Libeskind-Turm in Potsdam (66m | in Planung)

  • Im Sommer diesen Jahres hat der Architekt Daniel Libeskind gemeinsam mit Investor Jan Kretzschmar und Filmparkchef Friedhelm Schatz Pläne für ein Hochhaus am Filmpark Babelsberg vorgestellt. Heute wurde der Entwurf im Beisein des Architekten der Öffentlichkeit vorgestellt.

    US-Staararchitekt Libeskind plant Filmdosen-Turm (Morgenpost 12.11.2021)


    Der 66m hohe Gebäudekomplex soll als Büro- und Medienzentrum Platz für bis zu 5000 Arbeitsplätze bieten. Das Gebäude in Form von ineinander verschränkten Bauteilen soll äußerlich an Filmdosen erinnern.

    Bei der Ankündigung gab es auch kritische Stimmen. Unter anderem wurde der fehlende Wettbewerb sowie die Gebäudehöhe bemängelt.

    Libeskind soll 66 Meter hohen Turm bauen (PNN 08.06.2021)


    Weiterer Artikel mit neuer Visualisierung des Turms, der hier den Namen "Tower of Babelsberg" trägt.

    Libeskind präsentiert Entwurf für „Tower of Babelsberg“: Eine „Ikone“ soll es werden (MAZ 12.11.2021

    3 Mal editiert, zuletzt von Antilles () aus folgendem Grund: Weiteren Artikel hinzugefügt.

  • Ich bin zweifelsohne FÜR ein hohes Gebäudeensemble mit starkem Design.

    Ein ikonisches Bauwerk mit hohem Wiedererkennungseffekt wird es nach gegenwärtigen Entwürfen jedoch nicht.

    Ich kann noch nicht einmal die für Libeskind typische architektonische Handschrift erkennen.


    Wenn Potsdam, was ich mir sehr wünschen würde, wirklich etwas Einmaliges anstrebt, mit internantionalem Anspruch, müsste noch deutlich nachgebessert werden.


    Momentan wirken die Skizzen eher wie die NRW Landesgebäude in Düsseldorf aus den 70ern.

  • ... Wenn Potsdam, was ich mir sehr wünschen würde, wirklich etwas Einmaliges anstrebt, mit internantionalem Anspruch, müsste noch deutlich nachgebessert werden. ...

    ... oder man läuft Gefahr ähnlich der verpassten Chance des Badetempels von Oscar Niemeyer am Brauhausberg, sich wieder ins stilistische Abseits zu bugsieren.

  • Erstmal gilt hier natürlich auch: besser es wird überhaupt die ewige Brache bebaut als nicht. Und vor allem toll das Daniel Liebeskind sich persönlich kümmert bevor es so ausschaut wie in Teilen von Adlershof.
    Zudem ein super Signal für den Standort Babelsberg 5000 Mediennahe Arbeitsplätze zu bekommen. Das hätte man vor 15 Jahren nicht gedacht.
    allderdings wirkt es eben überhaupt nicht wie ein TOWER sondern eher nach möglichst viel Arbeitsplätze auf engsten Raum unter zu bekommen. Hier würde ein höheres Gebäude mit mehr Parkfläche drum herum gut tun. Auch die Öffnung zum Bahnhof gefällt mir nicht und die Filmdosensymbolik ist schwer zu erkennen…

    Dennoch ist das autofreie Viertel auf Level von aktuellen Projekten in Culver City oder Burbank in Los Angeles und ist erstmal ein Gewinn ✨

  • Der Entwurf ist doch völlig in Ordnung. Er wirkt überaus urban für die städtebauliche Lage und könnte in der Form wohl auch an der Friedrichstr. stehen. Ich frage mich wer hier ernsthaft mehr erwartet hat. Den Vogel abgeschossen hat für mich aber Saskia Hüneke (Grüne). Sie äußerte Skepsis bezgl. der Bauhöhe. "Man müsse die Fernwirkung untersuchen." Quelle


