Neubau Biotechnologie-Campus (ab 2022)

  • BioTechHub

    Heute stellte die Stadt Mainz ihre Ausbaupläne für den Biotechnologie-Standort vor. Die Landeshauptstadt sieht ein Potenzial für rund 5.000 neue Arbeitsplätze in den nächsten zehn Jahren. Zur Entwicklung eines Biotechnologie-Campus mit direkter Anbindung an Uniklinik sowie Universität stellt die Stadt 30 Hektar Fläche zur Verfügung. Gleichzeitig verbessert sie die Rahmenbedingungen mit einer Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes von 440 auf 310 Punkte.


    Die Pressemitteilung (PDF) in Auszügen:


    Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz zündet beim Ausbau zu einem weltweit führenden Biotechnologie-Standort die nächste Entwicklungsstufe: Als BioTechHub soll der Standort in den kommenden Jahren ausgebaut werden, so Oberbürgermeister Michael Ebling. Mainz, so das Ziel, soll zu einem weltweit führenden Zentrum für die Forschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie werden und so führende Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen anlocken.

    OB Michael Ebling stellte die Pläne am Dienstag, 9. November 2021 gemeinsam mit Bürgermeister Günter Beck der Öffentlichkeit vor. Demnach sollen durch umfangreiche Investitionen neue Flächen entwickelt und die bestehende Infrastruktur für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen verbessert werden: „Durch den Erfolg von BioNTech wurde Mainz in der Pandemie zur Apotheke der Welt. Wir nutzen die herausragenden Ausgangsbedingungen mit erfolgreichen Forschungseinrichtungen, privaten Unternehmen, der Johannes Gutenberg-Universität, der Universitätsmedizin sowie der positiven Finanzsituation mit Haushaltsüberschüssen, um mit Unterstützung des Landes und der Wissenschaftslandschaft einen globalen Wissenschafts- und Biotechnologiestandort zu etablieren,“ so Oberbürgermeister Ebling.

    Inhaltlicher Schwerpunkt des Biotechnologiestandorts sollen die Bereiche Krebs- und Altersforschung werden. „In der Krebs- und Altersforschung steht die Wissenschaft vor Sprunginnovationen und entscheidenden Durchbrüchen bei der Förderung der Gesundheit der Menschen.“ Eine Masterplanung werde die Entwicklung von Flächen vorantreiben, so Oberbürgermeister Ebling. Damit biete man bestehenden und neuen Unternehmen der Biotech-Branche gute Bedingungen in der Landeshauptstadt. Zu den verbesserten Rahmenbedingungen gehöre auch eine Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes von 440 auf 310 Punkte. Dies führe zu einer Entlastung für die in Mainz ansässigen Unternehmen von insgesamt 351,6 Mio. Euro im Jahr 2022, so Bürgermeister und Finanzdezernent Günter Beck.

    Auch das Land Rheinland-Pfalz wird seinen Beitrag leisten, um die Landeshauptstadt als führenden Standort zu positionieren. Hierzu wurde bereits im Koalitionsvertrag eine Vereinbarung zur Förderung der Biotechnologie beschlossen.

    Die Stadt Mainz verfolgt bereits seit Jahren eine erfolgreiche Strategie zur Ansiedlung und Gründung von Biotechnologie-Unternehmen. Mit einer hochinnovativen und leistungsstarken Wissenschaftslandschaft im Rücken, haben sich in der Landeshauptstadt weltweit erfolgreiche Unternehmen der Gesundheitswirtschaft und Forschungseinrichtungen gegründet. „Die Erfolge von BioNTech, aber auch von Ganymed oder Tron, sind wunderbare Beispiele dafür, wie universitäre Grundlagenforschung in innovative Produkte überführt werden kann, um die Lebensqualität der Menschen nachhaltig zu verbessern. Mit dem BioTechHub schaffen wir das Fundament für die wissenschaftlichen Revolutionen von morgen“, so Oberbürgermeister Ebling.


    Insgesamt m. E. eine herausragende Offensive zur Wirtschaftsförderung. Die 30 Hektar Entwicklungfläche, verteilt auf zwei Standorte (Klick vergrößert):


    Bild: https://abload.de/img/bioubj1y.jpg             Bild: https://abload.de/img/bio24fjcy.jpg

    Grafiken: Landeshauptstadt Mainz

  • ^ So wie’s ausschaut ist Mainz das neue Eschborn - äh das neue Ingelheim natürlich, zumindest drängt sich dieser Eindruck auf wenn man den heutigen FAZ-Bericht ließt. Denn Ingelheim (310 Pkt.) ist hier analog zu Eschborn das Maß der Dinge beim Hebesatz. Die Mainzer Kämmerer hatte für dieses Jahr mit einem Minus von 36 Mio. EUR geplant. Tatsächlich wird es ein Plus von 1.090 Mio. EUR und für‘s nächste Jahr ist ein Plus von < 500 Mio. EUR eingeplant. Theoretisch ließen sich damit die Kredite der Stadt Mainz i.H.v. etwa 1.600 Mio. EUR begleichen. Zumindest möchte der Kämmerer bis Ende 634 Mio. EUR Kassenkredite getilgen. Die Trierer Dienstaufsichtsbehörde ADD hatte den ersten Haushaltsentwurf für 2022 zurückgewiesen und mehr Sparbemühungen sowie eine Grundsteuererhöhung gefordert.

    Ob der neuen Situation hätten die Wiesbadener oder Frankfurter Kämmerer sicherlich auch schlaflose Nächte. 🥳


    Zurück zu möglichen baulichen Folgen im Mainzer Stadtgebiet die DAF relevanter sind, denn es werden schon erste Überlegungen ventiliert das Mainz auf eigene Kosten Verwaltungsgebäude baut und das mieten von solchen Immobilien damit obsolet wäre. Solche Bauvorhaben würden sich dann ggf. in den Mainzer DAF-Strängen wiederfinden.

  • Laut dem Plan auf der HP des Heiligkreuzviertels (hier auf dem Plan bitte über die grauen Punkte mit der Maus fahren, um die Info zu lesen) handelt es sich bei diesem Gebäude um eines von Biontech in direkter Nachbarschaft zu den Wohngebäuden (Vordergrund). Standort an der Hechtsheimer Straße zwischen der IGS an der Ecke und den neu errichteten Wohngebäuden. Mein Blick parallel zur Straße.


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    *** Fotos von mir ***

  • In dem Gebäude sollen wohl in Zukunft jährlich mehr als 10,000 Dosen individueller mRNA-basierter Krebstherapie-Chargen entstehen.

    https://www.aerztezeitung.de/W…Krebstherapie-424985.html


    Die Helmholtz Gemeinschaft hat sich außerdem für Mainz als Standort eines Forschungsclusters zum Thema Altersforschung entschieden. Noch ohne Standort-Information, aber die Auswahl von Mainz als Stantort für die Einrichtung mit geplant ca. 500-800 Mitarbeitern und einem jährlichen Finanzierungsvolumen von 50-80 Millionen Euro scheint laut AZ (Paywall) und n-tv (Link) im Zusammenhang mit der bisherigen Uni-Forschung zum Thema, Biontechs Erfolgen und dem geplanten Biotechnologie Cluster zu stehen.

    https://www.n-tv.de/wissen/Wie…tern-article22984733.html