Ausbau/Erweiterung Stadion An der Alten Försterei (geplant)

  • Der 1. FC Union Berlin ist heute die wichtigste sportliche Marke Berlins und Aushängeschild der Metropole. Der Klub ist mit knapp 70.000 Mitgliedern auf Jahre hinaus die Nr. 1 in einer Multimillionen-Metropole. Das erwartbare Zuschauerpotential ist also ähnlich einzustufen wie in Madrid, München, London, Paris, Mailand.


    Ein neues Stadion mit einer Kapazität von unter 50.000 zu planen ist fahrlässig. Sicherlich, als die Pläne ihren Anfang nahmen war Union Berlin noch ein kleiner Zweitliga Klub mit kaum Mitgliedern und Anziehungskraft. Heute ist der Verein jedoch drei Entwicklungsstufen weiter und muss langfristig sicherstellen, dass man auf Bundesliga Niveau und teils internationalem Level mithalten kann. Dazu gehört ein wettbewerbsfähiges Stadion.

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  • Union ist ein gemeinnütziger mitgliedergeführter Verein mit aktuell 65.000 Mitgliedern. Im Verein gibt es einen Konsens darüber, welche Fußballkultur man bei Union lebendig halten möchte und entsprechend sind die Ausbaupläne des Stadions geprägt.

    • Der Standort Alte Försterei wird nicht in Frage gestellt.
    • Es wird überwiegend ein Stehplatzstadion bleiben, das heisst in etwa 10.000 Sitzplätze und 30.000 Stehplätze
    • Nach dem Ausbau ist es ohne Ausnahmegenehmigung bundesligatauglich und erfüllt die Anforderungen der UEFA für die internationalen Wettbewerbe wie die Champions League
    • Der Stadionname wird nicht an Sponsoren verkauft
    • Man möchte Fußball pur: Bratwurst, Bier und Fußball ohne Vermarktung von Ecken, Verlosungen um das Spiel, Werbejingles während des Spiels oder Torhymnen

    Wie Dirk Zingler in dem Jahresabschluss-Interview darlegt, schafft der Stadionausbau die Voraussetzungen dafür, sich dauerhaft in der Bundesliga zu etablieren. Dies wird auch dadurch erreicht, dass auf dem vereinseigenen Gelände dann andere Veranstaltungen stattfinden können.


    Ich persönlich denke, es wird ein geiles Stadion werden, mit einer in Deutschland einmaligen Atmosphäre. Von allen Stadien der ersten und zweiten Bundesliga in Deutschland wird es am meisten Stehplätze haben.

  • Ich denke dass Union mehrere strategische Fehler mit der Umsetzung des jetzt bestehenden Entwurfes begehen würde:


    1. Das Stadion ist zu klein geplant. Die ursprüngliche Idee stammt aus Zeiten, wo man 20.000 Mitglieder hatte und die Nr. 2 in Berlin war.


    2. Offene Ecken, wie jetzt geplant, hat kein modernes Stadion in Europa oder Nordamerika, dass in den letzten 20 Jahren gebaut wurde. Es ist ein fortgeführter Anachronismus, der ebenfalls aus Zweitliga Zeiten herrührt.


    3. Die Ausbaukosten sind mit 100 Mio zu niedrig angesetzt. Bei den heutigen Baupreisen dürften 200-300 Mio realistischer sein.


    4. Das Fassadendesign ist zu inkonsequent. Die Klinkerstein Optik an der heutigen Haupttribüne müsste durchgängig umgesetzt werden. Nur so entsteht eine Stadionarchitektur mit Alleinstellungsmerkmal.


    5. Die Vorstellung eine Konzertbühne auf nem Parkplatz zu platzieren ist naiv, unprofessionell und halbgar. Der Ansatz in Stadionnähe weitere Veranstaltungen abhalten zu wollen ist durchaus sinnvoll. Doch die momentan angepeilte Umsetzung wirkt nicht funktional. Bei der jetztigen Version ist maximal ein Public Viewing für Fans bei Unioner Auswärtsspielen mit angeschlossenem Biergarten denkbar . Im Sommer wohlgemerkt, da irrerweise keine Überdachung oder beheizbare Halle vorgesehen ist.