    Ich finde die Fernwirkung derart intelligenzfremder Aussagen könnte man auch mal zum Untersuchungsgegenstand machen. Glaubt sie ernsthaft, aus der 5km entfernten Potsdamer Innenstadt würde man ein 65m Gebäude sehen können oder fühlt sie sich gar berufen, die angrenzenden Lagerhallen des Babelsberger Gewerbeparks vor Verschattung zu schützen? Vielleicht hält sie die Babelsberger auch für Zwerge aus Tolkien, die seit Generationen in Höhlen leben und eine evolutionäre Angst davor haben, dass ihnen eines Tages der Himmel auf den Kopf fällt, weshalb sie vor jeder Art von Höhe geschützt werden müssen und nur mit der Tiefe in Harmonie leben können. Die Motivation verbleibt nebulös.

  • Also der Entwurf sieht jetzt schon so aus, als wäre er dreimal vom Baukollegium durch die Mangel genommen worden.

    Allzu viel Charakter oder gar signature architecture, die man eigentlich von Libeskind erwarten kann - unabhängig ob man es mag oder nicht - weist dieser Entwurf nicht mehr aus. Dieser Filmrollenvergleich klingt schon etwas bemüht für mich.


    Bleibt das ein wenig resignative Argument, es sei immerhin besser wie Durchschnittsbauten und stärkt den Medienstandort Babelsberg durch die gewaltige Zahl der entsprechend für dieses Umfeld geschaffenen Arbeitsplätze.

    Wenn ich das richtig verstehe, ist der Komplex nicht direkt in Verbindung mit den Studios zu sehen, manifestiert eher die Absicht entsprechend der mittlerweile größeren Bedeutung der Filmstudios, Platz für diverse Medien- und Filmfirmen zu schaffen, Nachfrage gibt es wohl genug.

    Babelsberg ist absolut eine internationale Erfolgsgeschichte, davon haben wir hier nicht viele, darauf kann Brandenburg und Berlin wirklich stolz sein. Umso wichtiger diese Bebauung und von mir aus könnte man da auch baulich noch deutlichere Akzente setzen oder anders ausgedrückt mal etwas klotzen. Aber damit tut man sich bei uns ja immer schwer.


    Dazu passt als Ergänzung ganz gut ein Artikel, der kürzlich in der SZ erschienen ist und sich den Studios widmet, der neuen Serie 1899 von den Machern von Dark, dem Netflixknaller schlechthin und dem Coup als erste in Europa ein neues LED Studio für 10 Millionen zu bauen, das von Lucasfilm für the Mandalorian entwickelt wurde und es sonst noch nirgends in Europa geben wird.


    https://www.sueddeutsche.de/ku…-streaming-1899-1.5453632

  • Politische Entscheider und unerfahrene Bauherren lassen sich in den allermeisten Fällen durch Rendering Beschiss blenden.

    Selten haben sie die Kapazität die Hochglanzbildchen von den Architekturbüros zu hinterfragen.


    Das typische Werbeschema ist zu erkennen:

    - Unnatürliche Sonnenverhältnisse, die strahlend überhelle Fassadenwirkungen suggerieren.

    - Entwurfsdarstellung in Vogelperspektive, die nie ein Mensch als Fußgänger erleben wird.


    Früher haben Könige entschieden und verhandelt was und wie gebaut wird, heute sind es halt nur städtische Beamte.

    Wie soll da Baukultur für die Potsdam vor 1920 berühmt war neu entstehen ?


    Unrealistisch am Projekt scheint mir die "autofreie" Konzeption, die womöglich ohne Tiefgaragen auskommen will. Zwar ist der Komplex neben dem Bahnhof genial durch die Öffis angebunden. Doch die meisten Medienschaffenden werden aus dem Berliner Raum mit dem Wagen einpendeln, wie schon in die heutige Medienstadt. Jedem muss realistischerweise klar sein, dass bei dem Bürobau ein riesiger KfZ Magnet entstehen wird. Nachhaltigkeit ist durch fehlende Solaranlagen nicht zu erkennen. Auch hier wird wohliges Marketingsprech nicht dem Endprodukt gerecht werden.


