Hypovereinsbank - HQ2 am Leuchtenbergring (72m) [in Planung]

  • Ein Hochhaus an dieser Stelle ist prinzipiell passend. Auch der Verkehrsanschluss für die vielen Nutzer ist bestens gegeben. Soweit sind wir uns glaub ich alle einig. Dass die üblichen 14 oder 15 Stockwerke zum Glück nicht ausschließlich vertikal nach oben gehen (denn das sieht in München meist super-langweilig aus und gefällt Niemanden, weder den Hochhausgegnern, noch den Befürwortern), ist wie ich finde schon mal grundsätzlich ganz gut. Die unteren beiden Teile dieses Stapelbaus finde ich persönlich ganz gelungen. Aber der obere Teil sieht so aus, als wenn man noch schnell die Bedürfnisse eine großen Meetingraums mit hat einfließen lassen müssen oder einfach aus Zeitdruck nicht mehr ganz so kreativ zu Ende gezeichnet hat, als zu Beginn.


    Kurzum: Mir persönlich gefällt der Abschluss oben nicht sonderlich. Vielleicht hätte man besser die untere Struktur nach oben hin fortsetzen sollen - eine halbe Pyramide mit dann rund 20 Stockwerken. Wisst Ihr, wie ich meine? Trotzdem: Kein so ganz langweiliger Entwurf, und - ich finde er würde sich bestens in die Umgebung einfügen. Ein typisches Hochhäuschen des Münchner Ostens, zweckdienlich und in überschaubarer gestalterischer Qualität.


    Aber ist denn das schon das Endergebnis? Gab es da keinen Wettbewerb? Oder ist das der Sieger? An die Architekten unter Euch: Muss es nicht zwingend einen Wettbewerb geben bei einem solch durchaus stadt(teil)bildprägenden Gebäude?

  • Interessant : "sind wir uns alle einig"

    Wie ist denn das zu verstehen?

    Wenn der Entwurf gelungen ist, wieso wird er hier so sehr ausführlich versucht zu rechtfertigen?

  • Denjenigen, die hier ein 100 m Hochhaus fordern, möchte ich widersprechen. M. E. wäre diese Höhe völlig unpassend an diesem Ort und würde die existierenden Nachbarn völlig in den Schatten stellen; Mangels Platz ohne jede Chance, dass nördlich, westlich und direkt östlich weitere Hochhäuser zwischen 70 und 100 m entstehen könnten, womit genau der Effekt, den derzberb beschrieben hat, eintreten würde: Ein Strohhalm ohne "Unterholz".

    Die Höhe von 72m +- 10m finde ich ideal um von den Ten-Towers / Techn. Rathaus / Werksviertel auf die bis zu 88m hohen BVT überzuleiten (leider mit Loch aufgrund des Trambetriebshofs). Dahinter werden wir sehen, wie hoch Imfarr & Co. gehen werden, 100 - 200m sind dort denke ich realistisch.

    Gleiches gilt für das Candid-HH: Man sollte bei Orten die auch langfristig nur ein einziges HH erlauben schon maßvoll vorgehen.


    NeuerGeograph: Die Hypobank hat wohl keinen Wettbewerb abgehalten, sondern HENN direkt mit der Planung beauftragt, da HENN auch den HVB-Tower saniert hat. Man kennt sich also. Für das Areal ist ohnehin seit langem ein Hochhaus vorgesehen, Wettbewerbe sind nicht vorgeschrieben (siehe Paketpostareal, Candid-HH) - was Vor- und Nachteile hat. In diesem Fall ist die finale Form sicher noch nicht entschieden, da werden sich die ein oder anderen Änderungen schon noch ergeben. Aber bislang habe ich auch noch keine Reaktionen von Seiten der Politik vernommen.

  • Interessant : "sind wir uns alle einig"

    Wie ist denn das zu verstehen?

    Wenn der Entwurf gelungen ist, wieso wird er hier so sehr ausführlich versucht zu rechtfertigen?

    Ich habe doch geschrieben "soweit" wären wir uns alle einig. Nämlich, dass ein Hochhaus an dieser Stelle grundsätzlich städtebaulich passend und auch der Verkehrsanschluss für die vielen Menschen, die dort dann ein und aus gingen, gut sei. Nicht schrieb ich, dass wir uns bei der Gestaltung des Gebäudes alle einig seien. Auch ich bin da zwiegespalten, was ich entsprechend niederschrieb. Daher - das hast Du wiederum richtig erkannt - wird hier auch kontrovers über die Gestaltung diskutiert.

  • (leider mit Loch aufgrund des Trambetriebshofs).

    Sicher nicht bald, aber langfristig könnte die Stadt sehr viel Geld verdienen, in dem sie dieses Gelände anders entwickelt. Warum muss ein Trambetriebsgelände ein Sahnestück des Münchners Immobilienmarkts besetzen? Stammstreckenanschluss, Autobahnanschluss, Mittlerer Ring, Flughafen schnell erreichbar. Viel besser geht's nicht.


    Das Betriebsgelände könnte man vielleicht Richtung Osten neben das S-Bahn Betriebsgelände verlegen.

  • Dazu gab es bereits Überlegungen und Prüfaufträge an die Stadtverwaltung. So einfach wird das aber bzgl. Emissionen, Statik und Sicherstellung des Betriebs nicht sein. In Zürich wurde ein Depot von vorn herein auf darüberliegende Drittnutzungen konzipiert (ähnlich unserem neuen Busbahnhof in Moosach), das Tramdepot in Steinhausen ist jedoch aus dem Jahr 1963. Möglich wäre ggf. auch ein temporäres Ausweichquartier mit Depotneubau inkl. eingeplanter Büro- / Wohnnutzung oben drüber am alten Standort (wiederum ähnlich der geplanten Großmarkthalle).