    Auf mich wirken die Stadionentwürfe nachwievor wie ein leicht modifiziertes Zweitligastadion auf Niveau von St. Pauli oder Bielefeld.

    "Nicht gewollt und nicht gekonnt" wie man in Berlin sagt.

    2 Mal editiert, zuletzt von Arty Deco ()

  • ^du wirkst eher wie ein Saudi, der sich 10min mit Fußball als Investment beschäftigt hat und denkt, dass er weiß, wie der Hase läuft, als jmd der Union verstanden hat! Deine Vorstellungen passen sowas von nicht nach Köpenick!

  • ^ & ^^ ich gebe ihn ja Recht, wenn es um die Plätze geht von Union ca 50.000 aber wie ich es auch meinte gestern, dass es generell die Lage ( Gegend) nicht geeignet Ist, wenn man z. B mit der Verkehrsverbindung. Da würde nur Chaos herrschen auf der Straße & Bahn. Das Olympiastadion was auch sehr voll mal ist ( 73.000 Plätze) da Ist wenigstens der S Bhf besser und hat mehrere Bahnsteig als in Köpenick. Daher finde ich es von Union Berlin Richtg wie die es beschlossen haben mit den Plätzen.

    Außer eine "Ausnahme " Union Berlin zieht " aus " aus der alten Fösterei ( nur als Beispiel) . Nun ist es so wie es Kommt bzw geplant wurde.

    Daher kann ich dich auch verstehen Artec .

  • Die Erweiterung des Stadions an der Alten Försterei auf eine Zuschauerkapzität von knapp über 40.000 ist mit einem Verkehrskonzept verknüpft. Eine nochmals größere Kapazität würde das Verkehrskonzept überfordern und lt. dem Land Berlin einen anderen Standort erfordern.

    So wird das Stadon auch erst einmal nur teilweise eröffnet, im August 2026, wenn alles klappt


    Die gesamte Kapazität des Stadions wird wohl nur dann genutzt werden dürfen, wenn nicht nur das Stadion fertig gestellt ist, sondern auch das Verkehrskonzept weitgehend umgesetzt wurde. So sagte Präsident Dirk Zingler in der Vergangenheit, dass die Straßenbahnhaltestelle zur Eröffnung des Stadions funktionieren müsse. Diese ist mit dem Bau der geplanten Westumfahrung Bahnhofstraße verknüpft, da in diese eine Straßenbahn-Kehre eingebettet werden soll.
    Der Eröffnung des erneuerten Regionabahnhofs Köpenick ist für 2027 geplant.

  • Mit Verlaub, aber "Deine Vorstellungen passen sowas von nicht nach XXX!" höre ich bei praktisch allem, was in Berlin anders werden soll, als es schon immer war. Die Idee, ein Stadion zu errichten, dass wenigstens einem Großteil der Vereinsmitglieder überhaupt ermöglicht, bei einem Spiel dabei zu sein, ist doch weit entfernt von saudischen Investorengedanken.

    Die Herausforderungen durch die Verkehrsanbindung sind durchaus gewichtig, aber verglichen mit manch anderer Stadt ist die Situation doch sogar relativ komfortabel: Das Volksparkstadion liegt mitten im Nirgendwo und einen längeren Fußmarsch von einer S-Bahnstation entfernt, die von 2 Vorortlinien bedient wird. Im Weserstadion ist es unwesentlich besser. Aufgrund der Verwurzelung in und um Köpenick kommen viele Fans ohnehin mit dem Fahrrad. Köpenick erhält einen Regionalbahnhof. Die S3 könnte bei Spielen dank der verbesserten Kapazitäten rund um das Ostkreuz um einen Shuttle in dichter Taktung ergänzt werden. Und dann ist da noch die Tram, die zwar keine besonders hohe Kapazität hat, aber eben auch ihren Beitrag leistet.

  • Wichtig sind die Fans und Mitglieder dieses Vereins. Und die sehen schon jetzt eine Kapazitätserweiterung auf 40 000 skeptisch. Es kommt auch gar nicht darauf an, wieviel Mitglieder ein Verein hat. Die wohnen schließlich nicht alle in Berlin. Bayern München hat schließlich auch kein 100 000 Leute fassendes Stadion. Bei 360 000 Mitgliedern.