    Was mir momentan am besten gefällt: Die dekonstruktivistische, unschöne Handschrift von Libeskind kommt oberflächlich gesehen kaum zum tragen. Die antagonistisch verschränkten Baukörper, so könnten man meinen, scheinen am ehesten typisch Libeskind zu sein. Die Begrünung ist ebenfalls Libeskindmäßig zerhackt.


    (Nebenbei: Der Standort Babelsberg wird wohl dieses Jahr den größten Rückschlag seit 1990 erleben, denn die Filmstudios werden für nen Appel und Ei an einen US-Investor verkauft. Damit wird eine der größten Kulturmarken, die Deutschland hervorgebracht hat nicht mehr für die dt. oder europäische Filmkultur arbeiten sondern nur noch Netflix und Amazon promoten.)

  • Im Alltag bei grauem Himmel aus Fußgängerperspektive wird das Teil, sofern es so umgesetzt wird, wie ein 70er Jahre Klotz wirken.


    Meine Begeisterung ist gebremst. Passt IMHO zu 0,0 nach Potsdam. Ich würde mir hier eher stilistische Anleihen bei der Frühmoderne wünschen, und mehr Rücksicht auf die Maßstäblichkeit des Umfelds.

  • Ich finde die allgemeine Missstimmung etwas überzogen. Wir reden hier nicht über ein künftiges Wahrzeichen im historischen Zentrum, sondern über ein Büroprojekt am Stadtrand. Städtebaulich gesehen sind die Filmstudios – Glamour hin oder her – ein Gewerbegebiet. Und dafür ist das ein beachtlicher Entwurf.

    Politische Entscheider und unerfahrene Bauherren lassen sich in den allermeisten Fällen durch Rendering Beschiss blenden.

    Selten haben sie die Kapazität die Hochglanzbildchen von den Architekturbüros zu hinterfragen.

    Ich glaube, Sie haben sich noch nie mit kommunalem Baurecht beschäftigt. Weder die Verwaltung noch die Stadtverordneten entscheiden auf Grundlage von Renderings.

    Früher haben Könige entschieden und verhandelt was und wie gebaut wird, heute sind es halt nur städtische Beamte.

    Und wie kann so ein König die teuflischen Renderings durchschauen? Ist es göttliche Gnade? Ist es das blaue Blut? Da kann der dahergelaufene Pöbel aus der SVV natürlich nicht mithalten! Im Ernst: Meinen Sie, die Bautätigkeit einer Landeshauptstadt des 21. Jhdts. ließe sich auf Basis des Repräsentationswillens von Fritze Zwo organisieren? "Knobelsdorff! Errichte er mir ein Bürozentrum am Filmstudio. Mit Putten. Und Kolossalordnung. Aber schlicht! Und vergesse er die Tiefställe nicht, unseren Untertanen gelüstet nach der Motorkutsche."

  • Wir reden hier nicht über ein künftiges Wahrzeichen im historischen Zentrum, sondern über ein Büroprojekt am Stadtrand. Städtebaulich gesehen sind die Filmstudios – Glamour hin oder her – ein Gewerbegebiet.

    Au contraire!


    Filmproduktion ist die wichtigste Kunstform des 20. und 21. Jahrhunderts. Potsdam-Babelsberg ist das wichtigste Filmzentrum in Deutschland. Das Studiogelände in der Nachbarschaft ist bereits eines der bedeutendsten "Wahrzeichen" der europäischen Kultur, da hier jedes Jahr Filmgeschichte geschrieben wird.


    Wer dort neben den berühmten Studios bauen will, muss allerhöchste Maßstäbe an Qualität und Originalität ansetzen, denn sonst fällt das negative architektonische Image direkt auf den Standort zurück. Wer hier die Gestaltung vergeigt, vergeigt den Medienstandort Potsdam und den Kulturstandort Deutschland zugleich.


    Im allerbesten Fall strebt man gerade an diesem Ort ein neues ikonisches Gebäude an, da sich der neue Image-Mehrwert direkt auf die Filmstadt und damit auf das Renommee der Filmproduktion überträgt. Es sollte ein Instagram-Liebling werden, in dem künftige Generationen von Kreativen mit Vorliebe arbeiten wollen.

