Palais Thurn und Taxis (Teil des PalaisQuartiers)

  • Der breite Gehweg vor dem Palais ist nahezu fertig. Hier wurden quadratische Betonsteine eher kleineren Formats verwendet.



    Die zuvor etwas unfertig wirkende Tür zum Hauptbau hat einen deutlich dunkleren Farbton erhalten:



    Das Portal sieht inzwischen so aus:



    Bilder: Schmittchen

  • Das mit den quadratischen Pflastersteinen ist mir auch aufgefallen. Frag mich wieso man das gemacht hat. Es sind die selben wie auf der anderen Strassenseite, von daher ist es schon einheitlich, aber in den Entwürfen sah es doch eher so aus, als solle die Pflasterung komplett über die ganze Strasse gehen und so eine Platz vorm Palais schaffen.
    Ist das aufgegeben worden oder kommt das dann später vielleicht noch? :confused:

  • Die angesprochenen quadratischen Pflastersteine in dunklem anthrazit scheinen mir sehr ähnlich, wenn nicht gar die gleichen, wie die kürzlich an der Sonnemannstraße vor dem Literaturhaus verlegten.
    Die Straßen- und Platzgestaltung scheint sich in einer "dunklen Phase" zu befinden.

  • Anthrazit ist nur das Fugenmaterial, das auf meinem Foto noch über dem fertig verlegten Belag verteilt ist. Die Steine selbst haben dieselbe Farbe wie die auf der anderen Straßenseite. Also Mittel- bis Hellgrau.


    Das durchgehende Natursteinpflaster über die Straße hinweg war sicherlich Vorstellung des PQ-Bauherrn (beziehungsweise dessen Planern). Nur gehört die Straße eben der Stadt. Und die hat, ob aus finanziellen Gründen oder anderer Ansicht, offenbar einen abweichenden Plan für deren Neugestaltung. Angesichts der galoppierenden Baukosten dürfte sich die Bereitschaft des PQ-Bauherrn, auch noch städtische Flächen auf eigene Kosten neu zu belegen, in Grenzen gehalten haben.

  • Ein Blick in den Gartensaal, also den unteren Raum der Rotunde. Auf dem Photo schlecht zu sehen: Der Fußboden ist vollständig mit Mainsandstein belegt. Dass der Raum bisher vergleichsweise schmucklos ist, entspricht dem Vorbild vor der Zerstörung. Denn die reichhaltige Ausstattung, unter anderem aus rotem und schwarzem Marmor, wurde 1892 ausgebaut und nach Regensburg gebracht (Wikipedia). Die Stuckdecke wurde 1924 zerstört, als der Fußboden des darüberliegenden Kuppelsaals verstärkt wurde.



    Bild: Schmittchen


    Historisches Photo:



    Bild gemeinfrei

  • Der von Schmittchen im Vorpost angesprochene Fußboden im Kuppelsaal ist durch ein sehr schön gerastertes Holz/Parkett ausgeführt. Bei einer Führung des Journal Frankfurt am gestrigen Tage, haben wir das Palais im Inneren erleben können. Es ist alles noch im Rohbau befindlich, der Innenausbau hat noch nicht begonnen. Im UG befindet sich der Große Saal, der voraussichtlich temporär durch ein 3D oder 4D (was immer das sein mag) Kino bespielt werden soll, wo es dann u. a. Live-Übertragungen der Mailänder Scala oder dem Metropolitan Orchester in komfartablen Sesseln mit Fußhocker gibt, was nach Aussage des MAB-Managers Steffen Höhn wohl entsprechend seinen Preis haben wird. Der Saal kann auch für andere Veranstaltungen wie Bälle oder Präsentationen genutzt werden. U. a. könnte z. B. ein Maybach zur IAA hineingefahren werden...


    Für die weitere Nutzung des Palais war schon ein Mietvertrag mit Manufactum/Brot&Butter endverhandet, die dann absprangen und bekanntlich am morgigen Donnerstag 19.11.2009 im OpernTurm-Sockel Eröffnung feiern werden.

  • Theorie und Praxis

    Theoretische Auseinandersetzungen zum Thema Rekonstruktion sind eine Sache, die sichtbaren, praktischen Beispiele, wie nun auch hier beim Palais Thurn und Taxis sprechen dagegen eine sehr anschauliche und damit deutliche Sprache. "Mehr" ist für eine gute Rekonstruktion nicht zwingend erforderlich, wenn auch manchmal noch wünschenswert.

    Auch wenn das eine oder andere kritisiert wurde, da es vielleicht nicht zu 100% bis in den Kern hinein einem Original entspricht, ist das Gesamtergebnis der entscheidende Faktor für eine Bewertung und eine sichtbare Begründung für andere Rekonstruktionen.

