Central Parx​ - Revitalisierung ​Hochhaus BoLa 10

  • Was sich zwischenzeitlich getan hat:

    • Das Erdreich über der Betondecke der Tiefgarage wurde komplett abgetragen und wird nach und nach durch eine Sand/Kies-Schicht ersetzt, was überraschend aufwändig zu sein scheint, da es schon mehrere Woche dauert.
    • Der Steinboden vor dem Hochhaus wurde abgetragen, vor dem Flachbau liegt er noch.
    • Alle Bäume, Kunstwerke, Bänke und auch der Wasserlauf, der unter dem Gebäude hindurchführt, wurden umzäunt/verpackt/mit Kies beschüttet.
    • Seit etwa einer Woche wird das Hochhaus von oben nach unten ausgeweidet, in den Zimmern liegen große gefüllte Abfallsäcke.

    Und voraussehbar lächerlich gestaltet sich die komplette Sperrung des nördlichen Fußwegs auf der Bockenheimer Landstraße vor dem Grundstück. Grund dafür ist offenbar der Wunsch, den Baustellenverkehr ohne störende Fußgänger abzuwickeln. Tatsächlich funktioniert das natürlich nicht, da die Fußgänger keine Lust haben, die Straßenseite zu wechseln und sich stattdessen an den Absperrungen vorbei schlängeln oder (überwiegend) auf dem Fahrradweg laufen und diesen dadurch blockieren. Der Fahrradweg selbst ist nicht von den Absperrungen betroffen, was die ganze Maßnahme ad absurdum führt, da – auch wegen des Autoverkehrs – ohnehin bei jeder Ein- und Ausfahrt eines Lastwagens ein Einweiser den Verkehr aufhalten muss.

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  • Aktueller Stand: heute wird asphaltiert, und das Hochhaus wirkt schon ziemlich ausgefleddert (hochauflösende Version ist klickbar).


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    Bild: Pepper

  • Rückbau und Entkernung werden noch einige Monate andauern. Der Hochbau beginnt im Spätsommer.


    Bereits jetzt sind 85% der Flächen vermietet, obwohl die Fertigstellung erst 2028 geplant ist. Nach der Anwaltskanzlei Noerr, die schon 2022 für 8.700 m² im Hochhaus unterschrieben hat, wurden nach heutiger Mitteilung sämtliche Büroflächen im sogenannten Studio und im Pavillon (auf dem Foto oben die Bauteile rechts vom Turm) an die Kollegen von White & Case vermietet. Mindestens 11.670 m² wird die derzeit im benachbarten Bürogebäude Bockenheimer Landstraße 20 ansässige Kanzlei anmieten. Darüber hinaus wurden Optionen auf alle noch verfügbaren Flächen im revitalisierten Hochhaus vereinbart.


    Auch weitere Visualisierungen wurden herausgegeben.


    central_parx_01_(c)maeckler_architekten_abg_re_group.jpg


    Bei diesen Ansichten ist die oben in #13 ausschnittweise dargestellte Natursteinfassade nun deutlich zu erkennen.


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    Bilder: ABG Real Estate Group / Mäckler Architekten

  • Anders der Wikipedia-Artikel zum BHF-Hochhaus: "Bei einem jüngeren Umbau wurde der Naturstein durch eine Plastikverkleidung ersetzt."

    Da derzeit die Fassadenverkleidung demontiert wird, habe ich mir das einmal genauer angesehen. Unter jedem Fenster sind drei Elemente hochkant nebeneinander angebracht. Diese werden einzeln abgenommen. Ein einzelnes Element ist offenbar so schwer, dass es von zwei Arbeitern getragen werden muss. Bei der Demontage brechen auch Teile am Rand mit Stein-typischen Bruchlinien ab. Damit dürfte die "Plastik"-Angabe auf Wikipedia widerlegt sein.

  • Hier ein Wimmelbild bei Kaiserwetter (ein Klick für die extrem hochauflösende Version lohnt sich).