  • bayern münchen hat platz für "nur" 75.000 zuschauer, weil das stadion anfangs geteilt wurde und der damalige partner (1860 münchen) deutlich weniger zuschauer hatte. dieser schritt wird vom fc bayern bis heute bereut, da man jetzt als alleiniger nutzer des stadions zu 100% vor ausverkauftem hause spielt. und nicht nur das, durchschnittlich hat man 113.405 ticketanfragen pro spiel!! dh man könnte problemlos ein über 100.000 plätze fassendes stadion füllen. und das in jedem heimspiel!


    union könnte dauerhaft ein stadion mit ca 60.000 plätzen füllen. wenn man im ausweichstadion (olympia stadion) gespielt hat, war dieses immer ausverkauft. dh das potential für ein grösseres stadion ist definitiv da, selbst in sportlich schwierigen zeiten.

    und ich als union-fan würde mir dieses auch wünschen

  • ^ Das ist nichts anderes als Lesen im Kaffesatz. Wer die Historie des 1 FC Union kennt, der darf nicht automatisch davon ausgehen, dass der Zuspruch anhält. Zufällig bin ich Mitglied dieses Vereins, und innerhalb des Vereins wird das ganz anders diskutiert als hier in der Architekturbubble.

  • das ist kein kaffeesatz, das ist realität^^

    denn schon zu zweitligazeiten war das stadion fast durchgehend ausverkauft!

    und seit man in der ersten liga spielt, sind die ticketanfragen massiv gestiegen!

    wer jetzt noch von kaffeesatz spricht, lebt selbst in einer bubble


    ich verstehe dieses provinzielle denken einfach nicht. ein sportverein hat erfolg, ist bei seinen fans beliebt und erfährt enormen zuspruch. aber dann kommt der "echte fan" und sagt: es bleibt alles so wie es ist! denn schliesslich hatten wir schon immer ein kleines stadion!

    veränderung, weiterentwicklung und grosses denken wird in dieser stadt auf soo vielen ebenen von einem teil der einwohner durchgehend abgelehnt

  • Union hatte in der Conference League 30.000 Zuschauer im Olympiastadion. Der Hype wird wieder abflachen. Von den Zuschauerzahlen der CL Spiele auf die zukünftige Auslastung zu schließen ist hanebüchen.

  • Zurück zur Realität. Der Verein erwartet die Baugenehmigung für den Stadionausbau in diesem Sommer.


    Und noch eine persönliche Anmerkung. Es ist klar abgesteckt wie der Stadionusbau aussehen soll, lediglich die Detailplanung ist (noch) unbekannt. Diese Planung beinhaltet ein Verkehrskonzept, den Bau einer Tiefgarage, eines Parkhauses, eines Clubhauses, eines Trainingszentrums, die Renovierung des Forsthauses, eine Auftsockung der Haupttribüne und den Abriß und Neubau der anderen drei Tribünenseiten.


    Darüber sollte es meiner Meinung nach in diesem Thread gehen. Was anderes wird ohnedies nicht gebaut.


    Wer hier über feuchte Träume schreiben möchte, über provienzielle Denkweisen, Union mit dem FC Bayern vergleichen, oder was auch immer, spamt nach meiner Meinung diesen Strang hier mit OT zu. Dafür wäre die Lounge der bessere Ort, denke ich.

  • Wer hier über feuchte Träume schreiben möchte, über provienzielle Denkweisen, Union mit dem FC Bayern vergleichen, oder was auch immer, (...)

    nein, ich habe weder feuchte träume noch vergleiche ich union mit dem fc bayern. daher bitte meinen post nochmal genau lesen. ich habe lediglich zahlen, daten und fakten zur allianzarena aufgeführt, da dieses als beispiel im vorherigen post aufgeführt wurde


    Es bleibt doch rein gar nichts wie es ist. Nach den aktuellen Plänen ergibt sich ein Kapazitätszuwachs von über 80%!


    (...)