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    Nein, hier muss man trennen. Das geplante Ensemble ist begleitend für den Filmpark gedacht, nicht für die Babelsberger Studios. Letztere haben auch im großen Hollywood überhaupt keine wahnsinnig "expressive HH-Architektur" außer einem mehr (Hollywood , 2 , 3) oder weniger (Babelsberg) hübsch geschmückten Eingangstor. Der Rest besteht aus Lager- bzw. Filmhallen.

    Und ich glaube niemand hat erwartet, dass der kleine Babelsberger Filmpark zu einem "Protz-Park" a la Disneyland, den Universal Studios oder einem vergleichbaren "Film-Freizeit-Park" mit allerlei pompösem Kitsch umgebaut wird. In diese Liga soll und wird er überhaupt nie aufsteigen.

  • In diese Liga soll und wird er überhaupt nie aufsteigen.

    Achso.


    Kreativ- und Kulturorte sollen in Deutschland Sparkassenniveau behalten und ambitionslos im Gewerbehofdesign verharren.

    Kann man wollen. Dann bleibt Babelsberg, siehe Filmpark, jedoch im DDR-Zeitalter hängen.


    Wenn man aber einen Anziehungspunkt kreieren will, der durch seine Attraktivität Interesse erweckt und für ein modernes künstlerisches Potsdam stehen soll, muss beim Ensemble Entwurf in puncto "Wiedererkennungseffekt" eine Schippe draufgelegt werden.

  • Der Standort Babelsberg existiert nur, weil er mit unzähligen Millionen subventioniert wird. Ebenso drehen die Hollywood-Filmemacher auch nur deshalb dort, da sie Steuergelder ohne Ende erhalten und nicht etwa des besonderen Ortes wegen.

    Kann mich nicht erinnern, dass nach dem Krieg dort noch Filmgeschichte geschrieben wurde. Er wird nur künstlich am Leben erhalten

  • Der Standort Babelsberg existiert nur, weil er mit unzähligen Millionen subventioniert wird. Ebenso drehen die Hollywood-Filmemacher auch nur deshalb dort, da sie Steuergelder ohne Ende erhalten und nicht etwa des besonderen Ortes wegen.

    Kann mich nicht erinnern, dass nach dem Krieg dort noch Filmgeschichte geschrieben wurde. Er wird nur künstlich am Leben erhalten


    Naja die ganze ehemalige DDR existiert nur weil sie mit unzähligen Milliarden subventioniert wurde und davor ebenso West Berlin, nur mal so nebenbei.

    Aber das ist insofern irrelevant weil eben der Output wesentlich höher ist als das was man reingesteckt hat abgesehen von ebenso wichtigen politischen und sozialen Gründen.


    Gerade die von Dir angesprochenen Steuergelder oder Subventionen für das Filmemachen haben sich ein vielfaches gelohnt durch geschaffene Arbeitsplätze neue Aufträge, Ansiedelung von Firmen usw. Hier wird insgesamt ein Mehrwert an Steuereinnahmen (Gewerbe, Lohn- Einkommensteuer) generiert, der um ein vielfaches die eingesetzten Mittel übersteigt., das ist mehr als belegt.

    Neben diesen Fakten kommt in Falle Babelsberg noch etwas hinzu, was Deutschland seit 1933 nicht mehr hatte trotz der Bavaria in München mit Boot und Schlangenei: Einen international anerkannten Standort fürs Filmemachen und nun auch Serien.


    Gerade im Kulturbereich internationale Aufmerksamkeit zu erfahren kommt ja seltener für Deutschland vor und ist umso wichtiger, da es vielleicht nicht direkt messbar ist, allerdings einen ungemeinen Wert an Image, Reputation, durch Ansiedelung und Kooperation neues Knowhow in diesem Bereich schafft und de facto zusätzliches Marketing für Berlin betreibt und Deutschland auch mal in Feuilletons auftaucht und nicht nur in den Wirtschaftsnachrichten.

