) ist verschwunden. Liegt es daran, dass der Text fast nur Spekulationen enthält?


    Mir ist diese angebliche Abhängigkeit auch nicht so ganz verständlich, moderne Büros gibt es derzeit doch genug. Außerdem könnte man das Projekt in mehrere Bauabschnitte aufteilen, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Und schließlich steht sogar auf der Siemens-Website, dass bereits Verträge mit einem Großinvestor (Frankfurter OFB-Bauvermittlungs- und Gewerbebau GmbH und Tercon Projektentwicklungsgesellschaft mbH) geschlossen worden seien. Ich verstehe das so, dass Siemens von diesen Investoren bauen lässt und dann anmietet. Aus diesen Verträgen wird Siemens wohl nicht so leicht (und auch nicht billig) herauskommen.

  • Das Unternehmen wie Siemens Arbeitsplätze ins Ausland verlagern werden, sollte jeder mitbekommen haben. Und dann zu behaupten, es hänge vom Neubau ab, ist doch blödsinn. Diese Entwicklung wird so oder so weiter gehen.

  • uff....ich hatte am Anfang gedacht 343 West wäre das Stadtwerk, denn das wäre meiner Meinung ein größerer Verlust gewesen, zumindest aus ästhetischer Hinsicht, k.a. wies da mit dem sinn aussieht. Ich hoffe doch dass das Stadtwerk wenigstens realisiert wird, gibts denn dazu Neuigkeiten?

  • ich fände es gar nicht schlimm, wenn 343 west nicht kommen würde. diese zig-tausend quadratmeter bürofläche würden nur auf kosten anderer projekte gebaut. man sollte stattdessen das ganze gebiet dem wohnbau widmen.


    übrigens, die 5,500 arbeitsplätze von siemens in frankfurt sollen angeblich hier bleiben - laut siemens. dafür werden aber wohl andere standorte in deutschland verkleinert, oder geschlossen


    frankfurter rundschau 23/4/2004

  • Das geräumte Siemens-Gelände. Leider weder hier, noch auf dem restlichen Areal irgendeine Bautätigkeit. Die Kräne im Hintergrund haben nichts mit diesem Projekt zu tun. Auch baut Siemens nichts für den eigenen Bedarf, die entsprechende Mitteilung von dieser Woche ist offensichtlich nicht richtig.


    Bonjour tristesse:



    Bilder: Schmittchen

  • Naja, wenigstens ein Gutes hat das Ganze :
    Zitat FAZ:
    "In der Immobilienbranche wird das mit Erleichterung aufgenommen werden, weil die übergroße Konkurrenz irritierend auf potentielle Investoren wirkt."


    Immer schön positiv denken, Mädels! :D

  • Abwarten, vielleicht ist das auf lange Sicht gar keine schlechte Entwicklung. Wenn Siemens seine Bauten in der östlichen Ecke herrichtet und - von verschiedenen Investoren - auf dem restlichen Areal nach und nach vorwiegend Wohnungen gebaut werden, wäre das im Ergebnis eher besser. In der Tat gibt es derzeit eine ganze Reihe verfügbarer Areale, die für den Bau von Bürogebäuden einfach attraktiver sind.


    Im Hinblick auf Wohnbebauung könnte man vielleicht die Bahnlinie über ein paar hundert Meter überdeckeln, dann hätte man auch eine schöne Verbindung zur City-West. Allerdings ist die Bahn auch nicht übermäßig störend, da dort nur S-Bahnen fahren (Linien S3, S4, S5).