  • Zunächst zum Gebäude: Ich finde den Entwurf an sich nicht schlecht, aber der obere Teil hätte etwas stärker differenziert werden können.


    Ich bin ein Freund von mehr Mut und mehr Höhe bei Neubauten, aber momentan halte ich es fast für wichtiger, Prozesse zu beschleunigen und Bauherren zu signalisieren, dass Projekte auch wirklich realisiert werden können. Herr Büschl an der Paketposthalle ist der einzige mit genügend "Schlagkraft", um die momentane Hochhausdebatte in der Form zu führen. Sollen andere folgen, müsste die Stadt m.E. erstmal beweisen, dass auch semi-ambitionierte Projekte wie das HVB Gebäude (oder auch das am Candidplatz) zeitnah umgesetzt werden können.


    In der ganzen Ecke ist noch mehr als genug Platz für weitere Hochpunkte und auch einige bestehende Gebäude werden sicher nicht bis in alle Ewigkeit bestehen. Ein Wald wächst auch nicht von oben nach unten und - um den hier oft verwendeten Begriff "Unterholz" zu bedienen - denke ich auch, dass die 72 Meter hier in Ordnung gehen, und auch erstmal kommen müssen, bevor ein 100M+ Hochhaus gut an der Stelle aussieht.


    Ansonsten:

    Ich finde den aufgemalten Fahrradweg ganz interessant und da Samstagabend ist wage ich mal zu träumen:


    1) Es gibt keine gute (d.h. schnelle und sichere) Radwegeverbindung aus dem Münchner Osten (insbesondere in Richtung Messe/ Trudering) . Die Optionen sind im Wesentlichen:

    A) Kreillerstraße/ Berg-am-Laim-Straße: Jede Menge Ampeln, Lieferdienste, schmale Radwege, parkende Autos

    B) Truderinger Straße: Fehlender Radweg auf einigen Abschnitten, im Abschnitt des Gewerbebands fahren viele LKW's recht knapp neben dem abmarkierten Radweg

    C) Daglfinger/ Denninger Straße: Beschrankter Bahnübergang, Brücke beim Tierheim ist ne miese Stelle für Fahrradfahrer die aus Riem/Messe/Kirchtrudering kommen, auch die Autobahnquerungen sind alle nicht so super. Auf Daglfinger Seite auch kein Radweg, und an die Tempo 30 hält sich da niemand.

    Zum Vergleich: Ich habe es schonmal von Pullach bis an den Max-Weber-Platz geschafft, ohne ein einziges Mal anzuhalten (und ohne gegen Verkehrsregeln zu verstoßen).


    2) Auf der östlichen Achse entlang der Bahngleise entstehen jede Menge Wohnungen:

    A) Truderinger Feld (800 WE)

    B) Heltauer Straße (ca. 1500 WE)

    C) 5. BA Messe (ca. 2500 WE)

    D) Gewerbegebiet Rappenweg (ca. 1700 WE + Gewerbe)


    3) Ein Radweg aus Stelzen (die CSU sollte da ja begeistert sein!), beginnend am neuen HVB-Tower, könnte oberhalb der Bahnlinien verlaufen, mit Abfahrten beim Truderinger Feld (z.B. heutiger Bosch-Parkplatz), dem Truderinger Bahnhof (Gebiet Heltauer Straße) und dem Rappenweg.


    Wollte das nur mal so in den Raum werfen, ist mir schon klar, dass das zu 99% nicht kommt. Allerdings die ernst gemeinte Frage ob jemand weiß, wohin dieser Radweg denn führen sollte?

  • LugPaj: Denke nicht, dass die von dir verlinkte DB Fläche realistisch gesehen für einen Trambetriebshof in Frage kommen würde.


    Truderinger:


    Der gesamte Abschnitt zwischen Haidenauplatz und B2R wird bebaut, ob da dieser Park wie abgebildet entsteht, ist vermutlich noch offen, genauso wie der eingezeichnete Radweg. Wem gehören die Flächen eigentlich? Noch der DB? Schön fände ich es jedenfalls, wenn er umgesetzt und dann gleich über die B2R parallel zu den Gleisen nach Steinhausen zur Tramstation Riedenburger Straße führen würde (wobei es da platzmäßig sehr bis zu eng werden könnte).

    Wenn ich mich jetzt nicht komplett irre, sollte aber auch der neue Steg am Leuchtenbergring für Fahrradfahrer ausgelegt werden, sodass dort die Bahntrasse nach Süden überquert und dann auf einem neu anzulegenden Radweg in Richtung Berg am Laim weiter gefahren werden kann. Die Stadt überplant derzeit das Branntwein-Areal gegenüber, würde in diesem Zuge dort einen Radweg an den Gleisen anlegen sowie eine Brücke über die B2R errichten, um den besagten zweiten HH-Standort anzubinden. Östlich ginge es dann an den Gleisen weiter bis zum bereits angelegten Gleispark in Baumkirchen Mitte, das derzeitige Ende des Weges ist auf Maps gut zu erkennen: maps

  • Ich halte die Idee, ein Tram betriebshof auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs zu bauen, nicht für verkehrt. Mit einem kurzen Tunnel (Tram und Fußgänger) könnte man diese an die Wendeschleife der Tram anschließen. Eine Straßenverbindung käme von Osten.

  • Der Entwurf ist wirklich zum fürchten... aber immerhin verdichtet er den Bereich zwischen den Telekom-Türmen und den Bavaria Towers. Dafür ist ein in die Breite gehendes Hochhaus gar nicht so schlecht. Als Solitär wäre es ein Totalschaden.