    Hier zum Beispiel ist das äußere Ergebnis noch harmonischer und stimmiger geworden als das ursprüngliche Original, weil auch kompakter. Die äußere Form- und Materialgestaltung gibt anschaulich und beeindruckend genug die Originalsubstanz, die architektonische und die handwerkliche Kunst wieder. Im Inneren entsteht eine zeitgemäße aber angemessene und gut nutzbare Räumlichkeit mit der heute erforderlichen technischen Ausstattung.

    Nun ergibt sich noch der nicht schwer vorhersehbare Fakt, das nach vielen Jahren, wenn die Witterung an der Fassade gearbeitet hat, diese dann nicht umgestaltet werden wird, sonder "nur" wieder sorgsam im gleichen Zustand restauriert werden wird. Beim dahinter stehenden Büro- und Hotelhochhauskomplex ist das noch nicht so sicher.

  • #190:
    Hoffe doch sehr, dass diese "Dinger" hier bald wieder wegkommen? Abgesehen von der Unfallgefahr für Fußgänger, wäre damit der einigermaßen gut gelungene Platz sehr geschmacklos zugestellt!



    Postet von RKWF am 29.12.2009 im DAF Strang "Palais Thurn und Taxis (Teil des PalaisQuartiers" direkt hinter thomasfra #190


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    Negative Anonyme Rote-Lämpchen-Bewertung am 29.12.2009, 10:29: "Klar, was Deinen Geschmack nicht trifft, wird bald wieder weggeschafft."

    2 Mal editiert, zuletzt von RobertKWF () aus folgendem Grund: Bewertung:

  • Ist euch auch aufgefallen, daß am südlichen Teil zur Großen Eschenheimer hin die Fensterbänke und die Fenstergitter großflächig mit vermutlich Taubenkot überzogen sind. Was kann man da machen?

  • beschubene:
    Dieses Thema wurde auf einem Rundgang durch das Palais Quartier in 11/2009 von einer Teilnehmerin ebenfalls angesprochen.


    Das Problem ist vom Bauherrn MAB bereits erkannt worden. Man ist dabei, hier Optimallösungen zur Vermeidung der Taubensch..... zu finden, was aber wohl garnicht so einfach ist...:confused:

  • Was für eine Unfallgefahr für Fußgänger, zu tief ins Ebbelwoi-Glas geschaut, RobertKWF?


    Mann kann doch nicht allen Ernstes beim einen Platz eine leere Einöde kritisieren (Goetheplatz) und beim anderen Bänke und Fahrradständer als "geschmacklose Zustellung" bezeichnen (vor allem wenn letzterer Platz sich direkt neben einem Einkaufszentrum befindet)! Da der Platz etwas abseits vom Personenstrom liegt, sind Bänke hier herorragend geeignet, um Leben zu schaffen, denn sonst ist der Platz zwar schön aber menschenleer.


    Mir ist schon klar, dass sich manche User das deutsche Meckern zum Lebens-Credo gemacht haben, aber das geht ja wohl echt ein wenig zu weit! :Nieder:

  • Eben war schön zu beobachten, wie die Tauben auf den Simsen sitzen und schlafen. Kein Wunder, das dort soviel Vogelkot liegt. Interessanterweise sitzen die Tauben aber nur auf der rechten Seite. Leider hatte ich keinen Fotoapperat dabei, sah aber irgendwie lustig aus.
    Hoffentlich findet MAB da bald ne Lösung für.

  • #190 und #194
    Nun denn, jemand der zwischen der Gestaltung des Goetheplatzes und diesem hier keinen stilistischen und künstlerischen Unterschied sieht und der Kritiken an sich schon ablehnt, den sollten dann auch diese Objekte hier nicht wirklich stören können.

    Wenn es dann aber für einige noch wichtig und interessant sein sollte, kann ich mal eine Liste hier einstellen, von allem was mir in meiner Heimat- und Geburtsstadt Frankfurt, von der ich auch nicht wegziehen will, gefällt.

    Für den Belag hier hatte ich ursprünglich schlimmes befürchtet, nachdem die Pflastersteine angeliefert wurden. Aber so wie es jetzt geworden ist, mit den nicht ganz so dunklen Steinen und den helleren Abschnitten, mit dem schön gewundenen Verlegemuster, ist der Platz einigermaßen stimmig gestaltet. Kein harter Kontrast, weder zu den Türmen noch zum Palais. Man sollte ihn so, ohne weitere Zutaten auch belassen damit er seine gute Wirkung behält. So ergibt sich durchaus ein überzeugendes Zusammenspiel mit dem Palais, dem Büro- und Hotel-Turm und der Fuksas-Architektur, die durch die Linien der Platzgestaltung sozusagen verbunden werden.