    Und vielleicht kamen die ersten Produktionen wegen günstiger Bedingungen, aber mit jedem Erfolg (Bourne Trilogie usw) hat sich enormes Knowhow entwickelt und mittlerweile sind die Studios zwar kein Selbstläufer aber agieren auf einem völlig anderen Niveau. Und dabei unterschätzt Du gewaltig dass die Geschichte von Babelsberg und der Mythos UFA der zwanziger Jahre dazu enorm beigetragen haben. Ein gewaltiger Teil von Hollywood rekrutierte sich aus deutschen Emigranten in der Nazizeit und viele die auch heute dort arbeiten kommen aus diesem Umfeld oder sind sich dessen bewusst.

    Das alles zusammen hat diese Entwicklung möglich gemacht.

    Oh ja, im Krieg wurden dort Meisterwerke wie "Jud Süß" gedreht. Danach nur noch Schrott wie "Der Untertan" oder "Die Legende von Paul und Paula"... :bash:


    Ich denke Blaine hat seine Aussage weniger auf die Nazizeit bezogen sondern auf die Zeit bis 1933 als Babelsberg mit der UFA quasi auf Augenhöhe mit Hollywood stand.

    Und mit allem Respekt, 1945 bis 1990 war Babelsberg bestimmt das Zentrum der DEFA und hat wichtige Filme für den deutschen Markt produziert, die allerdings ziemlich irrelevant für den internationalen Markt waren und wenn man ehrlich ist auch nicht allzu viele selbst in der damaligen BRD gekannt haben und durch die politische Situation Babelsberg auch als Standort für die internationale Filmindustrie de facto nicht existent war.

  • ^ Na ja, dann hätte Blaine halt "nach 1933" schreiben sollen und nicht "nach dem Krieg". So ist die Ägide des "Bocks von Babelsberg" in seinen gelobten Zeiten mit drin.


    Aber zurück zum städtebaulichen Argument: Über den künstlerischen Gehalt der aktuellen Produktion kann man aus gutem Grund streiten. Arty Deco überhöht das m.E. gehörig. Aber selbst wenn man die Studios als Stätte großen künstlerischen Schaffens betrachtet, sagt das wenig über deren Bedeutung für den Städtebau aus.


    Kunst wurde stets in Palästen ausgestellt – hergestellt wurde und wird sie in Werkstätten und Hinterzimmern. Filme erleben in prunkvollen Premierenkinos mit Rotem Teppich ihre Uraufführung – gedreht werden sie in Straßen, die mit Flatterband abgesperrt sind, oder in Studios, die von Lagerhallen äußerlich nicht zu unterscheiden sind. Sei es in Geiselgasteig, in der Cinecitta oder in Hollywood – alles Studios mit dem Charme von Gewerbegebieten, keineswegs "Wahrzeichen" ihrer Städte.


    Warum sollte das in Babelsberg anders sein? Und warum sollte ausgerechnet ein Bürobau neben den Studios ein Flair erzeugen, dass die Studios an sich nicht haben? Nö, ein Entwurf dieser Größe ist für die Ecke schon ziemlich fett: Eine aufwändig verschachtelte Kubatur, hochwertiges Fassadenmaterial, eine überhängende Glasfassade über sieben Stockwerke, ein Star-Architekt als Namensgeber – sowas hat man in so einem Umfeld bundesweit selten. Ich finde, die Kritik jammert hier auf hohem Niveau.

  • Babelsberg lässt sich doch nicht auf die Nazi-Zeit oder auf vor dem Krieg reduzieren. Natürlich war Babelsberg gerade in den frühen Jahrzehnten weltweit führend und bspw auch technisch sehr fortschrittlich. Irgendwo verwunderlich Klar bringt so ein Campus zusätzliche Sichtbarkeit. Die Bezüge auf die Filmgeschichte sind mE zudem eine schöne Idee und auch sonst wirkt es mE gefällig. Ich finde es etwas befremdlich, dass man selbst bei Projekten mit klar erkennbarem Gestaltungsanspruch beklagt, was es nicht ist. Oder was angeblich sonstwo auf der Welt alles Tolles und Tolleres entsteht. Potsdam ist ja nicht gerade bekannt für seine herausragenden modernen Bauten und dazu ist es nicht einmal ein architektonisch sonderlich attraktives Umfeld. Es wird mE also eine erhebliche Aufwertung.


    Mod: Off topic verschoben.