    Das Abtrennen der Betonbrüstungen unter den Fenstern ist ein mühevoller Prozess. Zuerst wird mehrfach vertikal gesägt, dann werden die dadurch entstandenen Segmente nach und nach horizontal abgesägt, und zwar sowohl unter als auch über der Geschossdecke. Pro Tag schaffen die Arbeiter auf diese Weise 2 bis 3 Stockwerke. Wenn das nicht nur auf den Flächen hinter dem Alimak, sondern am ganzen Gebäude passieren soll, werden die Arbeiten noch ewig dauern. Es fragt sich ohnehin, warum die Brüstungen entfernt werden, denn nach den Visualisierungen soll die Höhe der Fenster ja unverändert bleiben.


    https://i.postimg.cc/xdtvd2cn/PANO-20250319-111701-neu-1k.png

    Bild: Pepper

    Einmal editiert, zuletzt von Pepper () aus folgendem Grund: Bilder ersetzt durch begradigte Versionen, dankenswerterweise erstellt durch @Adama

  • ^

    Ich denke, zumindest für die Beschickung der Baustelle mit Material muss die Fassade geöffnet werden. Und wenn man das Bild vergrößert, ist deutlich zu erkennen, dass noch Unmengen von Abbruch-Material (teilweise in Big-Bags) im Gebäude liegen, die ja auch irgendwo raus müssen. Das wird sich nicht über die Innenaufzüge bewerkstelligen lassen.

  • Einmal die Bodenperspektive vom Opernplatz aus. Der Bauaufzug wurde im oberen Drittel bereits wieder rückgebaut:

    Die tatsächliche Situation beschreibt der folgende Beitrag von Pepper.


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    Bild: Adama

    Einmal editiert, zuletzt von Adama ()

  • ^ Tatsächlich wurde der erste kleine Bauaufzug (nur mit Arbeitsbühne) komplett wieder abgebaut, und stattdessen wird seit letzter Woche ein neuer großer Bauaufzug (mit Kabinen) errichtet.

  • Kräne werden im kommenden Spätherbst aufgestellt. Dann beginnt der Part der Adolph Lupp GmbH. Das Unternehmen aus Nidda wurde von den Projektentwicklern ABG Real Estate und HanseMerkur Grundvermögen als Generalunternehmer für den schlüsselfertigen Hochbau beauftragt. Im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft wird Lupp mit dem Fassadenspezialisten Medicke zusammenarbeiten. Die Gesamtfertigstellung ist für Anfang 2028 geplant (Q).


    Die Website von Medicke bestätigt, dass die Brüstungsplatten mit einer Gesamtfläche von 4.500 ² aus Naturstein bestehen werden. Die Montage der Fassade soll im Mai 2026 beginnen und im August 2027 abgeschlossen werden.

  • Aus Süden und Westen betrachtet hat der Turm bereits fast die Rohbau-Optik erreicht. Durchblicke sind möglich.


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    Foto: Beggi

  • Spätherbst ist noch nicht, erst dann sollte es nach Beitrag #33 so weit sein, und doch steht jetzt der erste Kran. Zwar gibt es für dieses Projekt leider keine Webcam, doch man kann sich für einmal von den Kollegen von nebenan helfen lassen. Schärfere Bilder vom Aufbau per Klettereinrichtung bietet ein Zeitraffer-Video der Bauherrin ABG Real Estate.


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    Bild: Helaba

  • Drei Seiten des Towers sehen schon ziemlich "entblättert" aus. Lediglich die Nordseite hat noch alle Fassadenplatten, aber ohne Fensterglas. Bei dem flacheren Anbau sind erst kleinere Demontage-Arbeiten an der Fassade durchgeführt worden.


    Ein Rundgang:


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    An den beiden obersten Stockwerken ist die Fassade noch rundherum vorhanden.


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    Fotos: Beggi

  • Ergänzend zu Beggis Bildern nachfolgend noch einmal der nackige, entkernte Turm näher herangezoomt, nachdem er in diesem Beitrag im Skyline-Foto von Montag zu sehen war. Die beiden zurückgesetzten, noch immer verkleideten Kopfgeschosse und der auf den Rahmen reduzierte Technikkäfig auf dem Dach sind gut zu erkennen:


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    Bild: epizentrum

  • Für Interessierte hier noch zwei Nahaufnahmen (Klick für hohe Auflösung). Die feuerwehrrote Lackierung des [Dieseltanks für die Notstromversorgung/Wasserreservoirs für die Sprinkleranlage – s.u.] kommt nach dem Abbau der Verkleidung erstmals zur Geltung.


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    Bilder: pepper

    Einmal editiert, zuletzt von Pepper () aus folgendem Grund: Berücksichtigung nachstehender Kommentare zur Funktion des roten Tanks

  • Dieseltank auf'm Dach würde ich nicht annehmen. Ich würde eher das Wasserreservoir für die Sprinkleranlage dort vermuten; das macht Sinn, weil das Wasser durch die Schwerkraft selbst dann zu denn Sprinklerdüsen läuft, wenn irgendwelche Pumpen ausgefallen wären.