    Zu den aufgestellten Objekten:
    Diese sind offensichtlich aus gegossenem Kunststein oder Kunststoff hergestellt (Wegen Missachtung habe ich das nicht so genau geprüft) und somit handwerklich ohne besondere Bedeutung.
    Als Sitzgelegenheiten, wenn sie denn dazu dienen sollen, sind sie zu unpraktisch und zu kalt. Der Platz in seiner Durchgangsfunktion ist zudem viel zu klein um noch gesondert belebt werden zu müssen. Wenn man sie künstlerisch bewerten will, so könnten sie einzig wegen eines Arrangements in einer speziellen Umgebung eine Bewertung erfahren. Jedes Teil für sich genommen ist von großer Trivialität. Diese Formensprache ist in der Kunst seit langer Zeit verfallen. Ihre Positionen stören und unterbrechen nicht nur das schöne Linienbild des Pflasters.

    Man vergleiche die Objekte beispielsweise einmal mit dem Krawatten-Kunstwerk vor dem Kronen-Hochhaus oder dem Granitkunstwerk vor den Doppel-Türmen der Deutschen Bank, welches auch mit organischen Formen aufwartet, aber ein wirkliches Kunstwerk darstellt, und zwar durch seine einmalige kreative Idee und Ausführungsqualität, sowohl in künstlerischer als auch in handwerklicher Hinsicht. Somit sind diese Objekte hier auf dem Platz mit ihrem scheinbaren Anspruch, nur eine Pseudokunst, zwischen Palais, Massimiliano Fuksas-Architektur und innovativem Büroturm gelegen, ideell, qualitativ und optisch äußerst harmoniestörend.



    Postet von RKWF am 31.12.2009 im DAF Strang "Palais Thurn und Taxis (Teil des PalaisQuartiers" direkt hinter Fizgig #195

  • Palais hat noch keine Mieter...

    Wer wie ich hoffte das Palais Quartier bzw. der Einzelhandel darin, würden dann so langsam mal eröffenen,
    den muss ich leider enttäuschen.


    Auf "FR-Online" findet sich heute ein Artikel über den aktuellen LEGO-Event im Hof des Bauwerks,
    welchem sich ein paar Details zu den aktuellen Plänen und dem Vermietungsstand entnhemen liessen.


    Laut Dieter Mussler, der Sprecher für das Projekt „Palais Quartier“ soll nun doch nicht wie ursprünglich
    angekündigt "exklusiver Einzelhandel" dort einziehen, sondern eher „Praxen, Büros und Kanzleien“.
    Na super, das wird ja sicher eine unglaublich belebende Wirkung auf das Objekt haben!!! :Nieder:
    Der Ballsaal im Untergeschoss sowie die Erdgeschoss-Räume zum Innenhof sollen jedoch an Gastronomen vermietet werden.
    Wenigstens wird es dann anscheinend kein exklusiver und hermetisch abgeriegelter Büro-Komplex!!! :nono:


    Mieter gibt es bisher aber noch keine, weder für die oberen noch für die unteren Etagen.
    Interessenten gibt es wohl – aber noch keine konkreten Abschlüsse.


    Na dann drücken wir mal die Daumen und hoffen das Beste!!!


    Hier geht's zum Artikel auf FR-Online:
    http://www.fr-online.de/frankf…2798/4546966/-/index.html

  • Der Ballsaal hat Pächter gefunden. Micky Rosen und Alex Urseanu, bekannt als Betreiber der Hotels The Pure und Roomers, auch der Gerbermühle und des Weidenhofs, betreiben den Saal ab Sommer 2011. Unterstützt werden sie von dem Caterer Kofler & Kompanie. Es sollen Galaveranstaltungen, Bälle und Hochzeiten ausgerichtet werden. "Hier können die spektakulärsten, die tollsten Veranstaltungen Deutschlands stattfinden" zitiert die Zeitung Urseanu.


    Der Ballsaal bietet Platz für bis zu 1.100 Gäste. Einrichten möchten die Pächter den Saal "edel und rough", mit zwei Emporen, Holzboden, nacktem Beton und großen Leuchtern. Das berichtet heute die FNP. Auch eine Kooperation mit dem Hotel Jumeirah, das im September 2011 offiziell eröffnen soll, ist dieser Pressemitteilung zufolge geplant.

  • Da hat der Ballsaal wohl den bestmöglichen Pächter gefunden. Die wissen wenigstens was sie tun - und werden damit auch erfolgreich sein.


    "Edel und rough" finde ich übrigens eine herrliche Bezeichnung ;-)
    Trifft es aber wohl ganz gut ...

  • Wen mehr Informationen zum "Ballsaal im Thurn und Taxis Palais" interessieren, inklusive erster Eindrücke der möglichen Innenraumgestaltung, findet diese hier bei Kofler & Kompanie: Klickmich