    Da sind die jetzigen Pläne ziemlich mutig.

    das sehe ich doch genauso und erkenne dieses an. ich freue mich über diese pläne und unterstütze diese auch.

    ich habe nur auf aussagen reagiert, dass selbst dieses "neue" und trotzdem weiterhin kleine stadion skeptisch gesehen und teils kritisiert wird. daher meine aussagen bezüglich 60k und kritik auf allen ebenen.



    Union hatte in der Conference League 30.000 Zuschauer (...) Von den Zuschauerzahlen der CL Spiele auf die zukünftige Auslastung zu schließen ist hanebüchen.

    da hast du recht, die CL zuschauerzahlen als maßstab zu nehmen ist hanebüchen. deshalb hab ich dieses auch nicht gemacht!! für die CL heimspiele gab es nämlich 100k ticketanfragen. der ansturm war so gross, dass der ticketserver zusammengebrochen ist. diese ausnahmesituation sollte nicht der maßstab sein. aber auch nicht die 30k fans in einem -mit verlaub- relativ unwichtigen conferencespiel. denn auch diese annahme ist hanebüchen. die wahrheit liegt iwo dazwischen. maßstab sollte das alltagsgeschäft sein, nämlich die bundesliga (egal ob erste oder zweite)



    ich bin zwar der meinung, dass union langfristig ein stadion mit 60k zuschauern füllen kann und wird, jedoch ist der aktuell geplante schritt in dieser form und grösse wirtschaftlich gesehen der absolut richtige! trotz kritik von einigen fans / einwohnern

  • Wer glaubt, dass bei einem möglichen Abstieg in die 2.Liga bei einem Spiel z B gegen Sandhausen immer noch 50 - 60 000 Zuschauer in's Stadion gehen würden hat keine Ahnung vom Fußball und dessen Mechanismen..

    Die Vereinsführung unter Zingler, immerhin Bauunternehmer, und Präsident des Vereins, kann das glaub ich ganz gut einschätzen.

  • Leute es soll bitte hier nicht so ein Diskussion werden bzw zum " Streit".

    Vlt ist es besser, wenn das Thema hier von ein Moderator geschlossen wird die Tage erstmal 😕


    Jeder seine Meinung letztendlich hat der Verein so es entschieden wie es Kommen wird.


    Immerhin wird es erweitert von Plätzen her.


    ( Mein Beitrag kann dann Weg, wenn es nötig Ist)

  • Wer glaubt, dass bei einem möglichen Abstieg in die 2.Liga bei einem Spiel z B gegen Sandhausen immer noch 50 - 60 000 Zuschauer in's Stadion gehen würden hat keine Ahnung vom Fußball und dessen Mechanismen..

    Hertha BSC hat diese Saison 50.000 Zuschauer im Schnitt in der 2. Liga. Und das obwohl sie 10.000 weniger Vereinsmitglieder haben.


    Die Ausbaupläne von Union waren sicherlich "mutig" als man im Jahr 2017 noch 20.000 Mitglieder hatte und in der 2. Liga die Alte Försterei ausverkauft hatte. Mit der Vision eine Fahrstuhlmannschaft zu werden.


    Heute, wo der Verein, der einzige Erstligaklub in der Region ist, mit den meisten Mitgliedern in Berlin-Brandenburg, das 6 Mio Einwohner hat, wirken die Pläne eher ängstlich und der Realität hinterherhinkend.


    Wer sich die Zuschauerzahlen in anderen europäischen Metropolen anschaut, der weiß wie viel Potenzial in Berlin steckt. Die Stadt kann locker 100.000 Erstliga Fans (verteilt auf mehrere Klubs) kalkulieren. Momentan können nur ein Bruchteil davon in die Alte Försterei.

  • ^ stimmt. Bei FC Union traue ich mehr Fans zu als andere aus Berlin dann als 2 Hertha BSC.

    Wenn es hier um Thema Fans geht ist das " traurige" , dass in Berlin ( abgesehen Union und Hertha) zum größten Teil in Berlin

    Fans von anderen Vereine sind.

    z.B : Real Madrid, FC Barcelona, FC Bayern Dortmund, Fenerbahce Istanbul ,Galatasaray Und noch andere Vereine. Sollte z.B Union 2 Liga spielen werden die Fans Treue zeigen und das Stadion Ist weiterhin Ausverkauf im Gegensatz zu Hertha leider.